虎嗅

Ein neues Zeitaltergeist hat sich manifestiert: „Mashier“ (si) er existiert nicht mehr.

原文:新的时代精神出现了:嘛事(si)儿没有

Zusammenfassung der Kerninhalte

Dieser Artikel beginnt mit dem Internet-Meme „Nothing Ever Happens“ und zeigt ein interessantes Phänomen auf: Aus diesem ursprünglichen Witz ist nicht nur eine Investitionsstrategie entstanden (das Setzen darauf, dass alle Ereignisse nicht eintreten werden, mit einer Erfolgsrate von 73%), sondern es spiegelt auch tiefer liegende Probleme der modernen Gesellschaft wider – die zunehmende Abhängigkeit von sofortigen Rückmeldungen sowie die Gewohnheit, Dinge mit einem binären Denkmuster zu beurteilen (entweder es passiert oder es passiert nicht), wobei die langen und komplexen „Zwischenprozesse“ in der realen Welt ignoriert werden. Mit zwei Beispielen – dem Platzen der AI-Blase und der Veränderung in der Narration, dass AI Arbeitsplätze ersetzen könnte – wird erläutert, wie dieser Denkansatz uns dazu bringt, echte Probleme zu übersehen, und betont, dass „der Prozess selbst die gegenwärtige Realität ist“.

I. Die Strategie „Nothing Ever Happens“: Einfach, aber wirklich effektiv?

Dass aus diesem Meme eine Investitionsstrategie werden konnte, wird durch konkrete Daten untermauert: Auf der Plattform Polymarket endeten 73% der Verträge mit dem Ergebnis „No“ (es ist nicht passiert). Beispiele dafür sind Wetten darauf, dass Israel den Iran angreifen wird, dass die Ölpreise in die Höhe schnellen oder dass die US-Aktien einbrechen – bei solchen Wetten hat man eine 70%ige Erfolgsrate, wenn man einfach „No“ wählt. Das ist genauso einfach wie das Prinzip „kaufen, wenn es bergab geht“, ohne viel nachdenken zu müssen. Der Autor als Forscher stimmt dieser Strategie jedoch nicht zu: Wenn wirklich nichts passieren würde, hätte die Forschung überhaupt keinen Sinn. Schließlich lehrt uns die Geschichte, dass Dinge immer eintreten werden – nur vielleicht nicht morgen.

II. Abhängigkeit von sofortigen Rückmeldungen: Warum können wir nicht auf den „Zwischenprozess“ warten?

Der Artikel zeigt, dass Menschen heute bei der Beurteilung von Ereignissen zunehmend wie beim Warten auf eine Lieferung handeln: Wenn innerhalb von 24 Stunden keine Antwort kommt, geht man davon aus, dass es nicht passiert ist. Ein beängstigender Nachrichtenartikel wirkt heute sehr dramatisch, aber wenn am nächsten Tag nichts weiter geschieht, wird er schnell vergessen. Die Literaturtheoretikerin Anna Kornbluh nennt dieses Phänomen das „Direktheits-Syndrom“: Wir haben den „Zwischenweg“ verloren und bevorzugen eine binäre Sichtweise (entweder es passiert oder nicht, entweder großartig oder totale Katastrophe), während wir die wiederholten und komplexen Prozesse in der Realität ignorieren. Beispiele hierfür sind Technologien wie AGI (Allgemeine Künstliche Intelligenz): Entweder wird sie nächstes Jahr verfügbar sein oder nie – niemand interessiert sich dafür, ob dafür 5 oder 10 Jahre Forschung und Entwicklung erforderlich sind.

III. Das Platzen der AI-Blase: Ist wirklich alles in Ordnung – oder haben wir einfach keine Geduld?

Vor etwa einem halben Jahr wurde noch viel über die AI-Blase diskutiert, aber jetzt wird weniger darüber gesprochen. Warum? Weil die Geschäftszahlen von Nvidia gut sind und Anthropic gute Einnahmen erzielt hat, wird der Markt sofort davon ausgegangen, dass alles in Ordnung ist. Doch die grundlegenden Fragen (z. B.: Sind die Bewertungen der AI-Unternehmen angemessen? Können die Unternehmen das Geld, das sie für AI ausgeben, langfristig aufrechterhalten?) werden nicht ernst genommen. Es ist ähnlich wie wenn man sich Sorgen macht, eine Prüfung nicht zu bestehen – aber ein guter Ergebnis bei einem kleinen Test führt dazu, dass man glaubt, die Prüfung sicher zu bestehen – obwohl die Schwierigkeit der Abschlussprüfung ganz anders ist.

IV. Die Veränderung in der Narration bezüglich der Ersetzung von Arbeitsplätzen durch AI: Von Panik zu „Realität“, was verbirgt sich dazwischen?

Letztes Jahr behauptete ein Bericht von Anthropic, dass AI viele Arbeitsplätze zu 90% ersetzen könnte, und viele Menschen hatten Angst, ihre Jobs zu verlieren. Jetzt beginnen Führungskräfte in Technologieunternehmen jedoch, diese Aussagen zu relativieren: AI wird kurzfristig keine einfachen Arbeitsplätze ersetzen. Warum? Weil Unternehmen bei ihren Tests festgestellt haben, dass AI-Systeme Probleme aufweisen – beispielsweise erzeugen die Lagerverwaltungstools von Starbucks falsche Daten, und viele Unternehmen haben viel Geld für AI-Tokens ausgegeben, ohne nennenswerte Ergebnisse zu erzielen; in einigen Fällen mussten sie sogar wieder Mitarbeiter einstellen. Dies ist ein Beispiel für den „Portier-Wahnsinn“: Ein Portier muss nicht nur Türen öffnen, sondern auch lächeln, Autos anhalten und Verdächtige abwehren – AI kann nur 5% der einfachen Aufgaben übernehmen; die restlichen 95% der komplexen Prozesse können sie jedoch nicht. Als diese Aussagen verbreitet wurden, herrschte Panik, aber jetzt, da niemand sofort seinen Job verloren hat, scheint es so, als wäre „nichts passiert“.

V. Lassen Sie sich nicht vom „Nothing Ever Happens“-Meme täuschen: Der Prozess ist die wahre Realität

Der Artikel weist darauf hin, dass es nicht wirklich so ist, als würde nichts passieren – vielmehr erzeugt die Narration den falschen Eindruck. Unsere Wahrnehmung davon, dass Dinge stattfinden, hat nachgelassen; wir erkennen weder die „grauen Nashörner“ (Risiken mit hoher Wahrscheinlichkeit) noch die „Elefanten“ im Raum (offensichtliche Probleme), die jedoch ignoriert werden. Ein Mentor sagte: „Manche Jahre verlaufen ohne Ereignisse, andere wiederum voller Veränderungen.“ Der Autor fügt hinzu: Jeder Tag ist ein Prozess des Geschehens oder Nicht-Geschehens – genau diese Zwischenprozesse sind unsere wahre Realität.

Letztendlich dient dieser Artikel als Warnung: Lassen Sie sich nicht von sofortigen Rückmeldungen und einem binären Denkmuster beeinflussen, sondern achten Sie mehr auf die Prozesse, die gerade stattfinden, aber noch nicht sichtbar sind. Andernfalls könnten Sie wichtige Veränderungen übersehen oder sogar in Fallen tappen.