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Die wichtigsten Zentralbanken erhöhen nacheinander die Zinsen – warum bleibt die britische Zentralbank untätig?

原文:主要央行纷纷加息,英国央行为何按兵不动?

Deutsche Analyse: Die „zweifelhafte“ Entscheidung der Bank of England

Hallo! Ich bin Ihr Assistent für Finanz- und Wirtschaftsanalysen. Heute sprechen wir über eine sehr „zweifelhafte“ Entscheidung, die die Bank of England gerade getroffen hat.

Einfach ausgedrückt: Die Bank of England hat beschlossen, keine weitere Maßnahmen zu ergreifen und die Zinssätze weiterhin bei 3,75 % zu halten. Das ist bereits die sechste Mal in Folge, dass sie keine Änderungen vornimmt.

Doch die Situation ist nicht so einfach. Einerseits steigen die Preise weiter (die Inflation ist noch nicht vollständig unter Kontrolle), andererseits könnte die Wirtschaft die hohen Zinsen nicht verkraften. Interessanterweise reagierte der Markt, obwohl keine Zinserhöhung erfolgte, eher erleichtert: Der Pfund fiel, die Aktien stiegen und auch die Anleihen legten zu.

Im Folgenden zerlege ich diese Nachricht in fünf verständliche Teile, um Ihnen den Hintergrund zu erklären.

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1. Kern der Entscheidung: Warum keine Zinserhöhung?

Einfache Erklärung: Obwohl die Preise etwas zu hoch sind, ist die Bank of England der Meinung, dass die bisherigen Maßnahmen bereits ausreichen und weitere Erhöhungen schädlich für die Wirtschaft sein könnten.

Zunächst einmal betrachten wir das Ergebnis: Die Abstimmung in der Bank of England fiel 6 zu 3 – die Zinssätze blieben bei 3,75 % unverändert.

Sie fragen sich vielleicht: Im Bericht steht doch, dass die Inflationsrate im August auf 3,1 % gestiegen ist, was deutlich über dem Ziel von 2 % liegt. Sogar der Chefökonom der Bank stimmte gegen eine Zinserhöhung – warum wurde dann keine durchgeführt?

Stellen Sie sich vor, Sie versuchen abzunehmen (die Inflation zu kontrollieren), aber Ihr Gewicht (die Preise) liegt immer noch über dem Zielwert:

  • Die Gegner (3 Mitglieder der Bank of England): „Sehen Sie, das Gewicht liegt immer noch 0,7 Kilogramm über dem Zielwert – davon sind 0,3 Kilogramm auf die steigenden Energiekosten zurückzuführen. Im Nahen Osten gibt es Kriege, die Energiepreise werden weiter steigen, und die Inflation könnte nächstes Jahr sogar über 4 % liegen. Wir müssen unbedingt weiter handeln (Zinserhöhung!)“
  • Die Mehrheit (6 Mitglieder der Bank of England): „Seien Sie nicht zu voreilig. Unsere derzeitigen Zinssätze (3,75 %) liegen bereits deutlich über dem neutralen Niveau (ca. 3 %). Die bisherigen Sparmaßnahmen zeigen bereits Wirkung. Zudem ist die Inflation hauptsächlich auf temporäre Faktoren wie die Energiepreise zurückzuführen – nicht wie in den USA, wo die Nachfrage aufgrund des massiven Kaufs von AI-Geräten zu hoher ist. Da die Maßnahmen bereits ausreichen, könnten weitere Erhöhungen die Wirtschaft schädigen.“

Daher hat die Bank of England sich für eine Abwarte-Haltung entschieden und hofft, dass die durch die Energiepreise verursachte Inflation nur vorübergehend ist.

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2. Marktreaktion: Warum freut sich der Markt über keine Zinserhöhung?

Einfache Erklärung: Die Marktteilnehmer erwarteten eine Erhöhung und waren erleichtert, als dies nicht geschah. Dadurch floss Kapital wieder in die Aktienmärkte.

Nach der Entscheidung zeigte sich eine interessante Reaktion des Marktes:

  • Der Pfund fiel: Da keine Zinserhöhung erfolgte, sank die Attraktivität des Pfunds, und viele verkauften ihn.
  • Die Aktien stiegen: Der FTSE 100 Index legte um 1,19 % zu. Warum? Hohe Zinssätze sind für die Aktienmärkte schädlich, da sie die Kosten für Unternehmen erhöhen und deren Gewinne verringern. Da die Bank keine Zinserhöhung ankündigte, gingen die Finanzierungskosten für Unternehmen zurück, was die Investoren beruhigte und sie dazu veranlasste, Aktien zu kaufen.
  • Die Anleihen stiegen (Renditen sanken): Die Renditen von Staatsanleihen sanken, was zu einem Anstieg ihrer Preise führte. Die Marktteilnehmer erwarteten, dass die Zinssätze in Zukunft nicht weiter stark steigen würden, wodurch Anleihen attraktiver wurden.

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3. Vergleich mit den anderen Zentralbanken: Warum ist die Bank of England gelassener als die Fed, die EZB und die BOJ?

Einfache Erklärung: Jedes Land hat unterschiedliche Probleme, daher auch unterschiedliche Lösungen. Großbritannien leidet unter vorübergehenden Inflationsursachen (Energiepreise), während die USA unter einer anhaltenden Nachfrage nach AI-Geräten leiden. Die EZB und die BOJ haben bereits Zinserhöhungen vorgenommen.

