Der „Fieberabkühlungs“-Moment der Körperlichen Intelligenz: Vom Kapitalrausch zur industriellen Umsetzung – Die Blase platzt
Hallo zusammen, ich bin euer Finanzanalyst. In letzter Zeit ist im Roboterbereich etwas Großes passiert, man könnte sogar sagen, es war ein „Erdbeben“.
Falls ihr euch für Technologie-Nachrichten interessiert, habt ihr vielleicht schon von der „Körperlichen Intelligenz“ gehört (einfach ausgedrückt: intelligente Roboter, die arbeiten und laufen können). In den letzten zwei Jahren war dieser Markt extrem beliebt – es entstanden zahlreiche Star-Start-ups mit unglaublich hohen Bewertungen. Doch in letzter Zeit hat sich die Richtung geändert.
Der Kern des heutigen ausführlichen Artikels ist die Frage: Wird dieses Fest der Körperlichen Intelligenz bald zu Ende gehen – oder platzt die Blase endlich?
Meine Antwort lautet: Die Blase platzt tatsächlich, aber die Industrie ist nicht tot. Sie durchläuft vielmehr einen schmerzhaften Prozess der „Entfernung des Falschen und Beibehaltung des Wahren“.
Im Folgenden werde ich diesen Artikel in fünf Punkte aufteilen und euch erklären, was wirklich hinter diesem „Roboter-Hype“ steckt.
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1. Auslöser: Streitigkeiten zwischen Branchengrößen und Kursverluste – große Angst in der Branche
Der Auslöser für diese Krise war sehr dramatisch:
Hintergrund des Ereignisses:
Shao Tianlan, der Gründer von Meikamand, kritisierte in seinem Freundeskreis einige Unternehmen der Körperlichen Intelligenz direkt und heftig. Er bezeichnete diese Unternehmen als „Szenenkonstrukteure“: Sie hatten großen Namen, traten im Frühlingsfest auf und hatten unglaublich hohe Bewertungen – doch ihr Erfolg basierte auf „Verbindungsgeschäften“ mit lokalen Regierungen oder staatlichen Unternehmen (z. B. die Gründung von Datenerfassungszentren, bei denen sie Roboter an diese Unternehmen verkauften und anschließend deren Daten kauften), um falsche Einnahmen zu erzeugen und anschließend schnell an die Börse zu gehen, um Geld zu verdienen.
Interessante Details:
Shao Tianlans eigenes Unternehmen ging am ersten Tag nach der Börsengang unter dem Ausgabepreis. Die von ihm kritisierten Spitzenunternehmen hingegen bereiteten sich gerade auf ihren IPO (Erstveröffentlichung von Aktien) vor. Diese Haltung – „Man fällt selbst und zeigt dann mit dem Finger auf andere“ – spiegelt die extreme Angst in der Branche wider: Jeder weiß, dass die aktuellen Bewertungen nicht mehr haltbar sind.
Der deutlichste Indikator:
Der Kurs von Yushu Technology, dem „ersten Aktienunternehmen für humanoide Roboter“, verlief wie eine Achterbahn: Am Börsengang stieg der Kurs um 629 Prozent und erreichte einen Marktwert von 444,9 Milliarden Yuan. Doch bereits am 11. Tag nach dem Börsengang war der Marktwert um mehr als 220 Milliarden Yuan gesunken – fast die Hälfte.
Interpretation:
Dass BranchenVeteranen öffentlich aneinandergeraten und die Kurse der Marktführer einstürzen, zeigt, dass der Markt den „Geschichten“ nicht mehr glaubt. Die Menschen fragen nicht mehr: „Wie cool ist euer Roboter?“, sondern: „Stammt das Geld, das ihr verdient, wirklich von euch – und kann es nachhaltig sein?“
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2. Erstes Problem: Steigende Einnahmen, aber nicht steigender Gewinn – eine „schwache“ Einnahmesstruktur
Warum fallen die Kurse? Weil die Finanzberichte die Wahrheit offenbaren:
Zahlen sprechen für sich:
Schauen wir uns die Finanzberichte von Yushu Technology an:
- Langsameres Umsatzwachstum: Im ersten Halbjahr 2026 betrug der Umsatz 1,152 Milliarden Yuan – zwar immer noch steigend, aber die Wachstumsrate sank von 332 Prozent im Vorjahr auf 48 Prozent.
