虎嗅

**Deutscher Titel:** Wenn die Geldspritze nicht mehr in die Gehälter fließt…

原文:当放水不再流向工资袋

Zusammenfassung der Kernpunkte

Die Finanzdaten für Juli haben die strukturellen Widersprüche in der aktuellen Wirtschaft aufgedeckt: Auf den ersten Blick scheint es an Gesamtnachfrage zu mangeln (negatives Kreditwachstum, niedrigster Kapazitätsauslastungswert seit 16 Jahren), doch die Unternehmen nehmen weiterhin große Geldbeträge für Investitionen auf. Allerdings fließen diese Mittel nicht in die Gehälter der Normalbevölkerung, sondern werden zur Anschaffung von Maschinen verwendet, um Arbeitskräfte zu ersetzen. Die Bürger zahlen ihre Kredite frühzeitig zurück und reduzieren ihren Konsum aufgrund schlechter Einkommensprognosen, was einen Teufelskreis bildet: Automatisierung der Unternehmen → Reduzierung der Beschäftigung → sinkende Einkommen der Bürger → schwacher Konsum → noch größere Abhängigkeit der Unternehmen von Automatisierung. Herkömmliche makroökonomische Analysen können diese Widersprüche nicht erklären, und die Politik steht vor dem Dilemma, dass es zwar zu Wirtschaftswachstum kommt, aber das Lebensgefühl der Bürger sich nicht verbessert. Die Anpassung des Verteilungssystems ist daher wichtiger als einfache Konjunkturbelebung.

Detaillierte Analyse

1. „Verrückte“ Daten: Auf den ersten Blick kalt, am Unternehmensende jedoch heiß?

Die Juli-Daten wirken widersprüchlich:

  • Signale eines Mangels an Gesamtnachfrage: Die Kreditvergabe durch die Finanzbranche ist erstmals negativ geworden (um 589,6 Milliarden), die Auslastung von Fabrikanlagen liegt auf dem niedrigsten Stand seit 16 Jahren, und die Inflationsrate (CPI) beträgt nur 0,5% (nahe Deflation);
  • Am Unternehmensende wird jedoch mehr Leverage genutzt: Die Hochtechnologieindustrie expandiert weiter (PMI 53,3 – ab 50 gilt Wachstum), die Mittel- und Langzeitkredite für Unternehmen stiegen um 5,32 Billionen Yuan, und die Anschaffung von Unternehmensanleihen um 1,1 Billionen Yuan.

Wo liegt das Problem? Das Geld, das die Unternehmen aufnehmen, dient nicht der Einstellung neuer Mitarbeiter oder dem Bau neuer Fabrikanlagen (Bauvorhaben machen nur 6–13% der Investitionen aus), sondern wird ausschließlich für den Kauf von Ausrüstung verwendet (Ausrüstungskaufen machen 55–67%). Daher fließt das Geld nicht in die Gehälter der Arbeitnehmer, sondern zu den Maschinenherstellern.

2. Warum kaufen Unternehmen verrückt viele Maschinen und stellen keine neuen Mitarbeiter ein?

Die Unternehmen befinden sich in einer schwierigen Lage:

  • Hohe Kosten im upstream: Die Preise für Rohstoffe steigen, was die Kosten erhöht;
  • Schwierigkeiten im downstream: Die Verbraucher zögern mit dem Konsum, wodurch Produktpreiser steigen und Bestellungen verloren gehen;
  • Interne Drucke: Es gibt immer weniger Arbeitnehmer, obwohl die Löhne jährlich steigen.

Die einzige Lösung: Die Ersetzung von Menschen durch Maschinen – beispielsweise stiegen die Ausgaben für Automatisierungsausrüstung in Fujian im Jahr 2025 um 17,1%. Nach der Modernisierung erhöhte sich die Produktionskapazität einer Produktionslinie um 80%, und die Lohnkosten pro Einheit produkten sanken um 30–50%. Es handelt sich nicht um eine Frage der industriellen Aufwertung, sondern um eine Notwendigkeit zum Überleben: Ohne den Einsatz von Maschinen würden die Unternehmen entweder durch höhere Kosten oder fehlende Bestellungen zugrunde gehen.

