Die „Entwässerung“ der Körperrobotik-Branche: Wer zahlt, wenn Roboter anfangen, „Bestellungen zu fälschen“?
Hallo zusammen, ich bin euer Finanzbeobachter. Heute wollen wir über ein Thema sprechen, das in den letzten Tagen in der Technologie- und Finanzwelt für große Aufmerksamkeit gesorgt hat – die Verdachtsmomente von Einnahmenfälschungen in der Körperrobotik-Branche (also der Branche der humanoiden Roboter).
Einfach ausgedrückt: Es gibt Vorwürfe, dass einige Roboterunternehmen, um ein gutes Bild bei der Börse zu machen, durch sogenannte „Links-Hand-rechts-Hand-Transaktionen“ mit lokalen Regierungen und Investoren nicht verkaufte Roboter als Einnahmen ausweisen. Das ist wie ein Restaurantbesitzer, der Freunde und Verwandte dazu bringt, täglich zu essen und zu zahlen, obwohl das Geld eigentlich aus seiner eigenen Tasche stammt.
Der Kernkonflikt dieser Geschichte ist, dass der Gründer von Meikamand, Shao Tianlan, öffentlich Unternehmen wie Galaxy General angeprangert hat, die durch „Datenbeschaffungszentren“ und Verbindungsgeschäfte falsche Einnahmen erzeugen. Die Aufsichtsbehörden (z. B. die China Securities Regulatory Commission, CSRC) haben außerdem die Bedingungen für IPOs (Börsengänge) verschärft und verlangen, dass Unternehmen nachweisen können, dass sie regelmäßige, echte Einnahmen haben.
Im Folgenden werde ich diese komplexe Nachricht in fünf leicht verständliche Punkte aufteilen, um euch den Hintergrund zu erklären.
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1. Was ist ein „Datenbeschaffungszentrum“ – und warum ist es ein Hotspot für Fälschungen?
Zuerst müssen wir verstehen, was ein „Datenbeschaffungszentrum“ ist.
Man kann es sich als die „Fahrschule“ für Roboter vorstellen:
- Traditionelle Logik: Um klug zu werden, müssen Roboter viele Videos anschauen und viele Geräusche hören, um zu lernen.
- Körperrobotik-Logik: Roboter müssen auch in der Praxis arbeiten können (z. B. Verpackungsmaterial aufreißen, Schrauben drehen). Es reicht nicht aus, nur Videos anzusehen; sie müssen die entsprechenden Aktionen tatsächlich ausführen. Deshalb stellen Unternehmen Hunderte oder Tausende von Robotern in Fabriken auf, lassen sie die Aktionen wiederholen und die Ergebnisse als Daten aufzeichnen, um AI-Modelle zu trainieren.
Warum gibt es hier Probleme?
Früher wurden Roboter an Fabriken, Krankenhäuser oder Haushalte verkauft – das waren echte Marktanfragen und echte Einnahmen. Heute werden viele Roboter an „Datenbeschaffungszentren“ verkauft, die oft von lokalen Regierungen gegründet oder in Partnerschaft mit Roboterunternehmen betrieben werden.
Das führt zu einer peinlichen Situation:
- Auf den ersten Blick: Ein Roboterunternehmen verkauft zehntausend Roboter an ein Datenbeschaffungszentrum und erzielt damit mehrere hundert Millionen an Einnahmen – die Bilanz sieht gut aus.
- In Wirklichkeit: Die Roboter arbeiten nicht in den Fabriken, sondern liegen nur im Datenbeschaffungszentrum herum. Zudem stammt das Geld für diese Roboter oft aus lokalen Subventionen, staatlichen Investitionen oder sogar von den eigenen Aktionären des Unternehmens.
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2. „Links-Hand-rechts-Hand-Transaktionen“: Wie erhöhen Verbindungsgeschäfte die Einnahmen?
In der Nachricht wird ein wichtiger Begriff erwähnt: Verbindungsgeschäfte. Im Geschäftsleben bedeutet das, wenn Unternehmen miteinander handeln, die in einer verwandten Beziehung stehen (z. B. wenn B ein großer Aktionär von A ist oder beide Unternehmen vom selben Besitzer kontrolliert werden).