- Gewinnrückgang: Der Nettogewinn nach Abzug von Sonderposten betrug 244 Millionen Yuan, was einem Rückgang von 19 Prozent entspricht.
- Fazit: Je mehr man verkauft, desto weniger verdient man – das Wachstum ist von schlechter Qualität; die Kosten werden nicht kontrolliert, oder das verkaufte Produkt ist nicht profitabel.
Noch schlimmeres Problem:
Wem wird verkauft? Laut Angaben stammten 73,6 Prozent der Einnahmen von Yushu Technology im ersten Halbjahr 2025 aus der Forschung und Bildung, also an Universitäten und Forschungseinrichtungen. Nur 9 Prozent kamen aus dem kommerziellen Bereich (z. B. Messepräsentationen, Shows).
Einfache Erklärung:
Das ist wie ein Autohersteller, der 90 Prozent seiner Autos an Universitätslabore verkauft, um Experimente durchzuführen – nur 10 Prozent an Taxifirmen für den Transport. Forschungskunden kaufen ein Auto und kaufen es meist nicht nach. Industriekunden hingegen kaufen Roboter, solange sie in der Fabrik effizient arbeiten können – das ist der echte „Business“.
Die meisten Roboter befinden sich noch in der Phase von „Laborspielzeug“ und sind nicht wirklich zu „Fabrikwerkzeugen“ geworden. Daher sehen die Einnahmen hoch aus, aber sie basieren auf einmaligen Verkäufen und sind nicht nachhaltig.
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3. Zweites Problem: Verrücktes Kapitalfluss – Bewertungen, die weit von der Realität entfernt sind
Wenn die Einnahmesstruktur ein internes Problem ist, dann ist der verrückte Kapitalfluss das äußere Symptom:
Beängstigende Finanzierungsdaten:
- Im ersten Halbjahr 2026 gab es im Bereich der Körperlichen Intelligenz in China 288 Finanzierungen im Wert von über 46 Milliarden Yuan – mehr als im gesamten Jahr 2025.
- Es entstanden mindestens 13独角o-Unternehmen mit Bewertungen von über 10 Milliarden Yuan.
Absurder Vergleich:
- Kapitalumfang: Die führenden Unternehmen sammelten innerhalb eines Jahres mehrere hundert Milliarden Yuan an Kapital.
- Industriekapazität: Die jährlichen Umsätze aller führenden Unternehmen summieren weniger als 10 Milliarden Yuan.
- Unterschied: Der Kapitalumfang ist fast fünfmal so hoch wie die Industriekapazität – das Geld hat keine Verwendung und führt nur zu einer Aufblase.
Unglaubliche Bewertungen:
Beim Börsengang von Yushu Technology lag das Kurs-Gewinn-Verhältnis (PE) bei 750 – im Vergleich dazu liegt das durchschnittliche Kurs-Gewinn-Verhältnis in der A-Share-Branche bei nur 38. Das bedeutet, der Markt ging davon aus, dass Yushu Technology in den nächsten fünf Jahren einen Jahresgewinn von mehr als 52 Prozent erzielen müsste, um diese Bewertung zu rechtfertigen. Das ist in der Industrie fast unmöglich.
Hintergrund der „00er-Generation“-Gründerschaft:
Der Artikel erwähnt einige Gründer der „00er-Generation“ (z. B. Huang Yi, Qin Shentao), die bereits nach wenigen Monaten mehrere Milliarden Yuan an Finanzierung erhalten haben.
- Auf den ersten Blick: Talentierte junge Menschen entstehen.
- Tieferer Sinn: Das Kapital sucht nach neuen „Geschichten“, um den Hype aufrechtzuerhalten. Wenn die Geschichten der alten Spieler zu Ende sind, schiebt es neue Spieler nach vorne und verwendet hohe Bewertungen, um neue Investitionen anzulocken. Das ist ein typisches „Spiel, bei dem man die Blume weitergibt“.
