第一财经

Wie reagiert Kanada auf Trump – will es der EU beitreten? Was ist das erste „gemeinsame Mitglied“ der EU?

原文:应对特朗普,加拿大想加入欧盟?什么是欧盟首个“联席成员”?

Will die EU Kanada zu einem „außerordentlichen Partner“ machen? Eine große Show der Zusammenrottung gegen die US-Hegemonie

Hallo zusammen, ich bin euer Finanzjournalist. Die Nachricht, über die wir heute sprechen, klingt etwas „science fiction-mäßig“, aber dahinter stecken reale Interessenkämpfe und starke geopolitische Veränderungen.

Einfach ausgedrückt: Die EU-Präsidentin Ursula von der Leyen schlägt vor, dass Kanada zu einem „Assoziierten Mitglied“ der EU wird. Beachten Sie: Es handelt sich nicht um ein offizielles Mitglied, sondern um eine neue Art von Status, der zwischen „Außenstehendem“ und „Mitglied“ liegt.

Was steckt dahinter? Warum möchte Kanada plötzlich enger mit Europa verbunden werden? Und was will die EU damit erreichen? Lassen Sie uns diese Nachricht analysieren und die Logik dahinter in einfachen Worten erklären.

---

I. Ursache: Die „neue Beziehung“, die aus der Not entstanden ist

Zunächst müssen wir verstehen, warum Kanada plötzlich so begeistert von der EU ist. Die Antwort ist nur eine: Kanada wurde von den USA tief verletzt.

Stellen Sie sich vor, zwei Nachbarn, die früher noch gut miteinander auskamen, aber dann hat der amerikanische Nachbar (die Trump-Regierung) plötzlich die Fäuste geballt:

1. Zollkriege: Ende August brachen die Handelsverhandlungen zwischen den USA und Kanada ab. Trump erhob direkt Zölle in Höhe von 50 % auf viele kanadische Waren – das ist keine kleine Summe und traf die kanadische Wirtschaft hart.

2. Verbale Demütigungen: Noch schlimmer war, dass Trump mehrmals öffentlich sagte, er wolle Kanada zum **„51. Bundesstaat“ der USA machen“. Das klingt wie ein Scherz, ist aber eine große Beleidigung in politischer Hinsicht und bedeutet, dass die USA Kanada nicht mehr als gleichberechtigten Verbündeten betrachten, sondern als ein „Zubehör“, das man nach Belieben manipulieren kann.

Kanadas Premierminister Justin Trudeau ist kein Mann, der leicht nachgibt. Er warnte: „Die auf Regeln basierende internationale Ordnung ist vorbei.“ Das bedeutet: Früher haben alle nach Regeln gehandelt, jetzt handeln die USA nicht mehr nach Regeln – also kann Kanada sich nicht mehr nur auf die USA verlassen.

Daher begann Kanada, nach anderen Partnern zu suchen, und die EU, aufgrund ihrer geografischen Nähe und ähnlicher Werte (beide sind Sozialstaaten, legen Wert auf Menschenrechte und Regeln), erschien als der geeignetste Kandidat. Die Strategie der Trudeau-Regierung ist klar: **Wenn die USA nicht zuverlässig sind, dann bauen wir eine starke Allianz mit Europa auf und machen die EU zu unserer „großen Rückendeckung“.

---

II. Das Kernkonzept: Was bedeutet „Assoziiertes Mitglied“? Kein vollständiges Beitritt, sondern eine „VIP-Karte“

Viele Menschen denken bei dem Wort „Mitglied“ sofort: Kanada wird der EU beitreten.

NEIN! Trudeau hat es selbst klar gesagt: Es gibt keine Absicht, ein offizielles Mitglied zu werden.

Was ist also ein „Assoziiertes Mitglied“? Man kann es als „Super-VIP-Partner“ verstehen.

