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Vom „Nummer eins unter den Schweißrobotern“ zum Pionier der körperlichen Intelligenz: Die Logik der industriellen Modernisierung hinter der IPO von Kanoop

原文:从“焊接机器人第一”到具身智能先行者:卡诺普IPO背后的产业升级逻辑

Zusammenfassung des Kerninhalts

Chengdu Canop Robotics hat erneut einen Antrag auf Börsennotierung an der Hongkonger Stock Exchange eingereicht. Dies ist nicht nur ein IPO-Versuch eines einzelnen Unternehmens, sondern auch ein Abbild der Aufwertung der chinesischen Industrieroboterindustrie: Das Unternehmen hat sich aus dem Bereich Schweißen – einem Segment mit den höchsten technischen Hürden – herausgearbeitet, durch vollständige eigene Forschung und Entwicklung eine Wettbewerbsfähigkeit aufgebaut und begonnen, Skaleneffekte zu erzielen. Zudem setzt es auf Globalisierung und Körperliche Intelligenz („Embodied Intelligence“), was darauf hindeutet, dass die chinesische Industrieroboterindustrie sich von der Phase des „Inlandsersatzes“ in eine neue Ära bewegt, die durch „vollständige Technologie, globale Ausrichtung und Körperliche Intelligenz“ gekennzeichnet ist.

Detaillierte Analyse

#### 1. Im schwierigsten Bereich Schweißen – ein Vorbild für den Inlandsersatz

Schweißen gilt als der anspruchsvollste Bereich in der Industrierobotik: Es erfordert eine präzise Steuerung der Bewegungen des Roboters sowie die Anpassung an verschiedene Materialien und Schweißverfahren bei unterschiedlichen Temperaturen. Früher war dieser Markt von den „vier großen Familien“ ausländischer Unternehmen (FANUC, ABB usw.) dominiert, was einen Inlandsersatz erschwerte.

Canop Robotics hat es jedoch geschafft, in diesem Bereich herauszustechen: In den Jahren 2024 und 2025 gehörte das Unternehmen zu den führenden Herstellern von Schweißrobotern in China, und seine Produkte werden in 40 Länder weltweit verkauft – unter anderem in der Automobil-, Neuer-Energie- und Medizinindustrie. Besonders wichtig ist, dass Canop nicht nur herkömmliche Schweißroboter anbietet, sondern auch eine umfassende Produktpalette an Kooperationsrobotern und Körperlichen Intelligenz-Robotern (mehr als 70 Modelle) entwickelt hat, wodurch es sich von einem reinen Schweißrobothersteller zu einem Unternehmen mit Plattformfähigkeiten entwickelt hat.

#### 2. Vollständige eigene Forschung und Entwicklung – nicht nur die Montage von Robotern, sondern die Beherrschung der Kerntechnologien

Viele inländische Roboterunternehmen sind eigentlich „Montagewerke“, die Controller und Algorithmen von anderen Unternehmen kaufen und diese zu günstigen Preisen verkaufen. Canop Robotics hat jedoch von Anfang an einen schwierigeren Weg eingeschlagen: Es begann mit der Entwicklung des Roboterkontrollers (der „Gehirn“ des Roboters) und hat nach und nach alle grundlegenden Technologien in eigenen Händen gehalten. Sein technisches System umfasst Software für die Steuerung, Hardwarearchitekturen, Schweißverfahren sowie die Integration von Sensoren – insgesamt verfügt das Unternehmen über 326 Patente und 44 Softwarerechte.

Wie wichtig ist diese vollständige Technologie? Sein adaptives Präzisionsausgleichsverfahren ermöglicht es dem Roboter, eine Wiederholgenauigkeit von nur 0,02 Millimetern zu erreichen (weniger als die Dicke eines Haarstrangs) und eine durchschnittliche Ausfallzeit von über 100.000 Stunden. Zudem kann das Unternehmen seine Technologie in die Produktionslinien der Kunden integrieren – es handelt sich nicht nur um den Verkauf einer Einrichtung, sondern um einen integralen Bestandteil des Produktionsprozesses, was eine hohe Wettbewerbsfähigkeit bedeutet.