In der Körperrobotik-Branche sind solche Geschäfte sehr verbreitet. Es gibt zwei Hauptformen:
1. Zahlungen durch staatliche Investitionen/Regierungsplattformen:
Zum Beispiel hat Zhiyuan Robotics einen Auftrag in Zhuhai erhalten; der Käufer ist „Zhuhai Zhihuiyuanqi Technology Co., Ltd.“, ein Joint Venture aus Zhiyuan und staatlichen Investitionen.
- Hintergrund: Auch wenn das Geld über öffentliche Konten fließt, könnte es eine Art Unterstützung durch die Regierung geben. Wenn die Roboter nur zur Demonstration oder Datenerfassung verwendet werden und keinen echten wirtschaftlichen Wert erzeugen, sind diese Einnahmen falsch.
2. Investoren als große Kunden:
Dies ist eine direktere Form: Der größte Kunde von Galaxy General ist CATL, das auch ein großer Aktionär des Unternehmens ist.
- Hintergrund: Investoren können Bestellungen aufgeben, um das Börsengangspotenzial des Unternehmens zu unterstützen oder den Aktienkurs zu halten. Solche Bestellungen sind zwar real, spiegeln aber nicht die tatsächliche Marktnachfrage wider, sondern eher die Absicht der Aktionäre.
Wie sehen Experten das?
Zhang Xinyuan, Experte des Shanghai Technology Exchange Think Tanks, weist darauf hin, dass zwei Indikatoren wichtig sind, um die Echtheit der Einnahmen zu beurteilen:
- Anteil der Einnahmen aus Verbindungsgeschäften: Wenn 80 % der Einnahmen aus solchen Geschäften stammen, ist das sehr riskant.
- Wirkliche Nachkaufrate abzüglich Verbindungsunternehmen: Außer den Verwandten – kaufen auch Fremde die Produkte? Und kaufen sie das nächste Jahr wieder? Wenn nicht, zeigt das, dass das Produkt möglicherweise keine echten Bedürfnisse der Kunden erfüllt.
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3. Die Aufsichtsbehörden greifen ein: Höhere IPO-Hürden – keine „Geschichten“ mehr
Der Grund für diesen Skandal ist, dass der Zeitpunkt des Börsengangs (IPO) gekommen ist. Früher mochte der Kapitalmarkt solche „Geschichten“: „Wir haben humanoide Roboter, die in Zukunft menschliche Arbeit ersetzen können – eine Bewertung von hunderten Milliarden!“ Solange die Geschichte überzeugend war, kam das Geld. Jetzt hat sich die Richtung geändert.
Laut The Information hat die CSRC Anleger- und Investmentgesellschaften eine „indirekte, aber klare“ Warnung gesendet:
- Möchtet ihr an die Börse? Dann müsst ihr nachweisen, dass ihr kontinuierlich Geld verdienen könnt – oder zumindest, dass eure Verluste abnehmen.
- Ihr müsst echte technologische Innovationen vorweisen, nicht nur mit PowerPoint-Präsentationen und Pressekonferenzen.
- Eure Einnahmen müssen regelmäßig und nicht einmalig durch Verbindungsunternehmen erzielt werden.
Was bedeutet das?
Das frühere Modell des „Geldverbrennens zum Erreichen von Skaleneffekten“ oder der Rückhalt durch staatliche Subventionen und Aktionäre wird bei der Börsenprüfung stark eingeschränkt. Die Aufsichtsbehörden wollen nicht, dass „PPT-Unternehmen“ oder solche, die Bestellungen fälschen, an die Börse kommen, denn ein Kursverfall würde die kleinen Anleger schädigen.
Auch das National Development and Reform Commission hat erklärt: „Wir wollen verhindern, dass alle blind mitmachen“, und betont, dass Roboter in echten Anwendungsszenarien weiterentwickelt werden müssen. Das ist wie ein Kübel kaltes Wasser auf die Branche – es setzt einen klaren Ton: „Keine Fälschungen mehr, nur echte Lösungen.“
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4. Der aktuelle Zustand der Branche: Die Hälfte ist Wasser, die Hälfte ist Feuer
Obwohl die Kontroversen groß sind, können wir die ganze Branche nicht einfach verurteilen. Die Körperrobotik ist tatsächlich ein Milliardenmarkt, aber der aktuelle Zustand lässt sich mit „Die Hälfte ist Wasser, die Hälfte ist Feuer“ beschreiben:
„Wasser“ (Risikoseiten):
- Überhöhte Einnahmen: Bei vielen Unternehmen stammen 30 % bis 50 % oder mehr der Einnahmen im Jahr 2026 aus Datenbeschaffungszentren und Verbindungsunternehmen. Ein Hersteller mit einer Bewertung von über 20 Milliarden hat beispielsweise 1000–2000 Roboter verkauft, wovon 500 an Datenbeschaffungszentren gingen und 350 Millionen an Einnahmen brachten.
