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„Der westliche blindwütige Glaube an den ‚Aufstieg Chinas‘ entspricht in Wirklichkeit einer ‚Verbreitung der Produktionskapazitäten‘ – oder man verpasst möglicherweise den Beginn einer neuen Wirtschaftszyklen“, so eine Analyse.

原文:西方盲信“中国崛起”等同于“产能扩散”,或错失新一轮经济周期的到来

Vom „Führnden Gänse“ zum „Schienenleger“: Die neue Logik des chinesischen Auslandsengagements verstehen

Hallo zusammen, ich bin euer Finanzbeobachter. Heute möchten wir über einen sehr tiefgründigen Artikel sprechen, der in der Zeitschrift „Kultur Zongheng“ erschienen ist und von He Pengyu und Song Lei verfasst wurde.

Die zentrale Aussage des Artikels ist sehr treffend: Chinesische Unternehmen durchlaufen beim Auslandengagement eine historische Veränderung ihrer Rolle.

Früher betrachteten wir das Auslandengagement japanischer Unternehmen als eine Formation von Gänsen, bei der das führende Gänse (Japan) die folgenden Gänse (die vier kleinen Asienländer, ASEAN usw.) anführte und alle entlang einer festen Route flogen. Doch mit dem Rückgang der Globalisierung und den technologischen Veränderungen funktioniert dieses „Gänseformation“-Muster nicht mehr.

Heute ähneln chinesische Unternehmen beim Auslandengagement eher einem „Schienenleger“. Sie müssen nicht nur selbst fahren, sondern gleichzeitig neue Schienen (neue Entwicklungspfade und Produktionsweisen) für Länder der Dritten Welt legen. Es geht nicht nur darum, Produkte zu verkaufen, sondern eine völlig neue, inklusivere und nachhaltigere Industrielle Logik zu exportieren.

Im Folgenden werde ich diesen langen Artikel in fünf Punkte zerlegen, damit Sie diese wirtschaftliche Veränderung vollständig verstehen können.

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Erstes: Die Wahrheit hinter den Daten – Wohin fließt das Geld?

Zunächst müssen wir uns die konkreten Daten ansehen, die die Grundlage aller Analysen sind.

Laut den Daten des Handelsministeriums aus Februar 2026 erreichte die chinesische ausländische Direktinvestition in Nicht-Finanzbereiche im Jahr 2025 145,66 Milliarden US-Dollar. Obwohl es nur zu einem Wachstum von 1,3 % kam (was auf eine Stabilisierung des Gesamtvolumens hindeutet und kein weiteres rücksichtsloses Ausdehnen zeigt), hat sich die Struktur stark verändert:

  • Die Investitionen in Afrika sind um 41 % gestiegen;
  • Die Investitionen in Länder, die am „Belt and Road“-Projekt teilnehmen, sind um 17,6 % gestiegen;
  • Die Neuabschlüsse und Umsätze bei ausländischen Aufträgen für Bauvorhaben (Brückenbau, Straßenbau, Fabrikenbau) haben Rekordwerte erreicht.

Gleichzeitig weist die UN-Konferenz für Handel und Entwicklung darauf hin, dass zwar das globale Auslandsgeld wieder zunimmt, aber der Großteil in entwickelte Länder oder wenige Hotspot-Regionen fließt, während die Zuflüsse in Entwicklungsländer nur langsam wachsen.

Einfache Erklärung:

Das bedeutet, dass chinesische Unternehmen ihr Geld nicht mehr nur auf den europäischen und amerikanischen Markt konzentrieren, sondern in großem Umfang in die Dritte Welt (Afrika, Südostasien, Lateinamerika usw.) investieren. Zudem geht es nicht nur darum, Waren zu verkaufen, sondern auch um den Bau von Infrastruktur und Fabriken. China wird damit zu einem wichtigen „Finanzierer“ und „Bauer“ im Industriisierungswachstum dieser Länder.

