Auf Wiedersehen mit „Trickbeträgen“ und „versteckten Fallstricken“: Eine verständliche Erklärung der neuen Finanzmarketingvorschriften für 2026
Hallo zusammen, ich bin euer Finanzjournalist. Heute sprechen wir über eine Angelegenheit, die jeden direkt betrifft – nämlich eure Geldbörsen.
Einfach ausgedrückt: Der Staat will jetzt Einzug halten in jene Finanzwerbung, die euch dazu bringt, unbemerkt Geld zu leihen – und am Ende alles zu verlieren, obwohl ihr dacht, ihr würdet sicher Geld verdienen. Die „Verwaltungsmethoden für das Online-Marketing von Finanzprodukten“ (im Folgenden „Verordnung“ genannt), die von der Chinesischen Zentralbank und sieben weiteren Behörden gemeinsam herausgegeben wurden, treten am 30. September 2026 in Kraft. Obwohl es noch etwas Zeit dauert, haben bereits viele Banken und Internetplattformen mit den Änderungen begonnen.
Die Kernbotschaft dieser Verordnung lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Die alten Marketingtricks, die auf „Sprachkunst“, „Induktion“ und „Informationenungleichheit“ basierten, funktionieren ab jetzt nicht mehr. Die Regulierungen fordern von Finanzinstituten, „eine verständliche Sprache“ zu verwenden und die Entscheidungsmöglichkeiten den Verbrauchern wirklich zurückzugeben.
Um es für alle verständlicher zu machen, habe ich die Informationen in fünf Punkte aufgeteilt, die wir uns nacheinander ansehen werden.
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Erster Punkt: Warum legt der Staat spezielle Vorschriften für Werbung fest?
Ihr denkt vielleicht: Wer hat nicht schon Werbung gesehen? Aber Finanzwerbung ist etwas Besonderes – sie betrifft direkt euer Geld.
In den letzten Jahren haben sich die Marketingmethoden im Zusammenhang mit dem Aufschwung des Internetfinanzwesens extrem verschlechtert. Wenn ihr einen Kurzvideo anschaut, Gemüse kauft oder euer Auto parkt, könnt ihr durch eine falsche Entscheidung oder eine verlockende Pop-up-Benachrichtigung schnell Schulden in Höhe von Tausenden oder sogar Zehntausenden von Yuan anhäufen. Oder ihr seht Werbung mit Versprechungen von „sicherem Gewinn“ und denkt, ihr kauft ein Finanzprodukt – nur um dann festzustellen, dass es sich um ein hochriskantes Versicherungsprodukt oder sogar einen Betrug handelt.
Die Verordnung soll diese drei Hauptprobleme lösen:
1. Informationenungleichheit: Finanzinstitute kennen die Zinssätze und Risiken, verbergen sie aber absichtlich und zeigen euch nur die verlockendsten Aspekte.
2. Zu starke Induktion: Sie nutzen menschliche Schwächen (Gier nach Schnäppchen, Angst vor Komplikationen, impulsive Kaufentscheidungen) und nutzen Algorithmen sowie Benutzeroberflächen, um euch dazu zu bringen, unbewusst Geld zu leihen.
3. Unklare Qualifikationen: Viele Institutionen ohne Finanzlizenz tarnen sich als „Banken“ oder „Finanzdienstleister“ und betreiben illegale Finanzaktivitäten.
Die neuen Vorschriften sollen diese chaotischen Zustände systematisch regulieren und das Finanzmarketing wieder auf einen vernünftigen Weg bringen.
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Zweiter Punkt: Vier „Fallstricke“ werden beseitigt – diese Tricks funktionieren ab jetzt nicht mehr
In der Nachricht werden vier „Fallstricke“ genannt, die die neuen Vorschriften besonders bekämpfen. Um es einfach zu machen: Wenn ihr auf solche Situationen stoßt, könnt ihr direkt die Polizei rufen oder Beschwerde einreichen, denn das ist gegen die Vorschriften.
1. Verbot der Aussagen „sicherer Gewinn“
- Früher: In der Werbung hieß es „Gewinn garantiert“, „keine Verluste“ oder „Nullrisiko“.
- Ab jetzt: Der Einsatz absoluter Begriffe wie „Gewinngarantie“ oder „Mindestauszahlung“ ist strengstens verboten. Insbesondere bei Versicherungsprodukten darf nicht mit den Zinsen von Einlagen verglichen werden, um den Eindruck zu erwecken, dass Versicherungen genauso sicher seien wie Einlagen.
- Verständlich ausgedrückt: Es gibt keine Geschenke vom Himmel. Wenn die Werbung verspricht, dass ihr nie Geld verlieren werdet, handelt es sich um einen Betrug.
