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In der ersten Hälfte des Jahres gerieten fast 60 Prozent der Stromverkaufsgesellschaften in Guangdong in Verluste.

原文:上半年广东近六成售电公司陷入亏损

Das „Massensterben“ der Stromverkäufer in Guangdong: Mehr Strom verkauft – aber weniger Geld verdient?

Hallo zusammen, ich bin euer Finanzanalyst. Heute möchten wir über ein Phänomen sprechen, das auf den ersten Blick widersinnig erscheint: Obwohl die Menschen immer mehr Strom verbrauchen und der Stromhandel im Stromnetz immer floriert, verlieren die Unternehmen, die für den Stromhandel zuständig sind, massiv Geld.

Laut einem kürzlich veröffentlichten Bericht des Guangdong Electric Power Trading Center haben im ersten Halbjahr 2026 fast 60 Prozent der Stromverkäufer in Guangdong Verluste gemacht. Es ist, als wäre es auf einem riesigen Markt, auf dem der Strom schnell verkauft wird, aber die Händler trotzdem Geld verlieren.

Was ist eigentlich los? Liegt es an Problemen in der Stromindustrie oder an schlechter Geschäftsführung dieser Unternehmen? Keine Sorge, wir werden das Ganze einfach und verständlich erklären.

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Unter der scheinbaren Blütezeit: „Zwei Welten – Eis und Feuer“: Mehr Strom verkauft, aber weniger Gewinn

Zunächst müssen wir eine grundlegende Tatsache klarstellen: Die Nachfrage nach Strom ist tatsächlich sehr hoch, aber es wird immer schwieriger, Geld zu verdienen.

Die Daten zeigen, dass der Stromverbrauch in Guangdong im ersten Halbjahr um 8,8 % gestiegen ist, der direkte Stromhandel um 16,2 % und die maximale Strombelastung (die maximale Belastung, die das Stromnetz kurzfristig aushalten kann) um 13,7 %. Das zeigt, dass die Wirtschaft in Guangdong lebendig ist und die Fabriken voll ausgelastet sind.

Doch trotz dieses allgemeinen Anstiegs der Menge gibt es eine deutliche Diskrepanz zwischen Preis und Gewinn:

  • Früher: Die Stromverkäufer kauften Strom günstig ein und verkauften ihn teuer – der Gewinn war zwar gering, aber stabil.
  • Jetzt: Im Durchschnitt verdienen sie nur 0,0039 Yuan (3,9 Cent) pro verkauftem Kilowattstunden.

Was bedeutet das? Wenn man 1000 Kilowattstunden Strom verkauft, verdient man nur 3,90 Yuan. Wenn man noch Miete zahlen, Gehälter auszahlen und Marketingkosten tragen muss, reichen diese 3,90 Yuan bei weitem nicht aus. Obwohl 202 Unternehmen auf dem Papier Gewinne gemacht haben, ist das eher ein „Überlebensbias“ – tatsächlich verlieren 298 Unternehmen, was 59,6 % ausmacht. Und das sind nur die „Buchzahlen“; wenn man die laufenden Betriebskosten mit einrechnet, sind die Verluste noch größer.

Kurz gesagt: Der Markt ist größer geworden, aber die Verteilung des Gewinns hat sich verändert – den meisten Unternehmen bleibt nur noch die „Haut“ des Kuchens übrig, kein Fleisch mehr.

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Der Zusammenbruch der Kernlogik: Warum funktioniert das „Günstig kaufen, teuer verkaufen“ nicht mehr?

Das Geschäftsmodell der Stromverkäufer ist eigentlich einfach: Sie sind Zwischenhändler.

  • Einkauf: Sie kaufen Strom günstig bei den Kraftwerken (im Großhandel).
  • Verkauf: Sie verkaufen den Strom teuer an Fabriken und Geschäfte (im Einzelhandel).
  • Gewinn: Der Unterschied zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis.