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Zweites: Rückblick auf das historische „Gänseformation“-Muster Japans

Um die aktuellen Veränderungen zu verstehen, müssen wir uns ansehen, wie Japan vorgegangen ist. Die Ökonomen Akamatsu and Kojima entwickelten das berühmte „Gänseformation“-Muster.

Stellen Sie sich die Formation der fliegenden Gänse vor:

1. Führendes Gänse (Japan): Japan entwickelte zunächst arbeitsintensive Industrien (z. B. Bekleidung, Spielzeugmontage). Als diese Industrien in Japan nicht mehr profitabel waren (wegen steigender Löhne), verlegte Japan die Fabriken in die vier kleinen Asienländer (Südkorea, Taiwan usw.).

2. Mittlere Gänse (die vier kleinen Asienländer): Diese übernahmen die arbeitsintensiven Industrien und begannen gleichzeitig, kapitalintensive Industrien zu entwickeln (z. B. Schiffbau, Automobilindustrie). Als auch sie entwickelt waren, übertrugen sie die niedrigeren Industrien weiter.

3. Letzte Gänse (ASEAN, frühes China): Schließlich übernahmen Länder der ASEAN und das frühe China die einfachsten Verarbeitungs- und Montageaufgaben.

Die Kernlogik dieses Musters war:

  • Industrielle Stufenübergang: Von arbeitsintensiv zu kapitalintensiv zu wissensintensiv, Schritt für Schritt.
  • handelsfreundliche Investitionen: Japan übertrug Industrien, die es nicht mehr beherrschte, sodass die Empfängerländer diese Produkte produzieren und anschließend an Japan verkaufen konnten – was zu einem positiven Kreislauf führte.

Einfache Erklärung:

Das war wie ein Staffellauf: Japan lief die erste Runde und übergab den Staffelstab an Südkorea, das ihn an China weitergab. Solange das führende Gänse nicht aufhörte zu fliegen, folgten die anderen Gänse. Dieses Muster war in den späten 20. Jahrhundert sehr erfolgreich und führte zu einem Wohlstand in der gesamten Region Ostasien.

Doch dieses Muster setzte zwei entscheidende Voraussetzungen voraus:

1. Das führende Gänse (Japan) konnte kontinuierlich innovieren und führend bleiben.

2. Die folgenden Gänse konnten nur folgen und konnten kaum eigene Wege entwickeln.

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Drittes: Die aktuellen Schwierigkeiten – Warum funktioniert die „Gänseformation“ nicht mehr?

Der Artikel zeigt, dass sich die Welt verändert hat und das ursprüngliche „Gänseformation“-Muster nicht mehr funktioniert. Warum?

1. Veränderungen im technologischen System: Früher gab es eine „vertikale Integration“ – ein Unternehmen übernahm die gesamte Wertschöpfungskette von Anfang bis Ende. Heute gibt es eine „Modularisierung“ und „Plattformisierung“; Forschung und Produktion sind getrennt, und die Zusammenarbeit ist viel flexibler. Japanische Unternehmen waren in der Lage, eine strenge, hierarchische Managementstruktur zu nutzen, reagierten aber zu langsam auf neue Technologien wie KI und Internetplattformen und verpassten dadurch Chancen.

2. Chinas „Sprungförmige“ Überholung: Im „Gänseformation“-Muster sollten die nachfolgenden Länder langsam aufholen. China hat dies jedoch anders gemacht: In Bereichen wie Elektroautos, 5G-Telekommunikation und Hochgeschwindigkeitszügen hat China die Technologie direkt übertroffen und sogar globale Standards gesetzt. China ist nicht mehr nur ein „letztes Gänse“, sondern zu einer neuen „Führungskraft“ geworden.

3. Rückgang der Globalisierung, westliche Abschottung: Früher war die Globalisierung im Aufschwung, und es gab freien Handel. Heute betreibt die USA Strategien wie die „Rückkehr der Industrie“ und die „Sicherheit der Wertschöpfungsketten“, und westliche Länder sind weniger offen für die Dritte Welt. Wenn Länder der Dritten Welt weiterhin den alten Weg der Westlichen verfolgen, könnten sie feststellen, dass dieser Weg blockiert ist.

