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Deutscher Titel: Hintergründe: Das Verbot des GLP-1-Diätpillenverkaufs im Online-Handel – Ist das wilde Wachstum der Branche nun zu Ende?

原文:深度|GLP-1减肥药禁止在电商销售,行业野蛮增长态势要终结了

Zusammenfassung der Kerninhalte

GLP-1-basierte Schlankheitsmedikamente (wie Semaglutide und Tirzepatide) werden aufgrund des Werbeversprechens, „ohne Anstrengung abzunehmen“, in den Online-Shops in großem Umfang verkauft. Allerdings führt die unregelmäßige Verschreibung online zu einem Risiko der Fehlverwendung. Mit der Veröffentlichung der neuen Regelungen zum „Arzneimittelmanagementgesetz“ am 15. Mai wurde das Online-Verkauf von Medikamenten mit hohem Risiko ausdrücklich verboten. Zusätzlich wurden weitere Richtlinien für den rechtskonformen Online-Verkauf von Verschreibungspflichtigen herausgegeben, wodurch der Verkauf über E-Shops stark eingeschränkt wurde. Dies hat einen enormen Einfluss auf den GLP-1-Markt, der zu 60–80 % über Online-Shops abgewickelt wird – die „einfache Geldverdienungszeit“ für die Pharmakonzerne ist vorbei. Zudem sind diese Medikamente keine „Wundermittel“: Es gibt individuelle Unterschiede bei den Wirkungen, es kann zu Rückfällen und schwerwiegenden Nebenwirkungen kommen. Die strengere Regulierung führt dazu, dass GLP-1-Medikamente wieder als verschreibungspflichtige Mittel zur Behandlung von Adipositas eingesetzt werden müssen. Patienten benötigen daher eine ordnungsgemäße Verschreibung im Krankenhaus, und die Pharmakonzerne müssen sich auf Patienten mit tatsächlichen medizinischen Bedürfnissen konzentrieren.

1. Plötzliche Verschärfung der Regulierung – Online-Verkauf von GLP-1-Medikamenten wird schwieriger

Die neuen Vorschriften verbieten den Online-Verkauf von Medikamenten mit hohem Risiko. Zusätzlich zu den bereits bestehenden Regelungen (insbesondere das Verbot des Online-Verkaufs von Injektionen, außer Insulinen zur Blutzuckersenkung) ist der Weg für GLP-1-Schlankheitsmedikamente über E-Shops somit blockiert. Obwohl die E-Commerce-Plattformen momentan Anpassungen vornehmen, gibt es immer noch Ausnahmen: Beispielsweise werden Insulinsemaglutide-Varianten (wie NovoTec) mit dem Slogan „Blutzuckersenkung und Gewichtsreduktion“ beworben; Produkte, die als „abholbereit im Laden“ angegeben sind, können tatsächlich per Post geliefert werden, doch es müssen Behandlungsunterlagen vorgelegt werden. Branchenvertreter betonen, dass insbesondere Produkte mit hohem Online-Anteil am stärksten betroffen seien – „die Zeiten des einfachen Geldverdienens sind vorbei“.

2. Das „Wundermittel für schnelles Abnehmen“ ist ein Missverständnis

Soziale Medien haben GLP-1-Medikamente als „eine Spritze und schon abgenommen“ dargestellt. Reale Fälle zeigen jedoch, dass diese Medikamente zu Problemen wie Dehydrierung, Ketoazidose oder sogar Schlaganfällen führen können. Die Wirkungen variieren stark von Person zu Person: Einige Personen profitieren anfangs von Semaglutide, erleben jedoch Rückfälle nach Absetzen; andere Personen nehmen ab, müssen das Medikament jedoch wieder ein – beispielsweise aufgrund starker Übelkeit. Experten weisen darauf hin, dass die durchschnittliche Gewichtsreduzierung nur etwa 15 % beträgt (maximal 30 kg bei einer Person mit einem Startgewicht von 200 kg) und dass eine Anfangsdosis erforderlich ist. Die alleinige Nutzung von Medikamenten reicht nicht aus; eine gesunde Ernährung und Bewegung sind unerlässlich.

3. Online-Shops waren einst der Hauptvertriebsweg – jetzt sind sie zu einem Schwachpunkt

Im Jahr 2023 dominierte der Verkauf über Krankenhäuser (4-mal so viel wie über E-Shops); bis zum Quartal 2025 wird jedoch erwartet, dass der Online-Umsatz 1,8 Milliarden und der Verkauf über Krankenhäuser 2,1 Milliarden beträgt – der Unterschied verringert sich auf nur noch 15 %. Laut Berichten kaufen 82 % der E-Commerce-Kunden GLP-1-Medikamente ausschließlich zur Gewichtsreduzierung (nicht zur Blutzuckersenkung). Die Suchbegriffe „Schlankheit“ und „abgenommen“ werden häufiger verwendet als „Blutzucker“. Insbesondere Tirzepatide (44 %) und Semaglutide (40 %) sind am beliebtesten im Online-Verkauf; auch inländische Produkte wie MasiduPept haben schnell Marktanteile gewonnen. Der hohe Online-Anteil der Pharmakonzerne führt jedoch zu einem starken Rückgang der Verkäufe, sobald die Regulierung verschärft wird.

4. Neue Vorschriften zwingen die Branche zum „richtigen Weg“ zurück

Die Richtlinien fordern eine Identifikation des Käufers beim Kauf von Medikamenten, eine Überprüfung durch Pharmazeuten sowie die Einhaltung echter Rezepte – sowohl online als auch offline. Patienten müssen nun ins Krankenhaus gehen, um ihre Medikamente zu erhalten, was die Vermarktung für die Pharmaunternehmen erschwert. Experten betonen, dass die Anwendung von GLP-1-Medikamenten nur bei bestimmten Indikationen erfolgen darf: Personen mit Schilddrüsenveränderungen der Klassen 4 und 5 sollten vorsichtig sein; Patienten mit Pankreatitis dürfen diese Medikamente nicht einnehmen. Zudem müssen die Pharmaunternehmen ihre Marketingstrategien anpassen und sich auf Patienten mit einem BMI ≥ 28 konzentrieren.

5. Adipositas ist eine Krankheit – keine „Ästhetikfrage“

In China liegt die Übergewichtsrate bei Erwachsenen bei 34,3 % und die Adipositätsrate bei 16,4 %. Viele Menschen haben jedoch falsche Vorstellungen: Entweder ignorieren sie ihr überschüssiges Gewicht oder nutzen Medikamente aufgrund von Ängsten. Die strengere Regulierung kann den blinden Gebrauch von Medikamenten eindämmen; es ist jedoch wichtig, die Öffentlichkeit darüber aufzuklären, dass Adipositas eine chronische Erkrankung ist, die zu Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen kann. GLP-1-Medikamente sind nur ein Hilfsmittel – der Schlüssel zur Gewichtsreduzierung liegt in einer langfristigen, gesunden Lebensweise. Dieser Artikel erklärt auf verständliche Weise die aktuellen politischen Entwicklungen, den Markt, Missverständnisse und zukünftige Trends, um den Durchschnittsbürger über die Realität von GLP-1-Schlankheitsmedikamenten aufzuklären und Fehlentscheidungen zu vermeiden.