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Lucky Coffee – zurück am Spieltisch

原文:瑞幸,重新坐上牌桌

Die „Wiedergeburt“ von Luckin Coffee: Warum sollen reiche Mittelostler 1 Milliarde US-Dollar für ein Unternehmen ausgeben, das wegen Betrugs vom Markt geflogen ist?

Hallo zusammen, ich bin euer Finanzjournalist. Heute möchten wir über eine Geschichte sprechen, die in der Geschäftsgeschichte als „Wunder“ bezeichnet werden kann.

Stellen Sie sich vor: Ein Unternehmen wird wegen finanzieller Fälschungen vom US-amerikanischen Aktienmarkt verbannt, die gesamte Branche wartet nur darauf, über es zu lachen, und man prognostiziert sogar, dass es bald insolvent gehen wird. Doch sechs Jahre später ist das Unternehmen nicht nur nicht untergegangen, sondern hat sogar 36.000 Filialen eröffnet und echtes Geld verdient. Jetzt hat sogar der von Abu Dhabi verwaltete Staatsfonds Mubadala, der über Vermögen in Höhe von fast 400 Milliarden US-Dollar verfügt, 1 Milliarde US-Dollar in das Unternehmen investiert.

Das ist Luckin Coffee.

Viele Menschen denken zuerst: „Hat Luckin nicht betrogen? Wie kann es sich da wieder erholen?“ Tatsächlich steckt hinter dieser Entwicklung nicht nur der Aufschwung des chinesischen Kaffeemarktes, sondern auch ein Lehrbeispiel für die Wiederherstellung des Unternehmensvertrauens.

Im Folgenden werde ich diese Transaktion und den Weg der Wiedergeburt von Luckin in fünf leicht verständliche Punkte zerlegen, um zu zeigen, was genau mit diesen 1 Milliarde US-Dollar gekauft wurde.

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1. Vom „sozialen Tod“ zur „Wiederherstellung des Vertrauens“: Wie hat Luckin seine Reputation wiederhergestellt?

Im Kapitalmarkt bedeutet finanzieller Betrug fast das „Todesurteil“. Unternehmen wie Enron und WorldCom waren nach ihren Fälschungen praktisch ruiniert. Luckin hat jedoch einen anderen Weg eingeschlagen und es in sechs Jahren in drei Schritten geschafft, das Etikett des „betrügerischen Unternehmens“ abzulegen:

  • Erster Schritt: Vollständige Trennung – was zu zahlen war, wurde gezahlt, was bestraft werden musste, wurde bestraft.

Nachdem Luckin 2020 seine Fälschungen öffentlich gemacht hatte, versuchte es nicht, sie zu verbergen, sondern ersetzte das Management schnell (das Team um Guo Jinyi übernahm). Zusammen mit den Regulierungsbehörden zahlte das Unternehmen eine Strafe in Höhe von 180 Millionen US-Dollar und entschädigte die Investoren mit 175 Millionen US-Dollar. Obwohl diese Summe groß ist, sendete sie eine klare Botschaft an den Markt: Wir gestehen unsere Fehler ein, wir halten uns an die Vorschriften, und die alten Probleme sind gelöst.

  • Zweiter Schritt: Mit „echten Daten“ sprechen.

Allein Worte reichen nicht aus – es muss auch die Leistung zeigen. Während der Fälschungen hatte Luckin nur etwas mehr als 4.000 Filialen; heute sind es 36.310. Das ist eine Neunfachsteigerung. Noch wichtiger ist, dass die Gewinne jetzt „echt“ sind: Im Jahr 2025 betrug der Umsatz 49,2 Milliarden US-Dollar und der Nettogewinn 3,6 Milliarden US-Dollar; im ersten Halbjahr 2026 waren es 27,8 Milliarden US-Dollar und der Nettogewinn fast 2 Milliarden US-Dollar. Zudem ist das Cashflow positiv – jedes Jahr fließen Milliarden US-Dollar ein. Was interessiert das Kapital am meisten? Nicht die Vergangenheit, sondern die aktuelle Rentabilität. Luckin hat bewiesen, dass jedes verkaufte Kaffee tatsächlich Geld einbringt und nicht nur Zahlen auf einer PowerPoint-Präsentation sind.

