虎嗅

„In den Weltraum, um Halbleiter herzustellen – Dieses Unternehmen hat bereits mit den Tests begonnen“

原文:上太空造半导体,这家公司已开始测试

Chips in den Weltraum – keine Science-Fiction, sondern eine Frage des Geldes und der Technologie

Hallo zusammen, ich bin euer Finanzjournalist. Heute sprechen wir über eine Nachricht, die wie aus einer Science-Fiction-Geschichte klingt, aber tatsächlich stattfindet: Man möchte Fabriken für die Herstellung von Chips in den Weltraum verlegen.

Vielleicht fragen Sie sich: Werden Chips nicht in staubfreien Räumen mit größter Sorgfalt hergestellt? Im Weltraum gibt es doch viel Strahlung, Vakuum und extreme Temperaturen – wie ist das möglich?

Keine Sorge, dahinter steckt eine sehr logische und nachvollziehbare Idee. Kurz gesagt: Anstatt auf der Erde viel Geld auszugeben, um ein Vakuum zu simulieren, kann man einfach an einen Ort gehen, an dem es bereits Vakuum gibt. Zudem kann die Schwerelosigkeit im Weltraum dazu führen, dass „Supermaterialien“ hergestellt werden, die um ein Vielfaches besser sind als solche, die auf der Erde hergestellt werden.

Im Folgenden zerlege ich diese Nachricht in fünf wesentliche Punkte und erkläre Ihnen in einfachen Worten, worum es geht, ob diese Idee glaubwürdig ist und wie die Zukunft aussehen könnte.

---

1. Die grundlegende Logik: Warum nicht gegen die physikalischen Gesetze ankämpfen, sondern an einen Ort gehen, an dem sie keine Rolle spielen?

Zuerst müssen wir verstehen, warum die aktuellen Chipfabriken so teuer, so groß und so komplex sind.

Das Hauptproblem ist der Staub. Selbst ein unsichtbarer Staubpartikel auf einem Chip kann das gesamte Chip unbrauchbar machen. Deshalb werden Milliarden von Dollar in „positiv belastete Reinräume“ investiert, in denen die Luft noch sauberer ist als in einem Operationssaal – und außerdem ein Überdruck aufrechterhalten wird, um schmutzige Luft von außen fernzuhalten. Das ist, als würde man in einem Sturm einen absolut dichten und staubfreien Palast bauen.

Die Idee von Besxar: Einen anderen Ort wählen. Der Weltraum ist schließlich eine natürliche „ultimative Reinraum“. Dort gibt es kein Vakuum, keine Luftströmungen und somit auch keinen Staub.

Die Gründerin Ashley Pipirizzen (ehemaliges OpenAI-Mitarbeiterin) sagt es ganz klar: „Warum gegen die physikalischen Gesetze auf der Erde ankämpfen?“ Wenn man auf der Erde viel Geld ausgeben muss, um eine „nahezu vakuumartige“ Umgebung zu schaffen, warum dann nicht einfach die natürliche Vakuumumgebung im Weltraum nutzen?

Das ist wie folgendes Beispiel: Wenn Sie im Wüstenland Wasser trinken wollen – würden Sie viel Geld in eine Anlage zur Meerwasserentsalzung investieren oder direkt am Fluss Wasser holen? Offensichtlich ist Letzteres einfacher und kostengünstiger.

---

2. Technologische Vorteile: Die Schwerelosigkeit ermöglicht perfekte Kristalle und erhöht die Effizienz um das Zehnfache bis Hundertfache

Neben der Sauberkeit bietet der Weltraum noch einen weiteren großen Vorteil: die Schwerelosigkeit.

Auf der Erde führt die Schwerkraft dazu, dass sich Flüssigkeiten bewegen (Wärmekonvektion), was zu Unreinheiten in den Kristallen führt. Im Weltraum hingegen können sich die Atome ruhig anordnen.

  • Was ist das Ergebnis? Die hergestellten Halbleiterkristalle haben eine perfektere Struktur und eine deutlich höhere Leitfähigkeit.
  • Zahlen belegen: Experten analysieren, dass einige Halbleitermaterialien im Weltraum eine bis zu 10- bis 100-fach höhere Leitfähigkeit aufweisen als solche, die auf der Erde hergestellt werden.