Interpretation:
Das Kapital stärkt nicht die Industrie, sondern verzerrt sie. Zu viel Geld führt dazu, dass niemand darüber nachdenkt, wie man Roboter wirklich verbessern kann, sondern nur darüber, wie man hohe Bewertungen erzielt und an die Börse geht, um Geld zu verdienen.
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4. Wahrheit: Die Umsetzung ist schwieriger als der Aufstieg zum Himmel – das „Szenenkonstruktions“-Modell ist nicht nachhaltig
Warum ist das Kapital so eifrig? Weil die Technologieumsetzung extrem schwierig ist.
Technologische Herausforderungen:
- Demonstrationen vs. Realität: Auf Roboterkonferenzen wurden die Roboter oft unzählige Male vorab getestet und benötigten manchmal sogar manuelle Steuerung. In der realen Fabrikumgebung (veränderliches Licht, unebener Boden, unterschiedliche Gegenstände) funktionieren die Roboter jedoch nicht.
- Wang Xingxing (Gründer von Yushu) räumte ein: Die großflächige Kommerzialisierung wird frühestens in 2–3 Jahren, spätestens in 5–10 Jahren möglich sein.
Enthüllung des „Szenenkonstruktions“-Modells:
Das von Shao Tianlan kritisierte „Datenerfassungszentrum“-Modell ist im Grunde eine Art „Finanztrick“:
1. Die Roboterunternehmen gründen gemeinsam mit lokalen Regierungen Datenerfassungszentren.
2. Die Roboterunternehmen verkaufen ihre Roboter an diese Zentren (erzeugen Einnahmen).
3. Die Zentren nutzen die Roboter, um Daten zu sammeln und verkaufen diese Daten wieder an die Roboterunternehmen (erzeugen Kosten, aber auch Einnahmen).
4. Ergebnis: Die Roboterunternehmen haben schöne Umsätze und Gewinne auf dem Papier – ihre Bewertungen steigen, und sie können an die Börse gehen.
5. Wirklichkeit: Das Geld dreht sich nur zwischen den eigenen Händen und erzeugt keinen echten sozialen Wert. Das ist wie „sich selbst Gehalt zu zahlen“; sobald die Finanzierungskette abreißt oder die Regulierung strenger wird, bricht alles zusammen.
Regulatorische Maßnahmen:
Die China Securities Regulatory Commission hat den Investmentbanken mitgeteilt, dass Unternehmen, die humanoide Roboter auf den Markt bringen wollen, nachhaltige Einnahmen, eine Verringerung der Verluste oder echte technologische Innovationen vorweisen müssen.
Interpretation:
Früher war es „PPT-Finanzierung“ – jetzt ist es „Datenfinanzierung“. Die Unternehmen, die ihre Bewertungen durch Verbindungsgeschäfte aufrechterhalten, werden es immer schwieriger haben.
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5. Ausweg: Vom „Bergsteigen“ zum „Lochfüllen“ – Zurück zur Essenz der Industrie
Obwohl die Blase platzt, ist der Markt für Körperliche Intelligenz noch nicht tot. Im Gegenteil: Er bewegt sich von der „Irrrealität“ zur „Realität“.
Der richtige Ansatz:
Man sollte nicht versuchen, auf einmal reich zu werden. Zhang Peng, Gründer von Geek Park, machte einen Vergleich:
- Internetunternehmertum im mobilen Bereich ist wie „Lochfüllen“ – der Weg ist bereits da, wer schneller läuft, gewinnt.
- Unternehmertum im Bereich der Körperlichen Intelligenz ist wie „Bergsteigen“ – niemand weiß, wo der Gipfel ist; jeder Schritt muss selbst getan werden, es ist voller Unsicherheiten.
Da der Weg ungewiss ist, warten wir nicht auf eine perfekte Karte – sondern probieren wir in konkreten Szenarien aus.
Wer arbeitet wirklich? (Positive Beispiele):
Der Artikel listet einige Unternehmen auf, die tatsächlich „Bergsteigen“:
1. Logistik und Lagerung:
- Xingdong Jiyuan, Zhiyuan: Sie arbeiten regelmäßig in den Lagern von SF Express, JD.com und der Post.
- Figure 03 (USA): Sie sortieren Pakete per Live-Übertragung – 21 Pakete pro Minute.
