虎嗅

Der Satz „Animationen sind für Kinder da“ ist veraltet – heutzutage haben kleine Kinder keine Animationen mehr zu schauen.

原文:“动画是给小孩看的”已经过时了,现在的小孩没动画可看

Zusammenfassung der Kerninhalte:

Dieser Artikel thematisiert die Veränderungen in der Beziehung zwischen Animation und Kindern und bricht mit dem Stereotyp, dass Animation ausschließlich für Kinder bestimmt ist. Zunächst wird darauf hingewiesen, dass die Bedeutung von Animationen heute über die von realen Filmen und Serien hinausgegangen ist, obwohl der Einfluss traditioneller Kinderanimationen nachgelassen hat. Anschließend wird die Unklarheit in der Definition von „Kindernanimationen“ diskutiert, wobei die Analyse auf die Kindheitsgeschichte und die Kinderpsychologie eingegangen wird, um die Altersgruppen innerhalb dieser Kategorie zu untersuchen. Es wird auch ein Vergleich zwischen den kinderfreundlichen Richtungen der Märchen von Grimm (populär) und Andersen (künstlerisch) gezogen. Schließlich wird argumentiert, dass moderne Medien zum Verschwinden der „Kindheit“ beitragen und die Grenzen zwischen Erwachsenen und Kindern verschwimmen.

I. Ist Animation nicht mehr ausschließlich für Kinder da? Die Definition von „Kindernanimationen“ wird immer unklarer

Früher galt es allgemein, dass Animationen für Kinder bestimmt sind. Heutzutage werden jedoch auch Erwachsene von Animationen wie „Zootopia“ oder „Nezha“ genauso fasziniert wie Kinder. Warum? Weil die Definition von „Kindernanimationen“ an sich schon sehr vage ist:

  • Die Hauptfiguren müssen nicht unbedingt Kinder sein: Beispielsweise handelt es sich in „Boonie Bears“ um Bären, deren Geschichten nichts mit dem Leben von Kindern zu tun haben, dennoch werden sie als Kindernanimationen eingestuft; „Toy Story“ hat zwar Spielzeuge als Hauptfiguren, basiert aber auf kindlichen Fantasien und zählt daher ebenfalls dazu.
  • Familienfreundliche Animationen haben unterschiedliche Zielgruppen: Einige richten sich an Kinder (z. B. „Dora the Explorer“), andere eher an Erwachsene (z. B. „Zootopia“ – wenn die Tiere durch Menschen ersetzt werden, wird es zu einer Komödie für Erwachsene).
  • Techniken zur Verdeckung des Alters: Animationen verwenden oft kleine Tiere oder Roboter (wie Judy the Rabbit, Wall-E), um das Alter der Figuren unklar zu machen; oder sie haben mehrere Hauptfiguren (z. B. „Crazy Jungle“), um verschiedene Altersgruppen zu erreichen.

II. Ist die „Kindheit“ eigentlich ein neuzeitliches Konzept?

Vielleicht überrascht es Sie, aber in der Antike gab es das Konzept der „Kindheit“ nicht!

  • Kinder im Alter von früher = kleine Erwachsene: Früher begannen Kinder bereits mit der Arbeit und unterschieden sich kaum von Erwachsenen. Erst mit der Renaissance und dem Aufklärungsbewegung, insbesondere durch Rousseaus „Emile“, wurde das Kind als eine Gruppe betrachtet, die besonderer Fürsorge bedarf.
  • Kinderliteratur ist ebenfalls ein Produkt der Neuzeit: Das erste Kinderbuch der Welt erschien 1744 in Großbritannien; später folgte eine „Goldene Ära der Kinderliteratur“ (z. B. die Vorgänger von „Harry Potter“, die „Narnia-Saga“).
  • Die Psychologie beeinflusst die Klassifizierung von Animationen: Der Schweizer Psychologe Piaget stellte fest, dass Kinder in verschiedenen Altersstufen unterschiedliche kognitive Fähigkeiten haben – daher müssen Animationen für Vorschulkinder einfach sein (z. B. „Teletubbies“), während Grundschüler Geschichten mit alltäglichen Themen verstehen können (z. B. „Dora the Explorer“).

