虎嗅

„Die Quantifizierung ausmerzen – Können Privatanleger endlich aufatmen?“

原文:消灭量化,散户终于可以喘口气了?

Zusammenfassung der Kerninhalte

Dieser Artikel diskutiert die Frage, ob Quantentrading der Hauptgrund für Verluste von Privatanlegern ist. Basierend auf Expertenmeinungen, regulatorischen Maßnahmen und Marktdaten kommt zu dem Schluss, dass Quantentrading nicht die Hauptursache für die Verluste von Privatanlegern ist. Im Grunde handelt es sich dabei um eine Weiterentwicklung der Handelsmethoden – doch die „Asymmetrie in der Geschwindigkeit“ kann Ungerechtigkeiten mit sich bringen. Die langfristigen Verluste von Privatanlegern resultieren eher aus eigenen Verhaltensfehlern (z. B. dem Kauf bei steigenden Kursen und Verkauf bei fallenden Kursen) sowie Unterschieden im Marktklima. Die Richtung der Regulierung besteht darin, Quantentrading zu regulieren, aber nicht zu unterdrücken; das Hauptziel ist es, diese ungerechten Geschwindigkeitsvorteile zu beseitigen. Die beste Strategie für Privatanleger besteht darin, sich nicht gegen die Maschinen zu stellen, sondern indirekte Investitionen (z. B. durch Rentenfonds oder Indexfonds) zu nutzen, um kurzfristige Spekulationen zu vermeiden und ihre eigenen menschlichen Schwächen zu überwinden.

I. Quantentrading: Sündenbock oder nur ein weiteres Handelsmittel?

Viele Menschen machen Quantentrading für die Verluste von Privatanlegern verantwortlich, doch die Experten sind sich uneinig:

  • Wu Xiaoqiu (ehemaliger Vizepräsident der Renmin University of China): Quantentrading ist lediglich eine Weiterentwicklung der Handelsmethoden; es gibt keine Beweise dafür, dass Privatanlegerverluste darauf zurückzuführen sind. Wichtig ist, dass Quantentrading unter fairen Regeln reguliert wird.
  • Li Xunlei (Chef von Zhongtai International): Man sollte Quantentrading differenziert betrachten – ohne es pauschal zu verurteilen; der Aktienmarkt würde auch ohne Quantentrading nicht besser werden.
  • Liu Jipeng (Professor an der Politikwissenschaftsuniversität): Er lehnt es ab, die Fairness von 95 % der Privatanleger auf Kosten der Effizienz von 5 % der Institutionen zu opfern.

Tatsächlich verloren auch Privatanleger bereits vor dem Aufkommen von Quantentrading Geld – früher waren es Großinvestoren, Spekulanten und Informatiker mit Insiderwissen, die die Privatanleger ausbeuteten. Heute hat Quantentrading lediglich ein anderes „Erntewerkzeug“ übernommen; der eigentliche Grund für die Probleme liegt jedoch in der ungerechten Nutzung (z. B. durch Geschwindigkeitsvorteile).

II. Regulatorische Maßnahmen: Ist der „Geschwindigkeitsvorteil“ von Quantentrading beseitigt worden?

Im Juli 2026 schloss die Shanghai Stock Exchange die speziellen Datenleitungen in ihren Rechenzentren (die nur von Institutionen genutzt werden konnten), und die Shenzhen Stock Exchange folgte diesem Beispiel, um alle Institutionen physisch auf eine „gleiche Ausgangsbasis“ zu stellen.

  • Frühere Vorteile: Diese speziellen Datenleitungen ermöglichten es den Institutionen, Dutzende bis Hunderte von Millisekunden schneller als normale Anleger zu reagieren (1 Sekunde = 1000 Millisekunden; ein Augenzwinkern dauert etwa 400.000 Mikrosekunden). Hochfrequente Handlungen nutzten diesen Geschwindigkeitsvorteil, ähnlich wie der Einsatz von Atomwaffen gegen Langspeere.
  • Reaktion der Institutionen: Da sie ihre Rechenzentren nicht verlegen konnten, mieteten sie Räumlichkeiten bei Drittanbietern in der Nähe der Börsen (z. B. im Datacenter des Shanghai Stock Exchange in Jinqiao, 3 Kilometer entfernt; die Mieten stiegen um 50 % bis zum Dreifachen) und kauften hochwertigere Datenleitungen, um ihre Geschwindigkeit weiter zu verbessern.
  • Ziel der Regulierung: Quantentrading nicht unterdrücken, sondern regulieren – indem es von einer auf schnellen Geschwindigkeiten basierenden Strategie hin zu einer Strategie übergeht, die auf Modellen und fundamentalen Analysen beruht.

