Zusammenfassung der Kerninhalte
In diesem Sommer kam es bei mehreren Unternehmen (wie Xingyu Co., Ltd. und einem Technologieunternehmen) zu Fällen, in denen Verträge mit Hochschulabsolventen gebrochen oder diese böswillig umgeschichtet wurden: Einige Unternehmen kündigten kurz vor dem Arbeitsantritt der Absolventen, andere zwangen die neuen Mitarbeiter nach dem Beginn der Arbeit zu einer Umstellung der Arbeitsstelle auf eine Produktionslinie, senkten deren Gehalt und zwangen sie so zum Weggang. Die Absolventen stehen vor Schwierigkeiten bei der Durchsetzung ihrer Rechte, verpassen die beste Zeit für die Jobsuche und verlieren ihre Status als Hochschulabsolventen. Selbst wenn die Unternehmen eine geringe Entschädigung zahlen, reicht dies bei weitem nicht aus, um die tatsächlichen Verluste der Studenten auszugleichen. Die Vorfälle zeigen eine Ungleichheit in der Machtverteilung zwischen Unternehmen und Hochschulabsolventen sowie die schwache Position der Absolventen auf dem Arbeitsmarkt auf.
Erstes: Zwei Arten, wie Unternehmen Verträge brechen
Es geht nicht einfach darum, die Absolventen einfach zu entlassen, sondern um zwei verschiedene Taktiken:
1. Kündigung kurz vor dem Arbeitsantritt: Zum Beispiel wurde Zhou Shulin von einem Technologieunternehmen fünf Tage vor seinem Arbeitsantritt vom Personalbüro informiert, er solle andere Möglichkeiten in Betracht ziehen – mit willkürlichen Begründungen (z. B. „Sorge um die Anpassung an die Arbeitsumgebung“). Der Student hatte bereits eine Wohnung gemietet und andere Jobangebote abgelehnt; am Ende der Frühjahrsbeschäftigung musste er erneut nach Arbeit suchen.
2. Indirekte Zwangslösung nach dem Arbeitsantritt: Xingyu Co., Ltd. ging noch weiter: Zunächst ließ das Unternehmen den Absolventen offiziell einsteigen und die Sozialversicherung abonnieren (wodurch er seinen Status als Hochschulabsolventen verlor), anschließend wechselte es ihn auf eine Produktionslinie, um Schrauben zu drehen, senkte sein Gehalt auf 20 Yuan pro Stunde und forderte 11–12 Stunden Arbeit pro Tag. Entweder musste der Absolvent kündigen und eine halbe Monatsentschädigung erhalten oder er blieb als Arbeiter und wurde gezwungen, selbst zu gehen.
Beide Methoden führen dazu, dass die Studenten in eine passive Position geraten und ihre Verluste weit über die Entschädigung des Unternehmens hinausgehen.
Warum wagen Unternehmen es, Verträge zu brechen?
Aus Sicht der Unternehmen ist dies „vorteilhaft”:
- Geringe Entschädigungskosten: Hochschulabsolventen haben nur eine kurze Arbeitszeit und erzeugen wenig Wert; die Entschädigung beträgt höchstens einen halben Monatsgehalt – viel günstiger als die Entlassung älterer Mitarbeiter.
- Wirtschaftlicher Druck: In schwierigen wirtschaftlichen Zeiten müssen Unternehmen Kosten senken; die Entlassung von Hochschulabsolventen spart schnell Geld und zeigt sofortige Effekte in den Finanzberichten.
- Ausnutzung von Regelungslücken: Einige Unternehmen rekrutieren Hochschulabsolventen, um staatliche Subventionen (z. B. Sozialversicherungszuschüsse, Steuerrückzahlungen) zu erhalten, und kündigen die Verträge, wenn diese nicht mehr benötigt werden.
- Gegenmaßnahmen gegen Kündigungen durch Studenten: Auch Studenten brechen manchmal Verträge (z. B. wenn sie bessere Angebote erhalten); um Risiken zu vermeiden, geben Unternehmen mehrere Angebote aus und entlassen später die überzähligen Mitarbeiter.
Da es für Studenten schwierig ist, ihre Rechte durchzusetzen, fühlen sich Unternehmen sicher.