#### 3. Der finanzielle Wendepunkt ist erreicht: Skaleneffekte zeigen sich – Verluste sind Investitionen in die Zukunft

Die Anforderungen der Hongkonger Börse an Technologieunternehmen (Kategorie 18C) sind, dass Technologie in Geschäftsergebnisse umgewandelt werden kann. Die finanziellen Daten von Canop Robotics verbessern sich: Im Jahr 2025 erreichte das Unternehmen einen Umsatz von 324 Millionen Yuan, was einem Anstieg von 38,5% gegenüber dem Vorjahr entspricht; die Bruttogewinnmarge stieg von 27,1% auf 33%, und der Cashflow wurde positiv (28,27 Millionen Yuan).

Warum verbessern sich die Zahlen? Erstens durch die Upgrade der Produkte: Hochwertige Kooperationsroboter (Umsatzzuwachs von fast vierfach) und Körperliche Intelligenz-Roboter (Umsatzzuwachs von über 2,4-fach), was den Unternehmen ermöglicht, sich vom Wettbewerb um niedrige Preise zu befreien. Zweitens durch die Skaleneffekte: Die Auslastung der Produktionskapazitäten stieg von 77,8% auf 84,3%; je mehr Produkte verkauft werden, desto geringer fallen die Kosten für Forschung und Entwicklung. Obwohl das Unternehmen immer noch Verluste macht, fließen diese hauptsächlich in Investitionen (fast 49 Millionen Yuan im Jahr 2025, was 15% des Umsatzes ausmacht). Investoren schätzen besonders das Potenzial von Canop Robotics, von Technologie zu Gewinn zu gelangen.

#### 4. Nicht nur Inlandsersatz – Canop will weltweit Marktanteile erobern

Früher stand der Fokus in der chinesischen Roboterindustrie auf dem „Ersatz importierter Produkte“, heute geht es darum, auf den internationalen Markt zu expandieren. Canop Robotics ist bereits in 40 Ländern tätig und arbeitet mit über 80 ausländischen Integratoren zusammen. Zudem hat das Unternehmen eine Tochtergesellschaft in Malaysia eröffnet und bietet 24/7-Serviceleistungen in Indien und Mexiko an.

Der internationale Markt bietet viele Vorteile: Höhere Gewinne (zum Beispiel sind europäische und amerikanische Kunden bereit, für Technologie zu zahlen), stabile Kundenbeziehungen sowie einen höheren Markenwert. Zudem ist der Bedarf an Schweißrobotern weltweit vorhanden – in Bereichen wie Automobilindustrie, Stahlbau und Schiffbau – wodurch Canop von den Vorteilen der globalen Automatisierung profitieren kann.

#### 5. Körperliche Intelligenz – der nächste Wachstumsmotor, keine Show, sondern eine echte industrielle Notwendigkeit

Körperliche Intelligenz ist die „Zukunftsversion“ von Robotern: Sie ermöglicht es Robotern, ihre Umgebung wahrzunehmen, selbstständig Entscheidungen zu treffen und Aufgaben flexibel auszuführen. Viele Unternehmen entwickeln noch nur humanoide Roboter zur Schau, aber Canop Robotics geht einen anderen Weg: Seine Körperlichen Intelligenz-Technologien basieren auf bestehender Industrietechnologie – beispielsweise die rollbaren humanoiden Roboter „Lingshuo“ und „Lingxun“, die Inspektionen durchführen, Güter transportieren können und mit vorhandenen Anlagen zusammenarbeiten.

Das „Gehirn“ dieser Roboter ist besonders leistungsfähig: Es nutzt 3D-Visualisierungslösungen für komplexe Industrieumgebungen und verfügt über eine Datenbank mit mehr als 2000 Schweißverfahren, die es ermöglicht, spezifische Aufgaben effizient zu erledigen. Industriescenen sind ideal für den Einsatz von Körperlicher Intelligenz – dort gibt es klare Anforderungen, viele Daten und Kunden sind bereit, dafür zu zahlen. Canops umfangreiche industrielle Erfahrung kann dabei eine entscheidende Rolle spielen.

Fazit

Der IPO von Canop Robotics ist kein Zufall; er steht für den Wandel der chinesischen Industrieroboterindustrie vom „Nachfolger“ zum „globalen Konkurrenten“. Das Unternehmen verfügt über eine solide industrielle Basis sowie Potenziale für zukünftiges Wachstum (Globalisierung und Körperliche Intelligenz). Genau das ist es, was die Kapitalmärkte am meisten schätzen – sowohl den aktuellen Cashflow als auch die Zukunftsperspektiven.