  • Dritter Schritt: Transparenz in der Unternehmensführung.

Heute verfügt Luckin über ein neues Finanzsystem und eine standardisierte Unternehmensstruktur. Für eine Institution wie Mubadala sind die Due-Diligence-Prüfungen (DD) äußerst streng. Hätte Luckins Buchhaltung auch nur den geringsten Zweifel aufgeworfen oder wären Mängel in der Führung vorhanden, wäre diese Investition nie zustande gekommen.

Kurz gesagt: Luckin hat sich nicht durch „Reputationswiederherstellung“ erholt, sondern durch echtes Geldverdienen und vollständige Einhaltung der Vorschriften wieder einen Platz am Markt erlangt.

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2. Das Geheimnis der 36.000 Filialen: Was verkauft Luckin eigentlich?

Viele Menschen denken noch an Luckin als an ein Unternehmen, das Kaffee zu 9,90 Yuan anbietet und Geld mit Subventionen verschwendet. Wenn Sie so denken, unterschätzen Sie das Unternehmen. Luckin ist heute im Grunde keine einfache Kaffeebar, sondern eine highly standardisierte digitale Handelsmaschine:

  • Es verkauft keine „Erlebnisse“, sondern „Fast-Food-Produkte“.

Starbucks verkauft den „dritten Raum“ – man trinkt dort Kaffee, um nachzudenken oder zu sozialisieren; daher befinden sich die Filialen in Geschäftsvierteln. Luckin verkauft „alltägliche Getränke“, die genauso bequem, günstig und schmackhaft sind wie Mineralwasser oder Cola. Sein Marktbereich ist die Bevölkerungsgröße – solange Menschen Getränke trinken, hat Luckin Marktchancen.

  • Maximale Standardisierung macht die Expansion einfach.

Die Filialen von Luckin sind sehr klein; die Renovierungskosten betragen durchschnittlich nur 192.000 US-Dollar, die Kaffeemaschinen 86.000 US-Dollar. Die Filialleiter müssen keine komplexen Operationen verstehen, sie müssen nur den Systemanweisungen folgen. Dieses „Einheitsdesign“ ermöglicht es Luckin, im zweiten Quartal 2026 täglich 30 neue Filialen zu eröffnen – eine Geschwindigkeit, die in der globalen Gastronomie selten ist.

  • Digitalisierung ist der Kernschutzwall.

Von der Bestellung über die Herstellung in den Filialen bis zur Lieferung über die Lieferkette läuft alles über das System. Dadurch weiß Luckin genau, in welchen Städten Kaffeebohnen fehlen und welche Filialen Nachschub benötigen. Diese Effizienz ist für traditionelle Kaffeebars unvergleichlich.

Kurz gesagt: Luckin hat Kaffee zu einem „Industrieprodukt“ gemacht. Es strebt nicht danach, dass jeder Kaffee einzigartig ist, sondern nach Schnelligkeit, Genauigkeit und Stabilität. Deshalb kann es in über 300 chinesischen Städten Filialen eröffnen – und sogar in Singapur und den USA.

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3. Warum gerade Mubadala? Was wollen die reichen Mittelostler?

Wenn es nur um die Aussichten des chinesischen Kaffeemarktes gegangen wäre, hätte Mubadala einfach Starbucks-Aktien kaufen oder in andere Marken investieren können. Warum also gerade Luckin – und noch dazu eine Investition in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar?