- Bedeutung: Die Lagerumgebung ist relativ standardisiert, die Roboter passen sich leicht an. Das ist derzeit die nächstgelegene Anwendung für die Massenverwendung.
2. Industriemanufacturing:
- Qianxun Intelligence: Sie arbeiten auf den Produktionslinien von CATL – die tägliche Arbeitsleistung ist dreimal so hoch wie die von Menschen.
- Youai Zhihe: Sie haben in mehr als 800 industriellen Szenarien Anwendung gefunden und dienen über 400 Kunden; der Umsatz im Jahr 2025 betrug 340 Millionen Yuan.
- Merkmale: Jeder Umsatz entspricht einer konkreten Aufgabe und einem konkreten ROI (Investitionsrenditen). Kunden zahlen, weil die Roboter Kosten sparen und Effizienz steigern.
Kernpunkt:
- Warten wir nicht auf AGI (Allgemeine Künstliche Intelligenz) – bevor AGI da ist, brauchen wir 100 Unternehmen mit spezifischen Fähigkeiten für konkrete Anwendungen, nicht 100 homogene Unternehmen, die behaupten, „allgemeine Gehirne“ zu sein.
- Sei in einer Anwendung besser als Menschen: Zum Beispiel bei der Medikamentenausgabe in Apotheken oder beim Schraubenziehen in Produktionslinien. Solange Roboter in einer konkreten Anwendung stabiler, billiger und ausdauernder sind als Menschen, haben sie Wert.
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Fazit: Das Fest ist noch nicht vorbei – aber die Teilnehmer haben gewechselt
Der Artikel zieht vier wichtige Schlussfolgerungen:
1. Der Kursverlust ist gut: Das bedeutet nicht, dass die Grundlagen zusammenbrechen, sondern dass die Preise wieder realistischer werden. Früher war es die „Marktträumrate“ (wie viel der Markt denkt, dass ein Unternehmen wert ist); jetzt geht es um die „Kurs-Gewinn-Verhältnisse“ (wie viel das Unternehmen tatsächlich verdient). Dieser Prozess ist hart und wird Unternehmen aussortieren, die noch nicht einmal richtig funktionieren.
2. Chinas größter Vorteil wird verschwendet: China verfügt über die vollständigste Fertigungsindustriekette und die größten Anwendungsmöglichkeiten. Doch derzeit werden viele Ressourcen für Bewertungen und Börsengänge verwendet, anstatt in die Fabriken zu investieren und Produkte zu verbessern. Wenn das so weitergeht, werden wir den langfristigen Investitionen der USA in Grundlagenforschung unterliegen.
3 AGI ist eine Falle: Denken wir nicht ständig an „allmächtige Roboter“ – konzentrieren wir uns lieber auf spezialisierte Roboter, die in konkreten Anwendungen Probleme lösen.
4. Kapital kühlt ab, die Industrie erwärmt sich: Die Gewinner der Zukunft werden nicht diejenigen sein, die am meisten Geld einsammeln, sondern diejenigen, die in konkreten Anwendungen nachweisbare Ergebnisse liefern können.
Zusammenfassung:
Die Blase der Körperlichen Intelligenz platzt – aber das ist der Beginn der Reifung der Industrie. Die Unternehmen, die auf PPTs und Verbindungsgeschäften basieren, werden scheitern, während diejenigen, die in Fabriken, Lagerungen und Produktionslinien tatsächliche Probleme lösen, den wahren Aufschwung erleben werden.
Für Privatpersonen und Investoren:
- Vermeiden Sie hohe Bewertungen: Unternehmen mit Bewertungen von mehreren hundertfachen und ohne stabile Einnahmen sind sehr riskant.
- Konzentrieren Sie sich auf die Umsetzung: Achten Sie auf Unternehmen, die in konkreten Branchen echte Aufträge, Nachkaufmöglichkeiten und Gewinne haben.
- Denken Sie langfristig: Der Bereich der Körperlichen Intelligenz hat großes Potenzial – aber es braucht Geduld. Verurteilen Sie den gesamten Markt nicht aufgrund kurzfristiger Kursveränderungen, aber glauben Sie auch nicht