Im Bericht wird der Vergleich zwischen der Fed, der EZB und der BOJ besonders hervorgehoben:

  • USA (Fed): Die Fed hat kürzlich Zinserhöhungen vorgenommen, da die Inflation dort hauptsächlich durch den Boom im AI-Bereich verursacht wird. Diese Nachfrage ist real und muss mit hohen Zinssätzen eingedämmt werden.
  • Eurozone (EZB): Die EZB hat ebenfalls Zinserhöhungen vorgenommen, da die aktuellen Zinssätze in der Eurozone nahe dem neutralen Niveau liegen.
  • Großbritannien (Bank of England): Die Bank of England hat keine weitere Maßnahme ergriffen.
  • Verschiedener Ausgangspunkt: Die aktuellen Zinssätze in Großbritannien liegen bereits weit über dem „komfortablen“ Niveau. Weitere Erhöhungen würden nur geringe Effekte haben und mehr Nebenwirkungen verursachen.
  • Ursachen der Inflation: Die Inflation in Großbritannien wird hauptsächlich durch Energiepreise beeinflusst – diese sind stark von geopolitischen Faktoren abhängig und daher vorübergehend. Die Bank of England hofft, dass sich die Inflation mit der Beruhigung der Energiepreise von selbst senken wird.

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4. Die „Hinterhände“ von Chefbanker Andrew Bailey: Sagt öffentlich „keine Erhöhung“, denkt aber an eine Zinserhöhung?

Einfache Erklärung: Obwohl keine Zinserhöhung erfolgte, deutete Chefbanker Andrew Bailey an, dass eine Erhöhung möglicherweise notwendig sein könnte, falls die Energiepreise weiter steigen.

Die Aussagen von Andrew Bailey sind sehr deutlich:

  • Problembewusstsein: Bailey erkannte an, dass die Inflation schneller zurückgegangen ist als erwartet, aber die Konflikte im Nahen Osten zu weiteren Preisveränderungen geführt haben. Er betonte in einem Brief an den Finanzminister, dass eine Zinserhöhung wahrscheinlich notwendig werden könnte, je länger die Preisschwankungen andauern.
  • Signal für die Zukunft: Bailey und drei seiner Stellvertreter erwähnten die Möglichkeit einer Zinserhöhung in der Zukunft.

Dies sendet dem Markt die Botschaft: Die aktuelle Abwarte-Haltung ist nur vorübergehend – eine endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen. Sollten die Energiepreise in den nächsten Monaten weiter steigen und die Inflation tatsächlich über 4 % liegen, ist eine Zinserhöhung unvermeidlich.

Die Marktteilnehmer sind jedoch weniger besorgt als zuvor. Zuvor ging man davon aus, dass zwei Zinserhöhungen in diesem Jahr stattfinden würden; nun glaubt man, dass eine Erhöhung durchaus möglich ist. Dies zeigt, dass die Gelassenheit der Bank of England nachvollziehbar ist und die Risiken bereits teilweise abgebaut wurden.

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5. Die „sanfte“ Strategie der Bank of England: Die Reduzierung der Staatsanleihenbestände

Einfache Erklärung: Die Bank of England kümmert sich nicht nur um die Zinssätze, sondern arbeitet auch daran, ihre Staatsanleihenbestände zu reduzieren. Dies ist positiv für den langfristigen Anleihenmarkt.

Neben den Zinssätzen gab es noch eine wichtige Entscheidung auf der Sitzung:

  • Hintergrund: Die Bank of England besitzt noch 488 Milliarden Pfund an Staatsanleihen, die sie zur Stabilisierung der Märkte gekauft hat. Nun plant sie, diese langsam zu verkaufen.
  • Neuer Plan:
  • Kurzfristige Anleihen: 222 Milliarden Pfund, die bis 2035 fällig sind, sollen einfach ablaufen, ohne dass die Bank aktiv verkauft.
  • Sehr lange Anleihen: 120 Milliarden Pfund mit der längsten Laufzeit sollen nicht verkauft, sondern vom Staat übernommen werden.
  • Mittellange Anleihen: 146 Milliarden Pfund, die zwischen 2035 und 2049 fällig sind, sollen nicht über den öffentlichen Markt verkauft, sondern direkt vom Staat verwaltet werden.

Diese Änderung ist positiv für den langfristigen Anleihenmarkt: Zuvor befürchteten die Marktteilnehmer, dass der Verkauf zu starken Preisrückgängen führen könnte. Nun hat die Bank angekündigt, die Verkäufe langsam und behutsam vorzunehmen, was die Preise stabilisiert.

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Fazit: Die Entscheidung der Bank of England lässt sich als „taktische Pause, strategische Wachsamkeit und flexible Vorgehensweise“ beschreiben:

  • Taktisch: Da die Energieinflation vorübergehend ist und die aktuellen Zinssätze bereits hoch sind, wird keine weitere Erhöhung vorgenommen.
  • Strategisch: Bailey betont immer wieder, dass eine Zinserhöhung möglich ist, falls die Inflation nicht zurückgeht – die Haltung der Bank ist somit eher „eisern“ („hawkish“).
  • Operativ: Durch die Anpassung der Staatsanleihenpolitik wird der Druck auf den langfristigen Anleihenmarkt gelindert, was den Markt beruhigt.

Für die Allgemeinbevölkerung bedeutet dies:

1. Hypothekenzinsen: Kurzfristig werden sie wahrscheinlich nicht stark steigen, aber auch nicht fallen und bleiben auf hohem Niveau.

2. Investitionen: Die Aktienmärkte haben aufgrund der verbesserten Erwartungen zugenommen, aber die Risiken (insbesondere die Situation im Nahen Osten und die Energiepreise) bleiben bestehen.

3. Wichtige Faktoren: In den nächsten Monaten werden die Energiepreise und der britische Haushaltsplan genau beobachtet. Sollten die Energiepreise weiter steigen, wird die Bank of England voraussichtlich erneut Zinserhöhungen vornehmen.