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Gespräch mit Professor Song Jun ③: Wir haben immer noch viele Missverständnisse über den Stoffwechsel

原文:对话宋峻教授③:我们对“代谢”还有很多误解

Zusammenfassung der Kernpunkte

Im folgenden Gespräch zwischen Professor Song Jun vom Shanghai Center for Disease Control and Prevention und der „9YiDao Research“ werden die häufigen Missverständnisse der breiten Öffentlichkeit über den Stoffwechsel aufgezeigt. Die zentralen Botschaften sind: Das Lebensstil – insbesondere die Ernährung – bildet die Grundlage für eine gesunde Gesundheit, Medikamente sind nur ein Hilfsmittel; beide müssen zusammenwirken. Fettleibigkeit ist kein unumstößliches Zeichen für einen schlechten Stoffwechsel, sondern ein Warnsignal für mögliche Risiken. Technologische Methoden zur Gewichtsreduktion (wie Schlankheitsinjektionen oder Operationen) können die Anpassung der Ernährung nicht ersetzen. Gesundheitsinformationen sollten nicht auswendig gelernt, sondern in alltägliche Gewohnheiten umgewandelt werden. Die Bücher „Blutzucker“ und „Stoffwechsel“ helfen Menschen dabei, den Körper aus verschiedenen Perspektiven zu verstehen – einerseits durch die Interpretation von Messwerten, andererseits durch die Verständnis der systemischen Zusammenhänge.

Detaillierte Analyse

1. Kann die Ernährung Medikamente ersetzen? – Grundlage und Hilfsmittel

Viele Menschen glauben, dass sie aufgrund erfolgreicher Ernährungsumstellungen auf Medikamente verzichten können, was ein Missverständnis ist. Professor Song betont: Die Ernährung und der Lebensstil bilden die Grundlage, Medikamente dienen nur in bestimmten Phasen als Hilfsmittel.

  • Wann reicht die Ernährung aus? In der Vorstadiumphase des Diabetes, wenn der Blutdruck noch nicht medikamentös behandlungsbedürftig ist und es keine Komplikationen gibt, können starke Ernährungs- und Lebensstiländerungen das Risiko erheblich senken.
  • Wann sind Medikamente unerlässlich? Bei bereits diagnostiziertem Blutzuckerhochdruck, Bluthochdruck oder Komplikationen (z. B. Nierenerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen) müssen Medikamente eingenommen werden. Selbst dann sollte der Lebensstil weiter angepasst werden, um die langfristigen Risiken zu verringern.

Beispielsweise können Patienten in der Vorstadiumphase des Diabetes durch eine gesunde Ernährung ihren Blutzuckerspiegel und Blutdruck senken – doch das bedeutet nicht, dass alle Menschen auf Medikamente verzichten können.

2. Fettleibigkeit = schlechter Stoffwechsel? – Nicht immer, aber ein hohes Risiko

Die Hälfte der Erwachsenen in China ist übergewichtig oder fettleibig. Professor Song betont: Fettleibigkeit bedeutet nicht unbedingt Insulinresistenz oder Diabetes, aber sie ist ein Warnsignal für mögliche Gesundheitsrisiken.

  • Daten belegen: 43,1 % der Fettleibigen befinden sich in der Vorstadiumphase des Diabetes, 23 % leiden bereits an Diabetes – das Risiko ist viel höher als bei Normalgewichtigen.
  • Wichtig ist der „innere Zustand“ des Körpers: Manche Menschen sind fettleibig, aber ihr Blutzuckerspiegel ist normal; andere sind schlank (BMI < 18) und haben dennoch Insulinresistenz. Besonders gefährlich ist die Kombination aus erhöhtem Bauchumfang, innerer Fettansammlung, Müdigkeit nach Mahlzeiten und Störungen des Blutzuckerspiegels sowie des Cholesterinspiegels.
  • Ziel der Gewichtsmanagement: Es geht nicht darum, abzunehmen, sondern frühzeitig zu erkennen, dass die Fähigkeit des Körpers, Energie zu verarbeiten, nachlässt, und durch Ernährung und Bewegung diesen Prozess zu stoppen.

3. Können technologische Methoden zur Gewichtsreduktion die Ernährung ersetzen? – Technologie löst kurzfristige Probleme, Ernährung formt langfristige Verhaltensweisen

Viele Menschen verlassen sich auf Schlankheitsinjektionen oder Magenoperationen, doch Professor Song betont: Technologie kann die Ergebnisse verbessern, kann aber nicht den Stoffwechsel des Körpers verändern.

  • Beispiele: Schlankheitsinjektionen hemmen den Appetit und verlangsamen die Magenentleerung, lösen jedoch nicht die zugrundeliegenden Probleme (z. B. unkontrolliertes Essverhalten oder mangelndes Sättigungsgefühl); nach Absetzen der Injektionen kann das Gewicht leicht wieder zunehmen.
  • Magenoperationen: Sie führen zu schneller Gewichtsreduktion, aber langfristige Untersuchungen zeigen, dass einige Betroffene wieder an Gewicht zugenehmen – weil die Operationen keine neuen Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten fördern.
  • Die Einzigartigkeit der Ernährung: Die täglichen Mahlzeiten formen langfristig den Stoffwechsel des Körpers. Selbst zukünftige Technologien (z. B. Muskelaufbauinjektionen) können die natürlichen Prozesse des Körpers nicht ersetzen.

4. Muss man alle gesundheitlichen Informationen auswendig lernen? – Nicht die Details, sondern in Gewohnheiten umsetzen

Die Inhalte der Bücher „Blutzucker“ und „Stoffwechsel“ sind komplex, aber Professor Song rät: Es ist nicht notwendig, alle Nährwerte auswendig zu lernen; es geht darum, diese Informationen in alltägliche Handlungen umzusetzen.

  • Wichtige Signale des Körpers: Ob man nach einer Mahlzeit müde ist, ob man zwei Stunden später hungrig wird, ob der Bauchumfang zunimmt – diese Signale sind wichtiger als der glykämische Index (GI-Wert).
  • Grundlegende Maßnahmen: Essen echte Lebensmittel, eine ausgewogene Mahlzeit mit Gemüse, Protein und ausreichend Kohlenhydraten, regelmäßiges Essen, langsames Essen und ausreichend Trinken.
  • Höchste Stufe der Gesundheitsmanagement: Die richtigen Entscheidungen sollten zur Selbstverständlichkeit werden – z. B. man weiß instinktiv, wie man eine Mahlzeit auswertet, und passt seine Ernährung entsprechend an.

5. Der Unterschied zwischen „Blutzucker“ und „Stoffwechsel“

Die Bücher „Blutzucker“ und „Stoffwechsel“ bieten unterschiedliche Ansätze:

  • „Blutzucker“ erklärt, wie der Blutzuckerspiegel gemessen und interpretiert wird.
  • „Stoffwechsel“ zeigt, wie der Körper Energie verarbeitet – beispielsweise wie die Bauchspeicheldrüse, die Leber und die Muskeln dabei eine Rolle spielen, sowie wie Schlaf und Stress den Stoffwechsel beeinflussen.
  • Kombination: Beide Bücher helfen dabei, den Gesundheitszustand umfassender zu verstehen.

Fazit: Der Stoffwechsel ist die Fähigkeit des Körpers, Nahrung in Energie umzuwandeln. Der Kern des Gesundheitsmanagements besteht darin, bereits vor Erkrankungen auf einen gesunden Lebensstil zu achten – durch Ernährung und Lebensweise.

(Ende des Textes)