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Nach 40 Billionen US-Dollar: Das verschwundene billige Kreditwesen

原文:40万亿美元之后:消失的廉价信用

Zusammenfassung der Kerninhalte:

Die US-amerikanische Staatsverschuldung hat erstmals die Marke von 40 Billionen Dollar überschritten, und die Renditen auf 30-jährige Staatsanleihen haben seit 2007 ein neues Hoch erreicht. Dies deutet darauf hin, dass das Privileg der USA, „zu günstigen Konditionen Geld zu leihen“, endet. Hinter der Verdoppelung der Verschuldung in zehn Jahren stecken die Lockerung der haushaltspolitischen Beschränkungen durch beide Parteien (Steuersenkungen und Verteidigungsausgaben der Republikaner, Sozialleistungsbeihilfen der Demokraten), pandemiebedingte Ausgaben sowie demografische Veränderungen (Alterung der Bevölkerung). Die steigenden Finanzierungskosten führen dazu, dass die Zinsausgaben den Haushalt für wichtige Bereiche wie Gesundheitswesen und Verteidigung belasten. Investoren fordern aufgrund von Inflationsgefahren und finanzieller Unsicherheiten höhere Renditen. Ausländische Investoren verkaufen zunehmend US-Staatsanleihen und investieren stattdessen in Unternehmensaktiva; zudem konkurriert der AI-Boom im Silicon Valley mit dem Staat um Kapital. Obwohl die USA weiterhin Geld leihen können, müssen sie höhere Zinsen zahlen und werden letztendlich politische Herausforderungen wie Steuererhöhungen oder Ausgabenkürzungen in Angriff nehmen.

Detaillierte Analyse:

1. Verdoppelung der Verschuldung in zehn Jahren: Keine Partei will „sparen“

Die US-Verschuldung hat sich von unter 20 Billionen Dollar im Jahr 2017 auf über 40 Billionen Dollar in weniger als zehn Jahren verdoppelt. Der Grund ist einfach: Es gibt immer mehr Ausgaben, aber die Einnahmen steigen nicht entsprechend schnell.

  • Die pandemiebedingten Notausgaben spielen eine Rolle, doch entscheidender sind die unterschiedlichen Haushaltspolitiken beider Parteien: Die Republikaner bevorzugen Steuersenkungen und Verteidigungsausgaben, während die Demokraten Sozialleistungen (Sozialversicherung, Gesundheitswesen), Industriebeihilfen (z. B. für erneuerbare Energien) sowie Infrastrukturprojekte fördern. Beide Parteien zögern, die Sozialversicherung und das Gesundheitswesen zu kürzen – dies sind wichtige Wahlthemen für die Wähler.
  • Die Alterung der Bevölkerung verschärft die Situation: Mit zunehmender Zahl der Rentner steigen die Ausgaben für Soziales und Gesundheitswesen, doch die Steuereinnahmen (z. B. aus der Einkommenssteuer, Unternehmenssteuer) reichen nicht aus, um den angegebenen Ausgabenzuwachsen. Trump versprach, die Verschuldung innerhalb von acht Jahren zu verringern, doch sie stieg während seiner Amtszeit um 6 Billionen Dollar; Bidens Infrastruktur- und Klimaschutzpläne haben weitere Schulden verursacht.
  • Das Budgetbüro des Kongresses prognostiziert einen Haushaltsdefizit von fast 1,9 Billionen Dollar im Jahr 2026 und eine Steigerung des Anteils der Staatsverschuldung am BIP auf 120 Prozent bis 2036 – das bedeutet, dass für jedes verdiente BIP-Geld zusätzliches Schuldenaufkommen entsteht.

2. Die Zinslast wird immer schwerer: Jeden Tag müssen 3 Milliarden Dollar zurückgezahlt werden

Früher waren die Kreditkosten gering, und die Zinsen spielten keine große Rolle; heute sind die Finanzierungskosten gestiegen, wodurch die Zinsausgaben zu einer erheblichen Belastung geworden sind.

  • Die Zinsausgaben sollen im Jahr 2026 über 1 Billion Dollar betragen – das entspricht fast den jährlichen Einnahmen einer mittelgroßen Stadt. Die Zinsen haben bereits die Ausgaben für das Gesundheitswesen übertroffen und sind nun die zweitgrößte Ausgabe nach der Sozialversicherung.
  • Zinsen sind eine „starre Ausgabe“, die unabhängig von der Wirtschaftslage getragen werden muss. Dies belastet andere Haushaltsbereiche; Geld für Bildung, Forschung oder Infrastruktur könnte gekürzt werden oder es müssen weitere Schulden aufgenommen werden, was zu einem Teufelskreis führt: „Neues Geld leihen, um Altes zurückzuzahlen → höhere Zinsen → noch mehr neue Schulden“.

