Zusammenfassung der Kernpunkte
Der Autor hat nach dem Anschauen von „Welcome to Long Restaurant“ gemischte Gefühle. Im Vergleich zu „Wolf Warrior 2“ weist er auf Probleme des Films hin: Die Charakterisierung ist zweierlei Maß (die US-Armee wird verherrlicht, Extremisten dagegen verunglimpft), die Darstellung der Kriegsgerechtigkeit ist unklar (Frieden wird als „Überleben“ statt als Kampf für Gerechtigkeit dargestellt) und die Rolle der Chinesen ist unterentwickelt (sie wirken wie „mobile Kamerapersonen“ ohne eigene Identität). Er drückt den Wunsch nach einem stärkeren chinesischen Bild sowie einem aktiveren Widerstand aus.
1. Unterschiedliches Schicksal der US-Armee und der Extremisten – offensichtliche Doppelstandards
Die Darstellung der USA und des Iraks wirkt, als wären sie durch „Filter“ gegangen:
- Die US-Armee wird als abstrakt böse und konkret gut dargestellt: Die Gräueltaten der USA im Irak werden zu einem verschwommenen Hintergrund – man sieht nur die Explosionen, nicht die konkreten Soldaten, die töten. Die amerikanischen Soldaten, die vorkommen, sind immer „Guten“: Der chinesischstämmige Soldat Tony Wang füttert Katzen; als er durch eine Bombe getötet wird, leckt noch eine Katze an seiner Leiche. Der Gefängnisaufseher verhält sich höchstens arrogant und lässt Essen zubereiten; die Foltermethoden gegenüber den Anführern der Extremisten sind lächerlich (ähnlich wie in Komödien).
- Die Extremisten werden als konkret böse dargestellt: Jede ihrer Untaten wird ausführlich gezeigt – Kinder werden zu Menschenbomben, Ma Junsheng wird erschossen, Seifs Augen werden zerstört. Dadurch entsteht der Eindruck, dass nur die USA für die Ordnung sorgen und die Extremisten das Böse verursachen; doch die tatsächlichen Gräueltaten der US-Armee (wie Folter von Gefangenen, Massaker an Zivilisten) werden völlig ignoriert.
2. Frieden wird nicht durch „Überleben“ erreicht – im Film fehlt der Wille zum Widerstand
Die Entscheidung des Protagonisten Xu Fu ist es, einfach zu überleben: Er geht nach dem Schuldenabbau ins Irak, um dort zu kochen, überlebt die Explosionen und flieht schließlich mit seinen Kindern nach Syrien. Der Autor findet das falsch – Frieden wird nicht durch Passivität erreicht, sondern durch Kampf!
Im Gegensatz dazu zeigt „Wolf Warrior 2“, wie der Protagonist kampferisch vorgeht und den Bösen besiegt; dies vermittelt dem Zuschauer das Gefühl, dass Gerechtigkeit siegen wird. In „Long Restaurant“ ziehen die US-Truppen jedoch ab, weil sie nicht mehr kämpfen können, und der Irak bleibt weiterhin in Unordnung. Das Ende, in dem Xu Fu nur überlebt, lässt den Zuschauer frustriert zurück: „In einem Aggressionskrieg sieht man weder die Bösen noch Widerstand – was soll das bedeuten?“
3. Chinesische Charaktere wirken wie „Zufallsfiguren“ – ihre Besonderheiten werden nicht zum Ausdruck gebracht
Xu Fu und Ma Junshong könnten auch von Ausländern (z. B. schwarzen Köchen) gespielt werden; sie sind nur „Zuschauer“ ohne Bezug zur aktuellen Situation Chinas. Zu Beginn des Jahrtausends war China schwach, seine Botschaft im Kosovo wurde gerade zerstört – man konnte nur auf der Straße protestieren. Heute ist China eine wichtige Kraft für die Weltordnung, doch das wird im Film nicht berücksichtigt. Der Autor ist enttäuscht: „Den damaligen Machtlosigkeit Chinas wollen wir heute nicht mehr sehen. Wir erwarten, dass Xu Fu das Kochmesser beiseitelegt und die Faust erhebt – keinen Koch, der nur kochen kann.“
4. Warum vermissen wir „Wolf Warrior 2“? Weil es einen Ausweg für den Zorn bietet
Der Reiz von „Wolf Warrior 2“ liegt darin, dass es einen klaren Feind und Widerstand gibt: Der Protagonist konfrontiert die Bösen und rettet seine Landsleute, was dem Zuschauer Raum gibt, seinen Ärger (gegen Aggression und Ungerechtigkeit) auszudrücken. In „Long Restaurant“ findet der Zuschauer keinen Ausweg für seinen Ärger – die US-Armee wird abstrakt dargestellt, die Extremisten zu konkret; am Ende bleibt nur Frustration.
Der Autor sagt: „Es gibt noch Orte wie Syrien und Palästina auf der Welt – wie lange müssen die Menschen dort weiterleben, bis sie endlich ihre eigenen Restaurants eröffnen können? Durch Passivität wird Frieden nicht erreicht; wir brauchen eine Kraft wie in ‚Wolf Warrior 3‘.“
5. Antikrieg ist gut – aber die Zuschauer wollen mehr: Sie wollen Chinas Stärke sehen
Der Film selbst ist ein hervorragender Antikriegsfilm, doch die Erwartungen der Zuschauer haben sich geändert. Vor 20 Jahren war China schwach und konnte nur zusehen; heute kann China die internationale Situation beeinflussen. Die Zuschauer möchten Chinesische Charaktere sehen, die nicht mehr nur Zuschauer sind, sondern etwas verändern können.
Zum Beispiel könnte Xu Fu im Film auf chinesische Weise vorgehen – indem er die Einheimischen mit seiner Kochkunst vereint oder sich der chinesischen Macht bedient, um Kinder zu schützen – anstatt nur zu überleben.
Insgesamt sind die Probleme von „Long Restaurant“ nicht darin zu sehen, dass der Film schlecht ist, sondern darin, dass er den heutigen Erwartungen der Zuschauer nicht entspricht. Wir wollen nicht mehr die Machtlosigkeit Chinas aus der Vergangenheit sehen – wir möchten Hoffnung durch Chinas Stärke erleben.
*(Der Text wurde in einfachem Sprachstil verfasst, um auch Laien zu verstehen. Jeder Punkt bezieht sich auf konkrete Szenen des Films und die Meinungen des Autors.*