Dieses Modell funktioniert nur, wenn der Einkaufspreis stabil und niedriger als der Verkaufspreis ist. In diesem Jahr wurde diese Voraussetzung jedoch völlig aufgehoben – es kam zu einem Umkehrverhältnis zwischen Großhandel und Einzelhandel.

Was bedeutet das? Der Einkaufspreis ist jetzt höher als der Verkaufspreis. Man verdient nicht nur nichts, sondern muss sogar Geld ausgeben.

Stellen Sie sich vor, Sie kaufen Äpfel auf dem Großmarkt – der Großhandelspreis steigt plötzlich auf 10 Yuan pro Kilo, aber Sie können sie den Kunden nur für 8 Yuan pro Kilo verkaufen (weil die Kunden es zu teuer finden oder der Vertrag einen festen Preis vorschreibt). Je mehr Sie verkaufen, desto mehr verlieren Sie.

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Wer ist der Schuldige? Mehrere Faktoren treiben die steigenden Einkaufspreise an

Warum steigen die Einkaufspreise (Großhandels-/Spotpreise) plötzlich so stark an? Es liegt nicht an einem einzelnen Grund, sondern an der Kombination mehrerer Faktoren:

1. Sprunghaft steigende Brennstoffkosten: Seit Februar sind aufgrund internationaler geopolitischer Konflikte die Preise für Kohle und Erdgas stark gestiegen. Da Kraftwerke Kohle und Gas verbrennen, um Strom zu erzeugen, steigen die Herstellungskosten. Die Kraftwerke wollen keinen Verlust machen und erhöhen daher die Preise.

2. Plötzlicher Anstieg der Nachfrage: Aufgrund der Rückkehr ausländischer Geschäftsbestellungen und der zusätzlichen Produktion in den Fabriken steigt die Stromnachfrage stark. Gleichzeitig ist die Leistung erneuerbarer Energien (Wind, Solar) unzuverlässig – das Stromnetz muss dann auf Kohlekraftwerke zurückgreifen, was die Strompreise weiter erhöht.

3. Mangel an Angeboten: Viele Kraftwerke werden zur Wartung stillgelegt, was zu einer vorübergehenden Reduzierung der Stromproduktion führt.

Das Ergebnis: Ende März stieg der Spotpreis in Guangdong von 0,31 Yuan pro Kilowattstunde auf 0,678 Yuan pro Kilowattstunde; in einigen Monaten sogar auf über 1 Yuan pro Kilowattstunde! Wenn die Stromverkäufer weiterhin nach den alten, niedrigen Verträgen kaufen oder auf dem Spotmarkt einkaufen, verlieren sie bei jedem verkauften Kilowattstunden mehr als 0,60 Yuan. Das ist kein Problem der Geschäftsführung, sondern eine extreme Schwankung des Marktpreissystems.

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Daten enthüllen: Der Großhandelspreis bricht durch – langfristige Verträge sind keine „Schutzvorrichtung“ mehr

Um das besser zu verstehen, schauen wir uns einige Schlüsseldaten an:

  • Untergrenze des Marktes (langfristiger Vertrag): 0,372 Yuan pro Kilowattstunde. Das ist der von der Regierung oder dem Markt festgelegte Mindestpreis; der Großhandelspreis sollte theoretisch nicht darunter liegen.
  • Trend der Großhandelspreise:
  • April: 0,37245 Yuan pro Kilowattstunde (gerade noch unter der Untergrenze)
  • Mai: 0,48343 Yuan pro Kilowattstunde (weit über der Untergrenze)
  • Juni: 0,40134 Yuan pro Kilowattstunde (noch über der Untergrenze)

Was bedeutet das? Stromverkäufer unterzeichnen normalerweise zu Beginn des Jahres langfristige Verträge mit einem relativ stabilen Preis (z. B. 0,37 Yuan). Sie hoffen, damit den größten Teil der Nachfrage abdecken zu können und den Rest auf dem Spotmarkt zu kaufen.

