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Diese Jahrgangsstüler sind in unzähligen „Online-Bewertungen“ gefangen.

原文:这届应届生,被困在无数次“线上评测”里

Zusammenfassung der Kerninhalte

Heutzutage werden Online-Bewertungen (Schriftprüfungen, AI-Interviews) zu unumgänglichen Hürden für Absolventen beim Jobsuchen – mehr als 60% mittlerer und großer Unternehmen integrieren sie in ihren Rekrutierungsprozess. Selbst HR-Mitarbeiter werden durch AI bei der Auswertung von Bewerbungen und Interviews ersetzt. Um diese Bewertungen zu bestehen, üben Jobbewerber täglich Fragen nach und drehen Videos zur Simulation ihrer Leistung; viele geraten in einen Teufelskreis aus massiver Bewerbungsaktivität, intensivem Lernen und anschließendem Ausscheiden, was zu einer Art „Bewertungspanik“ führt. Die Unternehmen tun dies, weil es einfach zu viele Absolventen gibt (2025: 12,22 Millionen, 2026: 12,7 Millionen): Sie können die vielen Bewerbungen nicht manuell sichten und nutzen daher Bewertungen, um potenzielle Kandidaten effizient auszuwählen. Diese Entwicklung hat wiederum zu neuen Geschäftsmodellen geführt – wie dem Verkauf von Fragebögen, der Nutzung von AI zur Beantwortung von Fragen oder dem Kauf von Dienstleistungen, die beim Bewerbungsprozess helfen. Zudem zwingt diese Situation junge Menschen dazu, ihre beruflichen Pläne zu ändern (z. B. aufzugeben, ein Doktoratsstudium anzustreben, das Land des Studiums zu wechseln oder sich mit einer Arbeit abzufinden, die ihnen nicht gefällt).

Detaillierte Erklärung

Warum nutzen Unternehmen Online-Bewertungen?

Es geht nicht darum, Bewerber absichtlich zu benachteiligen – es ist vielmehr eine Notwendigkeit:

  • Zu viele Absolventen: 2026 werden 12,7 Millionen Absolventen erwartet; allein an Universitäten der Kategorien 985/211 sind es mehrere hunderttausend. Bei großen Internetunternehmen gibt es nur etwa 25.000 Praktikumsplätze für den Sommer, um die sich 300.000 Bewerber bewerben – ohne Bewertungen könnten die HR-Mitarbeiter die Bewerbungsunterlagen gar nicht alle durchsehen.
  • Bewerbungsunterlagen liefern keine ausreichenden Informationen: Die meisten Bewerbungen von Absolventen enthalten nur Ausbildungsinformationen und Praktikumserfahrungen; es lässt sich daraus nicht ableiten, wie die Kandidaten Probleme lösen oder unter Druck stehen. AI-Interviews beobachten z. B. körperliche Reaktionen der Bewerber (z. B. abwesender Blick gilt als „Betrug“) sowie deren logisches Denken; Schriftprüfungen umfassen Fachfragen, die eigentlich für Personen mit 3–5 Jahren Berufserfahrung bestimmt sind – dadurch können nur die fähigsten Kandidaten ausgewählt werden.
  • Geringe Kosten und Kontrolle über die Bewerber: Die Durchführung von AI-Bewertungen ist nahezu kostengünstig (zum halben Preis gegenüber Headhuntern) und ermöglicht es den Unternehmen, zu erkennen, ob die Bewerber bereit sind, sich an die Arbeitsbedingungen anzupassen.

Das „Albtraum der Bewerber“

Für junge Menschen sind diese Bewertungen eine endlose Quelle von Stress:

