虎嗅

**Vor der WRC – um 22 Uhr: Sowohl Roboter als auch Menschen sind noch nicht von der Arbeit gegangen.**

原文:WRC前夜,晚上10点,机器人和人都还没下班

Zusammenfassung der Kernpunkte

Die elfte Weltrobotikkonferenz (WRC) dieses Jahres zeigte drei wesentliche Veränderungen: Erstens haben die Ausstellungsflächen der Robotikunternehmen deutlich zugenommen – dies spiegelt das ausreichende Finanzierungsvolumen sowie den Wettbewerb um Aufmerksamkeit wider. Zweitens hat sich der Fokus der Branche von reinen Darbietungen auf praktische Anwendungen verlagert; Roboter, die in realen Arbeitsumgebungen eingesetzt werden können, sind jetzt im Vordergrund. Drittens rücken geschickte Hände, Sensorsysteme und Datenverarbeitungstechnologien als Schlüsselkomponenten für den effektiven Einsatz von Robotern in den Mittelpunkt. Zudem verdeutlicht die hohe Aktivität der Unternehmen nachts im Ausstellungsbereich die große Begeisterung für die Robotikbranche.

Detaillierte Analyse

1. Vergrößerte Ausstellungsflächen: Unternehmen mit finanziellen Mitteln nutzen die Konferenz als Plattform, um Aufmerksamkeit zu erregen

Das auffälligste Merkmal der diesjährigen WRC war die Erweiterung der Ausstellungsflächen – Unternehmen wie Yuzhu und Xinghaitu bauten sogar zweite Stockwerke auf. An den Stellen, an denen früher vier bis fünf Unternehmen Platz hatten, befindet sich nun nur noch ein Unternehmen; kleinere Firmen mussten sich in temporären Zelten unterbringen. Hinter dieser Entwicklung steht die finanzielle Stärke der Robotikbranche: Im ersten Halbjahr 2025 wurden im Inland 286 Finanzierungen im Bereich Robotik in Höhe von 27 Milliarden Yuan abgeschlossen, wobei viele Unternehmen über ausreichend liquide Mittel verfügen (z. B. Xinghaitu hat fast 5 Milliarden Yuan aufgebracht und wird erst in zwei Jahren einen Teil davon ausgeben).

Obwohl diese Unternehmen im Alltag bei Werbung und Marketing sparsam sind, investieren sie bei der WRC viel Geld – schließlich dienen die Ausstellungsflächen nicht nur dazu, Roboter zu präsentieren, sondern auch, ihre Stärken unter Beweis zu stellen und die Aufmerksamkeit der Branche zu gewinnen. Genau wie die WRC dazu beitrug, dass Yuzhu-Roboter bekannt wurden, ist sie für Unternehmen eine wichtige Bühne, um sich Kunden und Investoren gegenüber als „wertvoll“ darzustellen.

2. Von „Dance-Robotern“ zu „Arbeitsrobotern“: Die Branche verfolgt nun einen pragmatischen Ansatz

Letztes Jahr konnten bereits Roboter, die Kaffee zubereiten, Publikum anziehen; in diesem Jahr haben solche „Show-Roboter“ jedoch keinen Markt mehr. Fast alle Unternehmen präsentierten Anwendungen in realen Arbeitsumgebungen: Xingdong Jiyuan stellte Logistik-Systeme vor, Kuaiwei ZhiNeng demonstrierte Verarbeitungslinien für Lebensmittelgeschäfte und Mobiltelefone, und Shenpu ZhiNeng zeigte Haushaltsroboter. Die Roboter übernahmen dabei „Berufe“ wie Produktberater, Köche oder Paketsortierer.

Warum hat sich das geändert? Weil die Massenproduktion von Robotern bereits etabliert ist – Unternehmen wie Zhiyuan stellten innerhalb eines halben Jahres 15.000 Roboter her, Yuzhu insgesamt 18.000. Investoren interessieren sich nicht mehr nur dafür, dass Roboter laufen oder tanzen können, sondern fragen: „Wie viel Geld konnten Sie mit der Finanzierung einnehmen – und können die Roboter tatsächlich Wert schaffen?“ Daher müssen Unternehmen nachweisen, dass ihre Roboter in der Praxis nützlich sind. Unternehmen wie Zhongqing Robot, die immer noch Boxvorführungen machen, gelten als Ausnahme.

3. Geschickte Hände + Sensoren + Datenverarbeitung: Die drei Schlüsselkomponenten für den effektiven Einsatz von Robotern

Ein weiterer wichtiger Trend war der zunehmende Fokus auf geschickte Hände und Sensorsysteme. Unternehmen, die sich auf solche Technologien spezialisiert haben (z. B. Lingxin Qiaohand und Xino Future), hatten deutlich mehr Platz in den Ausstellungen.

Der Grund dafür ist, dass das Problem der Fortbewegung von Robotern bereits gelöst wurde; nun geht es darum, Roboter in der Lage zu machen, konkrete Aufgaben zu erfüllen – Schrauben festzudrehen, Kleidung zu falten oder Pakete zu sortieren. Dafür sind präzise Handbewegungen sowie Sensoren erforderlich, die beispielsweise erkennen können, wie viel Kraft beim Greifen angewendet werden muss oder ob etwas herunterrutscht. Diese Fähigkeiten werden durch Datenverarbeitungstechnologien weiterentwickelt – Roboter verfügen schließlich nicht über fertige Daten aus dem Internet; sie müssen durch praktische Anwendungen und menschliches Vorbilden Erfahrungen sammeln, um ein geschlossenes System aus „Bedienung → Datenerfassung → Modellierung → bessere Bedienung“ zu entwickeln. Nur diese Kombination macht Roboter tatsächlich einsatzbereit.

4. Die Aktivität nachts im Ausstellungsbereich: Ein echter Indikator für die Begeisterung der Branche

Als wir gegen 21 Uhr das Gelände verließen, fand noch die Generalprobe statt; vor dem Ausstellungsort war die Straße Hongda South Road voller Fahrdienstfahrzeuge, und am Straßenrand standen Mitarbeiter von Robotikunternehmen, die gerade ihre Arbeit beendet hatten. Solche Szenen sind auch bei der WAIC üblich – bis 22 Uhr verlassen noch Menschen das Ausstellungsgelände.

Finanzierungsziele und Bewertungen spiegeln zwar die theoretische Begeisterung für die Robotikbranche wider, doch die beleuchteten Ausstellungsflächen nachts, die müden Mitarbeiter sowie die verstopften Straßen zeigen deutlich, wie heiß die Branche wirklich ist. Diese Menschen verwandeln die Visionen von „Robotern im Alltag“ Schritt für Schritt in Wirklichkeit.

Fazit

Die Veränderungen bei der diesjährigen WRC markieren einen Wendepunkt in der Robotikbranche: Von reinem Technologie-Demonstrationsansatz hin zu einer praktischen, nutzbaren Lösung. Unternehmen konzentrieren sich nicht mehr auf spektakuläre Darbietungen, sondern zeigen mit realen Anwendungen und Kernkomponenten, dass sie Wert schaffen können. Obwohl Roboter noch nicht in allen Haushalten vorhanden sind, tragen die Aktivitäten der Unternehmen nachts im Ausstellungsbereich dazu bei, diese Zukunft Schritt für Schritt Wirklichkeit zu werden.