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Was ist eigentlich die von Wang Yibo beworbene Lánqín-Halsbonbon-Sorte?

原文:王一博代言的蓝芩喉糖,到底是个什么东西?

Der Skandal um die „Lanqin-Halsbonbons“: Eine Krise des Markenvertrauens, ausgelöst durch einen „raffinierten“ Markenname

In den letzten Tagen standen die „Lanqin-Halsbonbons“, die von dem beliebten Star Wang Yibo beworben werden, im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion. Viele Menschen fragten sich: „Ist das überhaupt ein Medikament oder nur ein Bonbon? Warum heißt es ‚Lanqin‘, enthält es aber weder Banlangen noch Huangqin?“

Als Finanzbeobachter habe ich diesen Vorfall genauer untersucht. Kurz gesagt: Rechtlich sind die Lanqin-Halsbonbons zwar zulässig, aber aus Sicht des Geschäftsethos und der Wahrnehmung der Verbraucher verstoßen sie gegen die Grundsätze des „raffinierten Marketings“. Es geht hier nicht nur um ein Bonbon – es spiegelt auch wider, wie traditionelle Pharmaunternehmen bei der Markterweiterung die Markenregeln ausnutzen und welche Konsequenzen solche Strategien in der heutigen Zeit haben.

Hier ist meine detaillierte Analyse des Vorfalls:

1. Identitätsverwirrung: Es ist weder ein Medikament noch ein Nahrungsergänzungsmittel, sondern einfach nur ein Bonbon

Zunächst einmal müssen wir den Namen der Lanqin-Halsbonbons richtig verstehen. Viele Verbraucher denken, dass „Lanqin“ ein Mittel gegen Halsschmerzen ist oder zumindest ein Nahrungsergänzungsmittel mit traditionellen chinesischen Heilkräutern enthält.

Die Wahrheit ist: Es handelt sich dabei um ein ganz gewöhnliches Bonbon.

  • Rechtliche Einordnung: Laut der offiziellen Klassifizierung von Yangtze River Pharmaceutical ist „Lanqin-Oralflüssigkeit“ das einzige Medikament. Lanqin-Halsbonbons, feste Getränke und Tees gehören alle zu den „Gesundheitsprodukten“, also zu den alltäglichen Lebensmitteln.
  • Zutaten: Da es sich um ein Lebensmittel handelt, dürfen keine traditionellen chinesischen Heilkräuter hinzugefügt werden. Laut der Liste der 106 „Lebens- und Medizinstoffe“, die seit 2002 in China veröffentlicht wurde, enthalten Lanqin-Halsbonbons weder Banlangen noch Huangqin. Wenn die Hersteller behaupten, keine solchen Zutaten hinzugefügt zu haben, ist das aus Sicht der Lebensmittelsicherheitsregulierung die Wahrheit.

Einfache Erklärung: Das ist ähnlich wie bei „Wanglaoji“ – es handelt sich um ein Kräuterteegetränk, aber wenn man „Wanglaoji-Kaugummi“ kauft, enthält dieser kein echtes Kräutertee. Das Problem ist, dass der Name sehr ähnlich ist und zu Missverständnissen führen kann.

2. Die Taktik des „raffinierten Marketings“: Die Verwendung von Zutatennamen als Markennamen

Der Kern des Streits liegt in den beiden Buchstaben „Lanqin“.

„Lanqin“ ist ursprünglich eine Abkürzung für Banlangen und Huangqin, die Hauptbestandteile einer traditionellen chinesischen Medizinformel. Nach der Einführung der Lanqin-Oralflüssigkeit im Jahr 1999 registrierte Yangtze River Pharmaceutical schnell den Markennamen „Lanqin“. Dadurch wurde „Lanqin“ von einem Begriff, der die Zutaten beschreibt, zu einem rechtlich geschützten Markennamen.

  • Was ist „raffiniertes Marketing“?

CCTV hat ähnliche Praktiken aufgedeckt – beispielsweise „Huiyuan 100% Fruchtsaft“ (der nicht unbedingt zu 100 % aus Fruchtsaft besteht) oder „Qianhe 0-Sauce“ (die nicht ohne Zusatzstoffe hergestellt wird). Gemeinsam haben diese Produkte, dass sie suggestive Begriffe als Marken registrieren und auf der Verpackung so darstellen, dass die Verbraucher glauben, es handele sich um bestimmte Produktmerkmale – obwohl es sich in Wirklichkeit um andere Produkte handelt.

