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Vorsitzender der American Automation Promotion Association spricht über die Roboterentwicklung in Nordamerika: 55 Prozent der Bestellungen im ersten Halbjahr in Nordamerika kamen aus nicht-automobilischen Branchen

原文:美国自动化促进协会主席谈北美机器人趋势:北美上半年55%订单来自非汽车产业

Zusammenfassung des Kerninhalts

Dieser Artikel enthält die wesentlichen Aussagen von Bernstein, einem erfahrenen Experten der amerikanischen Robotikbranche, auf der World Robotics Conference 2026. Er behandelt die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der nordamerikanischen Robotikindustrie: Von ihren Anfängen in Automobilfabriken bis hin zu einer vollständigen Ökosphäre mit mehr als 500 Unternehmen; die aktuellen Wachstumspotenziale in nicht-automobilen Branchen sowie die Entwicklung von kooperativen und mobilen Robotern; die große Beliebtheit humanoider Roboter – allerdings unter Berücksichtigung der noch zu lösenden Herausforderungen in Bezug auf Zuverlässigkeit, Sicherheit und Kosten.

Detaillierte Analyse

1. Die nordamerikanische Robotikindustrie: Von „eisernen Ungetümern“ in Automobilfabriken zu einer umfassenden Ökosphäre

Roboter sind in Nordamerika keine Neuheit – bereits 1961 wurde der erste industrielle Roboterarm „Unimate“ entwickelt, der in Automobilwerken eingesetzt wurde. Früher waren Roboter hauptsächlich „exklusive Werkzeuge“ für die Automobilindustrie, mit Unternehmen wie General Motors als Hauptnutzern. In den 1980er und 1990er Jahren geriet die Branche jedoch in eine Krise, und viele glaubten, sie würde verschwinden.

Heute ist alles anders: Mehr als 500 Unternehmen sind in der nordamerikanischen Robotikindustrie tätig – von Entwicklern von KI-Algorithmen und Bildverarbeitungstechnologien über Roboterhersteller und Systemintegratoren bis hin zu Endnutzern und Bildungseinrichtungen. Die Bestellungen stiegen im ersten Quartal 2025 um 6,6%. Auch wenn das Wachstum nicht so stark ist wie in China, geht es in die richtige Richtung: Angesichts der demografischen Alterung fehlen viele Arbeitskräfte für schmutzige und anstrengende Aufgaben – Roboter werden daher immer wichtiger.

2. Nicht-automobile Branchen als Wachstumsmotor: Roboter dienen nicht mehr nur der Automobilindustrie

Früher stammten 75–80 Prozent der Roboterbestellungen aus der Automobilbranche; heute machen nicht-automobile Branchen bereits 54,8 Prozent aus. Branchen wie die Halbleiter-, Pharmazeutika- und Lebensmittelindustrie setzen zunehmend Roboter ein – beispielsweise zur Chipverarbeitung oder Verpackung von Lebensmitteln. Dies zeigt, dass sich Roboter aus den Automobilfabriken in weitere Bereiche ausbreiten.

3. Kooperative und mobile Roboter: Von „eingesperrten“ zu „freien“ Arbeitspartnern

Frühere Industrieroboter waren aufgrund ihrer Geschwindigkeit und Kraft oft als gefährlich angesehen und mussten in speziellen Käfigen eingesetzt werden; zudem waren sie teuer und schwer zu bedienen. Heute gibt es kooperative Roboter (z. B. von URG Robotics), die ohne Schutzgitter mit Menschen zusammenarbeiten können – beispielsweise bei Montage- oder Wartungsarbeiten. Im ersten Halbjahr 2025 wurden in Nordamerika mehr als 7.200 solcher Roboter verkauft. Ebenfalls beliebt sind mobile Roboter: Nach der Übernahme von Kiva durch Amazon verfügen die Lager der Firma über zahlreiche automatische Transportroboter. Die Kombination aus mobilen und kooperativen Robotern ist besonders vielversprechend – sie können überall eingesetzt werden und dabei auch Aufgaben erledigen. Allerdings ist das Wachstum dieser Technologien noch nicht explosionsartig, da der Markt erst allmählich darauf reagiert.

4. Humanoiden Roboter: Große Hoffnungen – aber noch ein langer Weg

Humanoiden Roboter sind derzeit sehr gefragt; weltweit fließt viel Kapital in ihre Entwicklung. Bernstein betont jedoch, dass ihre praktische Anwendung noch Zeit braucht. Viele Demonstrationsvideos zeigen speziell konzipierte Szenarien, nicht die reale Arbeitswelt – die Fähigkeiten der Roboter reichen bisher noch nicht an die von Menschen heran. Wenn sie jedoch ausgereift sind, könnten sie in vielen Bereichen helfen und sogar als Dienstroboter eingesetzt werden. Was Haushaltsroboter betrifft, so ist das „allround-fähige“ Gerät nach wie vor ein langfristiges Ziel – derzeit sind nur einfache Modelle (z. B. Staubsauger) weit verbreitet. Die demografische Alterung schafft zwar Bedarf, aber die Probleme bezüglich Zuverlässigkeit und Sicherheit müssen noch gelöst werden.

5. Roboter müssen „in das Leben der Menschen eintreten“ – fünf Herausforderungen zu überwinden

Egal ob industrielle oder Haushaltsroboter: Um eine breite Verbreitung zu erreichen, müssen fünf zentrale Herausforderungen bewältigt werden:

  • Praktische Anwendbarkeit: Selbst die fortschrittlichsten Technologien nützen nichts, wenn sie den tatsächlichen Bedürfnissen der Nutzer nicht entsprechen.
  • Zuverlässigkeit: Industrieroboter benötigen eine Genauigkeit von 99,99 % – viele Modelle erreichen diese noch nicht.
  • Sicherheit: Sind Roboter in industriellen Umgebungen sicher, wenn sie auch im Haushalt mit Kindern oder Haustieren eingesetzt werden? Es gibt weltweit keine einheitlichen Standards.
  • Akzeptanz durch die Nutzer: Werden Arbeitnehmer Angst haben, dass Roboter ihre Jobs übernehmen? Sind die Menschen bereit, Roboter in ihrem Zuhause zu dulden?
  • Kosten und Rentabilität: Unternehmen müssen einen finanziellen Vorteil sehen, wenn sie Roboter kaufen; Haushaltsroboter müssen erschwinglich sein.

Falls diese Herausforderungen nicht gelöst werden, bleiben Roboter weiterhin in Laboren oder nur in begrenzten Anwendungsgebieten.

Fazit

Die nordamerikanische Robotikindustrie entwickelt sich von einer auf die Automobilindustrie beschränkten Branche zu einer breiteren Ökosphäre. Neue Formen von Robotern (kooperative, mobile, humanoide Roboter) zeigen viel Potenzial – doch um tatsächlich in das Alltag der Menschen einzudringen, müssen noch viele technische und wirtschaftliche Hürden überwunden werden. Die Zukunft ist vielversprechend – aber der Weg ist noch lang.