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Vom Einkaufen zum Erlebniskauf: Was verbrauchen internationale Touristen in Shanghai?

原文:从买东西到买体验:国际游客在上海消费什么

Ein Blick hinter die Kulissen des Tourismus in Shanghai: Ausländische Besucher kaufen nicht mehr nur – sie erleben das Leben in Shanghai

Hallo zusammen, ich bin euer Finanzjournalist. Heute möchten wir über ein besonders interessantes Phänomen sprechen: Früher kamen Ausländer nach China, insbesondere nach Shanghai, und man stellte sich vor, sie würden in Einkaufszentren einkaufen, Luxusgüter und Elektronikartikel erwerben.

Doch neueste Daten und Beobachtungen zeigen, dass sich die Situation verändert hat. Was machen ausländische Besucher in Shanghai heute lieber? Sie besuchen alte Städte, um dort chinesische Kleidung zu tragen, gehen zu alten Docks, um sich Kleidung anfertigen zu lassen, besuchen Brillengeschäfte, um in 20 Minuten eine Brille zu erhalten – oder gehen direkt nach der Ankunft in ein Badezentrum, um sich zu entspannen.

Hinter dieser Veränderung steckt nicht nur eine neue Art des Reisens, sondern auch ein Spiegelbild der wirtschaftlichen Transformation Chinas. Ich werde diesen tiefgreifenden Bericht in fünf Schlüsselpunkte aufteilen und erklären, wie Shanghai aus alltäglichen Aktivitäten „internationale Attraktionen“ gemacht hat.

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1. Die Ausgabenverteilung ändert sich: Von „Warenkaufen“ zu „Erlebnissen“

Zunächst müssen wir uns ansehen, wohin das Geld fließt. Laut den Daten des Nationalen Statistikbüros stieg der Umsatz im Dienstleistungsgeschäft im ersten Halbjahr um 5,3 Prozent – und übertraf damit den Umsatz im Warenhandel. Was bedeutet das? Die Menschen (einschließlich ausländischer Besucher) sind bereit, mehr Geld für Dienstleistungen und Erlebnisse auszugeben, anstatt einfach nur Sachen zu kaufen und mit nach Hause zu nehmen.

In Shanghai ist dieser Trend besonders deutlich: Im Jahr 2025 erreichte die Zahl der einreisenden Touristen einen neuen Höchststand – mit einem Anstieg von fast 40 Prozent, was zu einem Konsum von etwa 15 Milliarden US-Dollar führte. Die Daten von UnionPay sind noch interessanter: Besucher aus Südkorea und den USA geben einen besonders hohen Anteil ihres Konsums für Erlebnisse und Dienstleistungen aus (66,59 % bzw. 79,32 %).

Was sagt das aus? Es zeigt, dass Shanghai für Ausländer nicht mehr nur ein „Einkaufsparadies“ ist, sondern auch ein „Heiligtum der Erlebnisse“. Sie interessieren sich nicht mehr nur dafür, was sie kaufen können, sondern dafür, was sie dort erleben können. Diese Veränderung vom materiellen Konsum zum Dienstleistungskonsum ist der Kern der Entwicklung des Tourismus in Shanghai.

2. Beispiele für ausländische Besucher, die begeistert sind:

Hinter den makroökonomischen Daten stecken konkrete Beispiele für die neuen Reisegewohnheiten der Ausländer:

  • Stadtteil Zhujiajiao: Früher besuchten sie Zhujiajiao nur, um Fotos zu machen. Heute erleben sie dort die Geschichten des Jiangnan-Gebiets: Sie tragen chinesische Kleidung, lassen sich schminken, hören Pingshan und trinken Tee am Wasser. Diese niedrigschwelligen und interaktiven Angebote machen die abstrakte östliche Ästhetik zu erlebbaren Momenten des Lebens. 2,27 Millionen einreisende Touristen haben sich für diesen Ort entschieden – sie wollen Teil der Kultur werden, nicht nur Zuschauer sein.
  • Dock Shiliupu: Hier haben alte Schneider zu beliebten Sehenswürdigkeiten geworden. Ausländer kommen, um sich maßgeschneiderte Kleidung anfertigen zu lassen. Warum? Weil der Prozess voller Ritualität ist und gleichzeitig effizient (Design im Obergeschoss, Anfertigung im Untergeschoss). Mit nach Hause genommen wird nicht nur das Kleidungsstück, sondern auch die Erinnerung an eine „maßgeschneiderte“ Shanghai-Erfahrung.
  • Brillengeschäft Zhongxing Road: Ein auf den Großhandel basierendes Brillengeschäft wurde aufgrund der schnellen Abholung (in 20 Minuten) und der günstigen Preise (nur ein Fünftel der europäischen/amerikanischen Preise) auf TripAdvisor sehr beliebt. In vielen Ländern dauert die Brillenanpassung Wochen – in Shanghai nur eine halbe Stunde. Dieser Kontrast zwischen chinesischer Effizienz und hohem Preis-Leistungs-Verhältnis ist für Ausländer beeindruckend.
  • Verkehrsknotenpunkte und Badezentren: Viele Ausländer gehen direkt nach der Ankunft in Badezentren, anstatt zum Bund. Warum? Weil die Flugreise anstrengend ist und die Zentren einen kompletten Service anbieten (Baden, Dampfbad, Essen, Ruhe) – und rund um die Uhr geöffnet sind. Diese lokale Atmosphäre, im Kontrast zu ihrem internationalen Bild, wird durch Social-Media-Blogger weitergegeben und macht diese Orte zu neuen Reisezielen.
  • Internationale medizinische Dienstleistungen: Zahnärztliche und augenärztliche Behandlungen sowie chinesische Therapien werden immer beliebter. Die Zahl der ausländischen Patienten in öffentlichen Krankenhäusern in Shanghai ist um mehr als 8 % gestiegen. Der Schlüssel liegt in der Schnelligkeit und Qualität der Behandlungen (leichte bis mittelschwere Eingriffe innerhalb von 24 Stunden, Übernachtungsmöglichkeiten bei Untersuchungen). Dies zeigt Vertrauen in die professionellen Dienstleistungen und die effiziente Verwaltung Shanghais.