  • Die „Raffinesse“ des Markennamens „Lanqin“: Auf der Verpackung der Lanqin-Halsbonbons steht, dass sie „von Lanqin ins Leben gerufen wurden“, und die Zutatenliste enthält weder Banlangen noch Huangqin. Logischerweise sollte das Produkt „Lanqin-Bonbons“ heißen. Die Hersteller nutzen jedoch die Bekanntheit des Markennamens, um den Eindruck zu erwecken, es handle sich um eine Weiterentwicklung der Lanqin-Oralflüssigkeit mit denselben Wirkstoffen.
  • Offizielle Antwort vs. tatsächliche Praxis: Yangtze River Pharmaceutical erklärt: „Verwechseln Sie bitte keine gewöhnlichen Lebensmittel mit Medikamenten.“ Ironischerweise veröffentlichte das Unternehmen im August 2025 jedoch eine neue Markenstrategie, in der die Lanqin-Oralflüssigkeit (Medikament) und die Lanqin-Halsbonbons unter demselben Markennamen „Lanqin“ zusammengefasst wurden.

Einfache Erklärung: Das ist, als würde man Medikamente und Bonbons absichtlich zusammen verkaufen, um den Eindruck von Zusammengehörigkeit zu erwecken – und erst auf Kritik reagieren, indem man behauptet, es handle sich um zwei verschiedene Produktkategorien. Diese Haltung, in normalen Zeiten so zu tun, als wüsste man nichts, und bei Problemen so zu tun, als wäre man unschuldig, ist der Grund für die Kritik der Verbraucher.

3. Historische Probleme: Von der „Markenraubung“ zur „verteidigenden Registrierung“

Warum entstand diese Situation, in der nicht klar unterschieden wird zwischen Medikamenten und Lebensmitteln? Dahinter steckt eine komplexe Geschichte des Markenstreits.

  • Erste Phase: Exklusivzeit (1999–2012)

1999 wurde die Lanqin-Oralflüssigkeit auf den Markt gebracht, und im folgenden Jahr registrierte Yangtze River Pharmaceutical den Markennamen „Lanqin“ (für Medikamente). Zu dieser Zeit war „Lanqin“ praktisch gleichbedeutend mit dem exklusiven Produkt von Yangtze River.

  • Zweite Phase: Markenraub (2013–2017)

Mit den Auszeichnungen wie „Schutzart für traditionelle chinesische Medizin“ und „Gesundes China·Markenliste“ erkannte die Öffentlichkeit den kommerziellen Wert des Namens „Lanqin“. Andere Unternehmen begannen, den Markennamen in Bereichen wie Bekleidung, Kosmetik, Bier und sogar medizinischen Geräten zu registrieren.

  • Dritte Phase: Verteidigende Expansion (seit 2018)

Um den Markenwert zu schützen, registrierte Yangtze River seit 2018 mehr als 100 weitere „Lanqin-Marken“, auch in Bereichen, die nichts mit Medizin zu tun haben.

Wichtiges Detail: Obwohl Yangtze River viele Marken registriert hat, wird auf der Verpackung der Lanqin-Oralflüssigkeit tatsächlich ein anderer Markenname verwendet – „Longfengtang“. Der Markenname „Lanqin“ wird hauptsächlich für Halsbonbons und Lutscher verwendet.

Einfache Erklärung: Es ist, als würde jemand mit dem Nachnamen „Li“ alle Produkte mit diesem Namen als „Li-Produkte“ bezeichnen – nur seine eigenen Bonbons dürfen „Li-Produkte“ heißen, seine Medikamente jedoch müssen „Zhang-Produkte“ heißen. Die Verwendung des Markennamens „Lanqin“ für Produkte, die nichts mit Medizin zu tun haben, führt zu Verwirrung bei den Verbrauchern.

4. Klassifizierungsprobleme: Es könnte sogar kein „gewöhnliches Lebensmittel“ sein, sondern ein „Bequemlebensmittel“

Ein weiteres leicht übersehenswertes Detail: Lanqin-Halsbonbons gehören möglicherweise nicht einmal zu den „gewöhnlichen Lebensmitteln“, sondern zu den „Bequemlebensmitteln“.

