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Werden die Speicherhersteller noch eine Periode des Wachstums erleben?

原文:内存厂还会有周期吗?

Hinter dem „Mountain-Car-Rausch“ der Speicherchips: Funktioniert das alte Muster im Zeitalter der KI noch?

Hallo zusammen, ich bin euer Finanzjournalist. In den letzten zwei Wochen, wenn ihr die US- oder koreanischen Aktienmärkte verfolgt habt, seid ihr vermutlich von den starken Schwankungen im Sektor der Speicherchips (DRAM/HBM) völlig verwirrt worden.

Einerseits sind die Geschäftszahlen erstaunlich gut: SK Hynix, Micron und Samsung verzeichnen extrem hohe Gewinne – es gibt sogar übertriebene Angaben, dass der Verkauf von Speichern mehr Geld einbringt als der Verkauf von Gold. Andererseits sind die Aktienkurse drastisch gefallen: Sie sind um 30 bis 40 Prozent zurückgegangen, und an der koreanischen Börse kam es sogar zu seltenen Aussetzungen des Handels.

Das ist, als würde jemand, der gerade das Lotto gewonnen hat, immer blasser aussehen. Wovor fürchtet sich der Markt eigentlich? Wird sich das traditionelle „Zyklusfluch“ erneut bewahrheiten – oder ist diesmal wirklich etwas anderes?

Heute werden wir die Hintergründe in fünf Punkten erklären, damit ihr den Dschungel der Informationen verstehen könnt.

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Erster Punkt: Warum steigen die Gewinne so stark, während die Aktienkurse fallen? – Die Angst vor dem „alten Muster“

Zuerst müssen wir verstehen, warum der Markt so panisch reagiert. Denn in der Speicherindustrie gibt es einen seit zwanzig Jahren andauernden „Teufelskreis“, den sogenannten „Zyklusfluch“.

Das Muster sieht so aus:

1. Gute Nachfrage: Wenn Handys und Computer gut verkauft werden, steigen die Preise für Speicherchips.

2. Verrückte Ausweitung der Produktion: Die drei großen Unternehmen (Samsung, Hynix, Micron) kaufen sofort Ausrüstung und bauen Fabriken, weil sie Geld verdienen wollen.

3. Überkapazität: Zwei bis drei Jahre später wird die neue Kapazität freigesetzt, aber es gibt nicht genug Nachfrage nach Handys und Computern – es gibt mehr Angebot als Nachfrage.

4. Preiskrach: Die Speicherchips werden zu „Billigwaren“, sogar unter dem Herstellungskostenniveau.

5. Riesige Verluste: Die Hersteller verlieren Geld bei jedem Verkauf und müssen schließlich Kapazitäten reduzieren und Mitarbeiter entlassen, um die schwierigen Zeiten zu überstehen.

Das letzte schmerzhafte Beispiel war 2023: Micron verlor die Hälfte seines Jahresumsatzes, die Bruttogewinnmarge fiel auf minus 9,1 Prozent, und das Unternehmen verlor 5,8 Milliarden US-Dollar. Am schlimmsten war, dass große Kunden wie Apple die Preise drückten, während die Speicherhersteller über große Lagerbestände verfügten. Speicher, die früher 30 US-Dollar kosteten, wurden auf 10 US-Dollar herabgedrückt. Da Speicherchips „Standardprodukte“ sind, können die Hersteller nichts dagegen tun, wenn die Kunden zu anderen wechseln.

Die aktuelle Marktlage ist einfach zu verstehen: Die hohen Gewinne von Samsung, Hynix und Micron sowie die Rekordkapitalausgaben (z. B. Hynix’ Investitionsplan von 1100 Billionen Korean Won) lassen den Markt befürchten, dass wieder eine Überkapazität entsteht.

Deshalb fallen die Aktienkurse, obwohl die Geschäftszahlen gut sind – die Investoren fürchten, dass der Höhepunkt bereits erreicht ist und der nächste Absturz unmittelbar bevorsteht.

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Zweiter Punkt: Veränderung der Nachfrage – Von „Handys“ zu „KI“

Wenn es nur um den „Zyklus“ ginge, wäre diesmal vielleicht wirklich etwas anderes. Denn die Kunden haben sich geändert und die Art der Nachfrage hat sich ebenfalls verändert.

