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**Chinesische Autos erobern den internationalen Markt – doch mit „leerem“ Erfolg**

原文:中国车出海爆仓,但赚了个寂寞

Zusammenfassung der Kerninhalte

Im ersten Halbjahr 2026 erlebten chinesische Automobilhersteller einen Durchbruch auf dem europäischen Markt: Fünf führende Unternehmen (BYD, SAIC, Chery, Geely und ZeroRun) verzeichneten insgesamt 643.000 Verkäufe und steigerten ihren Marktanteil von 4,5 % auf 8,9 %. Im Mai übertrafen sie sogar erstmals japanische Hersteller. Hinter diesen „hervorragenden“ Verkaufszahlen steht jedoch die Frage, ob tatsächlich Gewinne erzielt werden – und zwar durch vier wichtige Faktoren: Exportgewinne, Lokalisierungskosten, Effizienz der Vertriebskanäle sowie den Wert gebrauchter Fahrzeuge. Die Strategien der einzelnen Unternehmen unterscheiden sich deutlich: ZeroRun kommt am nächsten an einen Gewinn, da es die Vertriebskanäle und Kohlenstoffpunkte von Stellantis nutzt, ist jedoch auf diese Kooperation angewiesen; BYD hat großes Potenzial für die Lokalisierung, muss aber noch die hohen Kosten überwinden; MG verfügt zwar über eine hohe Produktionskapazität, hat jedoch Probleme mit dem Wert der gebrauchten Fahrzeuge; NIOs Direktvertriebsmodell ist finanziell sehr anspruchsvoll und erfolglos. Insgesamt verdienen chinesische Automobilhersteller derzeit eher „Eintrittskarten“ als echte Gewinne und müssen noch Probleme bei Vertrauen, Größe und langfristiger Betriebsführung lösen.

Detaillierte Analyse

1. Export von Autos: Scheinbar profitabel, tatsächlich jedoch nur „magerer Gewinn“

Der Verkauf eines chinesischen Elektroautos in Europa unterliegt zahlreichen Kostenkosten:

Ein Auto, das im Endverkauf für 38.000 Euro verkauft wird, kostet den Hersteller nach Abzug der Mehrwertsteuer (19 % in Deutschland) erst 31.900 Euro. Weitere Kosten entstehen durch:

  • Herstellungskosten + Fracht: Die Produktion in China und die Verschiffung nach Europa kosten etwa 18.000–22.000 Euro (einschließlich Logistikkosten von 1.500–2.000 Euro);
  • Zölle: Die EU erhebt eine Grundsteuer sowie Anti-Subventionszölle in Höhe von 10 % auf chinesische Elektroautos; BYD zahlt beispielsweise 17,4 %, SAIC sogar bis zu 35,3%;
  • Rückvergütungen an Vertriebspartner: Europäische Händler erheben zusätzliche Gebühren in Höhe von 8–15 %;
  • Kompliance und Marketing: Kosten für Zertifizierungen sowie Garantievorschriften belaufen sich auf weitere Tausende Euro pro Auto.

Am Ende bleiben dem Hersteller nur etwa 3.000–4.000 Euro Gewinn übrig – im besten Fall, im schlimmsten Fall liegt der Gewinn fast bei Null. Das entspricht dem Monatsgehalt eines europäischen Mittelklasse-Bewohners.

2. Lokale Produktion: Zölle werden eingespart, doch es geht um das „Überleben der Unternehmen“

Um Zölle zu umgehen, bauen chinesische Automobilhersteller in Europa Fabriken (z. B. BYD in Ungarn). Dies ist jedoch ein riskantes Unterfangen:

  • Hohe Fixkosten: Die Investitionen in die ungarische Fabrik betrugen 4 Milliarden Euro; bei einer Jahresproduktion von 300.000 Autos belaufen sich die Abschreibungen auf 1.300 Euro pro Auto. Bei einer geringeren Produktion steigen die Kosten deutlich an. Zudem sind die Lohnkosten in Europa dreimal so hoch wie in China, und weitere Faktoren erhöhen die Gesamtkosten.
  • Schwierige Kapazitätsauslastung: Um die Fixkosten zu decken, müssen jährlich mindestens 120.000–150.000 Autos verkauft werden; vor Erreichen dieser Marke sind die lokalen Kosten oft höher als der Export mit Zöllen.
  • Lange Payback-Zeit: Die eingesparten Zölle lassen sich erst nach 3–5 Jahren realisieren. Bei geringer Produktion führt dies zu weiteren Verlusten.

Kurz gesagt: Lokalisierung ist keine Lösung für alle Probleme, sondern eine Wette darauf, genügend Autos in Europa verkaufen zu können – andernfalls entstehen weitere Verluste.

