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Apple passt die Provisionen im EU-App Store an und räumt ein, dass Anpassungen am Geschäftsmodell die Einnahmen beeinflussen.

原文:苹果调整欧盟应用商店佣金,承认商业模式调整影响收入

Zusammenfassung der Kerninhalte

Um dem Druck der europäischen Regulierungsbehörden zu entgehen, hat Apple die Gebührenregelungen für Apps in der EU angepasst: Drittanbieter-App-Märkte erhalten nur noch eine Gebühr von 5 % als „Core-Technology-Commission“. In den offiziellen App Stores variieren die Gebühren je nach Zahlungsmethode und Kaufart zwischen 15 % und 26 % (was einem deutlichen Rückgang gegenüber den zuvor geltenden 30 % entspricht). Zudem hat sich das Wachstum des Servicegeschäfts aufgrund der gesunkenen Gebühren sowie der schwachen Spieleverkäufe verlangsamt, während das Hardwaregeschäft aufgrund steigender Speicherpreise gezwungen war, die Preise zu erhöhen. Infolgedessen fiel der Aktienkurs zunächst, stieg jedoch kurz darauf wieder an.

I. Neue EU-Gebührenregelungen: Apple zahlt deutlich weniger

Früher galt bei Apple in der EU eine einheitliche Regelung: Alle iPhone-Apps mussten über den offiziellen App Store verkauft werden und Apple erhielt 30 % der Gebühren (15 % für kleine Unternehmen). Um den europäischen Vorgaben zu entsprechen, wurde die Regelung nun an die jeweiligen Umstände angepasst:

  • Drittanbieter-App-Märkte: Wenn Entwickler ihre eigenen Märkte nutzen und Apple-Technologien (z. B. iOS-Systemanpassungen) einsetzen, beträgt die Gebühr 5 %.
  • In den offiziellen App Stores:
  • Beim Kauf digitaler Produkte (z. B. Spielskins, Abonnements) mit Apple-Zahlung: 26 %;
  • Bei Verwendung der eigenen Zahlungsmethoden der Entwickler: 20 %;
  • Wenn Nutzer auf externe Webseiten weitergeleitet werden: 15 %.
  • Vorteile für kleine Unternehmen: Für kleine Unternehmen und Partner von Mini-Programmen sinken die Gebühren um weitere 5–10 Prozent (z. B. bei Verwendung von Apple-Zahlung im offiziellen Store). Diese Regelungen treten am 1. Oktober in Kraft und bedeuten, dass Apple in der EU deutlich nachgibt.

II. Die Anpassung der Regeln war nicht freiwillig, sondern eine Notwendigkeit aufgrund von Regulierungsdruck

Apples frühere Gebühr von 30 % wurden weltweit als Monopol kritisiert; die Regulierungsbehörden setzten Apple unter Druck:

  • EU: Verabschiedung des „Digital Markets Act“, der Apple zwingt, Drittanbieter-Märkte und Zahlungsmethoden zu ermöglichen – andernfalls drohen hohe Strafen;
  • USA: Vor einiger Zeit wurden die Gebühren für den Verkauf über externe Links angepasst (27 % für große Unternehmen, 12 % für kleine Unternehmen);
  • China: Im März dieses Jahres wurden die Standardgebühren von 30 % auf 25 % gesenkt, für kleine Unternehmen auf 15 %.

Die EU-Anpassung war für Apple unvermeidlich – eine Nichtbeachtung hätte zu weiteren rechtlichen Konsequenzen und höheren Verlusten geführt.

III. Wird das Servicegeschäft schwächer? Das Wachstum verlangsamt sich, zudem gibt es Warnungen

Das Servicegeschäft ist Apples „Cash-Cow“ (28 % des Gesamtertrags im Q3 2026), doch derzeit sieht es schlecht aus:

  • Wachstum unter Erwartungen: Im Q3 2026 betrugen die Serviceeinnahmen 30,7 Milliarden US-Dollar, was einem Jahreswachstum von 12 % entspricht – jedoch nicht den Markterwartungen;

Hauptgrund für das Rückgang: Die gesunkenen Gebühren: Apple warnt in seinen Finanzberichten: „Wenn Entwickler ihre Produkte über Drittanbieter verkaufen, sinken unsere Gebühren oder fallen sogar aus, was Einnahmen, Gewinne und den Aktienkurs negativ beeinflussen könnte.“

Weitere Belastungsfaktoren: Wechselkursschwankungen (z. B. Aufwertung des US-Dollars, wodurch Einnahmen in anderen Währungen geringer ausfallen) sowie schwache Umsätze mit mobilen Spielen (die Ausgaben der US-Nutzer im App Store sind im zweiten Quartal um 6 % gesunken).

Selbst Analysten von UBS äußern Besorgnis: „Das langsame Wachstum des App Stores ist beunruhigend.“

IV. Auch das Hardwaregeschäft steht vor Problemen: Steigende Speicherpreise zwingen Apple zu Preiserhöhungen

Neben dem Servicegeschäft gibt es auch Schwierigkeiten im Hardwarebereich:

  • Mangelnde Speicherlieferung und steigende Preise: Cook bezeichnete dies als „einmaliges Ereignis“; bereits im Juni wurden die Preise für iPad, Mac usw. erhöht;

Wird der neue iPhone teurer?: Im September wird der neue iPhone veröffentlicht. Es wird befürchtet, dass Apple aufgrund hoher Speicherkosten die Preise anheben könnte – was den Verkaufszahlen schaden könnte.

V. Der Aktienkurs erlebt starke Schwankungen: Nach den Finanzberichten fallender Kurs, nach der Gebührenanpassung steigender Kurs

Apples Aktienkurs hat in letzter Zeit stark geschwankt:

  • Nach der Veröffentlichung der Finanzberichte Ende Juli (Wachstum des Servicegeschäfts unter Erwartungen) fiel der Kurs um insgesamt 6,94%;
  • Am 18. August wurde die Änderung der EU-Gebührenregelungen bekanntgegeben – am selben Tag stieg der Kurs um 1,45 % (der Markt sah dies als Lösung der europäischen Regulierungsprobleme und als Verringerung des Risikos);

Der aktuelle Börsenwert beträgt 4,52 Billionen US-Dollar; Apple bleibt weiterhin die Nummer eins weltweit – doch die Investoren sind bezüglich zukünftigen Wachstums unsicher.

Insgesamt ist Apples Anpassung eine Kompromisslösung gegenüber den Regulierungsbehörden. Der Preis wird jedoch sein, dass das Servicegeschäft leiden könnte. Zudem sieht sich das Hardwaregeschäft weiteren Herausforderungen durch die Lieferketten konfrontiert. Für die Endverbraucher bedeutet dies: In der EU gibt es mehr Drittanbieter-App-Märkte zur Auswahl, und einige App-Käufe könnten günstiger werden (da Entwickler auf die gesunkenen Gebühren verzichten können). Allerdings besteht auch die Möglichkeit, dass der neue iPhone teurer wird.