Zusammenfassung des Kerninhalts
Nach fast einem Jahr der Pause hat die Marke KELLYONE von Zong Fuli einen neuen, preisgünstigen Produkttyp – den Saft-Energydrink „Guoren Bobo“ – auf den Markt gebracht. Die Markteinführung verlief jedoch außergewöhnlich zurückhaltend (keine Pressekonferenz, keine Werbung durch Prominente, keine Investitionen in Marketingmaßnahmen). Hinter dieser Entscheidung steckt die Hilflosigkeit des Hongsheng-Unternehmens nach einer Reihe von Fehlschlägen: Zunächst versuchte das Unternehmen, sich vom Waha-Ha-Markezeichen zu lösen und die neue Marke „Waxiao Zong“ zu launchen – mit mäßigem Erfolg; die Händler leisteten Widerstand, und die Lieferkette wurde geschädigt. KELLYONE erlebte nach einem kurzfristigen Aufschwung durch die Bekanntheit von Prominenten einen anhaltenden Rückgang. Nun versucht das Unternehmen, mit dem neuen Produkt wieder Aufmerksamkeit zu erregen, doch die Händler zögern aufgrund von Lagerproblemen und Gebühren, das Produkt zu unterstützen. Zudem haben mehrere Schlüsselmanager das Unternehmen verlassen – Hongsheng befindet sich in einer noch peinlicheren Situation als zuvor.
Detaillierte Analyse
#### 1. Die „stille“ Markteinführung des neuen Produkts: Keine Zurückhaltung, sondern mangelndes Vertrauen
Die Markteinführung von „Guoren Bobo“ verlief völlig unauffällig – ohne Pressekonferenz, ohne Werbung durch Prominente, auch keine Investitionen in soziale Medien wie REDnote oder TikTok. Warum? Weil Hongsheng zuvor viel Geld in die Bekanntmachung der Marke investiert hatte (mit Prominenten wie Wang Yibo und Chen Kun sowie in Musikfestivals), doch diese Maßnahmen blieben ohne nachhaltigen Erfolg. Im Jahr 2021 stiegen die Monatsverkäufe durch die Werbung mit Wang Yibo um das 70-fache – allerdings war dies auf die Unterstützung der Fans zurückzuführen, nicht auf die Beliebtheit des Produkts selbst. Nun hat Hongsheng weder das Geld noch das Vertrauen, dass dieser neue Produkttyp erfolgreich sein wird; daher wird er nur langsam in Convenience-Stores in Jiangsu, Zhejiang und Shanghai vertrieben – aus Angst vor einem weiteren Fehlschlag.
#### 2. KELLYONE: Von einer Prominentenmarke zu einer unbekannten Marke
In den neun Jahren seit der Gründung hat sich gezeigt, dass allein die Bekanntheit durch Prominente nicht ausreicht, um eine Marke erfolgreich zu machen. Die Werbung mit Wang Yibo führte zwar zu einem Anstieg der Verkäufe, doch die Kunden erinnerten sich an den Prominenten – nicht an das Produkt selbst. Nachdem die Fans ihre Bestellungen abgegeben hatten, unterschied sich das Produkt kaum von anderen Energydrinks auf dem Markt. Im Jahr 2024 betrugen die Jahresverkäufe nur 81.000 Einheiten, was etwa dem Monatseinkommen eines Convenience-Stores entspricht. Das Problem liegt darin, dass Hongsheng die Bekanntheit der Prominente nicht in eine positive Produktwahrnehmung der Kunden umgewandelt hat; das Produkt „Guoren Bobo“ bietet keine besonderen Vorteile (kein auffälliger Geschmack, keine attraktive Verpackung).
#### 3. Das Desaster mit „Waxiao Zong“
Im Jahr 2025 kündigte Zong Fuli alle ihre Positionen bei Waha Ha auf und wollte mit der neuen Marke „Waxiao Zong“ durchstarten, um alle Produkte von Waha Ha zu ersetzen. Die Händler waren jedoch nicht begeistert: Ihr Geschäft basiert auf bewährten Produkten wie AD-Kalziummilch und reinem Wasser; niemand wollte ein unbekanntes Produkt riskieren. Von den mehr als 50 Regionen im Land haben nur Shanghai und Suzhou die vorgeschriebenen Gebühren gezahlt. Nach 41 Tagen gab Hongsheng auf und entschied sich, weiterhin das Waha-Ha-Logo zu verwenden. Diese Experimente hatten erhebliche negative Auswirkungen: Die Händler zögerten, große Mengen des Produkts zu bestellen, die Rohstoffkosten stiegen, Ausbauprojekte wurden verschoben und die Zahlungsergebnisse verschlechterten sich. Die Lieferkette und die Vertriebswege wurden dadurch geschädigt.
#### 4. Händler: Wir können unsere alten Produkte kaum verkaufen – woher sollen wir die Zeit für neue haben?
Die Händler interessieren sich überhaupt nicht für die neuen Produkte von Hongsheng. Der Grund dafür ist, dass die Verkäufe von Waha Ha in diesem Jahr um 20 Prozent gesunken sind und die Lager voller unverkaufter Ware sind; außerdem hat Hongsheng eine „seltsame Regel“ eingeführt: Bei rückläufigen Verkäufen müssen die Händler zusätzliche Gebühren zahlen (z. B. 1,5-mal so viel wie die ursprünglich vereinbarten Beträge). Die Händler sind ohnehin finanziell angespannt und haben weder Zeit noch Ressourcen, sich um ein unbekanntes Produkt zu kümmern.
#### 5. Das Etikett mit „Hergestellt von Hongsheng Group“
Auf der Verpackung des neuen Produkts steht „Hergestellt von Hongsheng Group“ – doch die meisten Kunden wissen nicht, wer Hongsheng ist. Diese Angabe dient vor allem den Händlern und den Behörden: Für die Händler zeigt sie, dass Hongsheng nicht nur als Auftragshersteller tätig ist, sondern auch eigene Produkte entwickeln kann; für die Behörden und Partner beweist es, dass das Unternehmen weiterhin existiert und funktioniert. Nach dem Misserfolg mit „Waxiao Zong“, den Abgängen von Führungskräften und den Rechtsstreitigkeiten benötigte Zong Fuli schließlich ein tatsächlich verkauftes Produkt, um ihre Stabilität zu untermauern.
Fazit
Ob „Guoren Bobo“ erfolgreich sein wird, ist zweitrangig. Wichtig ist: Nach neun Jahren an Versuchen – von KELLYONE über „Waxiao Zong“ bis zum aktuellen preisgünstigen Produkt – hat Hongsheng immer weniger Ressourcen (Vertrauen der Händler, Markenimage, finanzielle Mittel) übrig. Dieser neue Energydrink ist eher ein „Lebensverlängerungstrick“ als eine Chance zur Wende.
(Die Analyse wird in verständlicher Sprache verfasst; komplexe Geschäftslogiken werden in alltägliche Beispiele umgewandelt, damit auch Leseure ohne finanzielle Vorkenntnisse sie leicht verstehen können.)