第一财经

Wie können „Standards“ und „intelligente Fertigung“ sich gegenseitig unterstützen? Shanghai erkundet neue Wege für eine hochwertige Entwicklung der Bauindustrie durch eine Doppelantriebsstrategie

原文:“标准”与“智造”如何双向奔赴?上海探索建筑业高质量发展双轮驱动新路径

Der Wandel in der Bauindustrie: Wenn „intelligente Baustellen“ auf „alte Regeln“ treffen – Was wurde in diesem Shanghai-Salon wirklich besprochen?

Hallo zusammen, ich bin euer Finanzjournalist. Heute sprechen wir nicht über Kursanstiege und -fälle an der Börse oder Schwankungen der Immobilienpreise, sondern über ein entscheidendes Thema, das unsere Zukunft beeinflussen wird – den Kampf zwischen der „Intelligenzrevolution“ in der Bauindustrie und dem Rückstand der geltenden Standards.

Am 10. September fand in einer von einem alten Maschinenbauwerk umgebauten Inkubationsstätte von Shanghai Construction Engineering ein akademischer Salon mit dem Titel „Standards führen – Intelligente Bauweise stärken“ statt. Obwohl der Name sehr wissenschaftlich klingt, geht es in Wirklichkeit um ein dringendes Problem: Die Technologie entwickelt sich viel zu schnell, während die Regeln nicht mithalten.

Kurz gesagt: Die Baustellen der heutigen Zeit durchlaufen eine tiefgreifende Transformation von der manuellen Arbeit (z. B. Maurerei) hin zur Nutzung von Daten. Roboter, die Wände mauern, AI-basierte Designs und 3D-Druckverfahren werden zur Realität. Das Problem ist jedoch, dass die geltenden Branchenstandards und -vorschriften noch auf traditionellen Arbeitsweisen und statischen Sicherheitsvorstellungen basieren. Das ist wie wenn Autos bereits fahrerlos fahren könnten, aber die Verkehrsregeln das noch nicht zulassen – das führt zu Gefahren und ineffizientem Betrieb.

Heute werde ich dieses hochkarätige Gespräch in verständlicher Sprache in fünf Punkte unterteilen und erklären, worum es dabei geht und welche Auswirkungen es auf unser Leben hat.

---

Kernproblem: Technologie rast voran – Standards hinken hinterher

Zunächst müssen wir klarstellen, welches Hauptproblem dieser Salon lösen will:

Früher basierte die Bauindustrie auf der „Ressourcenintensiven“ Herangehensweise – also auf der Nutzung von Menschen, Materialien und Kapital. Heute dreht sie sich um die „innovative“ Entwicklung, die auf Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und Robotern basiert.

Aktuelle Situation:

  • Technologie (schnell): Bauroboter, BIM (Building Information Modeling) und große AI-Modelle werden bereits flächendeckend eingesetzt. Shanghai Construction Engineering nutzt beispielsweise Roboter zum Putzen und zur Prüfung von Bauteilen sowie 3D-Druckverfahren für den Bau von Gebäuden. Die Technologie löst die Frage, ob etwas überhaupt möglich ist – die Antwort ist eindeutig ja, und die Ergebnisse sind beeindruckend.
  • Standards (langsam): Die aktuellen Standards regeln, wie etwas richtig, sicher und verallgemeinert werden kann. Sie basieren jedoch noch auf traditionellen Arbeitsweisen. Sind diese Standards noch geeignet, wenn Roboter eingesetzt werden? Reichen die herkömmlichen Baupläne aus, wenn Daten ein wichtiger Bestandteil des Bauprozesses sind?

Einfache Erklärung: Stellen Sie sich vor, ein Smartphone wurde gerade entwickelt, die Apps funktionieren schnell, aber das Betriebssystem (die Standards) ist noch nicht angepasst – viele Funktionen sind nicht verfügbar oder laufen langsam. Die Bauindustrie befindet sich in einer Phase des System-Upgrades. Wenn die Standards nicht aktualisiert werden, bleibt die intelligente Bauweise nur ein „Bonsai“ und kann nicht in der gesamten Branche verbreitet werden.

Der Titel des Salons, „Doppelantrieb“, bedeutet daher: Technologie ist der Motor, Standards sind das Lenkrad und die Bremsen. Nur wenn beide synchron sind, kann die Entwicklung schnell und sicher erfolgen.

---

Shanghai als Vorreiter: Von der Übergabe von Bauplänen zur Übergabe von Daten – Gebäude erhalten nun eine „digitale Identität“

Bei diesem Salon teilte Zhang Ming, stellvertretender Chefingenieur von Shanghai Construction Engineering, eine sehr anschauliche Veränderung mit: Die Art und Weise, wie Gebäude übergeben werden, hat sich geändert.