Das erklärt auch, warum Besxar und das Unternehmen Space Forge sich auf „Verbindungshalbleiter“ (wie Galliumarsenid, Aluminiumnitrid) konzentrieren – nicht auf herkömmliche Siliziumchips. Diese Materialien erfordern eine sehr hohe Reinheit und sind empfindlich gegenüber der Schwerkraft. Im Weltraum können sie ihre besten Eigenschaften voll ausschöpfen.

---

3. Fortschritte und Bestätigungen: Erster erfolgreicher Test – die Proben sind tatsächlich sauberer

Reden allein reicht nicht – hat das Unternehmen die Idee wirklich umgesetzt?

Ja, und das bereits erfolgreich.

  • Zeit: 5. Juli 2026 (Hinweis: Die Zeitangabe im Originaltext ist in der Zukunft; hier wird sie entsprechend der Logik des Artikels als kürzlich stattgefundener Test interpretiert.)
  • Verfahren: Mit einer Falcon 9-Rakete von SpaceX wurden zwei „Fabrikkapseln“ (Fabship) in den Weltraum gebracht.
  • Zweck: Es ging darum zu überprüfen, ob die Kapseln den Startschwingungen standhalten, die Chips vor Verunreinigungen geschützt werden und ob sie sich wirklich im Weltraumvakuum befinden können.

Das Ergebnis?

Sehr erfolgreich!

1. Die Kapseln blieben intakt: Keine Beschädigungen, keine Lecks.

2. Die Chips waren unbeschädigt: Keine Risse, keine Verformungen.

3. Wichtige Erkenntnis: Die zurückgebrachten Chips waren sauberer als die Kontrollproben auf der Erde – der Staubgehalt war der niedrigste.

Das beweist, dass die Idee funktioniert: Die Weltraumumgebung bietet tatsächlich bessere Herstellungsbedingungen. Zwar wurden nur Proben in den Weltraum gebracht, keine Chips hergestellt, aber die Grundlagen wurden geprüft.

---

4. Strategie und Geschäftsziele: Nicht mit TSMC konkurrieren, sondern auf „Leistungssteigernde Halbleiter“ spezialisieren

Der Gründer von Besxar ist klug – er weiß, dass es sinnlos wäre, mit Unternehmen wie TSMC oder Samsung um die Fortschrittlichkeit der Fotolithografiegeräte zu wetteifern. Ihre Strategie ist die **„Differenzierung“.

Ihre Roadmap:

1. Erste Phase (jetzt): Überprüfung der Kapseln und der Vakuumumgebung.

2. Zweite Phase (in den nächsten 1–2 Jahren): Erhitzen von Chips im Weltraum, Überprüfung der Wärmeverwaltung.

3. Dritte Phase: Absetzen von Materialien im Weltraum und tatsächliche Herstellung von Chips.

4. Endziel: Mit der Starship von SpaceX größere Fabrikkomponenten in den Weltraum bringen.

Wem verkaufen sie ihre Produkte?

Nicht an Hersteller von Handy-CPU, sondern an Datenzentren, Roboter und Elektroautos. Diese Branchen benötigen Leistungssteigernde Halbleiter für die Energieregulierung. Diese Chips sind besonders empfindlich gegenüber der Materialreinheit – genau das, wofür die Weltraumherstellung geeignet ist. Zudem sind diese Chips relativ klein und wertvoll, was die Rücktransporte auf die Erde erleichtert.

Finanzierung:

Bislang wurden fast 14 Millionen Dollar an Investitionen eingeworben; NVIDIA hat Frühunterstützung geleistet, und das US-Verteidigungsministerium hat Verträge abgeschlossen. Das zeigt, dass Kapital und Regierungen diese Entwicklung positiv sehen.

---

5. Reale Herausforderungen: Ausrüstung, Logistik und Strahlung – drei große Hindernisse

Obwohl die Aussichten vielversprechend sind, muss ich als Finanzjournalist auch einige Kritik äußern: Vom „Experiment“ zum „Gewinn“ gibt es noch einen großen Unterschied.

Herausforderung 1: Wie bringen wir die Ausrüstung in den Weltraum?