Wie schwierig ist es für Hochschulabsolventen, ihre Rechte durchzusetzen?
Die Durchsetzung von Rechten ist äußerst schwierig:
- Lange Verfahrensdauer und geringe Entschädigungen: Arbeitsgerichtsverfahren dauern 3–6 Monate; Hochschulabsolventen haben nur einen kurzen Arbeitszeitraum und erhalten höchstens eine halbe Monatsentschädigung, was nicht einmal die Miete oder die Kosten für die Jobsuche deckt.
- Unumkehrbarer Verlust des Status: Wenn Hochschulabsolventen die Sozialversicherung abonniert haben, verlieren sie ihren Status; sie können weder über Hochschulabsolventen noch über Erfahrungen aus regulären Stellenangeboten verfügen.
- Machtunterschied gegenüber Unternehmen: Die meisten Studenten haben keine Erfahrung und können sich gegen die HR-Abteilungen großer Unternehmen nicht durchsetzen.
Der Fall Xingyu Co., Ltd. bietet jedoch eine neue Möglichkeit: Es kann hilfreich sein, die „Schwachstellen“ des Unternehmens zu finden. Zum Beispiel können Studenten Beschwerden an die Kunden des Unternehmens (z. B. BMW, Mercedes) senden (da Xingyu ein Zulieferer ist und die Kunden eine Beeinträchtigung ihrer Marke fürchten) oder sich an die Börse wenden (da Xingyu sich im Börsengang befindet und eine Verstöße gegen die Vorschriften befürchten könnte). Diese Methoden sind schneller als Gerichtsverfahren und führen oft zu Kompromissen seitens der Unternehmen (Xingyu zahlte später eine Lebensunterhaltungsentschädigung von 15.000 Yuan).
Ungleiches Kräfteverhältnis zwischen Studenten und Unternehmen
Am ungerechtesten ist, dass Unternehmen bei einer Vertragsbrechung nur geringe Konsequenzen tragen müssen, während Studenten große Verluste ertragen:
- Unternehmen: Sie zahlen höchstens einige Tausend bis zehntausend Yuan an Strafen – für große Unternehmen ist das eine geringe Summe.
- Studenten: Sie verlieren die beste Zeit für die Jobsuche, andere Jobangebote sowie Miete und Zeitkosten. Noch schlimmer ist, dass sie ihren Status als Hochschulabsolventen verlieren und ihre berufliche Laufbahn dadurch beeinträchtigt werden kann.
Zhou Shulins Worte sind sehr treffend: „Wenn ein Unternehmen einen Vertrag bricht, zahlt es nur Geld; wir verlieren alle unsere Chancen.“
Eine grausame Lektion: Versprechen sind manchmal nicht zuverlässig
Für frisch Graduierte ist dies die erste Lektion über die Realität des Arbeitsmarktes:
- Auch wenn ein Dreiparteienerlass (Schule, Student, Unternehmen) unterzeichnet wurde, kann das Unternehmen den Vertrag brechen.
- Man sollte nicht nur nach dem Gehalt entscheiden, sondern auch auf die Integrität und Stabilität des Unternehmens achten (z. B. Zhou Shulin wählte ein Unternehmen mit hohem Gehalt, aber schlechter Reputation und wurde dadurch betrogen).
- Bei Problemen sollte man nicht alleine vorgehen, sondern versuchen, die Kunden oder die zuständigen Behörden (z. B. die Börse) zu kontaktieren – das ist oft effektiver.
Dieser Vorfall zeigt auch, dass der Arbeitsmarkt gerechtere Regeln benötigt, um die Rechte von Hochschulabsolventen zu schützen. Andernfalls werden immer mehr Studenten auf ihrem Weg in die Arbeitswelt auf Fallstricke stoßen.
Dieser Bericht ist kein Einzelfall, sondern spiegelt die aktuellen Schwierigkeiten von Hochschulabsolventen wider: Unternehmen haben mehr Einfluss, Studenten sind in einer schwachen Position und benötigen mehr Schutz und Unterstützung. Es wäre wünschenswert, wenn es zukünftig bessere Regelungen gäbe, damit Hochschulabsolventen nicht immer wieder unangemessen behandelt werden müssen.