虎嗅

Star Universe Aktien: Plötzlicher Bremsvorgang

原文:星宇股份,突然踩下刹车

Zusammenfassung der Kerninhalte

Das chinesische Leuchtenunternehmen Xingyu Shareholding steht derzeit vor zahlreichen Herausforderungen: Einerseits setzt das Unternehmen die A+H-Notierung voran, andererseits kündigt es die Verträge mit 107 neu eingestellten Mitarbeitern aus dem Jahrgang 2026 (die entweder freiwillig kündigen oder auf die Produktionslinien versetzt werden sollen). Hinter diesen Entscheidungen steckt eine Veränderung in der Wachstumskonzeption des Unternehmens: In der Vergangenheit konnte Xingyu durch die Nutzung von intelligenter Technologie und die Verwendung inländischer Produkte seinen Umsatz verdoppeln. Doch im Jahr 2026 verlangsamt sich das Wachstum deutlich. Das Unternehmen sieht sich mit Problemen konfrontiert, wie Preissenkungen durch Automobilhersteller, einer sinkenden Auslastung der Produktionskapazitäten, hohen Investitionen in die Ausweitung ins Ausland sowie finanziellen Engpässen. Die Anpassung der Personalstruktur (Entlassungen und Zunahme von Outsourcing-Lösungen) ist Teil der Bemühungen, Kosten zu senken. Zudem hat die Kündigung der neuen Mitarbeiter zu Untersuchungen durch internationale Kunden (wie Volkswagen) hinsichtlich der Einhaltung von Lieferkettenregeln geführt, was neue Herausforderungen für den Globalisierungsprozess darstellt.

Detaillierte Analyse

1. Die Kündigung der neuen Mitarbeiter ist keine „plötzliche“ Maßnahme: Das Unternehmen verringert schrittweise die Personalzahl

Die Kündigung der 107 neuen Mitarbeiter ist kein isoliertes Ereignis. Ende 2025 sank die Gesamtzahl der Mitarbeiter bei Xingyu von 10.400 auf 7.532 – das entspricht einem Rückgang von fast 3.000 Personen innerhalb eines Jahres. Gleichzeitig stieg die Anzahl der ausgelagerten Arbeitsstunden um 25,89 %. Im Grunde genommen ersetzt das Unternehmen durch „Zeitarbeiter“ einen Teil der fest angestellten Mitarbeiter: Festangestellte müssen Sozialversicherung zahlen und ein fester Gehalt erhalten, was zu hohen Kosten führt. Outsourcing hingegen ermöglicht eine flexible Anpassung der Personalstärke je nach Auftragslage und reduziert somit die Fixkosten.

Obwohl das Unternehmen die Kündigungen nicht direkt mit den wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Verbindung bringt, ist dies offensichtlich eine typische Maßnahme zur Senkung der Personalkosten, wenn das Wachstum nachlässt.

2. Intelligente Leuchten – aber schwierigeres Geldverdienen?

Xingyus Geschäft war ursprünglich sehr traditionell: Das Unternehmen verkaufte Autoleuchten und -rückleuchten. Durch die Elektrifizierung und Intelligenz haben sich die Anforderungen an Leuchten jedoch verändert: Heutige Leuchten dienen nicht nur der Beleuchtung, sondern können auch die Fernlichtfunktion automatisch steuern, Texte projizieren oder sogar als „Augen und Mund des Autos“ fungieren, um mit Fußgängern zu interagieren. Dadurch sind die Leuchten teurer geworden (z. B. sind intelligente Leuchten mehrere Male teurer als herkömmliche). Zudem können inländische Anbieter ausländische Konkurrenten ersetzen.

Allerdings drücken Automobilhersteller wie BYD und Volkswagen weiterhin auf die Preise. Obwohl der Anteil der Einnahmen aus intelligenten Leuchten von 0,3 % im Jahr 2023 auf 19,6 % im ersten Quartal 2026 gestiegen ist, ist die Bruttogewinnmarge von 25,1 % auf 20 % gesunken. Insgesamt bleibt die Gesamtbruttogewinnmarge von Xingyu bei etwa 20 % – das bedeutet, dass das Unternehmen zwar komplexere Produkte verkauft, aber nicht mehr so viel Geld damit verdient.

3. Drei Haupthemmnisse für das Wachstum: Kapazitäten, Globalisierung und Finanzen

Im ersten Halbjahr 2026 wuchs der Umsatz von Xingyu nur um 1,87 %, während der Nettogewinn um 5,26 % zurückging. Dahinter stecken drei grundlegende Probleme:

  • Ungenutzte Produktionskapazitäten: Die Auslastung der inländischen Leuchtenproduktionskapazitäten sank von 87 % (Vorderradleuchten) bzw. 91 % (Rückradleuchten) Ende 2025 auf etwa 69 % im ersten Quartal 2026 – das zeigt, dass die Autoproduktion rückläufig ist und die hergestellten Leuchten nicht verkauft werden können.
  • Teure Ausweitung ins Ausland: Um in die Lieferketten internationaler Automobilhersteller einzudringen, musste Xingyu in anderen Ländern Fabriken errichten. Die Auslandsaktivitäten sind jedoch bisher kostspielig und ergebnislos: Die Auslandseinnahmen betrugen im ersten Halbjahr 332 Millionen Yuan, die Bruttogewinnmarge lag bei nur 19 Millionen Yuan (5,86 %), deutlich unter der inländischen Rate von 19,41 %.
  • Finanzielle Engpässe: Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben steigen jährlich (2025: 884 Millionen Yuan), während die Zahlungen der Kunden sich verlangsamen. Die Forderungen an das Unternehmen haben zugenommen (Von 2,2 Milliarden Yuan im Jahr 2021 auf 7,1 Milliarden Yuan), wodurch das Unternehmen über weniger Bargeld verfügt.

4. Die „Doppelklinge“ der Globalisierung: Kunden sind sowohl Chance als auch Herausforderung

Dass Xingyu in die Lieferketten großer Automobilhersteller wie BMW, Volkswagen und Toyota eingedrungen ist, ist ein wichtiger Vorteil. Allerdings hat die Kündigung der neuen Mitarbeiter dazu geführt, dass Volkswagen China eine spezielle Untersuchung einleitete. Internationale Automobilhersteller haben hohe Anforderungen an die Compliance ihrer Zulieferer (z. B. Schutz der Arbeitnehmerrechte). Sollte Xingyu als nicht compliant eingestuft werden, könnte es diese wichtigen Kunden verlieren.

Zuvor hatte Xingyu in seinem ESG-Bericht betont, dass es die Arbeitnehmerrechte schätze; nun muss dies auch in der Praxis umgesetzt werden. Globalisierung bedeutet nicht nur den Verkauf von Produkten ins Ausland, sondern auch die Einhaltung internationaler Regeln – andernfalls können Vorteile zu Risiken werden.

Fazit

Xingyu Shareholding ist ein Abbild der Modernisierung der chinesischen Automobilindustrie (von billigen Bauteilen zu hochwertigen, intelligenten Produkten). Doch das Unternehmen befindet sich in einer Phase des Wachstumswechsels: Es muss Kostendrücke bewältigen, die Herausforderungen der Globalisierung meistern und gleichzeitig Gewinn und Compliance in Einklang bringen – eine nicht einfache Aufgabe. Die Kündigung der neuen Mitarbeiter ist nur die Spitze des Eisbergs; der weitere Weg wird voraussichtlich noch vorsichtiger sein.