虎嗅

**Herkömmliche Bekleidungsexporte verzeichnen Rückgang – Warum ist Garn der neue Ankerpunkt im Textilhandel?** *(“Conventional clothing exports are declining; why has yarn become the new focus in textile trade?”)*

原文:成衣出口遇冷,纱线为何成为纺织外贸新锚点?

Zusammenfassung der Kerninhalte:

Die Exporte der chinesischen Textilindustrie weisen eine deutliche Differenzierung auf: Die Ausfuhr von Rohgarnen am Anfang der Produktionskette steigt schnell (8,1 %), die Ausfuhr von Stoffen in der Mitte der Kette nur langsam (1,7 %), während die Exporte von Fertigwaren zurückgehen (-0,7 %). Hinter dieser Entwicklung steht eine Umstrukturierung der globalen Lieferketten – Südostasien übernimmt Fertigwarenaufträge, benötigt jedoch Rohgarn aus China aufgrund unvollständiger Produktionsketten. China entwickelt sich von einer „Weltfabrik für Fertigwaren“ zu einem Zulieferer von Rohstoffen für die globale Fertigwarenproduktion. Diese Vorteile sind jedoch nicht stabil: Südostasien baut seine Kapazitäten am Anfang der Kette aus, und Schwankungen in den Handelsregeln sowie der Nachfrage in Europa und Amerika stellen Herausforderungen dar. Um seine Position zu sichern, muss China in hochwertigen Stofftechnologien weiter investieren.

I. Warum steigen die Rohgarnexporte, während die Stoffexporte stagnieren und die Fertigwarenexporte zurückgehen?

Warum verkaufen sich Rohgarnen so gut? Es liegt nicht daran, dass inländische Fertigwarenaufträge zurückkehren, sondern daran, dass südostasiatische Fabriken an Rohstoffmangel leiden. Länder wie Vietnam und Bangladesch erhalten viele Fertigwarenaufträge aus Europa und Amerika, verfügen jedoch über begrenzte Fähigkeiten in der Spinnerei und Färbung – insbesondere im Hochtechnologiebereich. Daher müssen sie große Mengen an Rohgarnen aus China importieren, insbesondere standardisierte Chemiefaser- und Recyclinggarnen. Zudem erleichtert das RCEP (Regional Comprehensive Economic Partnership) die Einkäufe für ASEAN-Länder, was zu einem schnellen Anstieg der Rohgarnexporte führt.

Warum wachsen die Stoffexporte nur langsam? Einerseits steigen die inländischen Kapazitäten für die Herstellung von Mittel- und Niedrigwertstoffen, was zu Konkurrenz um Bestellungen führt. Andererseits ist der Endverbrauch in Europa und Amerika schwach, Marken zögern, große Mengen vorzubestellen, und die Bestellungen werden fragmentierter und in kleineren Mengen abgegeben. Zudem dominieren billige Standardstoffe den Markt, was das Wachstum der hochwertigen chinesischen Stoffe behindert.

Die Rückgang der Fertigwarenexporte ist verständlich: Die Herstellung von Fertigwaren ist arbeitsintensiv und hat niedrige Eingangshürden – viele Aufträge werden daher in Südostasien abgegeben.

II. Importdaten zeigen die Stärken und Schwächen der chinesischen Textilindustrie:

Auch auf der Importseite gibt es Unterschiede: Die Importe von Rohgarnen steigen um 42,2 %, während die Importe von Stoffen weitgehend konstant bleiben. Dies deutet darauf hin:

  • Für hochwertige Spezialstoffe (z. B. differenzierte Fasern) ist China noch auf ausländische Quellen angewiesen.
  • Für Mittel- und Niedrigwertstoffe kann China selbst genügen; nur wenige hochwertige Spezialstoffe müssen importiert werden.
  • Die Importe von Fertigwaren steigen, da der inländische Konsum zunimmt und Zollkonditionen günstig sind – insbesondere südostasiatische Fertigwaren (z. B. Fast-Fashion-Produkte).

Es entsteht somit ein gegenseitiger Handelsverkehr: China liefert Rohstoffe nach Südostasien und kauft dort fertige Produkte.

III. Veränderung der Rolle Chinas in der globalen Textilindustrie:

Früher war China für die gesamte Produktionskette verantwortlich – von den Rohgarnen bis zu den Fertigwaren – und verdiente durch billige Arbeitskräfte. Warum hat sich das geändert?

  • Die Fertigwarenproduktion ist mobil: Für die Näherei sind nur Arbeiter und einfache Geräte erforderlich; in Südostasien sind die Lohnkosten niedriger, daher gehen viele Aufträge dorthin.
  • Die Produktion von Rohgarnen und Stoffen ist aufwendiger: Dafür sind Investitionen in Spinnereien, Webereien und Färbereien sowie chemische Rohstoffe und Energie erforderlich – diese Infrastruktur kann Südostasien kurzfristig nicht nachbauen.

Daher ist Chinas neue Rolle es, südostasiatischen Fabriken Rohstoffe zu liefern und gleichzeitig einige hochwertige Fertigwaren (z. B. für Premiummarken) selbst herzustellen.

IV. Zwei Herausforderungen: Wie lange halten die Vorteile an?

Der aktuelle Exportanstieg scheint gut, doch es gibt zwei Bedenken:

1. Konkurrenz aus Südostasien: Diese Länder bauen ihre Kapazitäten aus; wenn sie qualitativ und termingerecht mithalten, könnten sie chinesische Aufträge übernehmen.

2. Externe Regulierungen und Nachfrageerschwankungen: Europäische und amerikanische Maßnahmen (z. B. Kohlenstoffzölle, Herkunftsregeln) können die Exporte beeinträchtigen. Zudem könnten Marktschwankungen in Europa und Amerika zu Bestellkürzungen führen.

Außerdem ist der Gewinn margenär – die Konkurrenz auf dem Rohgarn- und Stoffmarkt ist stark, und chinesische Unternehmen haben Schwierigkeiten, hohe Preise zu erzielen.

V. Der Schlüssel zur Stabilisierung: Hochwertige Stofftechnologien als Schutzfaktor

Um seine Position zu sichern, muss China in hochwertigen Stofftechnologien investieren. Diese umfassen die Modifizierung von Fasern, die Verwendung spezieller Farbstoffe sowie funktionelle Nachbehandlungen (z. B. Wasserdichtigkeit, Atmungsaktivität). Diese Technologien sind für Südostasien schwer nachzuahmen.

Fazit:

Chinas neue Chance in der Textilindustrie liegt als Zulieferer von Rohstoffen für die globale Fertigwarenproduktion. Um diese Position zu behalten, ist ein technologischer Aufschwung erforderlich – insbesondere in hochwertigen Stofftechnologien. Nur so kann China seine Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern.