Hat Lei Jun mit diesem Tritt den „Rettungsstrohhalm“ für Xiaomi geschlagen?
Hallo zusammen, ich bin euer Finanzjournalist. Heute sprechen wir nicht über langweilige Kursdiagramme, sondern über einen „berühmten Moment“ von Lei Jun: Er ging persönlich zum Hauptsitz von Yuzhu Technology, trat gegen einen humanoiden Roboter, und der Roboter blieb standhaft – Lei Jun gab ihm ein Like.
Das sieht aus wie ein amüsanter Moment eines Chefs, der die Arbeit inspiziert, aber in meinen Augen ist es eigentlich eine „Kriegserklärung“ von Xiaomi an den Kapitalmarkt und die Konkurrenz in einer entscheidenden Situation.
Warum sage ich das? Weil Lei Jun jetzt mehr als je zuvor besorgt ist und dringend eine neue Geschichte braucht, um das Vertrauen der Mitarbeiter zu stärken.
Im Folgenden zerlege ich diese Nachricht in fünf Punkte und erkläre euch die Hintergründe in einfachen Worten.
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Warum musste Lei Jun diesen Tritt ausführen? – Ein „Beruhigungsmittel“ für die Investoren
Zunächst müssen wir klarstellen, warum Lei Jun zu Yuzhu Technology ging. Auf den ersten Blick war er als Investor von Shunwei Capital dort, um zu sehen, wie es mit dem von ihm investierten Unternehmen steht. Yuzhu Technology ist momentan sehr erfolgreich und sein Marktwert nähert sich 200 Milliarden Yuan – mehr als der Marktwert der drei Automobilhersteller NIO, Xpeng und Li Auto zusammen an der Hongkonger Börse.
Aber Leis Tritt war sehr bedeutsam:
1. Überprüfung der Technologiereife
Was fürchten Roboter am meisten? Dass sie umfallen oder instabil sind. Leis Tritt diente dazu, die „Doppelbeinsteuerung“-Fähigkeit des Roboters zu testen. Wenn der Roboter nach einem Tritt umfällt, bedeutet das, dass die Technologie noch nicht ausgereift ist; wenn er jedoch stabil bleibt, zeigt es, dass Yuzhus Kerntechnologie – und somit auch die Technologiebasis, auf der Xiaomi in Zukunft bauen kann – zuverlässig ist.
2. Signal der Beteiligung am Markt
Lei Jun ist die treibende Kraft hinter Xiaomi, und seine Handlungen spiegeln oft die Strategie des Unternehmens wider. Dass er persönlich den Roboter ausprobierte und ihm ein Like gab, bedeutet: „Dieser Marktbereich hat Potenzial – ich möchte daran teilhaben.“
3. Beruhigung der besorgten Aktionäre
Xiaomis Aktienkurs ist stark gefallen (von 61 Hongkong-Dollar auf rund 26 Hongkong-Dollar), und der Marktwert ist um mehr als eine Billion Yuan gesunken. Die Investoren fragen sich: „Xiaomi verkauft keine Handys mehr, und die Autos bringen keinen Gewinn – worauf kann das Unternehmen in Zukunft setzen?“ Leis Tritt signalisiert dem Markt: „Keine Sorge, wir haben noch ein neues Geschäftsfeld – Roboter.“
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Wie schwierig ist es für Xiaomi derzeit? – „Doppelter Rückgang“ im Handy- und Automobilgeschäft, dringend ein neuer Motor benötigt
Warum ist Xiaomi so dringend auf der Suche nach einer neuen Geschäftsidee? Weil die beiden bisherigen „Motoren“ versagen:
1. Handygeschäft: Engpässe bei Chips
Früher verkaufte Xiaomi viele Handys aufgrund ihres günstigen Preises und ihrer Qualität. Doch jetzt sind die Preise für Speicherchips (Speicher und Speicherplatz in Handys) um 300 Prozent gestiegen!
- Konsequenz: Die Hälfte der Handys kostet weniger als 200 US-Dollar (ca. 1400 Yuan); der Großteil des Preises entfällt auf Chips.
- Maßnahme: Xiaomi muss die Preise erhöhen, um den Gewinn zu sichern. Dadurch werden die Handys teurer, aber die Verkäufe sinken (im zweiten Quartal um 26,5 Prozent).