III. In welche Kategorien lassen sich Kinderanimationen einteilen – und was zeichnet sie aus?

Je nach Alter und kognitiven Fähigkeiten der Kinder lassen sich Animationen grob in drei Kategorien einteilen:

  • Vorschulanimationen: Für Kinder im Alter von 3–6 Jahren, mit kurzen Handlungen und starkem pädagogischem Wert (z. B. „Peppa Pig“ in Großbritannien, „Dora the Explorer“ in den USA).
  • Kinderfreundliche Animationen: Für Kinder im Alter von 6–12 Jahren, die dem Leben der Kinder nahekommen (z. B. „Dora the Explorer“, das durch alltägliche Themen große Botschaften vermittelt; „Crayon Shin-chan“ war ursprünglich ein Manga für Erwachsene, wurde aber als Animation angepasst und enthält weniger explizite Inhalte).
  • Jugendanimationen: Für Kinder im Alter von 12–18 Jahren, die sich mit der eigenen Identität auseinandersetzen (z. B. „Nezha“, das Thema „Mein Schicksal liegt in meinen Händen“; „Demon Slayer“, das über die Beziehung zwischen Geschwistern handelt – solche Animationen gefallen auch Erwachsenen, denn wer hat nicht die Verwirrungen der Jugend erlebt?).

IV. Zwei verschiedene künstlerische Richtungen bei Kinderanimationen: Die lebhaften Märchen von Grimm vs. die tiefgründigen Märchen von Andersen

Hinter Kindernanimationen stehen zwei unterschiedliche kreative Ansätze:

  • Grimm’sche Richtung (populär): Wie Disney-Animationen mit klarer Gegensetzung zwischen Gut und Böse und einem glücklichen Ende (z. B. „Schneewittchen“). Frühere Grimm-Märchen enthielten jedoch auch gewalttätige Inhalte (z. B. Aschenputtel, deren Zehen abgeschnitten werden), die später für Kinder geeignet adaptiert wurden.
  • Andersen’sche Richtung (künstlerisch): Wie die Pixar-Animationen, die keine Angst vor Schwierigkeiten haben und philosophische Themen behandeln (z. B. „Die kleine Mädchen, die Kerzen verkaufen“, „Der Drache Katze“). Solche Animationen sollen Kinder nicht schützen, sondern ihnen helfen, die Welt zu verstehen – wie ein kanadischer Wissenschaftler sagte: „Anstatt Kinder vor der Welt zu verstecken, sollten wir ihnen Werkzeuge geben, um sie selbst zu verstehen.“

V. Verändern moderne Medien die „Kindheit“?

Heutige Kinder sind anders als wir in unserer Jugend:

  • Erwachsene Kultur ist weniger ernst: Früher erforderten schriftliche Medien (Bücher, Zeitungen) eine rationale Denkweise; der Wissensunterschied zwischen Erwachsenen und Kindern war groß. Heute führen Kurzvideos und Smartphones zu fragmentierten Informationen – auch Erwachsene konsumieren oft kindische Inhalte (z. B. Animationen, Memes).
  • Kinder kommen früher mit der Welt der Erwachsenen in Berührung: Früher machten Eltern sich Sorgen wegen der Gewalt in „Mickey Mouse“; heute können Kinder im Internet viele erwachsene Inhalte finden, wodurch es schwierig wird, sie zu schützen.
  • Das Internet macht das Alter unsichtbar: Im Internet ist es unmöglich zu erkennen, ob jemand ein Kind oder ein Erwachsener ist – alle verwenden dieselben Memes, was das Gefühl des Alters verschwinden lässt.

Pozman behauptete, die „Kindheit“ würde verschwinden – vielleicht ist das etwas übertrieben, aber eines steht fest: Die Kindheit der nächsten Generation wird sich stark von unserer unterscheiden.

Fazit

Animationen sind nicht mehr ausschließlich für Kinder da, und auch die Definition von „Kinder“ verändert sich. Wie werden die Kinder der Zukunft sein? Vielleicht sollten wir uns keine Sorgen machen, sondern lernen, mit dieser sich verändernden Welt zu koexistieren – schließlich hat doch jeder manchmal „kindliche“ Vorlieben…