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Welche Ursachen liegen hinter der globalen Anleihenkrise?

原文:全球债市危机,原因何在?

Zusammenfassung der Kerninhalte

Der globale Anleihenmarkt erlebt derzeit einen umfassenden Verkaufsdruck, wobei die Renditen von Staatsanleihen in vielen Ländern auf mehrjährige Höchststände gestiegen sind (z. B. die Rendite von japanischen 10-Jahres-Anleihen hat erstmals die 3%-Marke überschritten, die Rendite von US-10-Jahres-Anleihen nähert sich 4,8%). Die Ursachen dafür sind vielfältig: Der Krieg im Nahen Osten treibt die Energiepreise in die Höhe und verstärkt die Inflation; die Erwartungen an eine restriktivere Geldpolitik der Zentralbanken (insbesondere der Federal Reserve) nehmen zu; die finanzielle Kontrolle der Regierungen gerät außer Kontrolle und führt zu Verschuldungsrisiken; Technologiegiganten emittieren Anleihen, um Kapital zu beschaffen und drängen so die Nachfrage nach Staatsanleihen zurück; zudem spielen saisonale Faktoren eine Rolle. Der Markt geht allgemein davon aus, dass die Renditen weiter steigen werden, es sei denn, die Federal Reserve ergreift extreme Sparmaßnahmen oder es kommt zu einer globalen Wirtschaftsrezession.

I. „Hawkish“ Signale der Zentralbanken: Der Kampf gegen die Inflation ist noch nicht vorbei – Zinssätze werden „höher und länger“

Kurz gesagt: Die Zentralbanken sind der Ansicht, dass die Inflation noch nicht unter Kontrolle ist, und wollen daher die Kosten für das Darlehen weiter erhöhen (d.h. Zinsen steigern). Der kürzliche Aussage des Präsidenten der Federal Reserve, Jerome Powell, dass der Kampf gegen die Inflation noch nicht beendet sei, gibt Anlegern zu verstehen, dass nicht nur die Federal Reserve in diesem Monat Zinsen erhöhen könnte, sondern auch Zentralbanken in Europa und Japan folgen könnten.

Noch wichtiger ist, dass der Markt nun annimmt, dass die sogenannten „neutrale Zinssätze“ (Zinssätze, die weder die Wirtschaft anregen noch hemmen) höher sein könnten, als bisher angenommen. Während man früher davon ausging, dass neutrale Zinssätze bei 2% liegen, könnte dies nun 3% sein – das bedeutet, dass die Kosten für das Darlehen in Zukunft auf hohem Niveau bleiben werden und die Renditen von Anleihen entsprechend steigen werden (denn die Zinsen auf Anleihen müssen mit den Marktzinssätzen übereinstimmen, sonst kauft niemand sie).

II. Krieg im Nahen Osten + steigende Energiepreise: Die Inflation wird weiter angeheizt, der Anleihenmarkt ist noch besorgter

Der Konflikt im Nahen Osten hat nicht aufgehört, und die Öl- sowie Dieselpreise steigen rasant (Diesel ist der Kern der aktuellen Energiepreiserhöhungen; seit Februar sind die Großhandelspreise um 40 US-Dollar pro Barrel gestiegen). Die steigenden Energiepreise treiben die Preise direkt in die Höhe (z. B. für Benzin und Heizöl), was die Inflation noch schwieriger zu kontrollieren macht.

Anleger befürchten, dass, wenn der Konflikt anhält, die Energiepreise weiter steigen und die Inflation nicht mehr unter Kontrolle gebracht werden kann, wodurch die Zentralbanken gezwungen sein könnten, noch härtere Sparmaßnahmen zu ergreifen. Einige haben sogar festgestellt, dass die Entwicklung der Heizölpreise nahezu identisch mit der Entwicklung der Renditen von US-10-Jahres-Anleihen ist – dies zeigt, dass die steigenden Energiepreise direkt zu steigenden Anleihenrenditen führen.

III. Regierungen und Unternehmen „beschaffen Kapital“: Staatsanleihen werden in den Hintergrund gedrängt

Einerseits geben Regierungen unkontrolliert Geld aus und verschulden sich immer mehr. Anleger sehen das Risiko bei Staatsanleihen als höher an und fordern daher höhere Zinsen, um diese zu kaufen (d.h. einen höheren Finanzrisikoprämien).

Andererseits emittieren Technologiegiganten aufgrund der Investitionswelle in KI große Mengen an Anleihen (z. B. Unternehmen wie Apple und Microsoft). Diese Unternehmensanleihen konkurrieren mit Staatsanleihen um das begrenzte Kapital – wenn mehr Geld in Unternehmensanleihen investiert wird, bleibt weniger für Staatsanleihen übrig, die Nachfrage nach Staatsanleihen sinkt, die Preise fallen und die Renditen steigen (der Preis von Anleihen und die Renditen stehen in umgekehrtem Verhältnis zueinander).

Obwohl das US-Finanzministerium einige Staatsanleihen zurückgekauft hat, um den Druck vorübergehend zu verringern, ist das grundlegende Problem ungelöst: Die Angebotsmenge an langfristigen Staatsanleihen ist zu hoch und es gibt immer noch keine Nachfrage.

IV. Saisonale Faktoren + Marktstimmung: Der kurzfristige Druck auf den Anleihenmarkt lässt sich kaum verringern

Historische Daten zeigen, dass September und Oktober die schlechtesten Monate für den globalen Anleihenmarkt sind; in diesen Monaten fallen die Anleihen im Durchschnitt um mehr als 1%. Wir befinden uns gerade in dieser Zeitperiode, und saisonale Faktoren verschärfen die Situation noch weiter.

Noch wichtiger ist die Marktstimmung: Die meisten Anleger erwarten, dass die Renditen weiter steigen werden, weshalb sie ihre Anleihen verkaufen. Je mehr sie verkaufen, desto niedriger werden die Preise und desto höher die Renditen – es entsteht ein Teufelskreis. Da niemand bereit ist, Anleihen zu kaufen, fällt der Anleihenmarkt weiter.

V. Zukunftsaussichten: Die Renditen werden weiter steigen – es sei denn, es kommt zu diesen beiden Situationen

Der Markt geht allgemein davon aus, dass die Renditen weiter steigen werden, da die oben genannten Probleme (Inflation, Zinserhöhungen, Finanzsituationen, Unternehmensanleihenemissionen) noch nicht gelöst sind. Nur zwei Szenarien könnten dazu führen, dass die Renditen stagnieren:

1. Die Federal Reserve ergreift extreme Sparmaßnahmen wie in den 1980er Jahren unter Paul Volcker und drückt die Wirtschaft damit stark zusammen.

2. Die globale Wirtschaft gerät in eine Rezession – dann würden Anleger in Staatsanleihen als sicheren Hafen investieren, was zu sinkenden Renditen führen würde.

Ansonsten werden Anleger höhere „Risikoprämien“ fordern, um die verschiedenen Risiken abzudecken, wodurch die Renditen weiter steigen müssen.

Insgesamt sind die Signale auf dem Anleihenmarkt eindeutig: Die Inflation ist noch nicht unter Kontrolle, die Zinssätze werden hoch bleiben, und alle müssen sich darauf einstellen, dass das Darlehen teurer wird. Für die Allgemeinbevölkerung mag dies keine direkten Auswirkungen haben, aber die Kosten für Hypotheken und Unternehmenskredite werden steigen, und der Aktienmarkt könnte aufgrund hoher Zinssätze volatil werden – all dies wird indirekt unsere Geldbörsen beeinflussen.