Zusammenfassung des Kerninhalts
Der schlecht produzierte Animationsfilm „Niulai“ wurde aufgrund eines Wortspiels mit dem Schriftzeichen „Ochse“ sowie der Hoffnungsgefühle von Anlegern plötzlich populär: Nicht nur stiegen die Aktien, deren Namen das Schriftzeichen „Ochse“ enthielten, kurzfristig an, sondern auch die Kinokassenumsätze übertrafen die Millionengrenze. Im Grunde handelt es sich jedoch um ein extremes Produkt der Emotionsökonomie – die Emotionen stehen in keinem Zusammenhang mit dem Inhalt des Films; er wurde zu einem „öffentlichen Meme“, an dem alle teilnahmen, aber nicht zu einem echten Film. Der Artikel argumentiert, dass dieses Phänomen eine Verzerrung der emotionalen Bedürfnisse der Verbraucher widerspiegelt (eine Art vorgetäuschte Freude unter Druck) und dass es sich um etwas handelt, das nicht reproduzierbar ist und keinen industriellen Wert besitzt. Er warnt davor, dass die Emotionsökonomie zu einem sinnlosen Scherz wird.
Detaillierte Analyse
1. Die „esoterische Verbindung“ zwischen „Niulai“ und Aktienkursen: Hilft das Beten in den Kinos wirklich?
Am Tag der Veröffentlichung von „Niulai“, dem 17. August, stiegen die Aktien von Unternehmen wie Jinniu Chemical und Luoniu Mountain deutlich an (Jinniu sogar um über 8%). Viele Anleger gingen extra ins Kino, um den Film zu sehen und sich zu „vergöttern“. Diese Verbindung mag absurd erscheinen, aber sie traf genau auf die Sehnsucht der Anleger nach einem „Bullenmarkt“ – selbst wenn der Film schlecht produziert war, reichte allein der Name mit dem Schriftzeichen „Ochse“, um eine emotionale Stütze zu bieten. Bis zum gleichen Tag erreichten die Kinokassenumsätze 11,7 Millionen Yuan, was für einen einfach produzierten Animationsfilm durchaus bemerkenswert ist – allerdings ausschließlich aufgrund dieser „emotionalen Esoterik“.
2. Die Emotionsökonomie ist aus dem Ruder gelaufen: Von „nützlichen Emotionen“ zu „Einfach nur Spaß haben“
Frühere Formen der Emotionsökonomie, wie zum Beispiel die Marke Bubble Mart, mochten zwar von manchen als nutzlos angesehen werden, besaßen aber zumindest ein Design und eine emotionale Wertigkeit, die den Menschen Trost oder Befriedigung bot. „Niulai“ hat dies jedoch auf den Kopf gestellt – obwohl die Leute wussten, dass es sich um einen schlechten Film handelte, waren sie bereit, Geld auszugeben, weil sie „Lachen“ wollten. Dies zeigt, dass Emotionen und Inhalt völlig getrennt sind: Der Film dient nicht mehr als Träger von Kunst oder Geschichte, sondern ist zu einem Mittel geworden, um sich Clownsshows anzusehen. Wie der Artikel sagt, können Emotionen vollkommen unabhängig vom Produkt existieren – es wird sogar kein „Sinnesgehalt“ mehr benötigt.
3. Soziale Medien als „Währung“: „Niulai“ zu sehen, bedeutet nicht, einen Film zu genießen, sondern an einer öffentlichen Diskussion teilzunehmen
Der Erfolg von „Niulai“ liegt darin, dass er zu einer Art „sozialer Währung“ wurde. Die Leute gehen ins Kino, um nicht den Film zu schauen, sondern um an einer öffentlichen Debatte teilzunehmen – wie schlecht ist der Film eigentlich? Ähnlich wie die viralen Memes während der Fußballweltmeisterschaft: Man kann nicht einfach dabei bleiben, wenn man sie nicht kennt. Zum Beispiel wird oft gesagt, dass „Niulai“ das erste Filmwerk eines Kindes sei; solche Kommentare sind selbst wiederum Gesprächsthemen in sozialen Netzwerken. Der Film ist zu einer kollektiven Parodie geworden; die fünfjährige Arbeit der Macher wurde letztendlich nur zum Gegenstand von Spott, nicht jedoch zu einem echten künstlerischen Werk.
4. Hinter der vorgetäuschten Freude: Sind die Bedürfnisse der Verbraucher wirklich so verzerrt?
Obwohl die Kinokassenumsätze steigen, war die tatsächliche Seherfahrung nicht gut: Viele Leute schauten sich den Film nur 10 Minuten an, spielten anschließend mit ihren Handys oder unterhielten sich, einige verließen sogar das Kino schon nach kurzer Zeit. Die Kinos führten sogar eine „Rückgabe nach 10 Minuten“-Politik ein. Dies zeigt, dass die „Freude“ der Zuschauer nicht echt ist – es liegt weder an der Qualität des Films noch an einem echten Lachen, sondern vielmehr an einer sozialen Konformität oder unerfüllten emotionalen Bedürfnissen (z. B. Entspannung, Unterhaltung). Der Artikel fragt, ob vielleicht ein Mangel an normalen emotionalen Angeboten dazu geführt hat, dass solche „schlechten, aber harmlosen“ Produkte Erfolg haben.
5. Warnung für die Industrie: Lassen Sie die Emotionsökonomie nicht zu einem sinnlosen Scherz werden
Der Erfolg von „Niulai“ war zufällig (aufgrund systemischer und individueller Faktoren) – es lässt sich nicht wiederholen (eine Fortsetzung wie „Yanglai“ oder „Goulai“ wäre sicherlich erfolglos), und der Film hat keinen industriellen Wert. Er hat die Qualität von Kinofilmen herabgesetzt und die Emotionsökonomie zu einem bedeutungslosen Trick gemacht. Der Artikel fordert: Die Emotionsökonomie kann existieren, aber sie muss Grenzen haben – entweder soll sie Trost und Begleitung bieten oder soziale Verbindungen schaffen; sie darf nicht nur für Traffic genutzt werden und die industrielle Ökologie zu einer „Fabrik für Witze“ machen.
Fazit
„Niulai“ ist ein „Missgestaltetes Kind“ der Emotionsökonomie – sein Erfolg zeigt Lücken in den emotionalen Bedürfnissen der Verbraucher, aber er ist sicherlich kein Vorbild, nach dem man handeln sollte. Eine echte Emotionsökonomie sollte warmherzig und wertvoll sein, und nicht auf „Schönheitskritik“ oder Esoterik basieren, um Aufmerksamkeit zu erregen.