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Chen Wenhui, ehemaliger Vizepräsident der China Banking and Insurance Regulatory Commission: Der Primärmarkt ist teilweise überhitzt; es ist notwendig, die Verbindungen zum Sekundärmarkt weiter zu stärken.

原文:原银保监会副主席陈文辉:一级市场局部过热,需进一步与二级市场打通

Tiefgründige Analyse von Finanznachrichten: Wie investiert man Geld? Wie holt man es zurück? Und wie vermeidet man Fehlschläge?

Hallo zusammen, ich bin euer Finanzbeobachter. Heute möchten wir über eine Nachricht sprechen, die auf den ersten Blick professionell erscheint, aber tatsächlich jeden von uns und das nationale Wohl betrifft.

Die Schlüsselfigur dieser Nachricht ist Chen Wenhui, der ehemalige Vizepräsident der China Banking and Insurance Regulatory Commission. In seiner Rede auf der „Huangbohai Innovation and Entrepreneurship Investment Conference“ hat er einige der dringendsten und wichtigsten Probleme des chinesischen Kapitalmarktes aufgezeigt. Kurz gesagt: Der Staat will Innovationen fördern, aber wie kann man das Geld sicher investieren? Wie kann man das investierte Geld wieder zurückholen? Und wie kann man das Platzen von Blasen verhindern?

Im Folgenden werde ich diese Nachricht in fünf Punkte aufteilen und euch die dahinterstehende Logik erklären.

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Hintergrund: Banken verleihen weniger Geld, der Aktien- und Anleihenmarkt übernimmt die Rolle

Zuerst müssen wir eine große Entwicklung verstehen. Früher suchten Unternehmen, wenn sie Geld brauchten, zunächst Bankkredite. Doch das hat sich geändert.

Der Zentralbankpräsident Pan Gongsheng veröffentlichte in einem Artikel der Zeitschrift „Qiushi“ eine wichtige Zahl: Bis 2025 werden Anleihen und Aktien zusammen 47 Prozent der gesamten Finanzierung ausmachen, was erstmals mehr ist als Bankkredite.

Was bedeutet das?

Das bedeutet, dass sich die chinesische Finanzstruktur grundlegend verändert. Früher dominierte die „indirekte Finanzierung“ (Man borgt Geld von der Bank, die Bank verleiht es weiter), heute ist es die „direkte Finanzierung“ (Man sucht direkt Investoren auf dem Aktien- oder Anleihenmarkt).

Warum ändert sich das?

Weil Innovationen in Bereichen wie Chips, KI und Biomedizin folgende Merkmale haben: hohes Risiko, lange Entwicklungszeiten und große Unsicherheiten. Banken vertrauen ihrem Geld, da sie Verluste fürchten, und bevorzugen es, Geld an traditionelle Unternehmen mit Fabriken, Grundstücken und stabilem Cashflow zu verleihen. Sie wagen es nicht, Geld an junge Technologieunternehmen zu verleihen, die noch in der Entwicklungsphase sind.

Daher treten Venture Capital (VC)/Private Equity (PE)-Fonds in Erscheinung. Sie verwenden Risikokapital, um solche „hochriskanten, hochrentablen“ Projekte zu finanzieren. Das ist genau das, was Chen Wenhui meint: Die Finanzstruktur hat sich verändert, und die Rolle des Eigenkapitals wird deutlicher.

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Kernproblem: Geld benötigt „Geduld“, aber das heutige Kapital ist zu „ungeduldig“

Chen Wenhui sprach von „Geduldigem Kapital“ – Kapital, das nicht sofort schnelle Gewinne erzielen will, sondern bereit ist, Unternehmen in schwierigen Phasen zu unterstützen, bis sie sich entwickeln.

Wie sieht die aktuelle Situation aus?

Auf dem Venture-Capital-Markt gibt es zwar viel Geld, aber viel davon ist „heiße Geld“, das schnell Gewinne erzielen will. Es zieht sich zurück, wenn Unternehmen nach zwei bis drei Jahren noch nicht an die Börse gegangen sind oder bei der geringsten Veränderung. Solches Kapital eignet sich nicht für die Förderung von Technologieprojekten, die 5 bis 10 Jahre brauchen, um zu reifen.

Wie lässt sich das lösen?

Chen Wenhui schlug zwei Lösungen vor:

1. Einführung von „langfristigem Kapital“: Das bedeutet, Kapital aus Quellen wie Rentenfonds und Versicherungen einzubeziehen, das wirklich geduldig ist. Dieses Kapital hat eine lange Laufzeit, kann kurzfristige Schwankungen ertragen und Unternehmen wirklich unterstützen.

