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**„Das Rind ist da“ – Japan entscheidet sich für die intensive Nutzung von indischen Rinderdung**

原文:牛来了,日本决定大力开发印度牛粪

Zusammenfassung der Kerninhalte

Die japanische Premierministerin Yoshihide Suga besuchte Indien und erreichte mit Narendra Modi eine Zusammenarbeit zur Nutzung von Rinderdung aus Indien zur Produktion von Biogas für den Antrieb von Autos. Wissenschaftlich gesehen ist es möglich, mit Biogas (hauptsächlich Methan, ähnlich wie Erdgas) zu fahren – auch in der Geschichte gab es bereits solche Praktiken. Japanische Automobilhersteller (wie Suzuki) sehen das Potenzial der Rinderdung sowie des riesigen indischen Automobilmarktes und wollen nach Rückschlägen im Bereich Elektro- und Wasserstoffantrieb einen „Überholversuch“ unternehmen. Allerdings wird der indische Markt tatsächlich von Motorrädern und Dreirädern dominiert, und die Verbreitung von Biogasautos steht vor zahlreichen Herausforderungen hinsichtlich Infrastruktur und Marktnachfrage. Das Risiko, auf einen Nischenmarkt zu setzen, ist für Japan daher nicht unerheblich.

1. Biogasautos sind keine „Exzentricitäten“ – das wurde bereits früher versucht!

Viele halten die Nutzung von Rinderdung zur Biogaserzeugung für eine Marketingaktion, doch wissenschaftlich gesehen ist sie fundiert: Biogas entsteht durch den Abbau organischer Substanzen durch Mikroben, und sein Hauptbestandteil Methan ähnelt dem von Erdgas. Daher gibt es keinen wesentlichen Unterschied zwischen dem Betrieb mit Biogas und Erdgas. Schon in den 1960er Jahren wechselten Busse in Shanghai und Jinan auf Biogas als Kraftstoff; 2002 erhielt die Stadt Anshan eine Finanzierung von 1 Million US-Dollar der Vereinten Nationen für die Nutzung von Abfallbiogas. Zu dieser Zeit waren Erdgasautos noch als neue Energiequelle gefragt, und es wurden viele Tankstellen gebaut – erst mit dem Aufkommen von Elektroautos wurde Biogas als alternatives Kraftstoffmittel in den Hintergrund gedrängt.

2. Warum konzentriert sich Japan auf indische Rinderdung? Aus Angst vor Niederlagen im Bereich neue Energien!

Japan hat es im Bereich der neuen Energien immer schwer gehabt: Im Bereich Elektroautos liegt das Land hinter China und Tesla zurück; beim Wasserstoffantrieb, für den es jahrelang investiert hat, ist China mittlerweile weltweit führend. Indiens Rinderdung könnte daher eine Rettungsstrategie sein – schließlich gibt es in Indien 300 Millionen Rinder, deren Dung zu Biogas verarbeitet werden kann. Experten von Suzuki haben berechnet, dass die Dung von zehn Rindern ausreicht, um ein Auto einen ganzen Tag lang anzutreiben – und die Kosten sind äußerst gering (in Indien kostet der Kilogramm Rinderdung nur 7 Cent). Japan hofft, mit diesem „geheimen Trick“ auf dem indischen Markt Erfolg zu haben, insbesondere da dort pro tausend Menschen nur 34 Autos verkauft werden.

3. Ist der indische Automobilmarkt noch ein „unerschlossenes Gebiet“? Nein – er wird bereits von Motorrädern dominiert!

Der indische Automobilmarkt scheint vielversprechend, doch tatsächlich ist er weitgehend von Zweirädern beherrscht: Es gibt 220 Millionen Motorräder in Indien (die weltweit meisten), und im letzten Jahr wurden 18 Millionen davon verkauft – mehr als Autos. Der Grund dafür liegt in den günstigen Preisen, der praktischen Nutzung sowie der hohen Konkurrenz durch einheimische Hersteller. Zudem ist Indien der größte Markt für Elektro-Dreiräder (mehr als 1 Million pro Jahr verkauft). Die Zahl der Menschen, die tatsächlich Autos kaufen möchten, ist begrenzt – Biogasautos könnten daher nur einen geringen Anteil am Markt haben.

4. Wie kann die Verbreitung von Biogasautos gelingen? Es gibt viele Herausforderungen!

Selbst wenn die Technologie und die Ressourcen vorhanden sind, stehen zahlreiche Hindernisse einer erfolgreichen Markteinführung im Weg:

  • Infrastruktur: Es müssen zahlreiche Biogasanlagen und Tankstellen gebaut werden – doch in Indien ist sogar die Sanitärinfrastruktur noch nicht ausreichend entwickelt.
  • Marktnachfrage: Schon wenige Menschen kaufen Autos; wer würde wegen günstigen Biogases extra ein Auto wechseln?
  • Japans alte Probleme: Japan setzt oft auf Nischenmärkte, was zu Misserfolgen führt. Die Verbreitung von Biogasautos erfordert eine umfassende Infrastruktur (Rohstoffe, Fabriken, Lieferketten) – nicht nur Technologie allein reicht aus.

5. Es gibt viele „exzentrische“ Kraftstoffquellen weltweit – warum hat nur Brasilien Erfolg mit Biogas?

Menschen haben bereits versucht, Autos mit Kaffeesatz, Algen oder sogar Kernreaktoren anzutreiben, doch wirklich erfolgreich wurde dies nur mit Biokraftstoffen in Brasilien: 80 Prozent der dortigen Autos fahren mit Ethanol (hergestellt aus Zuckerrohr). Der Grund dafür sind ausreichende Ressourcen, strenge Regierungsrichtlinien sowie eine starke Nachfrage nach erneuerbaren Energien. In Indien fehlen solche Rahmenbedingungen – ob Biogasautos erfolgreich sein werden, hängt davon ab, ob Indien und Japan diese Herausforderungen bewältigen können.

Zusammenfassend: Die Idee der japanisch-indischen Zusammenarbeit bei Biogasautos ist innovativ, doch die Umsetzung ist äußerst schwierig. Wenn Japan mit Rinderdung erfolgreich sein will, muss es zunächst die Hindernisse des indischen Marktes sowie die mangelnde Infrastruktur überwinden.