Früher: Speicherchips wurden hauptsächlich an Handys, PCs und normale Server verkauft – das war ein „Bestandsmarkt“. Wenn die Preise fielen, kauften die Verbraucher nicht mehr Handys. Die Nachfrage hatte eine Obergrenze.

Heute: Die Nachfrage stammt hauptsächlich von großen KI-Modellen.

  • HBM (hohe Bandbreiten-Speicher) ist unverzichtbar für KI-Chips (z. B. Nvidia-GPUs).
  • HBM verschlingt viele Wafer: Für die Produktion eines HBM-Bits werden mehr Wafer benötigt als für normale DRAM. Das bedeutet, dass je mehr Hersteller produzieren, desto weniger Kapazität bleibt für normale DRAM.

Dies führt zu einem paradoxen Phänomen: Früher führte mehr Produktion zu Überkapazität – heute führt mehr Produktion zu Knappheit.**

Denn die Nachfrage nach Speichern für KI wächst exponentiell. Am 7. September warnte die koreanische Bank KB Securities, dass die Lagerbestände von Samsung und Hynix für weniger als zehn Tage reichen. Das ist keine Überkapazität, sondern ein Mangel an Kapazität.

Daher sehen Analysten in der massiven Produktion der großen Unternehmen nicht nur eine Reaktion auf die Marktbedingungen, sondern auch einen Versuch, den riesigen Markt für KI zu erobern. Solange sich die KI weiterentwickelt, wird die Knappheit an Speichern anhalten.

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Dritter Punkt: Veränderung des Produkts – Von „Standardprodukten“ zu „Maßanfertigungen**

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die höhere Komplexität der Produkte.

Früher: Speicherchips waren „Standardprodukte“. Es machte keinen Unterschied, ob sie von Samsung oder Hynix hergestellt wurden – der Preis war entscheidend. Deshalb konnten Kunden wie Apple die Preise drücken.

Heute (Zeitalter von HBM4): Bei HBM4 wurden zusätzliche Logikchips (z. B. Base Die) in die Speicher integriert, die auf die Anforderungen der Kunden (z. B. Nvidia, Google) abgestimmt werden müssen. Das bedeutet, dass die Hersteller Jahre im Voraus mit den Kunden zusammenentwickeln und testen müssen.

Die Konsequenzen: Der Wechsel des Lieferanten wird extrem schwierig. Wenn ein Kunde die Zertifizierung abgeschlossen hat, kann er nicht einfach zu einem anderen Hersteller wechseln, da dies viel Zeit und Kosten erfordert. Beispiele: Die Hotels in der Nähe der Fabriken von Samsung und Hynix wurden von US-Technologieunternehmen gebucht; AMD-CEO Lisa Su besuchte die Messe und bat um mehr Produktion. Das zeigt, dass Kunden keine absolute Preisdruckmacht mehr haben.

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Vierter Punkt: Veränderung der Verträge – Von „Spot-Verhandlungen“ zu „Langfristigen Verträgen**

Der wichtigste und oft übersehene Faktor ist die Veränderung des Geschäftsmodells:

Früher: Die Hersteller fürchteten, dass Kunden plötzlich aufhören zu kaufen oder die Preise plötzlich fallen. Sie konnten nur zusehen, wie die Spotpreise schwanken, und die Gewinne durch Wertverluste der Lagerbestände verschwanden.

Heute: Hersteller fordern von Kunden, Mengen und Preise im Voraus festzulegen.

  • Daten von Micron: Bis Juni hat Micron 16 strategische Kundenverträge abgeschlossen, die bis 2026/2030 gelten.
  • Wichtige Bestimmungen:

1. Take-or-Pay: Der Kunde muss die vereinbarte Menge bezahlen, unabhängig von der tatsächlichen Nachfrage.

2. Preisgarantie: Selbst wenn die Marktpreise fallen, gibt es einen Mindestpreis im Vertrag.

3. Reale Kautionen: Die Verträge umfassen ca. 100 Milliarden US-Dollar; die Kunden haben bereits 22 Milliarden US-Dollar als Kaution gezahlt (davon 18 Milliarden in bar).

Was bedeutet das?

Der Risiko wird verteilt: Früher lag das Risiko von Nachfragefluktuationen und Preisverlusten vollständig bei den Herstellern. Jetzt tragen die Kunden auch einen Teil des Risikos.