3. Warum bevorzugen Ausländer diese alltäglichen Aktivitäten in Shanghai?

Es gibt drei Hauptgründe für diese Veränderung:

  • Algorithmen beeinflussen die Reiseentscheidungen: In Zeiten von Social-Medien wie TikTok und小红shu reicht es nicht mehr aus, einfach nur einen Ort zu besuchen. Ausländer nutzen Algorithmen, um „Identitätsmaterial“ zu finden, das ihren Geschmack und ihre Erfahrungen unterstreicht. Der Trend „Becoming Chinese“ spiegelt den Wunsch der Touristen wider, wie Einheimische zu leben. Shanghai bietet mit seiner funktionellen Infrastruktur und kulturellen Offenheit ideale Bedingungen für solche „Eintauch-Erlebnisse“.
  • Chinesische Effizienz und günstige Preise erzeugen einen Kontrast: In Shanghai sind Dienstleistungen oft nur ein Bruchteil der Kosten in Europa und Amerika – und die Abwicklung ist schnell. Zudem haben sich die Visaverfahren verbessert (Visafreiheit für bestimmte Länder), und die digitale Infrastruktur ist ausgereift (Scannen zum Bezahlen, bequemes Taxi-Fahren). Diese Kombination macht den Konsum attraktiv für Ausländer.
  • Neue Wertschätzung chinesischer Alltäglichkeiten: Früher kannten Ausländer China nur durch große Symbole wie die Große Mauer oder Kung-Fu. Heute geht es um die kleinen, alltäglichen Dinge wie das Trinken von heißem Wasser oder chinesische Massagen. Diese Details, die dennoch viel über die Kultur aussagen, werden von den Touristen geteilt und tragen zur Verständigung bei.

4. Zukünftige Herausforderungen: Wie wird man kurzfristige Erfolge in nachhaltige Geschäftsmodelle verwandeln?

Die Herausforderung besteht darin, diese kurzfristigen Erfolge in nachhaltige, skalierbare Geschäftsmodelle umzuwandeln. Der Artikel schlägt drei Lösungsansätze vor:

  • Vom „konsumfähigen“ zum „barrierefreien“ Angebot: Die Dienstleistungsketten sind oft komplex – jeder Stopp kann Touristen abschrecken. Shanghai muss die Barrieren in Sprache, Zahlung, Terminvereinbarung und Zertifizierung senken. Beispielsweise kann man das Zahlungssystem optimieren, die Terminvereinbarung in mehreren Sprachen verbessern und die Abflugrückzahlungsrichtlinien angepassen, damit ausländische Besucher die Stadtdienstleistungen reibungslos nutzen können.
  • Von einzelnen Dienstleistungen zu standardisierten Produkten: Man sollte die verschiedenen Dienstleistungen zu standardisierten Produkten zusammenfassen (z. B. „2-stündige Brillenanpassung in Shanghai“, „Halbtägige Anfertigung eines Shanghai-Kimono“, „24-stündige Erholungserfahrung nach der Ankunft“). Zudem könnte man thematische Angebote wie „Industrietourismus“, „Finanztourismus“ oder „Technologietourismus“ entwickeln und kulturelle Ressourcen wie Suzhou-Schmuck oder Oper in Erlebnisse verwandeln.
  • Vom zufälligen Erfolg zum gezielten Markenaufbau: Man sollte nicht nur auf Social-Media-Aktivitäten setzen, sondern auch aktiv eine Stadtmarke mit Fokus auf Dienstleistungen aufbauen. Shanghai sollte an internationalen Tourismusmessen teilnehmen, internationale Zertifizierungen anstreben und gezielte Werbemaßnahmen für wichtige Zielgruppen durchführen, um die Geschichte Shanghais effektiv zu vermitteln.

5. Fazit: Die neue Wachstumslogik Shanghais

Insgesamt zeigt dieser Bericht eine tiefgreifende Veränderung: Ausländische Besucher suchen in Shanghai nicht mehr nur nach traditionellen „Tourismusprodukten“, sondern nach alltäglichen Aktivitäten mit kulturellen Unterschieden, preisgünstigen Dienstleistungen und effizienten Erlebnissen sowie nach stadtbezogenen Geschichten, die man teilen kann.

Dies ist nicht nur die Wachstumslogik des Tourismus in Shanghai, sondern auch ein Spiegelbild der Transformation des chinesischen Dienstleistungssektors. Wenn Alltäglichkeiten wertvoll werden, Effizienz zu einer Wettbewerbsstärke und Kultur zu einer Teilnahmebereitschaft wird, ist Shanghai nicht nur ein Reiseziel, sondern auch ein Ort, an dem man globale Lebensweisen erleben kann.

Für die Menschen bedeutet dies, dass alltägliche Dienstleistungen wie Brillenanpassung, Badeangebote oder chinesische Therapien in Zukunft mehr internationale Chancen haben könnten. Für Shanghai bedeutet es, diese alltäglichen Aktivitäten in attraktive, globale Angebote zu verwandeln – eine wichtige Aufgabe für die nächsten Jahre.