虎嗅

45,3 Prozent europäischer Zölle zwingen die neue Energiebranche dazu, ihre Produkte weltweit stärker zu lokalisieren.

原文:45.3%的欧洲关税,倒逼新能源出海大踏步本土化

Kurzzusammenfassung der Kerninhalte in verständlicher Sprache

Dieser Artikel erklärt zwei zentrale Trends der chinesischen Neuwagenindustrie für das Jahr 2026 sehr klar: Einerseits ist der inländische Markt bereits in eine Phase intensiver Konkurrenz eingetreten, in der es darum geht, Kunden zu gewinnen. Das neu vorgestellte E-Range-SUV von Xiaomi wurde um 30.000 Yuan gegenüber dem Preisvoranschlag vor zwei Monaten gesenkt – dadurch wurde der Preisbereich der 200.000 bis 300.000 Yuan teuren Familien-E-SUVs von Unternehmen wie Li Auto und WM Motor unter Druck gesetzt. Die Branche kann nicht mehr einfach durch das Wachstum neuer Kunden profitieren. Der Ausbau des Marktes im Ausland ist von einer zusätzlichen Option zu einer notwendigen Überlebensbedingung für die Autohersteller geworden. Andererseits hat sich der Ansatz beim Export grundlegend verändert: Es geht nicht mehr nur darum, Autos nach Europa zu verschiffen und dort zu verkaufen. Unternehmen wie Zero Run nutzen leerstehende Produktionslinien in Europa, Xpeng verhandelt über den Kauf alter Verbrennungsmotorenfabriken von Volkswagen, und BYD investiert 4 Milliarden Euro in den Bau neuer Fabriken. Im Grunde genommen versuchen chinesische Autohersteller nicht mehr, nur als „Reisende Händler“ zu agieren, sondern wollen sich in Europa etablieren – sie stellen lokale Mitarbeiter ein, zahlen Steuern und schaffen Arbeitsplätze. Die Situation, in der ausländische Autohersteller vor vierzig Jahren in China Geld verdienten, hat sich nun völlig umgekehrt.

Detaillierte Analyse

1. Der inländische Automarkt ist in eine Phase intensiver Konkurrenz eingetreten: Xiaomi senkt die Preise – niemand kann mehr einfach profitieren

Viele dachten, der Preiskampf im Bereich der Elektroautos würde nach zwei Jahren enden, doch jetzt wird klar, dass er erst gerade seinen Höhepunkt erreicht hat. Das neue E-Range-SUV von Xiaomi bietet eine hohe Ausstattung zu einem deutlich niedrigeren Preis als die Konkurrenz – es geht dabei in Wirklichkeit darum, Kunden von Li Auto und WM Motor abzuwerben. Es gibt kaum noch Raum für Wachstum in der Branche. Im Jahr 2026 wird die Kaufsteuer für Elektroautos von der vollen Befreiung auf die Hälfte reduziert; die Verkäufe von preisgünstigen Fahrzeugen unter 80.000 Yuan werden dadurch stark sinken. Von den einst mehr als 80 Autoherstellern sind nur noch 42 tätig. Die gesamten Lagerbestände belaufen sich auf 3,57 Millionen Fahrzeuge, die nicht verkauft wurden. Der inländische Markt ist somit sehr begrenzt: Wenn eine Firma ein weiteres Auto verkauft, verkauft eine andere weniger. Selbst Xiaomi, das besonders gut darin ist, Kunden anzuziehen, muss nun direkt in den Wettbewerb eintreten – die Chancen, im Inland zu gewinnen, sind fast aufgebraucht. Alle Autohersteller müssen daher nach neuen Wegen suchen.

2. Die Zölle der EU sind kein unüberwindbares Hindernis, sondern ein Instrument in den Händen der EU

Viele berichten, dass die chinesische Automobilexporte in die EU stark zugenommen haben (mehr als 5 Millionen Fahrzeuge im ersten Halbjahr 2026, mit einem Ziel von 10 Millionen für das ganze Jahr). Doch der Weg, einfach Autos nach Europa zu verschiffen und dort zu verkaufen, ist fast zu Ende. Die EU erhebt hohe Anti-Subventionszölle – für ein Auto im Wert von 200.000 Yuan fallen beispielsweise zunächst 90.000 Yuan an Steuern an, was einen Preiswettbewerb mit lokalen Herstellern unmöglich macht. Die EU hat zwar sogenannte „Preisverpflichtungen“ eingeführt, die die Zölle ersetzen sollen, doch diese stellen faktisch eine Kontrolle über Preise, Verkäufe und Investitionen dar. Wenn chinesische Autohersteller in Europa Autos verkaufen wollen, müssen sie bestimmte Bedingungen erfüllen (z. B. keine zu niedrigen Preise, Mengenbegrenzungen und Investitionen in Europa). Zudem können sie nur dann Subventionen erhalten, wenn die Fahrzeuge dort hergestellt und die Batterien in Europa produziert werden. Das bedeutet: Um in der EU Geld zu verdienen, müssen sie dort investieren und Vorteile schaffen.

3. Chinesische Autohersteller suchen unterschiedliche Wege, sich in Europa zu etablieren

Es gibt keine einheitlichen Vorgaben für den Markteintritt chinesischer Autohersteller in Europa. Jede Firma wählt einen eigenen Ansatz:

  • Zero Run nutzt leerstehende Produktionslinien von Stellantis, um schnell Autos mit chinesischer Marke herzustellen.
  • Xpeng kauft alte Verbrennungsmotorenfabriken von Volkswagen auf.
  • BYD investiert viel Geld in den Bau neuer Fabriken in Europa.

Diese Ansätze zeigen, dass chinesische Autohersteller nicht mehr nur als „Reisende Händler“ auftreten, sondern sich als lokale Unternehmen etablieren wollen.

4. Der Wettbewerb im Ausland dreht sich nicht mehr nur um niedrige Preise, sondern um die Gunst der Kunden

Viele glauben, dass der Ausbau im Ausland nur dazu dient, Zölle zu umgehen und Subventionen zu erhalten. Doch es ist komplizierter: Früher kamen ausländische Unternehmen nach China, um dort Autos zu verkaufen; heute müssen chinesische Autohersteller in Europa „für Europa“ arbeiten – sie müssen lokale Arbeitsplätze schaffen und Vorteile für die Einheimischen schaffen. Chinesische Marken haben ihren Anteil am europäischen Elektroautomarkt auf 15 % erhöht (von 2,1 % im Jahr 2021). Die Herausforderungen beim Markteintritt sind jedoch größer als erwartet: lokale Genehmigungsverfahren, strengere Umweltvorschriften und höhere Kosten für Zulieferteile. Doch das ist erst der Anfang des neuen Wettbewerbs: Im Inland geht es darum, wer noch weitere Preissenkungen durchsetzen kann; im Ausland geht es darum, zu einem wichtigen Akteur in der lokalen Wirtschaft zu werden.