  • Offizielles Mitglied: Wenn man ein offizielles EU-Mitglied wird, muss man alle Regeln der EU einhalten (Gesetze, Finanzintegration) und die Rechte aller EU-Bürger genießen (Freizügigkeit, Stimmrecht usw.), aber man zahlt Gebühren und untersteht der Kontrolle der EU-Verwaltung. Der Beitrittsprozess ist sehr langwierig und erfordert den Verzicht auf viel Souveränität – das will Kanada auf keinen Fall.
  • Assoziiertes Mitglied: Man erhält sozusagen eine „lebenslange VIP-Karte“ für die EU. Man lebt zwar nicht dort (tritt nicht in den Binnenmarkt ein), kann aber frei in der EU bewegen (Teilweise Freizügigkeit von Personen und Waren), an Besprechungen teilnehmen und die Einrichtungen der EU nutzen (Gemeinschaftstechnologien, Verteidigung, Energie). Zudem erhält man bessere Bedingungen als normale Bürger.

Wichtig ist: Die EU verfügt derzeit über keinen solchen Status. Das bedeutet, dass von der Leyen einen neuen Status „erfindet“. Dies erfordert die Zustimmung aller 27 EU-Länder – was nicht einfach ist. Der Vorteil ist, dass Kanada nahezu die gleichen Vorteile wie ein vollständiges EU-Mitglied genießen kann, ohne die schweren Verpflichtungen zu übernehmen.

---

III. Die Absichten der EU: Kanada anziehen, um die USA auszugleichen

Sie fragen sich vielleicht, warum die EU sich so viel Mühe macht, Kanada anzuziehen – nur um Käse und Wein zu verkaufen?

Natürlich nicht. Die EU hat eigene Pläne, und diese sind ziemlich groß.

1. Eine neue Version der „transatlantischen Allianz“ aufbauen:

Früher waren die Beziehungen zwischen Europa und den USA von den USA dominiert. Jetzt, da Trump an der Macht ist, fühlt sich Europa betrogen. Die EU möchte durch die Annäherung an Kanada eine „Allianz mittlerer Mächte“ schaffen.

Professor Chen Bo sagt es gut: Sowohl die EU als auch Kanada sind „mittlere Mächte“ – keine Seite hat die absolute Hegemonie. Gemeinsam könnten sie eine Kraft bilden, um dem US-Druck standzuhalten.

2. Ein „Hintertür“ für Großbritannien offen halten:

Großbritannien möchte nach dem Brexit weiterhin enge Beziehungen zur EU aufrechterhalten, aber die EU hat dies bisher abgelehnt. Wenn die EU nun Kanada als „Assoziiertes Mitglied“ akzeptiert, könnte dies einen Vorreger für eine ähnliche Zusammenarbeit mit Großbritannien sein. Das ist eine Art Test einer „flexiblen Zusammenarbeit“.

3. Auf die Sicherheitsbedrohungen nach dem Ukraine-Konflikt reagieren:

Die EU ist im Ukraine-Konflikt gefangen und hängt stark von den USA ab, was Sicherheit und Energie betrifft. Die EU möchte unabhängiger werden, hat aber nicht die Mittel dazu. Durch die Annäherung an Kanada könnten sie in Bereichen wie der Verteidigungsindustrie, Schlüsselmineralien und Energie voneinander profitieren. Kanada verfügt über Ressourcen und Technologie, die EU über Märkte und Finanzmittel. Gemeinsame Anstrengungen könnten die Abhängigkeit von den USA verringern und die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit stärken.

---

IV. Reale Hindernisse: Die Vision ist groß, die Verhandlungen sind schwierig

Obwohl von der Leyen schöne Worte spricht, gibt es viele Herausforderungen:

1. Ungelöste Altverbindlichkeiten: Das CETA-Abkommen ist noch nicht ratifiziert:

Die EU und Kanada haben bereits vor zehn Jahren das Gesamteinkommensthandelsabkommen (CETA) unterzeichnet, aber bis heute haben 10 EU-Länder (einschließlich Frankreich, Italien, Polen) es noch nicht offiziell genehmigt.

Warum? Weil die Landwirte dagegen sind (aus Angst vor Konkurrenz durch kanadische Produkte) und aus politischen Gründen (der französische Senat lehnte es früher ab).

Viele EU-Bürger sagen: „Wenn ihr noch nicht einmal das alte Abkommen ratifiziert habt, wollt ihr schon ein neues Assoziiertes Mitglied? Löscht erst das CETA!“

Außerdem stehen in Frankreich, Italien und Polen nächstes Jahr Wahlen an – neue Regierungen könnten eine konservativere Haltung einnehmen, was die Zustimmung zum CETA erschwert.

