虎嗅

**Zusammenfassung:** Die Schweiz wird mit Zönen in Höhe von 39 % belastet – ein Schlag für das Image des Landes als sicheres Finanzparadies. Dies könnte Warnsignale für die chinesischen A-Aktien darstellen.

原文:39%关税砸向瑞士:避险天堂的信用塌方,给A股什么警示

Zusammenfassung der Kerninhalte

Die Schweiz hat ihr zweihundertjähriges Neutralitätsansehen durch eine „geografische Vorteilhaftigkeit in Kombination mit finanzieller Geschicklichkeit“ aufrechterhalten und ist zu einem Zufluchtsort für globales Kapital sowie zu einem Symbol für hohe Marktpreise hochwertiger Marken geworden. In den letzten Jahren jedoch haben drei Ereignisse – die Einfrierung russischer Vermögenswerte, der Zusammenbruch der UBS und US-Zölle – zu einem Vertrauensverlust geführt. Zudem ist sie in das „Paradoxon des sicheren Schweizerfrankes“ geraten: Je sicherer der Franken erscheint, desto gefährlicher wird er tatsächlich. Dies sollte Aktionären an den chinesischen Börsen als Warnsignal dienen: Preise, die auf einer „Illusion des Vertrauens“ basieren, sind in Wirklichkeit Zeitbomben.

I. Die beiden „Trümpfe“, die der Schweiz ihr Überleben ermöglicht haben

Die Schweiz konnte zwischen Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich bestehen, indem sie sowohl harte als auch weiche Strategien anwandte:

Hart: Geografische Verteidigung – Die Alpen wurden in eine riesige Festung umgewandelt; während des Zweiten Weltkriegs waren Tunnel und Brücken mit Sprengstoff ausgestattet. Bei der Renovierung der Rheinbrücke im Jahr 2006 wurde sogar noch Sprengstoff aus dem Krieg gefunden – ein klares Zeichen der Abschreckung.

Weich: Finanzielle Neutralität als Geschäftsmöglichkeit – Im Jahr 1934 wurde die Bankenvertraulichkeit gesetzlich verankert, wodurch ein Viertel des weltweiten grenzüberschreitenden Kapitals in die Schweiz floss. Der Schweizerfranken wurde zur einzigen Währung, die während des Krieges frei umgetauscht werden konnte. Diese Strategie basierte auf dem Prinzip: „Indem wir uns als neutral präsentieren, gewinnen wir das Vertrauen der Menschen – Geld ist dort sicher.“ Daher waren die Finanzierungskosten in der Schweiz niedrig, und Produkte wie Uhren oder Militärschwerter konnten zu höheren Preisen verkauft werden – nicht wegen ihrer hervorragenden Qualität, sondern weil die Menschen glaubten, dass der Schweiz nichts Schlimmes zustoßen würde.

II. Die drei „Zündschnüre“ für den Vertrauensverlust

Das über zwei Jahrhunderte aufgebaute Vertrauen der Schweiz wurde innerhalb von drei Jahren zerstört:

1. Einfrierung russischer Vermögenswerte: Das Mythos der Schweizer Geheimhaltung brach zusammen. Im Jahr 2022 befroren die Schweizer 15 Milliarden US-Dollar an russischen Vermögenswerten, was der ganzen Welt signalisierte: „Unsere Neutralität hängt von persönlichen Beziehungen ab.“ Kunden gerieten in Panik; private Vermögensträge in Höhe von 480 Milliarden US-Dollar flohen nach Singapur und Dubai – schließlich wollte niemand, dass sein Geld eingefroren wird.

2. Der plötzliche Zusammenbruch der UBS: Die Bankenvertraulichkeit der Schweiz wurde erschüttert. Im Jahr 2023 musste die UBS von der Credit Suisse übernommen werden; das 167-jährige Unternehmen brach innerhalb weniger Tage zusammen, was zeigt, dass der Grundsatz „groß genug zu sein, um nicht zu fallen“ in der Schweiz nicht gilt. Obwohl Banken nur 10 % des BIP ausmachen, sind sie ein entscheidender Bestandteil des Finanzsystems – ihr Zusammenbruch führte zu einem Vertrauensverlust im ganzen Land.

3. US-Zölle: Die Schweiz verlor ihre „immunen“ Status gegenüber Zöllen. Im Jahr 2025 erhoben die USA Zölle auf schweizerische Uhren, Medizinprodukte und Chemikalien (letztere machen einen Großteil der Schweizer Exporte aus); auch der Besuch des Schweizer Präsidenten in Washington brachte keine Linderung. Dies zeigt: In den Spielen der Großmächte ist die Schweiz wie die Ukraine nur ein Spielstein – Neutralität bietet keinen Schutz mehr.

III. Das „Paradoxon des sicheren Schweizerfrankes“

In Zeiten globaler Unruhen kaufen viele Menschen den Schweizerfranken als Sicherheit, was zu einer Aufwertung führt – doch für die Schweiz ist dies ein Desaster:

  • Die Aufwertung des Frankens macht exportierte Waren teurer; die Industrie (z. B. Uhrenherstellung und Chemie) kann ihre Produkte nicht mehr gut verkaufen.
  • Um den Export zu unterstützen, hielt die Zentralbank lange Zeit niedrige Zinsen – dadurch stieg der Außenwertreservenbestand auf fast eine Billion US-Dollar.
  • Mit den aktuellen Zöllen wird der Export noch schwieriger; trotzdem bleibt der Franken hoch. Sollten die Zinsen gesenkt werden, um die Wirtschaft anzukurbeln, fließt das Kapital aus dem Land. Sollten die Zinsen beibehalten werden, verliert die Industrie weiterhin an Leistungsfähigkeit. Die Schweiz bleibt nur mit demütigen Verhandlungen übrig – sie unterzeichnete Investitionsabkommen in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar und öffnete den Import von landwirtschaftlichen Produkten. Wo bleibt da noch der Anschein einer neutralen Nation?

IV. Eine „Aufweckung“ für Aktionäre

Die Lektion aus der Schweiz ist keine rein internationale Angelegenheit, sondern spiegelt die Situation an den chinesischen Börsen wider:

  • Vor 2018 dachte man, dass „weiße Pferde“ (gute Unternehmen) nie fallen würden; vor 2021 glaubte man, dass Kernaktien immer teuer bleiben würden; vor 2024 hielt man hohe Dividenden für einen universellen Schutz. All das sind „schweizerische Illusionen“ – Preise basieren auf Vertrauen und nicht auf echten Wettbewerbsvorteilen (z. B. Technologiemonopolen, Kostenvorteilen).
  • Heute haben sich die globalen Regeln geändert; das Recht, „Neutralität“, „Sicherheit“ oder „Sichere Zufluchtsorte“ zu definieren, liegt nicht in Genf, sondern an den Verhandlungstischen in Washington und Peking. Wenn alle glauben, dass etwas „absolut sicher“ ist, wird es gerade dann gefährlich – denn übermäßige Nachfrage zerstört die Sicherheit.

Kurz gesagt: Glauben Sie nicht an „Ewigkeiten“ – nur echte Stärke kann wirklich schützen.

(Das Ganze wurde in verständlicher Alltagssprache dargestellt; auch Nicht-Finanzexperten können den Aufstieg und Fall der Schweiz sowie die Implikationen für die chinesischen Börsen leicht verstehen.)