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Menschen, die vom Lärm „verrückt“ werden: Verhandlungen ohne Erfolg, 130 Polizeieinsätze im Jahr

原文:被噪音“逼疯”的人:协商无果,一年报警130次

Zusammenfassung der Kerninhalte

Das Problem der Lärmbelastung im täglichen Leben wird zunehmend ernst. Die Zahl der Lärmbeschwerden steigt seit vier Jahren kontinuierlich und erreichte im Jahr 2025 6,833 Millionen Fälle – davon stammen sie zu 70 Prozent aus dem sozialen Leben. Der Schutz der Bürger vor Lärm gerät jedoch in einen Teufelskreis: Verhandlungen werden abgelehnt, die Polizei reagiert nur kurzfristig und die rechtliche Durchsetzung ist oft unzureichend. Besonders problematisch sind tieffrequente Geräusche, die aufgrund ihrer Verborgenheit schwer nachzuverfolgen sind und den Betroffenen große Probleme bereiten. Obwohl das neu überarbeitete „Ordnungswahrgesetz“ und der „Ökologische Gesetzbuch“ von 2026 versuchen, diese Probleme zu lösen (z. B. indem sie die rein auf die Lautstärke basierende Bewertung aufheben), sind weitere Details notwendig, um die Gesetze effektiv umzusetzen. Viele Betroffene müssen sich selbst mit dem Rechtswesen auseinandersetzen oder zu extremen Maßnahmen greifen – was die schwierigen Realitäten im Umgang mit Lärmbelastung zeigt.

I. Steigende Lärmbeschwerden, aber ein „Endloslauf“ beim Rechtschutz

Lärm ist zu einem „unsichtbaren Ärgernis“ für viele Menschen geworden: Lautsprecher beim Straßenfest, Kinder, die oben herumlaufen und springen, Vibrationen von Trocknern, tieffrequente Geräusche usw. Die Zahl der Lärmbeschwerden ist in vier Jahren um 51,7 Prozent gestiegen und erreichte im Jahr 2025 über 6,8 Millionen Fälle, davon 70 Prozent aus dem sozialen Leben. Der Rechtschutzprozess gleicht jedoch einem „Mausballspiel“:

  • Nutzlose Verhandlungen: Li Yitao bat den Leiter der Straßenfestgruppe, die Lautstärke zu reduzieren, doch dieser antwortete: „Was geht es dich an, wenn ich meine Tochter beim Lernen störe?“ Wang Jingyi versuchte, mit dem Nachbarn über die Geräusche des Trockners zu sprechen, wurde aber beschimpft; der Nachbar öffnete nicht einmal die Tür.
  • Zyklische Reaktionen der Polizei: Li Yitao rief 13 Mal am Tag die 110, die Polizei reduzierte die Lautstärke, aber sobald sie weg war, wurde sie wieder erhöht. Auch nachdem Wang Jingyi die Polizei gerufen hatte, schaltete der Nachbar das Gerät nur ein, wenn die Polizei da war.
  • Extreme Konflikte: Der Besitzer eines Milchshops in Jiangsu schlug wegen Lärms beim Straßenfest jemanden und verursachte eine Gehirnerschütterung; ein alter Mann in Xi’an verletzte seinen Nachbarn wegen Lärms – der Rechtschutz führte zu Gewalttaten.

II. Warum ist der Rechtschutz so schwierig? Drei Hauptprobleme bei der Rechtsdurchsetzung

Auch mit gesetzlicher Unterstützung stößt der Rechtschutz gegen Lärm auf zahlreiche Hindernisse:

1. Unklare Definition von „Störung“: Das neue „Ordnungswahrgesetz“ sieht zwar Strafen für anhaltende Störungen vor, es gibt jedoch keine einheitlichen Kriterien für eine Störung. Die Polizei sagt: „Wenn die betroffene Partei die Störung nicht anerkennt, kann man nichts tun.“ Li Yitao fragt sich: „Wie kann ich beweisen, dass ich gestört werde?“

2. Einseitige Lautstärkebewertung: Bei Li Yitao lag die Lautstärke draußen bei über 70 Dezibel, die Polizei maß jedoch nur im Inneren des Hauses (58,1 Dezibel, unterhalb des Standards für den Tagesschall in Zone 2). Das bedeutet, dass nur die Lautstärke im Inneren des Hauses zählt – viele Betroffene werden benachteiligt.