  • Markenklassifizierung: Die von Yangtze River angemeldete „Lanqin-Lebensmittelmarke“ enthält keine Zutaten wie „Zucker“ oder „Bonbons“. Marken, die Zucker oder Bonbons enthalten, gehören zur Kategorie der „Bequemlebensmittel“. Yangtze River hat dafür neun Marken angemeldet.
  • Warum ist das wichtig?

Aus Sicht des Urheberrechts sind Lanqin-Halsbonbons eigentlich „Bequemlebensmittel“. Für die Verbraucher bedeutet „Bequemlebensmittel“ oft, dass sie stark verarbeitet sind, weniger gesund sind und schnell verzehrt werden können. Die Hersteller behaupten, es handele sich um „gewöhnliche Lebensmittel“, um ein natürlicheres und gesünderes Image zu vermitteln – doch die rechtliche Klassifizierung steht im Widerspruch dazu. Diese Unklarheit verstärkt die Verwirrung der Verbraucher: Was kaufe ich eigentlich?

5. Die Folgen des großen Interesses: Die Werbung mit einem Star vergrößert die Konsequenzen des raffinierten Marketings

Schließlich sprechen wir über die Werbung mit Wang Yibo:

  • Der Doppelgänger-Effekt eines Stars: Ohne die Werbung mit Wang Yibo wären die Lanqin-Halsbonbons wahrscheinlich nur ein unscheinbares Bonbon auf dem Regal gewesen, das niemand genauer untersucht hätte. Die Zusammenarbeit mit einem Star brachte jedoch viel Aufmerksamkeit und führte zu einer genauen Betrachtung der Produktzutaten und der Markenpraxis.
  • Das Zusammenbrechen des Markenvertrauens: Für die Verbraucher ist es nicht notwendig, sich mit komplexen Markenregeln auszukennen. Sie sehen:

1. Der Name „Lanqin“ klingt nach einem Medikament.

2. Auf der Verpackung steht, dass das Produkt von „Lanqin ins Leben gerufen wurde“, was Autorität suggeriert.

3. Die Zutatenliste enthält jedoch weder Banlangen noch Huangqin.

4. Die Hersteller behaupten, es handele sich um kein Medikament, verwenden aber den Markennamen „Lanqin“ für Bonbons.

Diese Haltung, die versucht, von der Popularität von Medikamenten zu profitieren, ohne die Verantwortung dafür zu übernehmen, löste bei den Verbrauchern Ärger aus.

Fazit und Ratschläge:

Der Skandal um die Lanqin-Halsbonbons zeigt, wie traditionelle Pharmaunternehmen bei der Markterweiterung die Markenregeln ausnutzen können, um raffiniertes Marketing zu betreiben – mit oft negativen Konsequenzen.

  • Für Verbraucher: Prüfen Sie die Zutatenliste, bevor Sie Bonbons kaufen. Wenn Banlangen und Huangqin nicht enthalten sind, handelt es sich um ein gewöhnliches Bonbon – erwarten Sie keine medizinischen Wirkungen.
  • Für Unternehmen: Bei der Markterweiterung sollte man nicht nur auf „Randbedingungen“ zurückgreifen. Wenn der Markenname „Lanqin“ für Produkte verwendet wird, die nicht zu Medikamenten gehören, sollte dies auf der Verpackung klar gekennzeichnet werden. Verwenden Sie keine suggestiven Begriffe wie „Erfinder“ oder „gleiche Wirkung“. Sonst wird die große Aufmerksamkeit zu einer noch größeren Krise.
  • Für die Regulierungsbehörden: Mit der neuen Markenrechtgebung wird die Kontrolle solcher raffinierten Markenpraktiken strenger werden. Unternehmen sollten ihre Markenstrategien rechtzeitig anpassen, um nicht in Grauzonen zu geraten.

Abschließend danke ich Wang Yibo für seine „unbeabsichtigte“ Werbung – sie hat uns die Hintergründe des Markenmanövers der Lanqin-Halsbonbons aufgezeigt. Für die meisten Menschen ist es am besten, die Wahrheit zu erkennen und rational zu konsumieren, um solchen raffinierten Marketingstrategien zu begegnen.