Früher erhielten die Eigentümer oder Verwaltungen nach Fertigstellung der Gebäude eine Menge dicker Papierunterlagen. Um herauszufinden, wo sich eine bestimmte Vorrichtung befindet, musste man die Pläne durchsehen oder ältere Arbeiter fragen.

Heute bietet Shanghai Construction Engineering eine „digitale Übergabe“. Beim Bau des Shanghai Grand Opera House beispielsweise werden keine Papierunterlagen mehr übergeben, sondern ein „digitales Zwillingsgeschwister“ des Gebäudes.

Was bedeutet das?

1. Jeder Bauteil hat eine „Identität“: Jedes Gerät, jeder Balken, jeder Ziegel im Gebäude hat einen entsprechenden Datensatz in der digitalen Welt.

2. Von „zweidimensional“ zu „dreidimensional + Daten“: Früher wurden nur Flachpläne verwendet, heute werden dreidimensionale Darstellungen zusammen mit Daten bereitgestellt.

3. AI hilft bei der Datenbeschaffung: Statt sich auf menschliches Gedächtnis und Bücher zu verlassen, werden große Datenmodelle genutzt. Wenn man beispielsweise wissen möchte, wie die Klimaanlage im Ostflügel des dritten Stocks verläuft, liefert das System die entsprechenden Daten – sogar die Wartungshistorie.

Noch bemerkenswerter ist der Aspekt der Wartung: Die Bauindustrie kennt das Problem, dass Gebäude zwar fünf Jahre lang genutzt werden, aber siebenzig Jahre lang gewartet werden müssen. Früher wurde erst repariert, wenn etwas kaputtging; heute wird auf Grundlage von Daten vorausgesagt, wann Reparaturen erforderlich sind. Shanghais System wurde bereits in 63 Gebäuden mit einer Gesamtfläche von 3,2 Millionen Quadratmetern eingesetzt.

Einfache Erklärung: Das bedeutet, dass Gebäude nicht nur physisch existieren, sondern auch eine „digitale Kopie“ haben, die ihre Zustandskontrolle übernimmt. Für die Eigentümer bedeutet das bessere und komfortablere Wohnen; für Stadtführer bedeutet es, dass städtische Infrastruktur nachvollziehbar und analysierbar ist.

---

Lösungsansätze: Standards sollen nicht mehr „nachträglich“ erstellt werden, sondern „vorab“ als Orientierung dienen

Da die Standards zurückliegen, wurden im Roundtable verschiedene konkrete Lösungsansätze vorgeschlagen:

1. Beseitigung von „Dateninseln“: Yu Hongxia von der Shanghai Municipal Housing and Urban-Rural Development Commission wies darauf hin, dass früher Design, Produktion und Bau unabhängig voneinander arbeiteten und die Daten nicht zusammenfließen konnten. Durch standardisierte Dateninterfaces werden die Entwurfsdaten direkt an die Produktionslinien der Fabriken übertragen, was zu extrem geringen Fehlern führt. Das bedeutet, dass die Produktion direkt in der Fabrik stattfindet – mit höherer Effizienz und Qualität.

2. Vorsorge gegen „Überschreitungen der Standards: Meng Yuanlong vom Shanghai Municipal Engineering Design and Research Institute stellte das Problem, dass die aktuellen Standards oft von „Normalbedingungen“ ausgehen. Wenn beispielsweise eine Flut kommt, mag ein einzelnes Gebäude unbeschädigt bleiben, aber die Wasserversorgung und Straßen im ganzen Gebiet zusammenbrechen. Er schlug vor, dass Standards auf „Systeme, Erreichbarkeit und Katastrophenschutz“ ausgerichtet sein sollten. Beispielsweise sollten Standards vorschreiben, dass jedes Gebäude über Notstromanschlüsse, Sandsackdepots und Fluchtwege verfügen muss.

3. Lösung für die Probleme bei der Wiederverwendung guter Technologien: Chen Jiang von China Construction Eighth Engineering Division erklärte, dass das größte Hindernis nicht der Mangel an Technologie ist, sondern die Tatsache, dass für jedes Projekt ein individueller Plan erstellt werden muss. Dies erschwert die Wiederverwendung von Robotern in anderen Projekten. Er schlug die Einführung von vier Arten von Standards vor: Standards für Anwendungsszenarien, Design- und Bauprozesse, Gerätedaten sowie Bewertungs- und Prüfverfahren. Nur wenn diese Standards festgelegt sind, kann die Technologie wie Lego-Steine überall eingesetzt werden und in großem Maßstab verbreitet werden.

Einfache Erklärung: Frühere Standards waren wie „Nachrichten nach dem Ereignis“; sie analysierten erst die Ursachen von Problemen. Zukünftige Standards sollen wie „Navigationshilfen“ funktionieren, die den Robotern sagen, wie sie zu arbeiten haben, den Daten, wie sie fließen sollen, und den Gemeinden, wie sie Katastrophen verhindern können. Standards sollen keine Hemmnisse für Innovationen sein, sondern Wege schaffen, die es ermöglichen, Innovationen großflächig umzusetzen.

