Zusammenfassung der Kerninhalte
Die Eisenbahn hat kürzlich zwei wichtige Verbesserungen eingeführt: Erstens wurde das Studentenrabattprogramm erheblich verbessert – es werden mehr Sitzplätze angeboten, die Rabatte sind flexibler, die Verfahren wurden vereinfacht und es wird sowohl auf neue Studierende als auch auf Absolventen zugegriffen. Zweitens wurde die 24-Stunden-Frist für kombinierte Fahrkarten aufgehoben. Diese Maßnahmen machen den Hochgeschwindigkeitsverkehr bequemer und erschwinglicher, was direkt die Fluglinien bedroht. Obwohl die Fluggesellschaften einen Rekord an Passagierzahlen verzeichnet haben, ist ihr Gewinn gering. Der Kurzstreckenmarkt wurde bereits vom Hochgeschwindigkeitsverkehr übernommen, und auch der Mittel- und Langstreckenmarkt wird unter Druck gesetzt. Noch wichtiger ist, dass die Eisenbahn durch das Studentenrabattprogramm die Reisegewohnheiten einer ganzen Generation vorab beeinflusst hat; die Fluglinien müssen sich auf Fern- und internationale Routen konzentrieren und das gesamte Erlebnis für die Passagiere verbessern, um im Wettbewerb bestehen zu können.
1. Verbesserungen bei den Studentenrabatten der Eisenbahn: Dieses Mal wirklich „verlockend“
Früher konnten Studenten nur zweite Klasse-Tickets kaufen; jetzt sind auch erste Klasse- und Schlafwagen-Tickets rabattiert. Die Rabatte sind flexibler – es wird nicht mehr ein fester Rabatt von 25 Prozent auf den angekündigten Preis gewährt, sondern der tatsächliche Verkaufspreis (z. B. nach Preissenkungen während der Frühjahrsreisezeit) wird um weitere 25 Prozent reduziert, wodurch der niedrigste Rabatt bis zu 40 Prozent erreicht werden kann. Die Verfahren wurden ebenfalls vereinfacht: Es ist nicht mehr notwendig, die Familienadresse bei der Schule bestätigen zu lassen; man kann sie direkt auf der Website 12306 ändern. Neue Studierende können mit ihrer Zulassungsbescheinigung ein Ticket für die Hinreise zur Schule kaufen, Absolventen mit einem Schulzeugnis für die Rückreise. Die Verbesserungen umfassen den gesamten Zeitraum von der Einschreibung bis zum Abschluss.
Beispiel: Ein Zug von Peking nach Chengdu kostet normalerweise mehrere tausend Yuan; nach dem Rabatt ist er kaum teurer als ein normales Sitzplatzticket und bietet außerdem die Möglichkeit, die Nacht im Schlafwagen zu verbringen – was Geld für das Hotel spart und den Preis gegenüber Flugtickets deutlich senkt. Studenten werden diese Option mit Sicherheit bevorzugen.
2. Verbesserungen bei kombinierten Fahrkarten: Freiere Reisepläne und zusätzliche Vorteile durch Kultur- und Tourismusangebote
Früher durften kombinierte Fahrkarten nur gekauft werden, wenn der Zeitabstand zwischen den beiden Teilstrecken nicht mehr als 24 Stunden betrug. Jetzt wurde diese Einschränkung aufgehoben, sodass Reisende ihre Reisepläne flexibler gestalten können. Zum Beispiel kann man zuerst mit dem Hochgeschwindigkeitszug nach Xi’an reisen und dort drei Tage verbringen, bevor man weiter mit dem Zug nach Lanzhou fährt – dies zählt immer noch als kombinierte Fahrt und könnte möglicherweise weitere Rabatte mit sich bringen. In Zukunft könnten sogar „einheitliche Tickets für die Provinz“ oder „regionale Tickets“ eingeführt werden, die zusätzlich zu Eintrittspreisen in Sehenswürdigkeiten und Hotelrabatten Vorteile bieten und so die Reise noch vorteilhafter machen.
