虎嗅

Zinsen auf 10-jährige US-Staatsanleihen nähern sich 5%

原文:10年期美债收益率,逼近5%

Kurz zusammengefasst: Ein großes Risiko im globalen Finanzsektor

Kürzlich ist im globalen Finanzsektor ein großes Risiko aufgetaucht: Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen, die als „Anker für die Preisbildung globaler Vermögenswerte“ gelten, nähert sich dem Wert von 5 Prozent und erreicht damit einen historischen Höchststand seit 2023. Diese Steigerung wird durch hohe Ölpreise, Trumps Defizitpolitik sowie die ineffektiven Marktrettungsmaßnahmen des US-Finanzministeriums verursacht. Infolgedessen sind die Zinsen für 30-jährige US-Hypotheken auf über 7 Prozent gestiegen, die US-Aktien sind in Folge gefallen, und die Federal Reserve hat bereits beschlossen, Zinsen zu erhöhen – ohne auf die neuesten Inflationsdaten zu warten. Die Märkte befürchten, dass eine unkontrollierte Weiterentwicklung dieser Entwicklung zu einer Kettenreaktion im Finanzsystem oder sogar zum Zusammenbruch der US-Finanzwirtschaft führen könnte, wodurch die Kosten für Investitionen und Kredite weltweit ansteigen würden.

---

Detaillierte Erklärung

1. Warum alle Märkte auf die Rendite der US-Staatsanleihen achten?

Man kann die 10-jährigen US-Staatsanleihen einfach so verstehen: Man leiht dem US-Regierung 10 Jahre lang Geld, und das Regierungsgeld ist eine Garantie für Kapital und Zinsen – eine fast aussichtslose Verpflichtung. Diese Anleihen gelten als die sicherste „risikofreie Anlage“ der Welt. In den letzten Jahren lag die jährliche Rendite bei etwa 2–3 Prozent; jetzt steigt sie plötzlich auf fast 5 Prozent – das entspricht einer Steigerung von 2 Prozent auf 5 Prozent bei einer Festgeldanlage bei der Bank. Ist das nicht verlockend? Noch wichtiger ist, dass alle Kreditkosten in den USA – von Hypotheken über Autokredite und Studentenkredite bis hin zu Krediten von lokalen Regierungen für Infrastrukturprojekte – an dieser Rendite orientiert sind. Eine Erhöhung der Rendite bedeutet, dass die Kreditkosten für alle Bürger und Unternehmen steigen, was die Basis für die Preisbildung globaler Vermögenswerte beeinflusst.

2. Drei „Hintermänner“ der aktuellen Renditesteigerung

Die Steigerung der Renditen ist kein Zufall; drei Faktoren haben zusammenwirkt:

  • Hohe Ölpreise: Der Preis für Rohöl ist auf 107 US-Dollar pro Barrel gestiegen, was zu steigenden Kosten für Treibstoff, Transporte, chemische Industrien und sogar Lieferdienste führt. Die Inflation ist kaum zu kontrollieren, und die Menschen erwarten weitere Preissteigerungen, weshalb sie höhere Zinsen für Kredite an das US-Regierung fordern.
  • Trumps Defizitpolitik: Trump kündigte an, jedem US-Bürger 5000 US-Dollar in bar auszuzahlen, falls die Republikaner die Kontrolle über das Kongresswesen übernehmen. Dadurch wird die Regierung weitere Milliarden an Schulden aufnehmen müssen, was die Kreditzinsen erhöht.
  • Ineffektive Marktrettungsmaßnahmen des Finanzministeriums: Das Finanzministerium versuchte, alte Staatsanleihen aufzukaufen, um die Renditen zu senken, aber die Menge der gekauften Anleihen war geringer als geplant – dies verstärkte die Renditesteigerung.

3. Konsequenzen der Renditesteigerung

  • Betroffene:
  • US-Bürger: Die Zinsen für 30-jährige Hypotheken haben bereits über 7 Prozent erreicht; beispielsweise erhöhen sich die Gesamtkosten für ein Hauskauf von 500.000 US-Dollar von 580.000 auf 700.000 US-Dollar. Junge Amerikaner können sich ohnehin kaum Häuser leisten, und viele können nicht einmal die Anzahlung zusammenbekommen.
  • Globalen Anleger: Die Renditesteigerung führt zu sinkenden Aktienkursen; viele Investoren entscheiden sich dafür, Staatsanleihen zu kaufen, da sie dort eine sichere Rendite von 5 Prozent erzielen können.
  • Unternehmen: Die Kosten für Kredite steigen, was insbesondere kleine und mittlere Unternehmen belastet, die ohnehin nur geringe Gewinne erzielen. Viele Unternehmen könnten insolvent werden und Arbeitsplätze verlieren.

4. Warum ist die aktuelle Situation anders als im Jahr 2023?

Im Oktober 2023 erreichte die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen ebenfalls 5 Prozent, aber die Märkte beruhigten sich schnell wieder. Dieses Mal ist die Situation jedoch anders:

  • Lange Dauer der Konflikte: Es wird erwartet, dass die Konflikte im Nahen Osten viele Jahre andauern, wodurch die Ölpreise nicht kurzfristig sinken werden. Die Inflation bleibt hoch, und die Federal Reserve plant nun Zinsen zu erhöhen.
  • Geringere Risikobewusstsein der Anleger: Im Jahr 2023 glaubten viele, dass die Renditen bei 5 Prozent ihren Höchststand erreicht hätten; heute fürchten viele, dass die Renditen weiter steigen könnten, was zu erheblichen Verlusten führen könnte.
  • Schwächere Position der US-Regierung: Die jährlichen Zinszahlungen der US-Regierung überschreiten bereits die Militärausgaben; eine weitere Erhöhung der Zinsen würde das Finanzdefizit weiter verschärfen und die Regierung in Schwierigkeiten bringen.

5. Die US-Regierung in einer Zwickmühle

Sowohl das Finanzministerium als auch die Federal Reserve befinden sich in einer schwierigen Lage:

  • Das Finanzministerium kann die Renditen nur senken, indem es mehr Staatsanleihen kauft – doch dies würde die Inflation weiter anheizen.
  • Eine Zinserhöhung der Federal Reserve würde die Kreditkosten für Hypotheken und Unternehmen erhöhen und könnte zu einem Finanzcrash führen.
  • Eine Zinssenmäßigung würde die Inflation weiter anheizen und zu Unzufriedenheit bei den Bürgern führen.

Insgesamt deutet alles darauf hin, dass die aktuelle Renditesteigerung keine kurzfristige Erscheinung ist. Sollte die Marke von 5 Prozent tatsächlich überschritten werden, könnten weitere schwerwiegende Folgen entstehen.