Einfache Erklärung:

Früher war es so, als würde ein Lehrer die Schüler führen; die Schüler mussten einfach nachfolgen. Jetzt ist der Lehrer jedoch verloren gegangen (Japan ist stehen geblieben), und der Weg nach draußen (die Globalisierung) ist teilweise blockiert. Wenn die Schüler weiterhin nur nachahmen, sind sie verloren. Sie müssen selbst lernen zu fahren – und sogar eigene Wege zu bahnen.

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Viertes: Die neue Rolle Chinas als „Schienenleger“ – Was tun chinesische Unternehmen?

Das ist die zentrale Idee des Artikels: Chinesische Unternehmen, die ins Ausland gehen, werden zu „Schienenlegern“. Dieser Begriff stammt vom Weltsystemtheoretiker Arighi. Er argumentiert, dass neue globale Führungskräfte (China) nicht einfach die alten Wege wiederholen dürfen, sondern einen neuen Entwicklungsweg für die Welt eröffnen müssen, der „nicht in die Sackgasse des Westens“ führt.

Was genau tun chinesische Unternehmen in der Dritten Welt?

1. Export von „hoher Kosten-Leistungs-Verhältnissen“ in der Produktionsorganisation: Es geht nicht nur darum, billige Waren zu verkaufen, sondern auch darum, den Einheimischen beizubringen, wie man effizient produziert.

  • Beispiele: Jinan Second Machine Tool (begann mit der Herstellung von Pressen für Ford) baut jetzt Fabriken in der Mittelost; das 9. Maschinenbau-Designinstitut (Changchun) bringt seine Erfahrungen im Neubau von Kraftwerken in Südostasien und Mexiko ein.
  • Bedeutung: Chinesische Klein- und Mittelunternehmen vermitteln eine Methodik, wie man mit möglichst wenig Geld die effizienteste Produktion organisiert. Für Länder der Dritten Welt, die über begrenzte Ressourcen verfügen und dringend industrialisieren müssen, ist dies eine echte Hilfe.

2. Infrastruktur voran, Schaffung von „Industriekosystemen“: Westliche Unternehmen wählen beim Auslandengang oft nur Standorte mit guter Infrastruktur aus. Chinesische Unternehmen legen jedoch zuerst die Infrastruktur an und bauen anschließend die Fabriken darauf.

  • Beispiele: In Äthiopien baut China nicht nur Industrieparks, sondern hilft auch bei der Planung von Energieversorgung, Verkehr und Kommunikation.
  • Bedeutung: Durch das „Belt and Road“-Projekt schafft China für Länder der Dritten Welt eine Produktionsumgebung, die ihren Bedürfnissen entspricht. Ohne Infrastruktur können keine Autos fahren, ohne Industrieparks können keine Fabriken betrieben werden.

3. Neue Finanzierungsmöglichkeiten bieten: Neben Direktinvestitionen hat China auch die AIIB (Asian Infrastructure Investment Bank) gegründet. Diese bietet Ländern der Dritten Welt alternative Finanzierungsquellen zu Weltbank und IWF – mit flexibleren Bedingungen und mehr Fokus auf Infrastruktur und Entwicklungsziele, ohne strenge politische Auflagen.

Einfache Erklärung:

Frühere japanische/westliche Unternehmen waren wie „hochrangige Berater“, die vorschrieben, wie etwas gemacht werden soll – unter der Voraussetzung, dass man nach ihren Regeln handelt. Chinesische Unternehmen sind wie „Bauteams und Trainer“: Sie bauen zuerst die Infrastruktur auf, helfen dann bei der Errichtung von Fabriken und lehren anschließend, wie man mit den modernsten und kosteneffizientesten Methoden produziert – und bieten schließlich Kredite über die AIIB an. Sie helfen Ländern der Dritten Welt dabei, „eine neue Schiene zur Modernisierung zu legen“.

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Fünftes: Wechselseitiger Nutzen – Was bringt das China selbst?

