Automobilgiganten „rauben“ Batterien: Vom „Kaufen, Kaufen, Kaufen“ zum „Selbstherstellen“ – Was bedeutet diese große Umstrukturierung der Lieferketten?
Hallo zusammen, ich bin euer Finanzjournalist. Heute sprechen wir über einen Prozess des „Machtwechsels“, der sich still und leise in der Elektroautoindustrie abspielt, aber weitreichende Auswirkungen hat.
Wenn Sie in letzter Zeit auf den Markt für neue Elektrofahrzeuge geachtet haben, sind Ihnen vielleicht folgende Veränderung aufgefallen: Früher interessierte sich die Öffentlichkeit beim Kauf eines Autos nur dafür, ob das Fahrzeug Batterien von CATL verwendet. Heute tauchen Unternehmen wie Xiaomi und Li Auto häufig in den Nachrichten über Batteriehersteller auf – einige investieren, andere entwickeln gemeinsam, und manche wollen sogar die Produktionsdetails der Batterien selbst kontrollieren.
Was genau steckt dahinter? Handelt es sich um überflüssige Maßnahmen der Automobilhersteller – oder hat sich die Logik der Branche geändert? Wir erklären diese Entwicklung in fünf Punkten, damit Sie den Spielverlauf sofort verstehen können.
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1. Warum werden die Automobilhersteller plötzlich „ungehorsam“? – Das Ende der Dominanz einer einzigen Kraft
Grundlegende Logik: Sie wollen weder an einer einzigen Quelle abhängig sein noch von deren Bedingungen abhängig gemacht werden.
In den letzten Jahren gab es eine ungeschriebene Regel auf dem chinesischen Markt für Batterien: CATL war der unangefochte Marktführer. Laut Statistiken machte CATL in den ersten sieben Monaten dieses Jahres 45,37 Prozent des Marktanteils aus. Das bedeutet, dass fast jedes zweite in China hergestellte Elektroauto Batterien von CATL verwendet.
Stellen Sie sich vor, Sie gehen auf einen Markt und es gibt nur einen großen Lieferanten, der die besten Produkte anbietet. Als Käufer haben Sie zwar Geld, aber wenig Einfluss – schließlich hat CATL sowohl Preisvorteile als auch technologische Führerschaft, was die Automobilhersteller in Verhandlungen in eine untergeordnete Position bringt. Zudem führte CATL früher ein Programm namens „Lithiummineral-Rabatt“ durch, bei dem Hersteller versprachen, 80 Prozent ihrer Batterien von CATL zu kaufen, und dafür einen günstigeren Preis für die Lithiummineralkosten erhielten. Dies half zwar den Automobilherstellern, sparte Geld, führte aber auch zu einer „Blockade“ ihrer Einkaufsmöglichkeiten.
Mit dem Ablauf einiger dieser Verträge und weil die Automobilhersteller nicht mehr alles auf eine Karte setzen wollen, beginnen sie, weitere Lieferanten einzusetzen – beispielsweise Xiaomi, Li Auto, NIO und Tesla. Dies geschieht nicht nur, um mehr Wahlmöglichkeiten zu haben, sondern auch, um bei Verhandlungen mehr Verhandlungsmacht zu erlangen und die Grenzen ihrer Abhängigkeit von den führenden Batterieherstellern neu zu definieren.
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2. Vom „Kaufen von Fertigprodukten“ zum „Kontrollieren der Details“ – Was wollen die Automobilhersteller wirklich erreichen?
Grundlegende Logik: Die Batterie ist nicht mehr nur eine „schwarze Box“, sondern ein entscheidender Faktor im Gesamtdesign des Fahrzeugs.
Früher war die Beziehung zwischen Automobilherstellern und Batterieherstellern einfach: Die Hersteller produzierten die Batterien, die Automobilhersteller setzten sie ein und passten nur die Anschlüsse an. Heute hat sich das geändert. Huang Zhenyu, Vice President von Xiaomi Auto, sagte deutlich: „Wir wollen an allen Schritten des Prozesses mitwirken.“ Was bedeutet das?
- Früher: Die Batteriehersteller sagten: „Die Energiedichte der Batterie beträgt X, der Preis Y.“ Die Automobilhersteller antworteten: „Okay, ich kaufe sie für 1000 Yuan.“
- Jetzt: Die Automobilhersteller sagen: „Ich möchte diese Batterie – aber der negative Elektrodenstoff muss bestimmter sein, die Zellstruktur muss so aussehen, und sogar die Walztechnologie während der Produktion muss meinen Anforderungen entsprechen.“
Warum ist das so wichtig? Weil die Batterie direkt die Reichweite, die Ladegeschwindigkeit und die Sicherheit des Fahrzeugs bestimmt. Wenn die Automobilhersteller nur die Fertigprodukte auswählen, bleibt wenig Raum für Optimierungen. Durch die direkte Beteiligung an der Entwicklung von Materialien, Strukturen und Herstellungsprozessen können sie Batterie und Fahrzeug besser integrieren.
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3. Geldsparen und Versorgungssicherheit: Rationaler Entscheidungsprozess unter Druck
Grundlegende Logik: Zweitplatzierte Hersteller sind etwa 5 Prozent günstiger und bieten zudem mehr Flexibilität.**
Hinter diesen Bemühungen stecken sowohl technologische Ambitionen als auch praktische Überlegungen.