2. Verbot der Verherrlichung von Kreditkosten
- Früher: In der Werbung hieß es „Sofortzahlung“, „niedrige Zinsen“, „kostenlose Kredite“ oder „Tageszinsen von 3%“.
- Ab jetzt: Solche verlockenden Aussagen sind vollständig verboten. Die tatsächlichen jährlichen Zinsen, die Rückzahlungsfristen und -methoden müssen klar angegeben werden.
- Verständlich ausgedrückt: Lass euch nicht von „nur ein paar Cent pro Tag“ täuschen. Die neuen Vorschriften machen es verpflichtend, genau zu zeigen, wie viel ihr zurückzahlen müsst und wie hoch die Zinsen sind – sonst bereut ihr es zu spät.
3. Verbot, dass „Fälschungen“ sich als „Echte“ ausgeben
- Früher: Viele unbekannte Konten oder unreguläre Institutionen trugen Namen wie „Bank“, „Finanzdienstleister“ oder „Kreditanbieter“, um den Eindruck zu erwecken, sie seien seriös.
- Ab jetzt: Institutionen ohne Finanzlizenz dürfen solche Bezeichnungen nicht mehr verwenden.
- Verständlich ausgedrückt: Wenn ein Name „Bank“ oder „Finanzdienstleister“ enthält, muss diese Institution eine Lizenz haben. Sonst ist es ein Betrug – blockiert solche Konten einfach.
4. Verbot, dass man unbewusst Geld leiht
- Früher: Beim Online-Shopping, bei der Bezahlung von Wasser- und Stromrechnungen oder beim Parken wurden Kreditangebote heimlich auf den Zahlungsebenen angezeigt oder wurden Kreditoptionen standardmäßig angekreuzt, ohne dass man es bemerkt.
- Ab jetzt: Zahlungsmittel und Kreditprodukte müssen klar voneinander getrennt dargestellt werden. Sie dürfen nicht zusammengepackt oder standardmäßig ausgewählt werden.
- Verständlich ausgedrückt: Wenn ihr Geld zahlt, dann zahlt ihr – wenn ihr Geld leihen wollt, müsst ihr dies aktiv tun; das System darf es nicht für euch tun.
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Dritter Punkt: Algorithmen sind keine „Blackboxen“ mehr – eure Daten dürfen nicht nur dazu verwendet werden, euch zu betrügen
Dies ist ein besonders wichtiger Punkt der neuen Vorschriften, der sich speziell auf Algorithmen bezieht.
Früher kannten Big Data euch besser als eure eigenen Eltern. Wenn ihr nach „Renovierung“ suchtet, erschienen überall Angebote für Renovierungskredite; wenn ihr ein Handy kauft, erhielt ihr sofort Angebote für Ratenzahlungen ohne Zinsen. Solche „präzisen“ Werbemethoden sind zwar bequem, können aber auch zu übermäßigem Konsum und sogar zu Schulden führen.
Die neuen Vorschriften fordern:
1. Möglichkeit zur Deaktivierung von Algorithmen: Plattformen müssen einfache Optionen bieten, um die Algorithmen zu deaktivieren.
2. Nicht-personalisierte Empfehlungen: Wenn ihr nicht von Algorithmen beeinflusst werden wollt, müssen Plattformen auch allgemeine Empfehlungen ohne Berücksichtigung eurer persönlichen Daten anbieten.
3. Informationsrechte: Wenn Plattformen eure persönlichen Daten für Empfehlungen nutzen, müssen sie euch dies deutlich mitteilen.
Beispiel: Die China Everbright Bank hat bereits damit begonnen und einen „Schalter für personalisierte Empfehlungen“ eingerichtet. Wenn ihr diesen Schalter deaktiviert, werden euch keine Produkte auf Basis eurer Aktivitäten angezeigt; wenn ihr ihn aktiviert, wird euch mitgeteilt, dass die Plattform eure Daten verwendet.
Verständlich ausgedrückt: Algorithmen dürfen nicht nur dazu verwendet werden, euch zu manipulieren. Ihr habt das Recht, Nein zu sagen und die Plattform daran zu hindern, eure Vorlieben auszunutzen, um euch Produkte aufzudrängen.
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Vierter Punkt: Wie sieht die aktuelle Situation aus? Die Umsetzung der Vorschriften ist uneinheitlich – versteckte Tricks gibt es immer noch
Obwohl die neuen Vorschriften noch nicht offiziell in Kraft sind, haben bereits viele Plattformen mit der Selbstprüfung begonnen. Spitzenplattformen wie Tencent und Douyin überprüfen ihre Werbung auf Verstöße gegen die Vorschriften. Allerdings weist die Nachricht auch auf eine ernste Realität hin: Die Umsetzung der Vorschriften ist sehr unterschiedlich, und viele „versteckte Verstöße“ existieren immer noch.