3. Investoren verlangen höhere Renditen aufgrund von Unsicherheiten

Früher betrachteten Investoren US-Staatsanleihen als sichere Anlagen; heute fragen sie: „Wenn ich 30 Jahre lang Geld leihen, wie hoch müssen die Zinsen sein, falls Inflation steigt und die Verschuldung weiter wächst?“

Dies wird als „Zeitprämie“ bezeichnet – der Risikounterschied zwischen kurzfristigen (3 Monate) und langfristigen Krediten (30 Jahre) ist groß. In den nächsten 30 Jahren könnte es zu Inflation oder größeren Haushaltsdefiziten kommen, weshalb Investoren höhere Renditen fordern.

  • Die Sorge liegt nicht darin, dass die USA ihre Schulden nicht zurückzahlen könnten (die USA haben das Recht, Geld zu drucken), sondern darin, dass der Wert des Geldes durch Inflation sinken könnte. Zudem können Anleihenkurse schwanken, was zu Verlusten führen kann.
  • Auch wenn die aktuellen Wirtschaftsdaten schlecht sind, bleiben die langfristigen Renditen hoch – Investoren achten dabei nicht nur auf Zinssenkungen durch die Federal Reserve, sondern auch auf die langfristige finanzielle Stabilität der USA.

4. Ausländische Investoren wechseln ihre Strategie

Früher konnten die USA leicht Geld leihen, da ausländische Investoren (z. B. Japan, China, Großbritannien) bereit waren, US-Staatsanleihen zu kaufen. Dies hat sich geändert:

  • Ausländische Investoren verkaufen zunehmend US-Staatsanleihen; im Juni dieses Jahres verkauften Japan, China und Großbritannien insgesamt weniger Anleihen. Obwohl die Gesamtsumme weiter steigt, ändert sich die Richtung der Kapitalflüsse: Im Juni flossen nur 6,8 Milliarden Dollar in US-Staatsanleihen, während 35,6 Milliarden Dollar in Unternehmensanleihen und 181,4 Milliarden Dollar in Aktien gingen. Ausländische Investoren bevorzugen es, ihr Geld in amerikanische Unternehmen (z. B. Technologieunternehmen) zu investieren.
  • Der AI-Boom im Silicon Valley konkurriert mit dem Staat um Kapital; Technologieunternehmen benötigen viel Kapital für Datacenter und Chips und drücken damit die Finanzierungskosten.
  • Die ausländischen Märkte bieten weitere Optionen: Auch die Renditen auf langfristige Staatsanleihen in Japan und Europa steigen. Institutionen, die früher auf US-Staatsanleihen setzten, können nun auch in ihren Heimatländern gute Renditen erzielen.

5. Zukünftige Optionen: Mehr Einnahmen oder weniger Ausgaben – beides schwierig

Das US-Finanzministerium hat kürzlich Maßnahmen ergriffen, um die Renditen zu senken; dies ist jedoch nur eine vorübergehende Lösung. Letztendlich müssen vier Optionen in Betracht gezogen werden:

  • Steuererhöhungen: z. B. durch höhere Steuern auf Reiche oder Unternehmen – doch beide Parteien fürchten, die Wähler zu verärgern.
  • Ausgabenkontrolle: z. B. durch Kürzungen von Sozialversicherung, Gesundheitswesen oder Verteidigungsausgaben – dies sind jedoch politisch heikle Themen.
  • Anpassung der Sozialstruktur: z. B. durch Verschiebung des Renteneintrittsalters oder Senkung der Krankenversicherungsleistungen – auch diese Maßnahmen stoßen auf Widerstand bei den Wählern.
  • Steigerung der Produktivität durch AI: Der Staat hofft, dass AI das Wirtschaftswachstum beschleunigt und die Steuerbasis erweitert, was die Verschuldungsbelastung verringern könnte – doch dies benötigt Zeit und zeigt sich erst in der Zukunft.

Fazit:

Die guten Zeiten für die USA, „zu günstigen Konditionen Geld zu leihen“, sind vorbei. Die steigenden Verschulden und Zinsen müssen durch politische Entscheidungen (Steuererhöhungen oder Ausgabenkürzungen) gelöst werden; andernfalls wird es immer teurer, Geld zu leihen – mit negativen Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft.