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6G ist noch nicht da – schon geht es mit dem Kampf gegen Wi-Fi los

原文:6G还没来,先和Wi-Fi打起来了

Kurzübersicht der Kerninhalte in verständlicher Sprache

Die technischen Standards für 6G sind noch nicht endgültig festgelegt, doch die Länder weltweit kämpfen bereits um einen „unsichtbaren ‚Funkfrequenzkanal‘: Es handelt sich um insgesamt 700 MHz des Frequenzbereichs in der Nähe von 6 GHz, der in der Branche als „goldener Mittelfrequenzbereich“ bezeichnet wird. Dieser Ressourcengürtel ist besonders vorteilhaft, da er genau den Bedarf erfüllt, um Wi-Fi7 mit voller Geschwindigkeit zu betreiben und in Zukunft kostengünstig ein landesweites 6G-Netz aufzubauen. Die zusammengeführten Bandbreitenanforderungen beider Technologien belaufen sich auf insgesamt 720 MHz – das reicht jedoch nicht aus, um beide Technologien gleichzeitig voll auszuschöpfen. Daher muss entschieden werden, wem der Vorrang eingeräumt wird und wem der Weg geebnet werden muss.

Die von den verschiedenen Ländern gewählten Ansätze unterscheiden sich deutlich: Die USA haben den gesamten Frequenzbereich für Wi-Fi freigegeben, während Länder wie China und Brasilien ihn für zukünftige Mobilfunkstationen zurückbehalten haben. Großbritannien hat einen Kompromissweg gewählt, der auf einer teilweisen gemeinsamen Nutzung basiert. Obwohl es sich um die Verteilung unsichtbarer Funkwellen handelt, entscheidet dies letztendlich darüber, wohin die Milliarden für die digitale Infrastruktur der nächsten zehn Jahre fließen und in welchen Industrien die Gewinne anfallen. Letztlich geht es um die Dominanz bei den globalen Kommunikationsregeln der nächsten Generation.

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Detaillierte Analyse

1. Was ist dieser „goldene Frequenzbereich“ eigentlich?

Man kann die Frequenzen aller Funksignale als verschiedene „Straßen“ verstehen:

  • Niedrige Frequenzen bieten weniger, aber breite „Fahrspuren“, die über große Entfernungen hinweg funktionieren und starke Durchdringungsfähigkeit haben. Eine einzige Basisstation kann einen großen Teil einer Stadt abdecken, jedoch sind es schwierig, besonders breite, kontinuierliche „Fahrspuren“ zu schaffen, wodurch hohe Netzgeschwindigkeiten nicht erreicht werden können.
  • Hohe Frequenzen ermöglichen breite „Fahrspuren“ und theoretisch hohe Netzgeschwindigkeiten, doch die Signalstärke nimmt bereits nach wenigen Metern ab. Um eine ausreichende Abdeckung zu gewährleisten, müssten sehr viele Basisstationen errichtet werden – was die Kosten extrem erhöhen würde.

Der Frequenzbereich von 6 GHz liegt genau in der perfekten Mitte: Er bietet genügend Platz für breite „Fahrspuren“, um Wi-Fi7 mit einer Bandbreite von 320 MHz zu unterstützen und die Netzgeschwindigkeit zu verdoppeln, ohne dass die Abdeckung schlecht ist. Mit der aktuellen Antennentechnologie können bestehende 5G-Basisstationen genutzt werden, um ein landesweites 6G-Netz aufzubauen, ohne zusätzliche Investitionen.

2. Priorität für Router oder Basisstationen?

Viele glauben, dass eine Priorität für Wi-Fi zu höheren Netzgeschwindigkeiten zu Hause führt und eine Priorität für Basisstationen zu schnelleren Datenübertragungen mit dem Handy führt. Tatsächlich ist der Unterschied jedoch im gesamten Infrastrukturaufbau:

  • Wenn Wi-Fi priorisiert wird, übernehmen Privatpersonen und Unternehmen die Kosten für die Installation von Routern und WLAN-Systemen. Die Gelder fließen in Hersteller von WLAN-Chips, Konsumelektronik und Cloud-Diensten. Neue Handys können sofort mit schnellerem Wi-Fi genutzt werden.
  • Wenn Basisstationen priorisiert werden, übernehmen die Telekommunikationsanbieter die Kosten für den Aufbau eines landesweiten Netzwerks. Die Gelder fließen in die Industrien, die für den Bau von Basisstationen, Antennen und Kommunikationsinfrastruktur benötigt werden.

3. Die verschiedenen weltweiten Ansätze

Die Entscheidungen der Länder basieren auf ihren eigenen Vorteilen:

  • Die USA geben den gesamten Frequenzbereich für Wi-Fi frei, da dort Unternehmen wie Apple, Google, Amazon und Broadcom dominieren. Diese können die neuen 6G-Technologien sofort in ihre Produkte integrieren und profitieren massiv. Der Nachteil ist, dass sie später möglicherweise nicht in der Lage sein werden, diesen Frequenzbereich für 6G zurückzugewinnen.
  • Großbritannien hat einen Kompromissweg gewählt, um keine Konflikte mit europäischen und amerikanischen Akteuren zu verursachen.
  • Brasilien hat seine Priorität auf Mobilfunk gelegt, da es ohne eigene 6G-Infrastruktur auf amerikanische Technologien angewiesen wäre.

4. Chinas klare Priorität für Mobilfunk

China legt großen Wert auf die Entwicklung des Mobilfunknetzes. Der Hauptgrund für die Freigabe des Frequenzbereichs für 6G ist nicht die Verbesserung der Videoabrufgeschwindigkeiten mit dem Handy. Vielmehr geht es darum, eine landesweite, hochverfügbare und zuverlässige Kommunikationsinfrastruktur aufzubauen, die die Industrie der nächsten Generation unterstützt. Damit möchte China die Kontrolle über die globalen Kommunikationsregeln der nächsten Generation übernehmen.

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Insgesamt geht es bei dieser Auseinandersetzung nicht nur um die Geschwindigkeit der Datenübertragung, sondern auch um die Verteilung der Ressourcen und die Ausrichtung der Industrien. Die Entscheidungen der Länder spiegeln ihre eigenen wirtschaftlichen und strategischen Interessen wider.