Typische Probleme:
1. Störende Pop-up-Benachrichtigungen und versteckte Induktionen:
- Wenn ihr in einer App etwas anklickt, erscheinen Werbeanzeigen für Kreditaufstockungen oder zinsfreie Kredite.
- Manche Apps wählen standardmäßig „Monatszahlungen“ oder Ratenzahlungen aus – ohne dass man es bemerkt.
- Die Schalter zur Deaktivierung dieser Werbeanzeigen sind sehr klein oder es gibt sogar „falsche Deaktivierungsoptionen“, die einen direkt auf die Kreditseite leiten.
- Zahlenspiele, die die Kostenverständnis verfälschen:
- Einige Plattformen bewerben Kredite mit Aussagen wie „1.000 Yuan für 12 Monate, täglich nur 0,11 Yuan“.
- Das klingt wenig, oder? Der tatsächliche jährliche Zinssatz kann jedoch 7,2% oder sogar höher sein.
- Die Plattformen betonen absichtlich die „Tageskosten“ und die „hohe Höhe des Kredits“ und verbergen die „tatsächlichen Finanzierungskosten“ sowie die Unsicherheiten bei der Genehmigung.
- Dadurch denkt man, es sei einfach, 10.000 Yuan zu leihen – aber in Wirklichkeit wird vielleicht nur 1.000 Yuan genehmigt und die Zinsen sind höher, als man denkt.
- Szenarien, die euch manipulieren: Bei der Parkgebühr erscheinen beispielsweise Angebote für Kredite in Höhe von bis zu 200.000 Yuan; beim Einkaufen im Online-Shop wird man direkt auf Kreditangebote geleitet.
Verständlich ausgedrückt: Auch wenn die großen Plattformen sich ändern, nutzen viele kleinere Plattformen oder bestimmte Bereiche der großen Plattformen immer noch „Wortspiele“ und „Benutzeroberflächenfallen“, um komplexe Finanzinformationen in einfache Zahlen zu verpacken und so die Risiken zu verbergen.
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Fünfter Punkt: Ratschläge für die Allgemeinbevölkerung: Denkt an die „drei Schritte“ und schützt eure Geldbörse
Die Zentralbank hat sehr praktische Ratschläge gegeben: „Erst überprüft die Qualifikationen, dann den Vertrag und schließlich die Kosten“. In Kombination mit den neuen Vorschriften könnt ihr diese drei Schritte im Alltag befolgen, um potenzielle Risiken zu vermeiden:
1. Erst überprüft die Qualifikationen:
- Wenn ihr einen Namen mit „Bank“, „Finanzdienstleister“ oder „Kreditanbieter“ seht, prüft, ob diese Institution eine Lizenz hat.
- Ignoriert unbekannte Konten oder unreguläre Institutionen.
- Motto: Ohne Lizenz – Finger weg!
2. Dann den Vertrag genau lesen:
- Schaut nicht nur auf die großen Schriftzüge in der Werbung. Öffnet den Vertrag oder die Produktbeschreibung.
- Seht genau nach: Wie hoch sind die Zinsen (jährlicher Zinssatz)? Wie lange ist die Laufzeit? Wie erfolgt die Rückzahlung (Raten oder Zinsen zuerst, Hauptbetrag später)? Gibt es Strafen bei Nichtzahlung?
- Achtet besonders darauf: Gibt es auf der Zahlungsebene standardmäßig ausgewählte Kreditoptionen? Können die Pop-up-Benachrichtigungen einfach deaktiviert werden?
- Motto: Wenn ihr alles nicht klar seht, unterschreibt nicht!
3. Rechnet die Kosten genau durch:
- Lass euch nicht von „Tageszinsen“ oder „Monatszinsen“ täuschen.
- Rechnet den jährlichen Zinssatz (APR) aus.
- *Überlegt*: Wenn ihr jetzt 10.000 Yuan leiht, wie viel Zinsen müsst ihr im Jahr zurückzahlen?
- *Wenn die Werbung eine Kredithöhe von 100.000 Yuan verspricht, bedenkt, dass dies nur eine Schätzung ist – die tatsächliche Höhe des Kredits hängt von der Genehmigung ab; betrachtet es nicht als eure tatsächliche Kaufkraft.*
- Motto: Wenn ihr die Kosten nicht klar erkennen könnt, leiht kein Geld.
Abschließender Hinweis:
Finanzwerbung kann sehr verlockend sein – aber finanzielle Entscheidungen sollten immer vernünftig getroffen werden. Die neuen Vorschriften dienen nicht dazu, euren Konsum einzuschränken, sondern euch vor Tricks zu schützen. Seht euch die Regeln genau an und konsumiert beruhigt.
Ich hoffe, diese Erklärung hilft euch, in der komplexen Finanzwelt klarer zu sehen und weniger in Fallen zu tappen.