3. Warum zahlen die Bürger ihre Kredite frühzeitig zurück? Sie haben Angst vor schlechten Einkommenserwartungen!

In den ersten sieben Monaten sanken die Netto-Kreditvergaben der Bürger um 827,1 Milliarden Yuan (Kurzkredite um 928,1 Milliarden Yuan, Mittel- und Langzeitkredite nur um 101 Milliarden Yuan) – es liegt nicht daran, dass die Banken keine Kredite vergeben, sondern dass die Bürger Angst haben zu verschulden:

  • Da Unternehmen Menschen durch Maschinen ersetzen, sinkt der Bedarf an Arbeitskräften; die Bürger befürchten, in Zukunft weniger Geld zu verdienen;
  • Deshalb zahlen sie ihre Kredite lieber zurück und wagen es nicht, Geld für Konsumausgaben (z. B. Kleidung, Reisen) auszugeben.

Dies führt zu einem Teufelskreis: Unternehmen ersetzen Menschen durch Maschinen → weniger Beschäftigung → sinkende Einkommen der Bürger → noch schwächerer Konsum → weitere Automatisierung.

4. Warum versagen herkömmliche Analysen? Maschinen haben den Weg der Geldpolitik blockiert!

In früheren Wirtschaftskrisen hat die Zentralbank durch Geldschöpfung oder Zinssenkungen versucht, die Wirtschaft anzukurbeln. Die Unternehmen nutzten das Geld, um Kapazitäten auszuweiten und Arbeitskräfte einzustellen; dadurch stiegen die Löhne und der Konsum verbesserte sich. Heute jedoch:

  • Die Unternehmen verwenden das Geld vor allem für den Kauf von Maschinen (weniger Personal, höhere Produktion) und stellen keine neuen Mitarbeiter ein;
  • Daher fließt das Geld nicht in die Gehälter der Bürger, und der Konsum verbessert sich nicht.

Herkömmliche Erklärungen wie Mangel an Gesamtnachfrage oder Überkapazität erklären die aktuellen Entwicklungen nicht – beispielsweise liegt die Kapazitätsauslastung niedrig, aber die Effizienz steigt; die Hochtechnologieindustrie expandiert weiter. Der eigentliche Grund sind strukturelle Veränderungen durch die Automatisierung, keine kurzfristigen Zyklen.

5. Das Dilemma der Politik: Wachstum ≠ mehr Geld für die Bürger?

Das Wirtschaftswachstum könnte durch Automatisierung erreicht werden, aber der Großteil der Vorteile geht an Kapitalgeber (Ausrüster, Unternehmensinhaber), während die Einkommen der Normalbevölkerung nicht entsprechend steigen. Beispiel:

  • Nach der Modernisierung steigt die Produktivität pro Arbeitnehmer um 50–100%, aber die Löhne bleiben unverändert oder es entstehen sogar Arbeitsplätze weniger;
  • Technologischer Fortschritt ist zwar positiv, aber das Verteilungssystem hat nicht mitgehalten (wie können normale Menschen von den Vorteilen der Automatisierung profitieren?). Daher verbessert sich das Lebensgefühl der Bürger nicht.

Die Politik darf sich nicht nur auf Wachstum konzentrieren, sondern muss auch die Verteilung anpassen – beispielsweise durch Schulungen für von der Automatisierung betroffene Arbeitnehmer, Anhebung des Mindestlohns oder höhere Dividenden für Unternehmen. Andernfalls könnte das Problem „viel Produkt, aber keine Käufer“ zu einem langfristigen Problem werden.

Fazit

Der Kernwiderspruch in der aktuellen Wirtschaft ist: Maschinen übernehmen die Arbeit von Menschen, und das Geld fließt in Maschinen statt in die Gehälter der Bürger. Wenn das Verteilungsproblem nicht gelöst wird, bleibt selbst schnelles Wachstum für die Bürger bedeutungslos.

(Die Daten stammen vom Nationalen Statistikbüro und der Zentralbank; sie dienen nur als Analysehilfe und bilden keine Investitionsempfehlungen.)