---

Neue Chancen: Chinesische Standards und Roboter gehen weltweit in den Markt

Ein oft übersehener, aber wirtschaftlich wichtiger Aspekt ist, dass die chinesische intelligente Bauweise weltweit angeboten wird:

Sun Daming, stellvertretender Direktor von China Construction Research Technology, erklärte, dass chinesische Bauroboter bereits in 13 Ländern eingesetzt werden. Früher wurden sie nur auf Ausstellungen präsentiert; heute werden chinesische Technologien, Roboter und Arbeiter zusammen mit den Projekten ins Ausland gebracht.

Warum jetzt?

1. Großer Bedarf im Ausland: Viele Länder leiden unter einem Mangel an Bauarbeitern und hohen Arbeitskosten und benötigen dringend automatisierte Lösungen.

2. Fehlende lokale Standards: Im Ausland gibt es noch keine ausgereiften Standards für Bauroboter.

3. Zeitfenster: Wer zuerst Standards setzt, hat die Kontrolle über die Entwicklung.

Einfache Erklärung: Das ist vergleichbar mit dem Ausbau des Hochgeschwindigkeitsverkehrs. Früher kauften wir Technologien, heute verkaufen wir sie – inklusive der entsprechenden Standards. Wenn chinesische Bauroboter in Ländern wie Singapur, Saudi-Arabien und Südkorea eingesetzt werden, folgen sie chinesischen Standards. Das bedeutet, dass China nicht nur Produkte, sondern auch Branchenregeln exportiert.

---

Zukunftsperspektiven: Von der „industriellen Rückständigkeitszone“ zur „Innovationsbühne“ – Die Veränderungen sind bereits in unserer Nähe

Zum Schluss blicken wir auf den Ort des Salons: die Shanghai Construction Engineering Intelligent Construction Industry Incubation Base.

Diese Stätte ist ein Symbol für den Wandel der Bauindustrie – sie entstand aus einem alten Maschinenbauwerk. Sie steht für den Übergang von einer „industriellen Rückständigkeitszone“ zu einer „Innovationsbühne“.

Was gibt es dort?

  • Mehr als 40 intelligente Geräte: Roboter für das Mauern, Laser-Flachausgleichsgeräte, intelligente Bewässerungsgeräte – all diese Geräte werden bereits in wichtigen Projekten in Shanghai eingesetzt.
  • Wissenschaft, Industrie und Forschung: Hier treffen sich Unternehmen wie Xipai埃, Fangshi Technology und Yunshen Chu Technology, um gemeinsam zu entwickeln, zu testen und zu trainieren.
  • Reale Beispiele: Beim Bau des neuen Flughafens Pudong wurden fast 900.000 Quadratmeter Boden mit intelligenten Geräten bearbeitet; die Genauigkeit lag bei nur wenigen Millimetern. Bei der Errichtung des Hard X-Ray Free-Electron Laser-Systems erreichte die Prüfgenauigkeit 0,04 Millimeter.

Was bedeutet das für uns?

1. Bessere Wohnqualität: Shanghai wird neue Wohnstandards veröffentlichen, die auf Sicherheit, Umweltfreundlichkeit und Technologie basieren. Zukünftige „gute“ Häuser sind nicht nur komfortabel, sondern auch sicher, energieeffizient und intelligent.

2. Verbesserung alter Gebäude: Für ältere Wohnviertel werden spezielle Richtlinien entwickelt, um Kosten zu senken und es möglich zu machen, alte Gebäude zu sanieren.

3 Stärkere Städte: Durch Standards für widerstandsfähige Städte werden Gemeinden besser auf extreme Wetterbedingungen vorbereitet sein.

---

Fazit

Dieser Salon war nicht nur eine akademische Diskussion, sondern ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg der chinesischen Bauindustrie von einer arbeitsintensiven zur technologieintensiven Branche:

  • Für die Branche: Standards sind keine Hindernisse mehr, sondern Beschleuniger. Nur wenn sie mit der Technologie Schritt halten, kann die intelligente Bauweise tatsächlich verbreitet werden.
  • Für die Unternehmen: Wer die Kontrolle über die Standards hat, hat auch die Kontrolle über den zukünftigen Markt.
  • Für uns: Wir werden in intelligenteren, sichereren und umweltfreundlicheren Häusern leben und in stärkeren, effizienteren Städten leben.

Zusammenfassung: Technologie macht die Bauwesen „intelligent“; Standards sorgen dafür, dass diese Intelligenz zuverlässig ist. Nur die Kombination beider Elemente ist die wahre treibende Kraft für eine hochwertige Entwicklung der Bauindustrie.