Manche könnten fragen: Ist Chinas Handeln nicht einfach „Wohltätigkeit“? Natürlich nicht. Es hat enorme strategische Vorteile für China:

1. Lösung interner Engpässe, Verbesserung der eigenen Produktionsmethoden: Der chinesische Inlandsmarkt ist hart umkämpft und die Lohnkosten steigen. Durch das Auslandengagement in der Dritten Welt werden chinesische Unternehmen gezwungen, ihre Produktionsmethoden an unterschiedliche Marktbedingungen, Rechtssysteme und Verbraucheranforderungen anzupassen.

  • Beispiele: Um mit der unstabilen Stromversorgung in Afrika zurechtzukommen, entwickeln chinesische Unternehmen energieeffizientere Geräte; um der Arbeitsstruktur in Südostasien gerecht zu werden, optimieren sie ihre Managementprozesse.
  • Ergebnis: Diese im Ausland „geschliffenen“ effizienteren und flexibleren Produktionsmethoden tragen dazu bei, einige strukturelle Probleme der chinesischen Wirtschaft zu lösen.

2. Stärkung des „Freundeskreises“, Bewältigung geopolitischer Risiken: Die Welt zerfällt und neu strukturiert sich. Europäische und amerikanische Länder bilden „kleine Kreise“, während Länder der Dritten Welt die stabilsten Partner für China sind. Durch die Entwicklung dieser Länder baut China enge wirtschaftliche und politische Bindungen auf. Das ist eine „Interessengemeinschaft“, die stärker ist als einfache Handelsbeziehungen.

3. Öffnung neuer Entwicklungspfade: Arighi argumentiert, dass der westliche Kapitalismus auf einen „Sackgang“ gestoßen ist (großer Reichtumsunterschied, Umweltzerstörung, zunehmende soziale Konflikte). China verfolgt durch das Auslandengagement einen neuen Ansatz, der auf „ gegenseitigem Respekt und gegenseitigem Nutzen“ basiert. Wenn dieser Ansatz erfolgreich ist, könnte er eine neue Option für die Welt bieten und Chinas internationales Ansehen und Soft Power stärken.

Einfache Erklärung:

Es ist ein „Win-Win-Spiel“:

  • Für die Dritte Welt: Sie erhalten Kapital, Technologie, Infrastruktur und Entwicklungsmöglichkeiten und sind nicht mehr vollständig auf den Westen angewiesen.
  • Für China: China erhält Zugang zu neuen Märkten, Ressourcen und geopolitischen Verbündeten. Wichtiger noch: China verbessert seine eigene Wettbewerbsfähigkeit und Managementqualitäten und findet neue Wege für die wirtschaftliche Transformation im Inland.

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Fazit

Die zentrale Botschaft dieses Artikels ist:

Chinas Auslandengagement hat die Phase des „Produktverkaufs“ und des „Erwerbs von Devisen“ überschritten und ist in eine neue Phase eingetreten, in der es „Entwicklungsmodelle exportiert und die globale Arbeitsteilung neu gestaltet“.

  • Früheres (japanisches Muster): Es handelte sich um eine Logik des „Nachfolgers“, der einem festen Weg folgte.
  • Heutiges (chinesisches Muster): Es handelt sich um eine Logik des „Pioniers“, der in einer turbulenten Welt neue Entwicklungspfade für die Dritte Welt schafft und sich gleichzeitig weiterentwickelt.

Für die Allgemeinbevölkerung ist es wichtig, dies zu verstehen: Wenn Sie chinesische Unternehmen sehen, die in Afrika Eisenbahnen bauen, in Südostasien Batteriefabriken errichten oder in Lateinamerika Elektroautos fördern, sollten Sie nicht nur an „Überkapazitäten“ oder „Preiskonkurrenz“ denken, sondern erkennen, dass China versucht, eine gerechtere und inklusivere globale Wirtschaftsordnung aufzubauen. Dies ist nicht nur wirtschaftliches Handeln, sondern auch ein Zeichen der historischen Verantwortung Chinas als Großmacht.