- Aktuelle Situation: Früher stiegen sowohl Verkäufe als auch Preise – jetzt steigen nur die Preise, um den Gewinn zu halten, was für Xiaomi, das auf Skaleneffekten basiert, tödlich sein kann.
2. Automobilgeschäft: Mehr Umsatz, aber weniger Gewinn
Xiaomis Autos verkaufen sich zwar gut (SU7 und YU7: Gesamtverkäufe von über 700.000 Einheiten, monatliche Verkäufe bei 30.000 Einheiten), aber der Gewinn steigt nicht.
- Probleme: Das Automobilgeschäft ist ein kapitalintensives Geschäft mit hohen Anfangsinvestitionen (Forschung und Entwicklung, Fabrikaufbau, Marketing).
- Aktuelle Situation: Autos sind noch kein „Geldbringer“ – sie verbrauchen weiterhin Geld.
3. Zusammenfassung
Das Handygeschäft ist ein stagnierender Markt; das Automobilgeschäft ist zwar wachsend, aber es verliert weiterhin Geld. Xiaomi braucht dringend ein neues Geschäftsfeld, das sowohl über eine AI-Story verfügt als auch finanziell erfolgreich ist und einen Marktwert von einer Billion Yuan unterstützen kann. In diesem Zusammenhang passen humanoide Roboter perfekt.
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Startet Xiaomi mit Robotern von Grund auf oder auf einer soliden Basis?
Viele denken, Xiaomi habe plötzlich beschlossen, Roboter zu entwickeln – das ist jedoch nicht der Fall. Xiaomis Roboterprojekt läuft bereits seit längerer Zeit, allerdings eher diskret:
Zeitlinie:
- 2020: interne Projektinitiation.
- 2022: Veröffentlichung des ersten „Tie Da“-Roboters – zwar eher ein Demonstrationsmodell, aber die technische Basis war bereits vorhanden.
- 2023–2025: Diskrete Forschung und Entwicklung.
- 2026: Intensive Aktivitäten:
- März: Der Roboter absolvierte ein „Praktikum“ in der Xiaomi-Autofabrik und konnte Schrauben automatisch festdrehen (Mit Erfolgsrate von 90%).
- August: Neuer Roboter auf der Welt-Roboter-Convention: Kann Kekse greifen, Blumen streuen und Hände schütteln.
Welche Vorteile hat Xiaomi?
Xiaomi nutzt seine Erfahrungen aus dem Handy- und Automobilgeschäft:
- Lieferkettenintegration: Xiaomi ist sehr gut darin, die besten weltweiten Komponenten zu den niedrigsten Kosten zu kombinieren.
- Markenvertrauen: Die Kunden vertrauen Xiaomi sowohl bei Handys als auch bei Autos – dieses Vertrauen kann auf die Roboter übertragen werden.
- Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten: Xiaomi hat Handys, Autos und Smart Homes (Mi Home); Roboter können in Fabriken, Haushalte und Autos eingesetzt werden.
Potenzielle Risiken:
Der Robotermarkt ist sehr wettbewerbsintensiv (Tesla, Huawei, Xpeng sind ebenfalls aktiv). Xiaomis Vorteile sind „Schnelligkeit“ und „Günstigkeit“ – der Nachteil ist jedoch, dass es „spät“ ins Spiel gekommen ist. Wenn die Technologie nicht funktioniert oder die Kosten nicht gesenkt werden können, könnte Xiaomis Roboterprojekt scheitern.
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Was sagt der Kapitalmarkt dazu? – Der Wert von Xiaomi-Robotern wird derzeit unterschätzt
Das ist ein sehr wichtiger Punkt: Wenn Sie Xiaomi-Aktien kaufen, kaufen Sie im Grunde nur Handys, IoT-Geräte und Autos; der Wert des Robotergeschäfts wird in der Bewertung vollständig ignoriert.
Geheimnisse der Bewertungsmethoden:
Analysten bewerten Xiaomi mithilfe der „Summierung der Geschäftsbereiche“ (SOTP):
- Wie viel wert ist das Handygeschäft?
- Wie viel das IoT-Geschäft?