- Mangel an Marktpotenzial: Viele Roboter können zwar „wie Menschen aussehen“, tanzen und Hände schütteln, aber sie ersetzen in Fabriken keine Menschen – sie sind ineffizient, teuer und unzuverlässig.
- Niedrige Preise für Daten: Eine Transaktion von 300 Datensätzen kostet nur 30.000 Yuan, was zeigt, dass die Daten derzeit keinen hohen wirtschaftlichen Wert haben.
„Feuer“ (Chancen):
- Verbesserte Infrastruktur: Es gibt bereits über 90 Datenbeschaffungszentren im Land, und die Datensammlung beschleunigt sich. Das ist die Grundlage für die zukünftige Entwicklung von KI.
- Beschleunigte technologische Fortschritte: Obwohl die Kommerzialisierung schwierig ist, macht sich die Technologie weiterentwickelt. 2026 wird ein entscheidender Wendepunkt sein.
- Trend zu führenden Unternehmen: Unternehmen wie UbiSelect, Zhiyuan und Galaxy General setzen zwar auch auf Verbindungsgeschäfte, aber sie tragen maßgeblich zur Standardsetzung und Technologieimplementierung bei.
Wichtiger Punkt: Die Branche durchläuft einen Prozess der „Entwässerung“. Die Unternehmen mit echter Technologie, passenden Anwendungsszenarien und Nachkaufkraft werden überleben; diejenigen, die nur mit Geschichten und Fälschungen arbeiten, werden aussortiert oder ihren Börsengang verzögern.
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5. Erkenntnisse für die Allgemeinheit: Wie versteht man zukünftige Investitionen in Roboter?
Falls ihr an Technologieinvestitionen interessiert seid oder die Roboterbranche verfolgt, liefern diese Entwicklungen einige wichtige Erkenntnisse:
1. Schaut nicht nur auf die „Auslieferzahlen“, sondern auch auf die Nachkaufrate: Ein Roboterunternehmen verkauft zehntausend Roboter – das klingt beeindruckend. Aber fragt euch: Werden die Kunden nächstes Jahr noch kaufen? Wenn die Roboter an Datenbeschaffungszentren gehen, werden diese weiterhin bestehen? Wenn die Kunden alle Aktionäre sind, ist diese Nachfrage nachhaltig?
2. Seid vorsichtig mit Bewertungspfllen: Viele Körperrobotik-Unternehmen haben Bewertungen von 20–30 Milliarden, die auf zukünftigen Erwartungen basieren – nicht auf aktuellen Gewinnmöglichkeiten. Wenn die Regulierung strenger wird oder die Technologie nicht einhält, könnten diese hohen Bewertungen stark sinken.
3. Achtet auf die tatsächliche Anwendung: Konzentriert euch nicht nur darauf, ob Roboter auf Bühnen tanzen oder auf Pressekonferenzen Hände schütteln können. Vielmehr sollte man sich darauf konzentrieren, ob sie in realen Anwendungen wie Fabriken, Logistiklagern oder Krankenhäusern tatsächlich nützlich sind.
4. Versteht die Veränderungen in der Politik: Die Regierung fördert nicht mehr den massiven Aufbau von Robotikparken, sondern individuelle, praktische Anwendungen. Das bedeutet, dass zukünftige Subventionen gezielter an Unternehmen fließen werden, die tatsächlich industrielle Probleme lösen.
Zusammenfassung:
Die Körperrobotik-Branche geht von der Unruhe der „Kindheit“ in die Klarheit des „Erwachsenenalters“. Die Unternehmen, die sich auf Fälschungen und Geschichten verlassen, werden Schwierigkeiten haben; diejenigen mit echter Technologie, Anwendungen und Nachkaufkraft haben die beste Chance, sich durchzusetzen.
Als Bürger sollten wir nicht nur die Spannungen verfolgen, sondern auch die Hintergründe verstehen: Zukünftige Roboter dienen nicht der Show für Investoren, sondern der Unterstützung der Menschen. Wer das schafft, wird der wahre Gewinner sein.