Doch im April bis Juni stieg der Großhandelspreis auf über 0,40 Yuan – weit über ihren erwarteten Kosten. Wenn man also zu einem Preis von 0,37 Yuan kauft und zu 0,48 Yuan verkauft, scheint es, als würde man 0,11 Yuan verdienen. Falsch! Der Preis von 0,48 Yuan ist der Gesamtpreis für den Großhandel; der Preis, den die Kraftwerke an sie zahlen, ist höher. Der Verkaufspreis an die Kunden kann aufgrund des Wettbewerbs jedoch nur schwer entsprechend steigen. Noch schlimmer: Wenn die Kunden den Strom auf dem Spotmarkt kaufen oder der Vertrag nicht ausreicht, müssen sie zu hohen Spotpreisen nachkaufen – das führt zu enormen Verlusten.

Kurz gesagt: Die Kosten sind gestiegen, aber die Einnahmen sind gesunken; der Gewinnspielraum wurde vollständig eingezogen.

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Zukunftsaussichten: Kann sich die Situation im zweiten Halbjahr verbessern?

Angesichts der schlechten Situation im ersten Halbjahr setzen viele Führungskräfte ihre Hoffnungen auf das zweite Halbjahr.

Warum?

1. Saisonale Faktoren: Der Sommer ist die Hochsaison für den Stromverbrauch – aber auch die Zeit der größten Preisschwankungen. Wenn das Wetter im zweiten Halbjahr normal ist und die Leistung erneuerbarer Energien stabil bleibt, könnten die Spotpreise sinken, da die Kohlepreise möglicherweise fallen.

2. Marktorangebot: Die aktuellen hohen Preise sind nicht nachhaltig; Kraftwerke und Stromnetze werden das Angebot anpassen. Sobald die Großhandelspreise wieder auf das Niveau von 0,37–0,40 Yuan sinken, könnte sich der Gewinnspielraum der Stromverkäufer erweitern.

Aber die Risiken bleiben:

  • Internationale Situation: Wenn die geopolitischen Konflikte anhalten, könnten die Energiepreise weiter steigen.
  • Wettbewerb: Es gibt mehr als 5000 Stromverkäufer im Land; in Guangdong ist der Wettbewerb besonders intensiv. Kleine Unternehmen ohne finanzielle Stärke und ohne Risikomanagement könnten in diesem Preiskampf vollständig ausscheiden.

Für die Allgemeinbevölkerung:

Wenn Sie ein Industrie- oder Gewerbekunde sind, sollten Sie beim Abschluss von Stromverträgen besonders vorsichtig sein:

  • Sehen Sie nicht nur auf den Preis: Manche Stromverkäufer bieten extrem niedrige Preise an – vielleicht setzen sie darauf, dass die Preise im zweiten Halbjahr fallen, oder sie haben finanzielle Probleme und versuchen, Kunden mit niedrigen Preisen zu gewinnen. Wenn diese Unternehmen scheitern, könnte Ihr Stromversorgungsservice beeinträchtigt werden.
  • Achten Sie auf die Vertragsklauseln: Überprüfen Sie, ob es Mechanismen für Preisanpassungen oder Mindestmengenverpflichtungen gibt.
  • Wählen Sie größere Unternehmen: Unternehmen, die sowohl Strom erzeugen als auch verkaufen, oder solche mit Verbindungen zum Stromnetz, haben in der Regel eine größere Widerstandsfähigkeit gegen Risiken.

Fazit:

Das Strommarktgeschehen in Guangdong im ersten Halbjahr 2026 war ein Ergebnis von kostengesteuerten und nachfragegetriebenen Faktoren. Für die Stromverkäufer war es ein harter Umbruch; für die Kunden ist es eine Gelegenheit, ihre Strombeschaffungsstrategien zu überdenken. Ob sich der Markt im zweiten Halbjahr wieder beruhigen wird, werden wir weiter beobachten.