Kurzzusammenfassung des Kerninhalts
Viele Menschen hatten das Gefühl, dass die Wirtschaft im ersten Halbjahr nicht besonders gut lief – sogar viele kleine Geschäfte hatten Schwierigkeiten. Doch die Halbjahresberichte von über 5500 börsennotierten Unternehmen in China zeigten ein beeindruckendes Ergebnis: Der Nettogewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr um 18,57%. Dies scheint im Widerspruch zur Entwicklung des BIP zu stehen, das zuerst stark anstieg und dann abnahm. Tatsächlich liegt der Grund in einer extremen strukturellen Differenzierung: Das Geld konzentriert sich fast ausschließlich auf einige führende Unternehmen in den Bereichen KI-Technologie, Rohstoffe und hochwertiger Exportprodukte. Traditionelle Branchen wie die Immobilienwirtschaft kämpfen weiterhin mit Schwierigkeiten. In den A-Aktien zeigt sich bereits ein Merkmal reifer Märkte wie in den USA und Südkorea – dort dominieren große Konzerne. Zudem stammt der Großteil des Gewinnzuwachses aus den Hauptgeschäften der Unternehmen und nicht aus reinen Papiergewinnen.
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Aufschlüsselung in fünf Dimensionen
1. Warum fühlen sich viele Menschen schlecht in ihren Geschäften, während die Gewinne der börsennotierten Unternehmen stark steigen?
Der Grund liegt in unterschiedlichen Statistikmethoden: Der oft genannte BIP-Wachstumsrate von 5% oder 4,3% bezieht sich auf den realen Wachstumsrate nach Abzug der Inflation. Wenn man beispielsweise 100 Tassen dieses Jahr verkauft und 4 mehr als im Vorjahr, bedeutet das zwar ein Wachstum von 4%, aber wenn die Preise für die Tassen steigen, erhöht sich der Gesamtbetrag (NominallBIP) um 5,3% – das ist der höchste Wert in den letzten fünf Jahren. Zudem sind die Auslieferpreise für Industrieprodukte gestiegen, was zu höheren Einnahmen führt, auch wenn die Menge nicht wesentlich zunimmt.
2. Welche Unterschiede gibt es zwischen den Geschäftserfahrungen der Menschen und den Gewinnen der börsennotierten Unternehmen?
Die meisten kleinen Unternehmen (z. B. Restaurantbesitzer oder Kleinverarbeiter) werden nicht in die Statistiken einbezogen, weshalb ihre Wahrnehmung der Wirtschaft anders ist als die der börsennotierten Unternehmen. Zudem stammen die Gewinne der börsennotierten Unternehmen nicht aus einem einmaligen Glücksfall (z. B. Verkauf von Immobilien oder staatlichen Subventionen), sondern aus ihren Hauptgeschäften.
3. Wie stark ist die Branchenunterschiedlichkeit?
In 31 Branchen steigen die Gewinne nur in 19; in den verbleibenden 12 Branchen sinken sie. Die drei am stärksten wachsenden Branchen sind die Elektronikindustrie, die Nichtbanken (Börsenmakler, Versicherungen) und die neue Energietechnologie. Die verbleibenden Branchen leiden unter sinkenden Gewinnen, insbesondere die Immobilienwirtschaft.
4. Wie ähnelt die A-Börse nun reifen ausländischen Märkten?
Die Gewinnkonzentration in den A-Aktien ist sehr hoch – etwa 7 der größten Technologieunternehmen in den USA erzielen 27% des Gesamtwerts des S&P 500. In Südkorea machen Samsung und SK Hynix 80% des Gesamtwerts des Aktienmarktes aus; in Taiwan macht TSMC 40% aus. In den A-Aktien verdienen die Top-10-Unternehmen mehr als die Hälfte des gesamten Nettogewinns. In vielen Branchen dominieren nur wenige Unternehmen.
5. Kann dieser hohe Gewinnzuwachs anhalten?
Der Gewinnzuwachs basiert auf langfristigen Trends wie der KI-Revolution und der globalen Handelsbelebung. Allerdings gibt es Bedenken: Die hohe Preise für Rohstoffe könnten sich ändern, und die Konzentration der Gewinne auf führende Unternehmen könnte zu Problemen führen. Zudem könnte die hohe Lagerhaltung in einigen Branchen zu Verlusten führen. Ob dieser Wachstum anhält, hängt von verschiedenen Faktoren ab.