3. Warum leiden die Fluglinien erneut? Mehr Menschen – weniger Geld; außerdem wird ihr Markt bedroht
Die Einnahmen der Eisenbahn haben im letzten Jahr erstmals die Milliarde-Marke überschritten, während die Fluggesellschaften bei einer Passagierzahl von 770 Millionen nur 6,5 Milliarden verdient haben. Der Durchschnittspreis in der Economy-Klasse ist auf 738 Yuan gefallen (ein Rückgang um 3 Prozent im letzten Jahr und 13 Prozent im Jahr davor). Das zeigt deutlich, dass mehr Menschen reisen, aber weniger Geld ausgegeben werden. Der Kurzstreckenmarkt (innerhalb von 800 Kilometern, ca. 3–5 Stunden) wurde bereits vom Hochgeschwindigkeitsverkehr übernommen; beispielsweise gibt es kaum noch Flüge von Qingdao nach Peking, die nur für internationale Umsteiger verfügbar sind. Auch der Mittel- und Langstreckenmarkt ist gefährdet: Züge wie die von Shanghai nach Shenzhen oder Peking nach Chengdu bieten zusätzliche Vorteile (z. B. durch Schlafplätze im Zug), was viele Flugpassagiere abzieht. Noch schlimmer ist, dass der Vorsprung der Fluglinien in Bezug auf die Geschwindigkeit deutlich geschwächt wurde – Flughäfen sind oft weit vom Stadtzentrum entfernt, die Ankunft muss früh erfolgen und es kommt häufig zu Verspätungen, insbesondere während des Gewitterregens. Daher sind Flugzeuge im Vergleich zum Hochgeschwindigkeitsverkehr weniger pünktlich und komfortabel.
4. Der „langfristige Effekt der Studentenrabatte“: Die Eisenbahn prägt die Reisegewohnheiten einer Generation
Die heutigen Studierenden nutzen vier Jahre lang rabattierte Hochgeschwindigkeitszugtickets und gewöhnen sich daran, mit dem Zug zu reisen. Wenn sie später als Geschäftsreisende (die Hauptklientel der Fluglinien) arbeiten, werden sie wahrscheinlich weiterhin den Hochgeschwindigkeitsverkehr bevorzugen. Mit nur wenigen Rabatttickets hat die Eisenbahn bereits jetzt die zukünftigen Hauptkunden „gefangen“ – das hat einen weitaus größeren Einfluss als die aktuellen Angebote der Fluglinien und bedeutet im Grunde, dass den Fluglinien ihre Zukunft genommen wird.
5. Gibt es noch eine Chance für die Fluglinien? Weit fliegen und den letzten Kilometer optimal gestalten
Der Vorteil der Fluglinien liegt weiterhin in Fern- und transozeanischen internationalen Routen (die mit dem Hochgeschwindigkeitszug nicht erreichbar sind). Beispielsweise ist die „Drei-Flüge-Strategie“ von China Eastern Airlines (Flüge ins Ausland, in entfernte Gebiete und in aufstrebende Märkte) eine richtige Richtung. Außerdem müssen Flughäfen ihre Anbindung an die Stadt verbessern – beispielsweise durch den Bau von Stadtbahnverbindungen oder Schnellbahnen, um den Reisenden den Weg vom Stadtzentrum zum Flughafen zu erleichtern und so ihren letzten Vorteil zu bewahren. Letztendlich geht es den Fluglinien darum, das gesamte Erlebnis von der Abreise bis zur Ankunft zu optimieren – nicht nur um die einzelnen Tickets.
Ehrlich gesagt: Für uns Normalverbraucher spielt es keine Rolle, ob wir den Hochgeschwindigkeitszug oder die Fluglinie wählen, solange das Angebot bequemer und erschwinglicher ist. Für die Fluglinien ist der Druck jedoch groß; sie müssen sich schnell anpassen und mehr tun, um konkurrenzfähig zu bleiben.