2. Optimierung der Ausstiegswege: Wenn das investierte Geld nicht zurückgeholt werden kann, wer wird dann noch investieren? Das ist der sogenannte Teufelskreis von „kein Kapital zu finden und keine Investition zu wagen“.

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Ausstiegsprobleme: Konzentriere dich nicht nur auf IPOs, lerne auch, „sich zu verkaufen“

Dieser Punkt ist der praktischste und oft übersehenste in der ganzen Nachricht.

Aktuelle Situation:

Der wichtigste Ausstiegsweg für Equity-Fonds in China ist der Börsengang (IPO). Das bedeutet, das Unternehmen gut zu präsentieren und es an Investoren zu verkaufen.

Probleme:

Die Hürden für einen Börsengang werden immer höher, die Prüfungen strenger, und die Aktienkurse nach dem Börsengang schwanken stark. Viele Fonds verlieren Geld, weil die Kurse nach dem Börsengang fallen. Deshalb streben viele Unternehmen danach, an die Börse zu gehen, aber die Möglichkeiten sind begrenzt.

Chens Vorschlag: Stärke den Ausstieg über Mergen und Übernahmen. Das bedeutet, dass börsennotierte Unternehmen oder Industriegiganten das investierte Technologieunternehmen direkt kaufen können.

  • Vorteil 1: Kein Warten auf den Börsengang – das Kapital wird schnell zurückgeholt.
  • Vorteil 2: Für die Industrie ist das eine gute Gelegenheit, Ressourcen zu integrieren. Zum Beispiel kann ein großes Pharmaunternehmen mehrere kleine Biotech-Unternehmen übernehmen und so deren Technologie erwerben.
  • Vorteil 3: Es werden bestehende Vermögenswerte aktiviert. Viele frühe Investitionen werden nie an die Börse kommen, aber durch Mergen und Übernahmen können diese Vermögenswerte flüssig gemacht und die Wirtschaft gestärkt werden.

Verständliche Metapher:

Früher dachte man, man verdient Geld, indem man ein Haus in eine Luxusvilla umbaut und sie verkauft (IPO). Chen Wenhui sagt jedoch, man könnte das Haus auch einfach an einen großen Entwickler verkaufen, der es umgebaut oder in sein Projekt integriert – so erhält man sein Geld schnell zurück und ist sicherer.

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Risikowarnung: Umgekehrte Bewertungen auf dem Primärmarkt – Vorsicht vor Blasen

Das ist ein sehr professioneller Begriff, aber die Konsequenzen können ernst sein.

Was bedeutet „umgekehrte Bewertungen“?

  • Primärmarkt: Der Markt für private Equity-Investitionen.
  • Sekundärmarkt: Der Aktienmarkt, an dem Investoren Aktien kaufen.

Normale Situation: Die Bewertungen auf dem Primärmarkt sind niedriger als auf dem Sekundärmarkt, weil der Börsengang einen Aufschlag mit sich bringt.

Aktuelle Abweichung: In einigen beliebten Bereichen (z. B. KI, Chips) sind die Bewertungen auf dem Primärmarkt bereits zu hoch. Wenn das Unternehmen an die Börse geht, finden die Investoren die Kurse zu hoch und kaufen die Aktien nicht, was zu einem Kursverfall führt.

Konsequenzen:

1. Fonds verlieren Geld: Die Bewertung beträgt 10 Milliarden, der Marktwert nach dem Börsengang nur 8 Milliarden – der Fonds macht einen Verlust.

2. Vertrauen im Markt schwindet: Wenn man feststellt, dass ein Börsengang oft zu Verlusten führt, wer wird dann noch investieren?

3. Teufelskreis: Um auszusteigen, müssen Fonds die Preise senken, was zu einer Verwirrung im gesamten Bewertungssystem führt.

Chens Lösung: Die Bewertungen auf dem Primär- und Sekundärmarkt sollten sich angleichen.

  • Lass den Sekundärmarkt entscheiden: Die Kurse auf dem Aktienmarkt spiegeln die wahre Wertung des Unternehmens wider. Der Primärmarkt sollte sich nicht selbst überzeugen, sondern die Preise des Sekundärmarktes berücksichtigen.
  • Nutze den Hongkonger Markt: Der Hongkonger Markt verbindet internationale Investoren, deren Preisbildung ist marktorientierter und rationaler. Durch den Hongkonger Markt kann ein wissenschaftlicherer Preismechanismus eingeführt werden, um überhöhte Bewertungen auf dem Primärmarkt zu vermeiden.

