第一财经

Warum stoppte Trump die geplante Erhöhung der Zölle auf Kanada um 50% dringend um drei Tage?

原文:延后三天,特朗普为何紧急叫停对加拿大加征50%关税

Zusammenfassung der Kerninhalte

Am 18. August Ortszeit kündigte Trump an, die für den nächsten Tag geplanten neuen Zölle in Höhe von 50 % auf kanadische Waren um drei Tage (bis zum 21. August) aufzuschieben. Der Grund dafür sei, dass die USA und Kanada eine erste Einigung erzielt hätten, jedoch noch nicht alle Details des Abkommens festgelegt seien. Zu den Highlights des Abkommens gehören die mögliche Wiederinbetriebnahme der von Biden eingestellten Ölpipeline Keystone XL sowie das Versprechen Kanadas, ungerechte Beschränkungen für amerikanische Waren (Milchprodukte, Autos, Alkohol usw.) aufzuheben. Die Verhandlungen stecken jedoch noch bei den Details der Autozölle fest, und Kanada hat bereits Gegenmaßnahmen vorbereitet.

Ausführliche Analyse

1. „Tauschgeschäft“ für die Aufschub der Zölle: Ölpipeline + Markteröffnung

Trumps Entscheidung, die Zölle aufzuschieben, war nicht selbstlos – im Rahmen der ersten Einigung gab es zwei wichtige Vorteile:

  • Wiederinbetriebnahme der Ölpipeline: Die Keystone XL-Pipeline verbindet die ölproduzierenden Gebiete in Alberta (Kanada) mit den USA und kann täglich 830.000 Barrel Öl transportieren. Biden hatte ihre Inbetriebnahme im Jahr 2021 gestoppt. Jetzt sagt Trump, dass das Abkommen deren Wiederinbetriebung ermöglichen könnte – für Kanada bedeutet dies, mehr Öl in die USA verkaufen zu können; für die USA bedeutet es eine stabilere Energieversorgung.
  • Markteröffnung durch Kanada: Die USA fordern von Kanada, ungerechte Beschränkungen für amerikanische Waren (wie Importquoten für Milchprodukte) aufzuheben, damit amerikanische Produkte leichter in den kanadischen Markt gelangen können. Sowohl das Weiße Haus als auch das Handelsministerium haben dies als eines der Hauptziele der Verhandlungen erwähnt.

2. Welche Auswirkungen hätte die verspätete Einführung der Zölle auf die Normalbevölkerung?

Sollten die Zölle tatsächlich in Kraft treten, müssten amerikanische Verbraucher mehr für kanadische Waren bezahlen:

  • Betroffen wären Waren im Wert von fast 20 Milliarden US-Dollar – darunter Eishockeyausrüstung (Kanada ist ein wichtiger Markt für Eishockey; viele amerikanische Produkte werden aus Kanada importiert, was zu Preiserhöhungen führen würde), kanadischer Whiskey/Bier, Käse sowie Zement (was die Baukosten in den USA erhöhen würde). Zum Beispiel könnte das Kaufpreis eines in Kanada hergestellten Eishockeyschuhs um die Hälfte steigen.
  • Warum gerade diese Waren ausgewählt wurden? Trump hat bewusst Bereiche ausgewählt, in denen Kanada einen Vorteil hat und amerikanische Verbraucher abhängig sind – schließlich würden Preiserhöhungen bei den Amerikanern zu Beschwerden führen und Kanada dazu zwingen, nachzugeben.

3. Der Hauptstreitpunkt in den Verhandlungen: Die Autozölle

Der größte Streitpunkt zwischen den beiden Ländern sind die Zölle auf kanadische Autos, die in die USA exportiert werden:

  • Aktuelle Situation: Die USA erheben derzeit 25 % Zölle auf kanadische Autos (von Trump im Jahr 2018 eingeführt).
  • Vorschlag der USA: Diese Zölle sollten auf 15 % gesenkt werden; falls kanadische Autos mehr amerikanische Teile verwenden (z. B. Motoren, Reifen), sollte die Steuersatz weiter auf 7,5 % reduziert werden.
  • Kanadas Einwände: 7,5 % erscheinen Kanada immer noch zu hoch; es strebt eine möglichst niedrige Zollrate an (am besten Nullzölle). Schließlich ist die kanadische Automobilindustrie stark von dem amerikanischen Markt abhängig – hohe Zölle würden die Kosten der Unternehmen erhöhen und ihre Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen.

Deshalb sagte Karni, dass noch „wichtige Arbeiten zu erledigen seien“; ohne Einigung über die Autozölle könne das Abkommen nicht finalisiert werden.

4. Kanadas Vorbereitungen auf Gegenmaßnahmen

Kanada ist kein leichtes Ziel und hat bereits Gegenmaßnahmen vorbereitet:

  • Entwicklung von Gegenstrategien: Kanadische Beamte haben angegeben, dass Karni über Gegenzölle nachdenke (z. B. auf amerikanische landwirtschaftliche Produkte oder Autoteile). Zudem will Kanada die rechtlichen Unterlagen zu den US-Zöllen prüfen, bevor es konkrete Maßnahmen ergreift.
  • Starke Haltung: Der ehemalige Botschafter bei den Vereinten Nationen sagte, Trumps „unentschiedene Zollpolitik“ diene dazu, Unsicherheit zu schaffen und kanadische Unternehmen davon abzuhalten, Investitionen zu tätigen (z. B. aus Angst vor plötzlichen Zollerhöhungen). Doch Kanada wird nicht nachgeben und zeigen, dass es weiterhin ein sicheres Geschäftsumfeld bietet.

5. Trumps „alte Taktik**: Die Nutzung von Zöllen als Verhandlungsmittel

Das ist keine neue Vorgehensweise für Trump:

Zuerst werden Drohungen mit Zöllen ausgesprochen, um Panik zu erzeugen; anschließend wird die Durchführung der Zölle aufgeschoben, um Druck auf den Gegner auszuüben; schließlich wird die Aufhebung der Zölle als Verhandlungsmittel genutzt, um Zugeständnisse zu erlangen.

Der dreitägige Aufschub dient in Wirklichkeit dazu, Zeit für die Festlegung der Details des Abkommens zu gewinnen – falls bis dahin keine Einigung erreicht wird, treten die Zölle dennoch in Kraft. Diese „Countdown-Strategie“ zielt darauf ab, Kanada zur schnellen Kapitulation zu zwingen.

Insgesamt handelt es sich bei diesen Handelsverhandlungen zwischen den USA und Kanada um ein gegenseitiges Abtasten der Grenzen: Trump nutzt Zölle als Druckmittel, während Kanada gleichzeitig Gegenmaßnahmen vorbereitet. Das endgültige Ergebnis hängt davon ab, ob es gelingt, eine für beide Seiten akzeptable Lösung für die Autozölle zu finden. Für die Normalbevölkerung bedeutet dies vorerst keine Sorge um steigende Preise – sollte das Gespräch jedoch scheitern, könnten die Preise für kanadische Waren dennoch erhöht werden.