- Wie viel die Internetdienste?
- Wie viel das Automobilgeschäft?
- Summe = Gesamtwert von Xiaomi
Der Wert des Robotergeschäfts wird dabei nicht berücksichtigt. Xiaomis aktueller Marktwert von 670 Milliarden Hongkong-Dollar enthält somit keinen Wert für das Robotergeschäft.
Vergleich mit Xpeng:
Xpeng hat kürzlich sein Roboterunternehmen abgelöst und separat finanziert; der Wert wurde auf über 6,3 Milliarden US-Dollar (ca. 43 Milliarden Yuan) geschätzt.
- Bedeutung: Das zeigt, dass der Markt anerkennt, dass Roboter ein eigenständiges, wertvolles Geschäftsfeld sind.
- Implication: Wenn auch Xiaomis Robotergeschäft vom Markt anerkannt wird, könnte sich Xiaomis Bewertung erheblich erhöhen.
Xiaomis „versteckter Wert:
Xiaomis Ressourcen (Lieferketten, Ökosystem, Kapital) sind nicht schlechter als die der Automobilhersteller – der Markt hat diese noch nicht vollständig berücksichtigt. Sobald Xiaomis Roboter in Serie gehen und Geld einbringen, wird der Kapitalmarkt die Bewertung neu überdenken, und dieser „versteckte Wert“ könnte zu einem starken Anstieg des Aktienkurses führen.
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Wie sieht die Zukunft aus? – Wann wird Xiaomi Geld verdienen und der Aktienkurs steigen?
Zum Schluss: Wann werden Xiaomis Roboter tatsächlich zum Wachstumsmotor des Unternehmens?
Kurzfrist (1–2 Jahre):
- Ziel: Die Roboter sollen in Xiaomis eigenen Fabriken und Haushalten eingesetzt werden.
- Produktionsmenge: Yuzhu Technology prognostiziert 10.000–30.000 Produktionseinheiten im Jahr 2026. Laut Miaotou wird der Kapitalmarkt erst dann auf Xiaomis Roboter reagieren und diese bewerten, wenn die Produktion diese Größenordnung erreicht.
- Wichtig: Es geht nicht um die Menge, sondern darum, ob die Roboter stabil funktionieren und die Kosten gesenkt werden können.
Mittelfrist (3–5 Jahre):
- Ziel: Einführung in weitere Anwendungsbereiche wie Logistik und Dienstleistungen.
- Schlüssel: Die Entwicklung eines „Hardware+Service“-Businessmodells. Der Verkauf von Robotern allein generiert nur einmaligen Umsatz; kontinuierliche Dienstleistungen (z. B. Haushaltsführung, Pflege) könnten zu stetigem Cashflow führen.
Ratschläge für Investoren:
- Betrachten Sie die Zukunft: Die Potenzialität von Robotern als wichtigen Treiber für die Bewertung von Xiaomi.
- Sehen Sie die Realität: Die Umsetzung dieser Potenzialität in Gewinn und Cashflow wird Zeit brauchen. Rechnen Sie nicht damit, dass Xiaomi nächstes Jahr sofort viel Geld verdienen wird.
- Betrachten Sie die Volatilität: Yuzhus Aktienkurs ist nach dem Börsengang um fast 60 Prozent gefallen – auch der Wert von Xiaomis Robotergeschäft könnte stark schwanken.
Zusammenfassung:
Leis Tritt war nicht nur gegen Yuzhu gerichtet, sondern auch dazu da, Xiaomi zu stärken. Xiaomi nutzt die Roboter als „neues Geschäftsfeld“, um die Wachstumsengpässe im Handy- und Automobilbereich zu überwinden. Für Investoren ist das Roboterprojekt derzeit wie ein „kostenloser“ Aufwärtspotenzial: Erfolg würde die Bewertung verdoppeln; Fehlschlag würde zumindest die Handys und Autos als Sicherung bieten.
Die Chance ist da – selbst ein „Schwein“ könnte fliegen. Dieses Mal möchte Lei Jun Xiaomi mit in diese Chance nehmen. Wie hoch sie tatsächlich fliegen können, hängt von den Produktionsergebnissen und der Markteinführung in den nächsten zwei Jahren ab.