Verständliche Metapher:

Stellen Sie sich den Immobilienmarkt vor: Wenn der Eigentümer (Primärmarkt) sein Haus für 10 Millionen Euro bewertet, aber das Nachbarhaus (Sekundärmarkt) nur für 8 Millionen Euro verkauft wird, macht man beim Kauf sofort einen Verlust. Langfristig wird niemand mehr neue Häuser kaufen. Deshalb müssen die Preise auf dem Sekundärmarkt der Realität entsprechen.

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Abschlusslösung: Finanzinstrumente müssen „im Wechselwirkungsspiel stehen“, Versicherungen sollen „die Grundlage bilden“

Schließlich schlug Chen Wenhui ein systematisches Lösungskonzept vor: Man sollte nicht erwarten, dass ein einzelnes Instrument alle Probleme löst, sondern ein kombiniertes System entwickeln.

Schrittweise Unterstützung:

  • Phase 0 bis 1 (Frühphase): Das Unternehmen hat noch kein Produkt und ist voller Risiken – in dieser Phase eignet sich Eigenkapital (VC/PE) am besten, da es hohe Risiken eingehen kann.
  • Phase 1 bis 10 (Wachstumsphase): Das Unternehmen hat ein Produkt und Cashflow, benötigt aber eine Expansion – in dieser Phase sollten Bankkredite und Anleihen folgen, da das Risiko gesunken ist und das Kapital günstiger und stabiler ist.
  • Phase 10 bis 100 (Reifephase): Das Unternehmen ist groß genug und kann durch IPO oder Mergen und Übernahmen Kapitalwachstum erzielen.

Neue Rolle der Versicherungen:

Früher dachte man, Versicherungen dienen nur dazu, bei Krankheit zu zahlen. Chen Wenhui betont, dass Versicherungen auch bei Technologieinnovationen eine wichtige Rolle spielen: Risikoteilung.

  • Bei Technologieinnovationen gibt es viele Unsicherheiten (Forschungsergebnisse scheitern, Produktrechte verletzt werden, Technologielecks usw.).
  • Versicherungen sollten spezielle „Technologieinnovationenversicherungen“ entwickeln, die zum Beispiel bei Forschungsergebnisfehlern oder Rechtsstreitigkeiten helfen.
  • So wird das Risiko verteilt – Fonds müssen nicht alle Risiken alleine tragen; Versicherungen übernehmen einen Teil, was Investoren mehr Mut macht zu investieren.

Verständliche Metapher:

Stellen Sie sich einen Marathon vor:

  • Am Start (Frühphase) kommt es auf Ausdauer (Eigenkapital) an.
  • In der Mitte (Wachstumsphase) auf Ausdauer (Bankkredite) für eine stabile Unterstützung.
  • Im gesamten Prozess braucht man auch einen „Sicherheitsraum“ (Versicherungsprodukte) – falls man stolpert, gibt es Ersatz, um nicht komplett auszufallen.
  • Am Ziel (Ausstieg) kann man selbst ins Ziel laufen (IPO) oder von Teamkollegen unterstützt werden (Mergen und Übernahme).

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Fazit

Die Kernlogik dieser Nachricht ist klar:

1. Trend: Die chinesische Finanzwirtschaft wandelt sich von einer bankgeführten zu einer direktfinanzierten Struktur, wobei Eigenkapital die treibende Kraft für Innovationen ist.

2. Hauptprobleme: Nicht genug geduldiges Kapital, zu enge Ausstiegswege (nur IPOs) und überhöhte Bewertungen.

3. Lösungen:

  • Einführung langfristiger Kapitalquellen wie Rentenfonds und Versicherungen.
  • Stärkung von Mergen und Übernahmen als Ausstiegsmöglichkeiten.

Anpassung der Bewertungen zwischen Primär- und Sekundärmarkt, um Blasen zu vermeiden.

Ein System aus Eigenkapital, Schulden und Versicherungen, das Risiken verteilt und den Kapitalfluss ordnet.

Für die Allgemeinbevölkerung bedeutet das, dass die Preisbildung von Technologieaktien in Zukunft rationaler sein wird. Die Risiken bei Investitionen in Technologiefonds könnten durch verbesserte Versicherungs- und Mergenmechanismen sinken. Gleichzeitig erinnert uns das daran: Beim Investieren in Technologieaktien sollte man nicht blind nach hohen Kursen greifen, sondern den wahren inneren Wert berücksichtigen und auf umgekehrte Bewertungen achten.