虎嗅

Unter dem Doppelangriff der „Fallen“ ist das „Niedergang“ der USA nicht unbedingt gut für China.

原文:双重“陷阱”夹击之下,美国的“衰落”未必利好中国

---

Zusammenfassung der Analyse

Diese Analyse des Thinktanks „China Observation“ der China Daily erklärt die aktuelle Situation der USA anhand zweier in den letzten Jahren populär gewordener „Falle“-Theorien: Die „Thukydides-Falle“, die in der amerikanischen Strategiegemeinde seit langem diskutiert wird, setzt die chinesisch-amerikanischen Beziehungen in einen Nullsummenspiel-Kontext, in dem der etablierte Großmacht eine Konfrontation mit einer aufstrebenden Macht unweigerlich vorgeschrieben ist und die Konkurrenz gegen China als politisch korrekt angesehen wird. Die neu aufgetauchte „Gracchus-Falle“ weist darauf hin, dass die größte Krise der USA in ihrer inneren Politik liegt – in der Spaltung zwischen Arm und Reich sowie in der institutionellen Versagen der Regierung, wichtige Aufgaben zu erledigen. Die USA stecken derzeit in beiden Fallen fest: Eine harte Haltung gegenüber China verschärft die inneren Probleme, während ungelöste Konflikte Politiker dazu zwingen, die Schuld auf China zu schieben, was zu einem Teufelskreis führt, in dem es immer schlimmer wird. Der Artikel korrigiert außerdem eine weit verbreitete Fehlvorstellung: Eine chaotische USA sei nicht unbedingt vorteilhaft für China. China und die USA sind als die beiden größten Wirtschaftsmächte der Welt eng miteinander verbunden, und eine Instabilität in den USA würde sich weltweit auswirken. Ob die Welt stabil oder instabil bleibt, hängt nicht davon ab, wer gewinnt oder verliert, sondern davon, ob die USA es schaffen, ihre Konkurrenz gegen China unter Kontrolle zu halten und ihre inneren Probleme zu lösen.

---

Detaillierte Interpretation

1. Was bedeuten die beiden „Falle“-Theorien?

Viele Menschen kennen diese Begriffe, verstehen aber den Unterschied nicht. Der Kernunterschied zwischen den beiden Theorien ist einfach: Die „Thukydides-Falle“ schiebt die Schuld auf Außenstehende, während die „Gracchus-Falle“ die Ursachen in den inneren Strukturen der USA sieht:

  • Die „Thukydides-Falle“ leitet sich von den Persischen Kriegen im antiken Griechenland ab, bei denen der aufstrebende Athen und der etablierte Sparta gegeneinander kämpften und beide verloren. Amerikanische Wissenschaftler wie Allison interpretieren dies so, dass Chinas Aufstieg unweigerlich zu einem Konflikt mit den USA führen wird. Diese Logik ist in der amerikanischen Politik zur „politischen Korrektheit“ geworden; unabhängig davon, ob Demokraten oder Republikaner an der Macht sind, wird die Konkurrenz gegen China zur Hauptaufgabe der Außenpolitik. Die Konkurrenz zwischen China und den USA erstreckt sich heute auf Bereiche wie Chips, KI, Lieferketten und Exportkontrollen.
  • Die „Gracchus-Falle“ sieht hingegen die Ursachen der Probleme in der amerikanischen Innenpolitik: Die Aristokratie besitzt den Großteil des Landes, was die Armen in die Armut treibt. Die Brüder Gracchus wollten Reformen durchführen, um den Armen Land und soziale Leistungen zu geben, wurden aber von den Mächtigen ermordet. Dies führte zu politischen Unruhen und schließlich zum Zusammenbruch der Römischen Republik. Die Schlussfolgerung dieser Theorie ist ernüchternd: Keine große Macht ist jemals durch einen äußeren Feind zerstört worden, sondern immer durch innere Probleme.

2. Der Teufelskreis der USA

Die beiden Theorien bilden einen sich gegenseitig verstärkenden Kreislauf:

Die innenpolitischen Probleme der USA werden durch eine harte Haltung gegenüber China verschärft. Beide Parteien nutzen die Konkurrenz gegen China, um die Aufmerksamkeit von ihren eigenen Problemen abzulenken. Dies führt zu steigenden Preisen, einer Verschlechterung der Lebensbedingungen der Bürger und zu noch extremeren anti-chinesischen Rhetorik. Die Politiker versuchen, die Wut der Bürger auf China zu richten, um Wählerstimmen zu gewinnen – doch dies verschlimmert die inneren Konflikte weiter.

3. Die Folgen für China

Eine Instabilität in den USA hätte negative Auswirkungen auf China:

China ist mit den USA eng verbunden; ein Zusammenbruch der USA würde die globale Wirtschaft beeinträchtigen. Chinas Exporte und Investitionen in die USA würden sinken, und die Preise für importierte Waren würden steigen. Zudem würden chinesische Unternehmen in den USA in Schwierigkeiten geraten. Es handelt sich dabei jedoch nicht um einen „vorteilhaften“ Zustand für China.

4. Kein „vorherbestimmtes Schicksal“

Die USA müssen ihre inneren Probleme lösen:

Die „Thukydides-Falle“ und die „Gracchus-Falle“ dienen lediglich als Warnungen. Es gibt keine unvermeidlichen Konflikte zwischen China und den USA. Um die Probleme zu bewältigen, müssen die USA Dialoge aufrechterhalten und Krisenmanagementmechanismen entwickeln. Ob China oder die USA siegen wird, hängt davon ab, ob die USA ihre inneren Konflikte lösen können.

---

Insgesamt zeigt die Analyse, dass die aktuellen Probleme der USA keine direkten Auswirkungen auf China haben – sondern dass beide Länder gemeinsam daran arbeiten müssen, globale Stabilität zu gewährleisten.