Vorteile für die Hersteller: Sie können ruhiger investieren, ohne auf die Nachfrage zu setzen. Zuerst werden Verträge abgeschlossen und Kautionen gezahlt, dann wird die Ausrüstung installiert.

Schutz vor Zyklen: Selbst wenn die KI-Nachfrage nachlässt oder die Spotpreise fallen, bleiben die Gewinne durch die langfristigen Verträge stabil.

Beispiel: Analysten haben mit den Daten von 2023 simuliert: Wenn 50 Prozent des Umsatzes durch solche Verträge geschützt gewesen wären (mit einer Bruttogewinnmarge von 62%), wäre der Tiefpunkt von 2023 (Bruttogewinnmarge von minus 9,1 Prozent, freier Cashflow von 6,1 Milliarden US-Dollar) nicht so schlimm gewesen. Die gleiche Simulation für 2009 und 2016 ergab ähnliche Ergebnisse: Die drei großen Abstürze wären weniger dramatisch gewesen.

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Fünfter Punkt: Kann die KI den „Überkapazitätsbegriff“ ändern?

Obwohl die langfristigen Verträge einen Schutz bieten, können wir nicht zu optimistisch sein. Die Speicherindustrie bleibt zyklisch, und die KI ist nicht allmächtig.

Potenzielle Risiken:

1. Verlangsamung der KI-Investitionen: Wenn KI-Unternehmen feststellen, dass die Investitionen zu teuer sind oder die Renditen nicht erwartet werden, könnten sie die Ausgaben kürzen.

2. Konkurrenz aus China: Chinesische Hersteller wie ChangXin Memory werden weiter produzieren und neuen Druck auf den Markt ausüben.

3. Technologische Weiterentwicklung: Wenn die HBM-Standardisierung abgeschlossen ist, könnte die Nachfrage nach Alternativen steigen und die Marktschranken fallen.

Aber es gibt eine noch grundlegendere Frage: Erzeugt die „Versorgung“ tatsächlich neue Nachfrage?

In traditionellen Branchen führt eine erhöhte Versorgung meist zu einer Sättigung der Nachfrage. In der KI-Branche gibt es jedoch einen „Flywheel-Effekt“: Jede Reduzierung der Rechenkosten macht neue KI-Anwendungen wirtschaftlicher. Neue Anwendungen erfordern mehr Rechenleistung, was wiederum die Nachfrage nach Speichern steigert.

Fazit:

Das alte Muster (Ausweitung der Produktion → Überkapazität → Preiskrach) könnte sich ändern. Neue Produktionsstrategien und langfristige Verträge könnten dazu führen, dass die Nachfrage weiter wächst – auch wenn die Produktion zunimmt.

Rat für Investoren: Um Speicheraktien richtig zu bewerten, reichen die aktuellen Kennzahlen (Spotpreise, Lagerbestände) nicht aus. Ihr solltet auch die Anteil der langfristigen Verträge berücksichtigen. Je höher dieser Anteil, desto widerstandsfähiger ist das Unternehmen gegenüber Zyklen. Selbst bei fallenden Spotpreisen bleiben die Gewinne durch die langfristigen Verträge gesichert.

Zusammenfassung:

Das alte Muster zeigt einen Absturz nach einer Produktionsausweitung. Das neue Muster sieht eine Produktion, die der neuen KI-Nachfrage entspricht und somit neue Anwendungen fördert, was wiederum zu weiterer Nachfrage führt.

Letzte Frage:

Wenn die Versorgung ständig neue Nachfrage erzeugt, was bedeutet dann eigentlich „Überkapazität“? Wenn die KI-Nachfrage schneller wächst als die Produktionskapazitäten, könnte der „Zyklusfluch“ der Speicherindustrie tatsächlich aufgehoben werden. Doch wenn die KI-Nachfrage langsamer wächst und die Kapazitäten bereits voll ausgelastet sind, bleibt zu sehen, wie stark die langfristigen Verträge den Herstellern helfen können.

Es ist ein Kampf zwischen technischem Glauben und den unvermeidlichen Zyklen der Märkte. Derzeit scheint der „Glaube“ an die KI den Speicherherstellern Schutz zu bieten – aber ob die „Kugeln“ des Zykels tatsächlich kommen und wie stark sie sind, müssen wir weiter beobachten.