Es gibt zwei wichtige Gründe:

  • Erstens: Sicherheit. Staatsfonds, die Staatsvermögen verwalten, vermeiden hohe Risiken und suchen nach langfristigen, stabilen und vorhersehbaren Renditen. Luckins Modell hat sich bereits bewährt:

1. Großer Markt: Der pro Kopf-Kaffeekonsum in China liegt weit unter dem in Europa und den USA – es gibt noch viel Wachstumspotenzial.

2. Erfolgreiches Modell: 36.000 Filialen zeigen, dass dieses Modell rentabel und skalierbar ist.

3. Kontrollierbare Kosten: Die Digitalisierung senkt die Grenzkosten der Expansion. Für Mubadala ist Luckin keine „Wette“, sondern ein „sicheres Investment“.

  • Zweitens: Strategische Synergien: Mubadala verfügt über starke politische und wirtschaftliche Kontakte im Nahen Osten; Luckin hat ein ausgereiftes Betriebsmodell. Diese Investition könnte mehr sein als nur ein finanzielles Investment – es könnte auch eine strategische Partnerschaft bedeuten:
  • Marktöffnung: Mubadala kann Luckin helfen, schnell in den Golfstaaten Fuß zu fassen (dort gibt es viel Geld und die Kaffeekultur entwickelt sich).
  • Lieferkettenkooperation: Der Nahen Osten ist eine wichtige Quelle für Kaffeebohnen und Milchprodukte; beide Seiten könnten in der Lieferkette zusammenarbeiten.
  • Technologietransfer: Luckins digitale Systeme könnten auch in anderen mittelöstlichen Geschäftsmodellen eingesetzt werden.

Kurz gesagt: Mubadala investiert in Luckin, weil es nicht nur ein profitables Unternehmen ist, sondern auch eine Möglichkeit, Geschäfte in neue Regionen zu eröffnen und fortschrittliche Managementsysteme einzuführen. Es ist ein „Win-Win-Szenario“.

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4. Die „Hintergründe der Transaktion“: Gingen die 1 Milliarde US-Dollar direkt in Luckins Tasche?

Viele Menschen verstehen falsch, dass diese 1 Milliarde US-Dollar direkt in Luckin geflossen sind:

  • Die Transaktion bestand aus einer „Zweitransaktion“ und der „Erneuerung eines Fonds.

Luckins Hauptaktionär, Dacheng Capital, besaß einige ältere Fonds, die abgelöst werden mussten (um Liquidität zu schaffen). Dacheng Capital übertrug die Anteile an Luckin in einen neu gegründeten Fonds. Mubadala kaufte Anteile an diesem neuen Fonds.

  • Was bedeutet das?

1. Luckin hat keine neuen Aktien ausgegeben: Die Gesamtzahl der Aktien von Luckin hat sich nicht geändert; das Unternehmen hat nicht direkt 1 Milliarde US-Dollar erhalten, um Filialen zu eröffnen.

2. Dacheng Capital hat seine Investition zurückgefunden: Durch diese Transaktion konvertierte Dacheng Capital die Anteile aus den alten Fonds in Anteile am neuen Fonds und erhielt so Liquidität, um den Fonds weiter zu verwalten.

3. Luckin hat eine „Garantie“ erhalten: Auch wenn das Geld nicht direkt in Luckins Tasche geflossen ist, ist Mubadala jetzt ein wichtiger Aktionär (indirekt über den Fonds) und hat das Recht, Direktoren zu nominieren. Das ist wie ein „Top-Vertrauenszertifikat“ für Luckin – es zeigt der ganzen Welt, dass die Unternehmensführung, die Finanzen und die Einhaltung der Vorschriften von den strengsten internationalen Institutionen überprüft wurden.

Kurz gesagt: Die 1 Milliarde US-Dollar wurden nicht direkt in Luckins Kasse geleitet, sondern dienten dazu, die finanzielle Situation des Unternehmens zu verbessern und dessen Glaubwürdigkeit zu stärken.

