Zusammenfassung der Kerninhalte:
Die beiden AI-Giganten Zhipu und MiniMax haben zunächst an der Hongkonger Börse notiert, um eine echte Bewertung durch globales Kapital zu erhalten (der Marktwert von Zhipu stieg auf 80 Milliarden Hongkong-Dollar, während sich der Wert von MiniMax vervierfachte). Nun wenden sie sich der chinesischen A-Börse zu (MiniMax hat die Unterstützungsunterlagen eingereicht, Zhipu passt seine Unterstützungsrichtung an und zielt auf den Science and Technology Innovation Board ab). Es geht ihnen nicht um Geldmangel, sondern darum, die globale Liquidität der Hongkonger Börse zu nutzen, um einen „Referenzpreis“ zu bestimmen, und anschließend über die A-Börse staatliche Strategieunterstützung, langfristiges Kapital sowie industrielle Ressourcen zu erhalten. Dies markiert einen Wandel im Kapitaleinstieg chinesischer AI-Unternehmen: Von dem früheren Verhalten der Internetunternehmen, „sich durchzudrängen“, um an der US-Börse notiert zu werden, hin zu einem neuen Ansatz von „Zuerst Hongkong, dann A“. Hinter diesem Wandel steht die enge Verbindung zwischen der AI-Industrie und den nationalen Grenzen sowie die politischen Vorteile, die die A-Börse für硬-tech-Unternehmen bietet.
I. Warum erst jetzt die Rückkehr zur A-Börse? Zuerst die Hongkonger Börse als „Pilotprojekt“ ist entscheidend
Früher hatte die A-Börse keine klaren Bewertungskriterien für unprofitable AI-Unternehmen, weshalb Regulierungsbehörden und Institutionen zögerten, Genehmigungen zu erteilen. Zhipu und MiniMax gingen zunächst an die Hongkonger Börse, um von globalen Kapitalquellen (z. B. Mittelöstlichen Staatsfonds, Norwegischer Zentralbank) einen „echten Preis“ für ihre AI-Assets zu erhalten (der Wert von Zhipu stieg nach der Notierung um das 13-fache), was der A-Börse eine Referenz lieferte. Zusätzlich haben die Behörden im Juli 2025 die Regeln für den Börsengang von AI-Unternehmen am Science and Technology Innovation Board gelockert (es ist nun möglich, unprofitable hard-tech-Unternehmen zu notieren). Die Zeit ist somit reif.
II. Die Hongkonger Börse bietet „Geld“, die A-Börse bietet eine „Identität“ – Die beiden Unternehmen benötigen unterschiedliche Dinge
Die Hongkonger Börse bietet reales globales Kapital: Große Investoren wie das Abu Dhabi Investment Board und der GIC aus Singapur beteiligen sich, und nach der Aufnahme in den Hang Seng Tech Index fließen passiv weitere Mittel zu – die Liquidität ist sehr hoch. Allerdings ist das Kapital von der Hongkonger Börse „clever, aber ungeduldig“: Bei Schwankungen auf den internationalen Märkten ziehen ausländische Investoren schneller ab.
Die A-Börse bietet eine unersetzliche strategische Position:
1. Staatliche Anerkennung: Ein Börsengang am Science and Technology Innovation Board bedeutet, offiziell als „Führungskraft im Bereich Hard Tech“ eingestuft zu werden, was den Zugang zu staatlichen Aufträgen und Rechenleistungskriterien ermöglicht.
2. Langfristiges, geduldiges Kapital: Mittel aus Sozialversicherungen und Staatskapital fliehen nicht aufgrund kurzfristiger Kursveränderungen – für kapitalschwache AI-Unternehmen ist dies eine wichtige Stütze.
3. Industrielle Ressourcen: A-Börse-Unternehmen erhalten Unterstützung, die Hongkonger Börse-Unternehmen nicht haben (z. B. in Bereichen wie Datenkompliance und Standardsetzung).
Kurz gesagt: Das Kapital der Hongkonger Börse kann nachgelegt werden, aber die „Identität“, die die A-Börse bietet, ist einmal verpasst, ist verloren.
**III. Im Gegensatz zu Internetunternehmen: Von „sich durchdrängen, um an der US-Börse notiert zu werden“ zu „aktivem Rückkehrzug zur A-Börse“
Vor zehn Jahren gingen Unternehmen wie Tencent und Alibaba auf die US- oder Hongkonger Börse, weil die A-Börse zu dieser Zeit keinen Börsengang für Verluste erlaubte und VIE-Strukturen nicht akzeptierte – es handelte sich um eine „erzwungene Auswanderung“. Heute ist die Situation anders: Die Kernressourcen von AI (Rechenleistung, Daten, Modellgewichte) sind eng mit den nationalen Grenzen verbunden, was sie besonders für einen Börsengang im Inland prädestiniert. Zudem akzeptiert die A-Börse nun auch unprofitable hard-tech-Unternehmen – der Reiz des NASDAQ hat deutlich nachgelassen.
IV. Dies ist eine große Trendentwicklung: Mehr AI-Unternehmen werden dem Weg von „Zuerst Hongkong, dann A“ folgen
Zhipu und MiniMax sind keine Ausnahme; weitere AI-Unicorns wie Yue Zhi Yan Mian und Bai Chuan Zhi Neng werden wahrscheinlich denselben Weg einschlagen. Ein weiteres Zeichen dafür ist, dass die Bewertungen chinesischer hard-tech-Unternehmen an der Hongkonger Börse immer höher steigen (manche sind sogar teurer als an der A-Börse). Die beiden Märkte haben sich aufgeteilt: Die Hongkonger Börse ist für die globale Preisbildung zuständig, die A-Börse bietet strategische Unterstützung.
Fazit
In der Vergangenheit definierten Internetunternehmen ihre Erfolge an der US-Börse – heute nutzen AI-Unternehmen den Ansatz „Zuerst Hongkong, dann A“, um die nationale Strategie zu unterstützen. Dies ist kein Zufall, sondern eine notwendige Entscheidung für chinesische Tech-Unternehmen in der Ära des AI. Wichtig ist nicht der Kurs der Aktien, sondern die richtige Wahl der „Position“ in dieser Zeit der großen Veränderungen.