  • Zeit und Energie gehen für das Lernen verloren: Yang Liu, eine Absolventin einer 211-Universität, verbringt Stunden damit, sich auf Schriftprüfungen vorzubereiten und AI-Interviews zu üben. Sie schickte 100 Bewerbungen und nahm an 20 Schriftprüfungen teil, bevor sie einen Job fand. Die Auslandsstudentin Li Xin musste sich auf 15 Praktika bewerben; von diesen wurde sie nur einmal zu einem Interview eingeladen – dort wurde ihr jedoch gesagt, dass ihre Erfahrungen nicht zum Job passten.
  • Unzusammenhang zwischen Bewertungen und Jobanforderungen: Viele Bewertungsverfahren dienen lediglich der Auswahl geeigneter Kandidaten; z. B. müssen bei Persönlichkeitstests ein bestimmtes Verhalten angenommen werden (nicht zu entspannt, sondern motiviert). Die Inhalte der Prüfungen haben oft nichts mit den tatsächlichen Anforderungen des Jobs zu tun – ohne Teilnahme gibt es keine Chance auf eine Stelle.
  • Keine Rückmeldungen, nur Angst: Li Xin verbrachte 2 Stunden mit der Beantwortung von Fachfragen, erhielt aber keine Punktzahl und musste auf die Ergebnisse warten. Im Interview wurde sie einfach abgewiesen – ohne weitere Erklärung, was zu noch mehr Unsicherheit führte.

Neue Geschäftsmodelle entstehen

Je intensiver die Bewertungen werden, desto mehr neue Geschäftsmodelle entstehen:

  • Verkauf von Fragebögen: Plattformen wie Beisen und Zhiding bieten standardisierte Frageböge an; für 4,9 Euro können bis zu 2.000 Personen daran teilnehmen. Viele Absolventen kaufen diese, aus Angst, bei den Bewertungen durchzufallen.
  • AI-basierte Hilfe bei der Beantwortung von Fragen: Viele kleine und mittlere Unternehmen nutzen AI, um die Bewerbungsprozesse zu vereinfachen; einige Bewerber nutzen virtuelle Maschinen oder „spurlose“ Browser, um diese Hilfsmittel zu umgehen.
  • Dienstleistungen zur Unterstützung beim Bewerbungsprozess: Bewerbungsinstitute bieten Dienstleistungen an, die die Erfolgschancen erhöhen sollen (z. B. Garantie auf Bestehen der Bewertungen für 36.800 Euro). Insbesondere Mittelschichtsfamilien sind bereit, dafür zu zahlen, da sie keine persönlichen Kontakte haben und nur durch Geld Chancen erlangen können.
  • Verbesserung des „Hintergrunds“ der Bewerbungsunterlagen: Für zusätzliche 10.000 Euro kann man beispielsweise Praktika oder Erfahrungen kaufen, die das Erscheinungsbild der Bewerbung verbessern.

Die Auswirkungen auf die jungen Menschen

Diese Bewertungspraktiken verändern die Lebenspläne vieler junger Menschen:

  • Aufgabe des Doktoratsstudiums: Yang Liu wollte eigentlich ein Doktoratsstudium beginnen, aber ihre Lehrer warnten sie davor, dass der Weg für Absolventen aus Geisteswissenschaften schwierig sei und die Beschäftigungsmöglichkeiten nach dem Abschluss eingeschränkt seien – daher entschied sie sich stattdessen für eine sofortige Jobsuche.
  • Wechsel des Studienlandes: Li Xin wollte ursprünglich ein einjähriges Masterstudium in den USA aufnehmen, konnte aber aufgrund ihres Abschlussdatums nicht rechtzeitig teilnehmen und wechselte daher nach Großbritannien, um mehr Zeit zu gewinnen.
  • Kompromisse bei der Berufswahl: Die Freundin von Li Xin wollte Tour-Bloggerin werden; nach erfolglosen Bewerbungen musste sie sich mit einer Stelle im Internetmarketing zufriedengeben – obwohl diese nicht ihren Vorstellungen entsprach.

Ein Teufelskreis

Niemand möchte in diesen Wettbewerb verwickelt sein, aber niemand kann ihm entkommen:

  • Unternehmen müssen die Bewertungsverfahren weiter verbessern, um geeignete Kandidaten zu finden.
  • Bewerber müssen sich anstrengen, um Chancen zu erhalten – dabei nutzen sie oft unlegale Methoden.
  • Die „grauen“ Geschäftsmodelle profitieren von dieser Situation.

Es entsteht ein Teufelskreis: Unternehmen benötigen Bewertungen, um die richtigen Kandidaten auszuwählen; Bewerber müssen sich anstrengen, um überhaupt eine Chance zu bekommen; die Dienstleister verdienen daran Geld.

Insgesamt ist dies kein fairer Wettbewerb – es werden nur junge Menschen und ein immer angespannteres Arbeitsmarktumfeld betroffen.