Kerninhaltszusammenfassung in verständlicher Sprache
Das seit 20 Jahren kursierende Sprichwort „Investitionen kommen nicht über die Shanhaiguan-Passage“ bezieht sich auf die Tatsache, dass marktorientierte Risikokapitalgesellschaften in der Vergangenheit nicht in die Region Nordostchina investieren wollten. Dadurch entstand ein Teufelskreis: „Kein Kapital – die Unternehmen konnten nicht wachsen – noch weniger Kapital“. Nordostchina galt somit als „Kapitalwüste“. In den letzten 3–4 Jahren sind jedoch lokale staatliche Risikokapitalgesellschaften aus Nordostchina aktiv geworden und haben mit großer Geduld (bis zu 20 Jahren) in hochinnovative Technologieunternehmen investiert, insbesondere in die Bereiche der Harttechnologie. Dadurch konnten bereits mehrere Unternehmen an die Börse gebracht werden und führende Unternehmen in der Branche entstehen, was die Situation etwas verbessert hat. Allerdings übernehmen nach wie vor hauptsächlich staatliche Kapitalquellen die Initiative; marktorientiertes Privatkapital ist noch nicht in großem Umfang eingetreten. Um den Etikett „Kapitalwüste“ endgültig abzulegen, fehlt noch der letzte entscheidende Schritt.
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Detaillierte Analyse
Warum hat sich das Sprichwort „Investitionen kommen nicht über die Shanhaiguan-Passage“ so lange gehalten?
Es liegt nicht daran, dass es in Nordostchina keine guten Projekte gäbe – es handelt sich vielmehr um ein ökologisches Problem. Eine etablierte Investitionsgesellschaft investierte in Nordostchina in 10 Projekte; 7 davon verlusteten alles, während das einzige Projekt aus Jilin (im Bereich optoelektronischer Materialien) 600 Millionen einbrachte – eine extrem hohe Volatilität, die marktorientierte Unternehmen abschreckte.
Das Überlebensprinzip marktorientierter VC-Gesellschaften lautet „schnell investieren, schnell wieder ausziehen“: Sie wollen ihre Investitionen innerhalb von 3–5 Jahren mit Zinsen zurückholen und sofort in ein neues Projekt investieren. In Nordostchina fehlte jedoch die entsprechende Infrastruktur: Wenn eine auswärtige Gesellschaft in ein gutes Unternehmen investierte, waren keine weiteren Investoren bereit, die nächste Finanzierungsrunde zu übernehmen. Die Unternehmen konnten keine Kapitalerhöhungen tätigen, ihre Marktpositionen nicht stärken oder an die Börse gehen – das investierte Geld blieb somit verloren. Dadurch entwickelte sich ein Teufelskreis, in dem niemand bereit war, die Risiken zu tragen.
Warum konnten gerade staatliche Kapitalquellen aus Nordostchina diese Situation durchbrechen?
Staatliche Kapitalquellen hatten andere Ziele: Sie wollten die lokalen Industrien fördern, nicht schnell Geld verdienen. Ihre Fonds können bis zu 20 Jahre lang bestehen und zielen darauf ab, die in lokalen Forschungseinrichtungen entwickelten Technologien in praktische Produkte umzusetzen. Sie kennen die lokalen Experten und wissen genau, welche Projekte vielversprechend sind. Zudem gibt es in den drei Provinzen Nordostchinas keine Konkurrenz, sodass sie sich auf ihre jeweiligen Stärken konzentrieren können – ohne Ressourcenverschwendung.
Welche konkreten Erfolge wurden bereits erzielt?
Die Investitionen aus Nordostchina haben tatsächlich positive Ergebnisse gebracht:
- Die Effizienz der Kapitalnutzung hat sich deutlich verbessert: Jilins Changxing-Fonds haben mit 30 Milliarden Yuan 200 Milliarden Yuan an externem Kapital mobilisiert und damit Investitionen in Höhe von mehreren Billionen Yuan ausgelöst.
- Es wurden zahlreiche hochwertige Technologieunternehmen gegründet, darunter der Marktführer in Halbleiterausrüstung (TuoJing Technology), das Unternehmen FuChuang Precision sowie die erste nordostchinesische Firma an der Science and Technology Innovation Board (STAR Market).
- Die Renditen auf einige Investitionen beliefen sich auf bis zu 208 Mal – deutlich besser als die Ergebnisse vieler südchinesischer VC-Gesellschaften.
Aber warum ist der Weg noch nicht vollständig geschafft?
Der „Teufelskreis“ wurde zwar teilweise durchbrochen, doch es fehlen noch wichtige Schritte:
- Noch immer übernehmen hauptsächlich staatliche Kapitalquellen die Initiative; marktorientiertes Privatkapital ist nicht in großem Umfang eingetreten.
- Es gibt weiterhin Probleme bei der Nachfolgefinanzierung der investierten Unternehmen.
- Es mangelt an Fachkräften, die sich mit Risikokapital und Unternehmensübernahmen auskennen.
- Die Unterstützung durch die Regierung sollte auf eine langfristige, unterstützende Rolle beschränkt werden, nicht auf dauerhafte Subventionen.
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Insgesamt hat sich die Situation in Nordostchina in den letzten Jahren verbessert – doch der Weg zur vollständigen Beseitigung der „Kapitalwüste“ ist noch lang.