3. Schuldzuweisungen zwischen den Behörden: Li Yitao wandte sich an die Polizei, die den Fall abgeschlossen hat; als sie sich an die Umweltbehörde wandte, sagte diese: „Die Durchsetzung liegt bei der Polizei.“ Auch die Hausverwaltung und die Gemeinde können nichts unternehmen, da sie keine Befugnis zur Durchsetzung haben.

III. Tieffrequente Geräusche: Ein „unsichtbarer Killer“ mit hohen Nachverfolgungskosten

Besonders problematisch sind tieffrequente Geräusche (20–200 Hz), die durch Wandvibrationen übertragen werden:

  • Schwierige Nachverfolgung: Wang Jingyi litt ein halbes Jahr unter den Vibrationen des Trockners; es war, als würden Dutzende von Handys gleichzeitig vibrieren. Erst nach drei Monaten konnte die Quelle gefunden werden. Ein Bewohner in Qingdao litt unter Nervenzusammenbruch aufgrund tieffrequenter Geräusche; ein Bewohner in Hangzhou wurde wegen der Suche nach der Quelle sogar als Dieb gemeldet.
  • Hohe Nachverfolgungskosten: Professionelle Messungen erfordern sieben verschiedene Geräte und kosten mehrere zehntausend Yuan – die meisten Menschen können sich das nicht leisten. Der Experte Zhu Lin erhielt in drei Jahren über 100.000 Anfragen zu tieffrequenten Geräuschen; viele Betroffene müssen die Belastung einfach ertragen.
  • Schwierige Sanierung: In Weifang wurden mehrere Dutzend Haushalte ein Jahr lang von 77-Hz-Geräuschen belastet; Stromausfälle und die Schließung der Fabrik halfen nicht. Erst mit professionellen Geräten konnte die Quelle in einem Transformatorraum gefunden werden – die Sanierung erfordert jedoch die Zusammenarbeit mehrerer Behörden.

IV. Neue Gesetze brechen die einseitige Lautstärkebewertung, aber weitere Details sind notwendig

Nach der Einführung des „Ökologischen Gesetzbuches“ im Jahr 2026 gab es in Quzhou den ersten Fall bezüglich tieffrequenter Geräusche:

  • Neuer Ansatz: Der Lärm eines Pumpenmotors in einem Fischgeschäft verursachte Schlafstörungen und Ängste bei einer Frau im Obergeschoss. Obwohl die Luftlautstärke im Rahmen der Normen lag, verurteilte das Gericht das Geschäft zur Sanierung und zur Zahlung von 3.121 Yuan – zum ersten Mal wurde nicht nur die Lautstärke als Kriterium herangezogen, sondern auch der tatsächliche Schaden.
  • Noch notwendige Verbesserungen: Im Fall von Li Yitao wies das Gericht die Klage ab, weil die Lautstärke im Inneren des Hauses nicht überschritten wurde. Es ist noch notwendig, klare Kriterien für Störungen festzulegen (z. B. Dauer und Auswirkungen der Vibrationen auf den Menschen) sowie eine effektive Zusammenarbeit der Behörden.

V. Die Hilflosigkeit der Betroffenen: Vom Selbststudium des Rechts bis zu extremen Maßnahmen

Um Ruhe zu finden, müssen viele Betroffene selbst handeln:

  • Selbststudium des Rechts: Li Yitao studierte acht Gesetzbücher und sammelte Beweise, um die Polizei zur Aufnahme des Falls zu bewegen – doch die Klage wurde letztendlich abgewiesen.
  • Extreme Maßnahmen: Wang Peng kaufte einen Bluetooth-Lautsprecher, um den Lärm zu übertönen, und zog für 15 Tage zu seinen Eltern – er sagt: „Das ist keine Lösung, aber es ist die einzige Möglichkeit.“
  • Anhaltender Kampf: Li Yitao akzeptiert das Urteil nicht und legt Berufung ein; ihr Wunsch ist einfach: „Ich habe nichts gegen das Tanzen der älteren Menschen, ich möchte nur, dass sie die Menschen nicht stören.“

Fazit

Das Problem des Lärms mag klein erscheinen, es betrifft jedoch die Lebensqualität jedes Einzelnen. Die Einführung neuer Gesetze ist ein Fortschritt, aber um das Problem wirklich zu lösen, sind klarere Standards, effektivere Durchsetzung und bessere Zusammenarbeit der Behörden erforderlich. Schließlich ist Ruhe ein grundlegendes Recht – sie sollte kein Luxusgut sein.