Zusammenfassung der Kerninhalte
Die Haushaltsverschuldung in Südkorea hat erstmals die Marke von 2000 Billionen Won (ca. 9,73 Billionen Yuan) überschritten. Der Hauptgrund dafür ist das verrückte „Borgen von Geld zum Aktienhandel“ durch Privatinvestoren. Im zweiten Quartal stieg der Aktienmarkt rasant an; Privatinvestoren nutzten Kreditdarlehen und Überziehungen, um mit Hebelwirkung in den Markt einzusteigen und sogar hochriskante Leverage-ETFs zu kaufen. Als der Markt anschließend schwankte, führte dies dazu, dass zahlreiche Konten ihre gesamten Einlagen verloren. In letzter Zeit hat sich der Aktienmarkt jedoch erholt, und die Privatinvestoren sind wieder aktiv – selbst verschärfte Regulierungen konnten sie nicht vollständig stoppen; sie haben sogar begonnen, ausländische Halbleiteraktien zu kaufen.
I. Rekordhohe Haushaltsverschuldung: „Borgen von Geld zum Aktienhandel“ ist der Haupttreiber
Der Anstieg der südkoreanischen Haushaltsverschuldung auf 2000 Billionen Won erfolgte nicht durch Immobilienkäufe (die Hypothekenverschuldung stieg nur um 12,2 Billionen Won), sondern vor allem aufgrund eines schnelleren Wachstums von „anderen Krediten“ (um 12,8 Billionen Won). Dabei handelt es sich hauptsächlich um unbesicherte Kredite und Überziehungen – im Grunde genommen das Geld, das Privatinvestoren zum Aktienhandel verwenden. Die Zentralbank machte deutlich: Der Anstieg der „anderen Kredite“ ist „hauptsächlich auf die Nachfrage nach Aktieninvestitionen zurückzuführen“. Es ist das erste Mal, dass die Zunahme von Krediten für den Aktienhandel die Hypothekenverschuldung übertrifft – dies zeigt die starke Besessenheit der Privatinvestoren vom Aktienmarkt.
II. Rasantes Wachstum des Aktienmarktes im zweiten Quartal
Im zweiten Quartal stieg der südkoreanische Aktienmarkt (KOSPI) extrem an, mit einem Quartalszuwachs von 67,77 % (dem größten seit 25 Jahren). Der Grund dafür war die hohe Nachfrage nach AI-Chips und steigende Preise für Speicherchips. Privatinvestoren sahen Chancen zum Geldverdienen und stürzten sich begeistert in den Markt:
- Neugründungswelle von Aktienkonten: Im ersten Halbjahr wurden 10 Millionen neue Aktienkonten eröffnet – fast so viele wie im gesamten Vorjahr. Sogar ältere Menschen zogen ihr Sparkapital ab, um in Aktien zu investieren.
- Leverage-Investoren: Privatinvestoren kauften Leverage-ETFs von Samsung und SK Hynix mit einer Hebelwirkung von 2:1; sie nutzten geliehenes Geld, um ihre Gewinne zu vergrößern – allerdings konnten sie auch schnell große Verluste erlitten. 92 % der Anteile an diesen ETFs lagen in den Händen von Privatinvestoren. Wie heiß war die Stimmung am Markt? Der KOSPI erreichte einen Höchststand von 9385 Punkten; obwohl es später zu starken Rückgängen kam, blieb der Gesamtanstieg erheblich.
III. Schwankungen am Aktienmarkt führen zum Verlust aller Einlagen
Die gute Lage währte jedoch nicht lange: Die Preise für Halbleiteraktien fielen plötzlich stark, was zu einer „Margin-Kollektivverpflichtung“ führte – das bedeutet, dass die Broker die Aktien der Privatinvestoren verkaufen mussten, um die Schulden zu begleichen. Dadurch verloren viele Konten ihre gesamten Einlagen. Citibank schätzt, dass durch diese Investitionen in Leverage-ETFs mindestens 58 Billionen Won (ca. 290 Milliarden Yuan) verloren gingen. Der Markt war damals von großem Pessimismus geprägt; viele Menschen blieben ohne jegliches Kapital.
IV. Verschärfte Regulierungen halten die Privatinvestoren nicht auf: Sie beginnen erneut, „Borgen zu nehmen, um zu kaufen“
Die südkoreanische Regierung fürchtete, dass die Privatinvestoren zu große Verluste erleiden könnten, und verhängte eine Reihe von Maßnahmen – beispielsweise mussten sie vor dem Kauf von Leverage-ETFs fünf Simulationsgeschäfte abschließen (jedes Geschäft dauerte eine Stunde) und über einen Mindestkapitalbetrag von 30 Millionen Won (ca. 20.000 Yuan) verfügen. Doch diese Maßnahmen hielten die Privatinvestoren nicht auf:
- Inländischer Markt: In letzter Zeit hat sich der Aktienmarkt erholt; der Betrag der Sicherheiten für Leverage-Geschäfte stieg von 27 Billionen Won Anfang August auf 30,9 Billionen Won und nähert sich nun dem historischen Höchststand vom Ende Juni (38,6 Billionen Won).
- Ausländischer Markt: Privatinvestoren kauften außerdem US-Leverage-ETFs auf Halbleiter mit einer Hebelwirkung von 3:1 und investierten in zwei Tagen insgesamt 663 Millionen US-Dollar; ihre Gesamtbestände beliefen sich auf 6,56 Milliarden US-Dollar. Analysten sagen voraus, dass die Privatinvestoren weiterhin Leverage nutzen werden, solange der AI-Markt nicht abkühlt.
Fazit: Warum ist die „Gier“ südkoreanischer Privatinvestoren beim Aktienhandel so groß?
Hinter dieser Gier steckt ihre Besessenheit vom AI-Markt – sie glauben, dass Halbleiter die Zukunft darstellen und sind bereit, Geld zu leihen, um zu wetten. Doch Leverage ist ein zweischneidiges Schwert: Bei steigenden Kursen können sie ihre Gewinne verdoppeln; bei fallenden Kursen verlieren sie alles. Obwohl die Regulierungen versuchen, die Privatinvestoren zu schützen, können sie deren Begeisterung für rasantes Handeln nicht bremsen. Dahinter steckt die Angst der Menschen, schnell Geld am Aktienmarkt zu verdienen. Allerdings bleibt das Borgen von Geld zum Aktienhandel ein hochrisikantes Verhalten – sobald sich der Markt umkehrt, können die Konsequenzen verheerend sein.