2. Kein Vorreiter für „Assoziierte Mitglieder“ – große Widerstände:

Die EU legt großen Wert auf Prozessgerechtigkeit und Konsistenz. Zuvor gab es Sondervereinbarungen mit Island, Norwegen und der Schweiz, aber diese basierten auf bestehenden Rahmenwerken.

Ein neuer Status für Kanada würde die EU-Verträge oder -gesetze ändern – das erfordert die einstimmige Zustimmung aller 27 Länder.

Einige Länder befürchten: Wenn Kanada solche Vorteile erhält, könnten auch andere Länder (wie Japan, Südkorea, Australien) ähnliche Forderungen stellen. Wird die EU zu einem „Gemisch“?

Außerdem wollte die Ukraine früher ebenfalls einen „leichteren Status“ – was von vielen Ländern abgelehnt wurde. Die politische Balance innerhalb der EU ist angespannt.

3. Die Reaktion der USA:

Die Trump-Regierung wird sicherlich dagegen sein. Was werden die USA tun, wenn die EU und Kanada enger zusammenarbeiten? Wird es zu Zöllen oder sogar zu Sicherheitsbedrohungen kommen?

Die EU ist in einer schwierigen Position: Sie möchte sich von der US-Hegemonie befreien, fürchtet aber, die USA vollständig zu verärgern. Diese „Seiltanz“-Situation macht die Verhandlungen noch komplizierter.

---

V. Zukunftsaussichten: Die Gipfelkonferenz in Montreal im Oktober ist ein entscheidender Zeitpunkt

Trotz aller Schwierigkeiten machen beide Seiten Fortschritte:

  • Kurzfristiges Ziel: Die Ratifizierung des CETA und die Unterzeichnung eines Digitalhandelsabkommens.
  • Mittelfristiges Ziel: Auf dem Gipfel in Montreal im Oktober die Unterzeichnung konkreter Kooperationsabkommen (Verteidigungsbeschaffungen, Schlüsselmineralien, KI-Zusammenarbeit).
  • Langfristiges Ziel: Die Klärung der genauen Bedingungen für das „Assoziierte Mitglied“.

Professor Chen Bo sagt:

Die EU sollte eigentlich ein wichtiger Partner für Kanadas Gegenwirkung gegen die USA sein, aber momentan ist sie selbst durch den Ukraine-Konflikt abhängig von den USA – daher zeigt sie in den Verhandlungen oft Nachgiebigkeit.

Das bedeutet: Für Kanada wird es kurzfristig schwierig sein, sich vollständig von den USA zu befreien, solange die EU selbst nicht vollständig unabhängig ist.

Zusammenfassung:

Diese „Ehe“ zwischen der EU und Kanada ist im Grunde ein Versuch zweier westlicher Großmächte, die von den USA unterdrückt oder ignoriert werden, ihre Verhandlungsstärke und Unabhängigkeit durch wirtschaftliche und sicherheitstechnische Zusammenarbeit zu stärken.

  • Für Kanada: Es ist ein Versuch, sich selbst zu retten, um nicht vollständig von den USA absorbiert oder marginalisiert zu werden.
  • Für die EU: Es ist ein Versuch, in der Ära Trump neue, gleichberechtigte transatlantische Beziehungen aufzubauen.

Aber dieser Weg wird nicht einfach sein. Es gilt, den Bürokratismus innerhalb der EU, die Interessenkonflikte der Mitgliedsländer sowie mögliche Gegenmaßnahmen der USA zu überwinden.

Der Begriff „Assoziiertes Mitglied“ ist derzeit eher ein politisches Versprechen als eine etablierte rechtliche Regelung. Ob dies Wirklichkeit wird, hängt von den Entwicklungen in Europa und den USA in den nächsten Jahren ab – und davon, ob die EU wirklich vereint bleiben kann.

Für die Bürger bedeutet dies möglicherweise bessere Handelsbeziehungen mit Kanada, enger technischer Austausch und mögliche Vorteile wie Visafreiheit. Aber all das ist noch in der Theorie – die konkreten Vorteile werden erst in einigen Jahren sichtbar werden.