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5. Zukunftsaussichten: Wird Luckin wieder an die NASDAQ zurückkehren?

Derzeit wird Luckin noch auf dem „Pink Sheet“ gehandelt (einem Nebenmarkt ähnlich dem US-amerikanischen Aktienmarkt mit geringer Liquidität und niedrigen Zugangshürden). Für ein Unternehmen mit einem Jahresumsatz von fast 50 Milliarden US-Dollar und einem Nettogewinn von mehreren Milliarden US-Dollar ist es tatsächlich eine Verschwendung, auf diesem Markt zu bleiben.

  • Die Beteiligung von Mubadala ist ein Pluspunkt für einen Rückkehr an die Hauptbörse.

Wenn Luckin in Zukunft einen Neuantrag auf Börsengang (IPO) stellen oder auf die NASDAQ wechseln möchte, ist die Beteiligung eines Staatsfonds wie Mubadala ein starkes Signal für die Regulierungsbehörden und Investoren. Es zeigt, dass auch die Regierung von Abu Dhabi dem Unternehmen vertraut und dass die Unternehmensführung seriös ist.

  • Offizielle Aussagen gibt es jedoch nicht.

Luckin hat nicht ausdrücklich angekündigt, dass es an die NASDAQ zurückkehren möchte. Doch diese Investition erhöht die Wahrscheinlichkeit eines solchen Schritts erheblich.

  • Es gibt immer noch Risiken.

Obwohl die Reputation wiederhergestellt wurde, hat Luckin weiterhin Herausforderungen:

  • Rückgang der Umsätze in eigenen Filialen: Im zweiten Quartal 2026 sanken die Umsätze in eigenen Filialen um 5,3 Prozent – zu viele Filialen in einer Region können zu Konkurrenz führen.

Druck durch Preiskämpfe: Um das Wachstum zu erhalten, muss Luckin möglicherweise weiterhin Preiskämpfe führen, was den Gewinn belasten könnte.

Wachsende Konkurrenz: Konkurrenten wie Kudai und Lucky Coffee expandieren ebenfalls aggressiv.

Kurz gesagt: Luckin hat zwar die „Wiedergeburt“ geschafft, aber das Spiel ist noch nicht vorbei. Es ist zwar ein „Gutes Unternehmen“, muss aber weiterhin Probleme wie Wettbewerb und Wachstumshindernisse lösen.

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Fazit: Kapital ist vergesslich – aber auch realistisch

Die Geschichte von Luckin bietet allen Unternehmen eine lehrreiche Lektion:

Fehler zu machen ist nicht schlimm; schlimm ist es, sich den Fehlern nicht zu stellen und nicht zu zeigen, dass man sie beheben kann.

Luckin hat es in sechs Jahren geschafft, von einem durch Betrug vom Markt geflogenen Unternehmen zu einem Unternehmen zu werden, in das ein Staatsfonds große Investitionen tätigt. Es zeigt, dass:

1. Vertrauen wiederhergestellt werden kann, vorausgesetzt, man zahlt den Preis und beweist seine Leistung mit echten Ergebnissen.

2. Der Wert eines Geschäftsmodells letztendlich durch Größe und Effizienz bestimmt wird.

3. Kapital ist realistisch: Es kümmert sich nicht um die Vergangenheit, sondern nur um den aktuellen Cashflow und die Zukunftssicherheit des Unternehmens.

Für die Allgemeinheit zeigt die Wiedergeburt von Luckin auch, dass es im Geschäftsleben wichtiger ist, überleben und kontinuierlich Geld zu verdienen, als jede glamouröse Geschichte.

Ob Luckin tatsächlich an die NASDAQ zurückkehren wird oder sein chinesisches Modell weltweit erfolgreich umsetzen kann, werden wir abwarten müssen. Schließlich sucht das Kapital stets nach neuen „sicheren“ Investitionsmöglichkeiten.