3. Die richtige Wahl der Vertriebskanäle entscheidet über die Gewinne

Es gibt vier verschiedene Arten von Vertriebskanälen in Europa; jede Unternehmen wählt einen anderen Ansatz – mit unterschiedlichen Ergebnissen:

  • BYD/Xpeng: Sie bauen eigene Vertriebsnetzwerke auf, was langfristig vorteilhaft ist, aber Zeit braucht. BYD benötigte drei Jahre, um 200 Verkaufsstellen zu eröffnen; der Vorteil liegt in stärkerer Kontrolle und höheren Gewinnanteilen, jedoch sind die Anfangsinvestitionen hoch.
  • MG: Sie setzt auf Großkunden, was schnelle Verkäufe ermöglicht, aber das Image des Unternehmens schädigt. Durch den Verkauf von Mietfahrzeugen sinkt der Wert der gebrauchten Fahrzeuge; MG versucht nun, dieses Problem zu beheben.
  • NIO: Ihr Direktvertriebsmodell war finanziell sehr anspruchsvoll und erfolglos.
  • ZeroRun: Es nutzt die Vertriebskanäle von Stellantis, was Kosten senkt, aber Gewinne mitteilt sich; zudem erzielte ZeroRun durch den Verkauf von Kohlenstoffpunkten einen zusätzlichen Gewinn (1,1 Milliarden Euro im Jahr 2025). Allerdings sind Kohlenstoffpunkte ein politischer Vorteil und nicht dauerhaft.

Fazit: Es gibt keine „optimale“ Lösung für die Vertriebskanäle – es kommt darauf an, welche Strategie am besten zu den aktuellen Bedingungen passt.

4. Der Wert gebrauchter Fahrzeuge: Ein wichtiger „versteckter Kostenfaktor“

Europäische Käufer kaufen häufig Autos auf Kredit oder Mietbasis; der Wert gebrauchter Fahrzeuge wirkt sich direkt auf die Verkäufe neuer Modelle aus:

  • Der Wert chinesischer Autos sinkt schnell: Im April 2026 lag der Wert gebrauchter chinesischer Autos bei nur 47 % des Originalpreises (im Januar 2024 noch bei 61 %), was einem Rückgang von 14 % entspricht. Dies führt zu höheren monatlichen Kosten für die Käufer.
  • Ursache: Mangelndes Vertrauen: Viele Europäer befürchten, dass chinesische Marken innerhalb von fünf Jahren vom Markt verschwinden könnten; zudem sind die Neuerungen bei chinesischen Autos schnell und das offizielle Zertifizierungssystem unzureichend.
  • ZeroRun: Obwohl ZeroRun behauptet, 80 % seiner Fahrzeuge an Privatkunden zu verkaufen, wurde der Wert der ersten Lieferung noch nicht getestet.

Der Wert gebrauchter Fahrzeuge hängt letztlich vom Vertrauen der Kunden ab – sie kaufen ein Auto, weil sie sicher sein wollen, dass das Unternehmen über einen langfristigen Bestand verfügt.

5. Wer kommt dem Gewinn am nächsten? Jeder hat seine eigenen Herausforderungen

  • ZeroRun: Am nächsten an einem Gewinn, aber es ist abhängig von Stellantis und Kohlenstoffpunkten; die Gewinnmöglichkeiten sind jedoch begrenzt.
  • BYD: Großes Potenzial, aber hohe Kosten bei der Lokalisierung; frühe Gewinne sind schwach.
  • MG: Hat eine große Produktionskapazität, muss jedoch das Problem der niedrigen Fahrzeugwerte lösen und sein Image wiederherstellen.
  • NIO: Hat viel Geld investiert, muss nun seine Strategie anpassen.

Fazit: Chinesische Automobilhersteller befinden sich noch in einer Phase des Aufbaus ihrer Präsenz auf dem europäischen Markt; echte Gewinne hängen von stabilem Fahrzeugwert, effizienten Vertriebskanälen und ausreichender lokaler Produktion ab. Die aktuellen Verkaufszahlen sind eher ein „Gewinnversprechen“, das durch zukünftiges Vertrauen und eine größere Marktpräsenz erfüllt werden muss.

Diese Analyse erklärt komplexe finanzielle Zusammenhänge auf verständliche Weise und macht auch Nicht-Experten die Chancen und Herausforderungen chinesischer Automobilhersteller in Europa deutlich. Der Kernpunkt ist: Hervorragende Verkaufszahlen bedeuten nicht unbedingt Gewinne – langfristige Rentabilität hängt von tiefgreifenden Problemen bei Vertrauen, Kosten und Betriebsführung ab.