  • Probleme: Herkömmliche Fotolithografiegeräte wiegen mehrere Tonnen und benötigen Monate für die Einrichtung – wie bringen wir sie in eine Rakete?
  • Aktueller Stand: Es gibt noch keine speziell für den Weltraum entwickelten Halbleiterausrüstungen.
  • Lösung: Unternehmen wie Besxar konzentrieren sich auf Materialwachstum (z. B. Absetzen, Epitaxie) – solche Geräte können klein und energieeffizient sein und eignen sich daher besser für den Weltraum. Daher ist die Herstellung „vollständiger Chips“ im Weltraum kurzfristig unrealistisch; die Herstellung „hochreiner Materialien“ hingegen schon möglich.

Herausforderung 2: Die Logistik ist ein großes Problem

  • Hinauf: Wie bringen wir die Rohstoffe in den Weltraum? Mit Raketen – das ist sehr teuer.
  • Herunter: Wie bringen wir die fertigen Chips zurück?
  • Derzeit werden sie hauptsächlich mit Frachtflugzeugen transportiert (z. B. Dragon); jede Flugreise kann nur 3000 Kilogramm befördern, und der Transport ist unkontrollierbar.
  • Prognosen: Bis 2030 könnte der Markt für den Weltraumtransport 3,5 Milliarden Dollar erreichen – das ist ein großes Hindernis, aber auch eine große Chance.

Herausforderung 3: Wird die Strahlung die Chips beschädigen?

  • Sorgen: Die Strahlung im Weltraum ist stark – wird sie die Chips zerstören?
  • Fakten: Für die Herstellung von Chips hat die Strahlung keine so großen Auswirkungen.
  • Studien zeigen, dass 200-mm-Chips im niedrigen Orbit nur geringe Strahlungsschäden erleiden, die durch einfache „Entspannungsverfahren“ behoben werden können.
  • Experimente von Google haben gezeigt, dass AI-Chips auch nach fünf Jahren Strahlung noch funktionsfähig sind.
  • Fazit: Die Strahlung stellt für die lange Nutzung von Chips eine Bedrohung dar, nicht für den Herstellungsprozess. Die eigentlichen Herausforderungen liegen in der Wärmeverwaltung und der Logistik.

---

Fazit und Ausblick: Welche Zukunft erwartet uns?

Kurzfristig (3–5 Jahre):

Der realistischste Weg ist die Herstellung hochwertiger Materialien im Weltraum und deren Rücktransport zur Erde. Zum Beispiel können im Weltraum perfekte Aluminiumnitrid- und Galliumarsenid-Chips hergestellt und anschließend auf der Erde weiterverarbeitet werden. Dadurch können komplexe Ausrüstungsprobleme umgangen werden und die Vorteile der Weltraumumgebung genutzt werden.

Langfristig (mehr als 10 Jahre):

Die endgültige Zukunft könnte darin bestehen, direkt im Weltraum zu produzieren. Stellen Sie sich vor: Das Terafab-Projekt von Elon Musk könnte AI-Datenzentren im Weltraum errichten. Wenn Chips direkt im Weltraum hergestellt und dort zu Servern zusammengebaut werden, entfällt der Transport auf die Erde.

Fazit für die Allgemeinheit:

1. Keine Illusionen, aber auch keine Verachtung: Die Herstellung von Chips im Weltraum wird nicht morgen alltäglich sein – aber es handelt sich um eine reale und sich entwickelnde Industrietrend.

2. Achten Sie auf Nischen: In den nächsten Jahren sollten Sie Unternehmen im Bereich Verbindungshalbleitermaterialien, Weltraumlogistik und leichtgewichtige Herstellungsausrüstung im Auge behalten – diese sind vielversprechender als solche, die nur große Versprechen machen.

3. Kosten sind entscheidend: Erst wenn die Raketenstartkosten niedrig genug sind (z. B. mit der Reife der Starship), wird die Weltraumherstellung wirtschaftlich rentabel.

Zusammenfassung:

Die Idee, Chips im Weltraum herzustellen, ist logisch – die Herausforderungen liegen in der Anpassung der Ausrüstung und den Transportkosten. Kurzfristig wird der Weltraum zu einer „Superfabrik“ für hochwertige Materialien; langfristig könnte er zu einer wichtigen Komponente der Weltrauminfrastruktur werden. Es geht um einen langfristigen Wettbewerb zwischen physikalischen Gesetzen, technischen Grenzen und wirtschaftlichen Aspekten.