Erstens: Geld sparen. Zweitplatzierte Batteriehersteller wie Xinwangda und Zhongxin Innovation sind etwa 5 Prozent günstiger als CATL. Für ein Auto mit 100 kWh Batteriekapazität und einem Batteriepreis von 80.000 Yuan bedeutet das eine Ersparnis von 4.000 Yuan pro Fahrzeug. Bei einer Jahresproduktion von 10.000 Fahrzeugen sind das 40 Millionen Yuan an reinem Gewinn – eine beträchtliche Summe in der oft niedrig profitablen Automobilindustrie.
Zweitens: Versorgungssicherheit. Ende letzten Jahres gab es Engpässe bei der Batteriezufuhr, und viele Automobilhersteller mussten direkt bei den Herstellern nachfragen. Li Auto hatte beispielsweise Probleme mit der Lieferung von CATL-Batterien, was zu Verzögerungen bei der Auslieferung neuer Fahrzeuge führte. Durch die Einführung zusätzlicher Lieferanten wird die Versorgungssicherheit gestärkt.
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4. Beteiligung an Kapital: Vom „Käufer“ zum „Partner“
Grundlegende Logik: Mit finanziellen Mitteln wird Einfluss erlangt und das Risiko des eigenen Fabrikaufbaus reduziert.
Li Auto hat beispielsweise 2,65 Milliarden Yuan in Xinwangda investiert und ist damit der zweitgrößte Aktionär. Dies ist nicht nur eine Investition, sondern auch eine strategische Partnerschaft.
Ein eigenes Batteriewerk zu bauen wäre ein risikoreiches Unterfangen – es kostet Milliarden, und die Technologie entwickelt sich schnell. Wenn sich der Markt ändert, könnte das Werk zu einer Belastung werden. Der aktuelle Ansatz ist, dass Automobilhersteller Geld und Technologie beitragen und die Batteriehersteller die Fabriken, Arbeitskräfte und Herstellungserfahrung bereitstellen. Dadurch erhalten die Hersteller Sicherheit in der Lieferung und technologische Kontrolle, während die Automobilhersteller die Kosten senken können.
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5. Sorgen und Herausforderungen: Können Zweitplatzierte Hersteller mithalten?
Grundlegende Logik: Günstige Preise und Flexibilität sind Vorteile – aber die Qualität muss stimmen.**
Obwohl viele Automobilhersteller Zweitplatzierte Hersteller bevorzugen, bedeutet das nicht, dass CATL vollständig ersetzt wird oder dass Zweitplatzierte Hersteller einfach die Führung übernehmen können.
Das größte Problem ist die Qualitätssicherheit: CATL ist nicht nur technologisch führend, sondern produziert auch Batterien mit sehr hoher Qualität und einer hohen Ausfallrate. Andere Hersteller haben noch Nachholbedarf in diesen Bereichen. Es gab bereits Fälle, in denen Kunden wegen Qualitätsproblemen Beschwerden hatten. Daher ist es für Automobilhersteller wichtig, die Qualität der Zweitplatzierten Hersteller genau zu überwachen – beispielsweise durch die Einbindung eigener Qualitätskontrollteams.
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Fazit: Wie wird sich die zukünftige Struktur der Branche entwickeln?
Diese Veränderungen werden nicht dazu führen, dass CATL seine Dominanz vollständig verliert, aber der Markt wird vielfältiger und wettbewerbsintensiver.
1. CATL bleibt der König: Mit seinen hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung (22,1 Milliarden Yuan im letzten Jahr) und seiner Marktmacht bleibt CATL die bevorzugte Wahl für die meisten Automobilhersteller, insbesondere für hochwertige Modelle.
2. Aufstieg von Zweitplatzierten Herstellern: Hersteller wie Xinwangda und Zhongxin Innovation werden durch ihre günstigen Preise und guten Dienstleistungen Marktanteile im Mittel- und Niedrigsegment sowie für spezielle Fahrzeugtypen gewinnen.
3. Stärkere Position der Automobilhersteller: Sie werden nicht mehr nur passive Käufer sein, sondern durch eigene Entwicklungen, Investitionen und gemeinsame Entwicklungen die Technologie und die Lieferketten steuern.
Für die Verbraucher bedeutet das:
- Mehr Auswahl: In Zukunft wird es nicht nur die Optionen „CATL“ oder „nicht CATL“ geben, sondern eine Vielzahl von Marken.
- Möglicherweise bessere Preise: Durch den Wettbewerb könnten die Batteriekosten weiter sinken, was zu niedrigeren Fahrzeugpreisen führen.
- Qualitätskontrolle: Bei der Kaufentscheidung für Fahrzeuge mit Batterien von Zweitplatzierten Herstellern sollten Verbraucher auf die Qualitätskontrollmaßnahmen und After-Sales-Service der Automobilhersteller achten.
Insgesamt zeigt sich, dass der Wettbewerb in der Elektroautoindustrie sich vom „Wettbewerb um das Fahrzeug“ auf den „Wettbewerb um die Lieferkette“ verlagert. Wer die Kerntechnologien und die Versorgungssicherheit der Batterien kontrolliert, hat die Zukunft in der Hand. Die Automobilhersteller arbeiten daran, diese Kontrolle zu erlangen.