III. Verwechslungen vermeiden: Quantentrading, programmierte Handlungen und Hochfrequente Handlungen sind nicht dasselbe

Viele Menschen verwenden diese Begriffe synonym, doch es gibt deutliche Unterschiede:

  • Quantentrading: Eine „Investitionsmethode“, bei der mathematische Modelle die Entscheidungsfindung ersetzen – z. B. werden Kriterien wie „niedrige Bewertungen + hohe Wachstumsaussichten“ in Regeln umgesetzt, um Aktien auszuwählen.
  • Programmierte Handlungen: Ein „Handelstool“, bei dem der Computer automatisch Orders platziert; es muss nicht unbedingt Quantentrading sein (z. B. der Mensch wählt die Aktien aus und lässt den Computer die Orders automatisch abgeben).
  • Hochfrequente Handlungen: Eine extreme Form von programmierten Handlungen – die Positionen werden in Sekunden oder Mikrosekunden gehalten; täglich werden Zehntausende von Orders platziert und zurückgenommen, um kleine Gewinne zu erzielen (z. B. 1 Cent pro Order; 10.000 Orders ergeben 100 Euro Gewinn).

Die neuen Regeln vom Juli 2025 definieren Hochfrequente Handlungen als mehr als 300 Orders pro Sekunde oder mehr als 20.000 Orders pro Tag – das ist der Schwerpunkt der Regulierung.

IV. Warum verlieren Privatanleger immer wieder? Die Ursache liegt bei ihnen selbst, nicht bei Quantentrading

Die Daten sprechen für sich:

  • Im Jahr 2025 verloren 80 % der Privatanleger Geld; der durchschnittliche Verlust betrug 20.000 Yuan. In Bärenmärkten (2018/2022) lag der Verlustanteil bei über 85%, auch in Bullenmärkten (2019–2020 verloren 60 % der Privatanleger Geld.

Langfristig gesehen resultieren die Verluste von Privatanlegern aus eigenen Fehlverhalten (z. B. Kauf bei steigenden Kursen und Verkauf bei fallenden Kursen) sowie aus Nachteilen ihrer Handelsmethoden (fehlende Geschwindigkeit bzw. mangelnde Modelle im Vergleich zu Quantentrading-Systemen).

Vergleich mit den USA:

In den USA wird mehr mit Quantentrading gearbeitet, doch Privatanleger investieren indirekt über Rentenfonds und Indexfonds und profitieren so vom langfristigen Wachstum der Unternehmen. Die Umschlagrate ist niedriger – daher können sie von einem langfristigen Anstieg des Aktienmarktes profitieren.

US-Studien zeigen: Der Rückstand privater Anleger gegenüber dem Markt resultiert hauptsächlich aus ihren eigenen häufigen Handlungen und hat wenig mit dem Grad der Nutzung von Quantentrading zu tun.

V. Wie geht es in Zukunft weiter? Fairere Regeln + die richtige Strategie für Privatanleger

  • Regulatorische Richtung: Die China Securities Regulatory Commission (CSRC) will die Regulierung von programmierten Handlungen verbessern und Manipulationen sowie den Missbrauch technischer Vorteile bekämpfen, um die Fairness zu gewährleisten.
  • Strategien für Privatanleger:

1. Gegen die Maschinen nicht in Geschwindigkeit konkurrieren – Quantentrading kann pro Sekunde Hunderte von Orders abwickeln; man wird mit manuellen Orders nicht mithalten können.

2. Indirekte Investitionen: Nutzen Sie Rentenfonds oder bewährte Fonds (z. B. Indexfonds), um am Markt teilzunehmen und langfristiges Wachstum zu erzielen, anstatt in kurzfristige Spekulationen einzusteigen.

3. Sich selbst überwinden: Vermeiden Sie das Kaufverhalten bei steigenden Kursen und Verkauf bei fallenden Kursen sowie emotionale Entscheidungen – das ist wichtiger als der Versuch, die Maschinen zu besiegen.

Fazit: Quantentrading ist weder der Teufel noch ein Sündenbock. Die Zukunft des Marktes hängt von fairen Regeln und einem Verständnis der Grenzen seitens der Privatanleger ab – nur so können sie dem „Nullsummenspiel“ entkommen.

(Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der Analyse und stellt keine Investitionsberatung dar.)