Zusammenfassung der Kerninhalte
In letzter Zeit sind Supermärkte mit starken Rabatten zu einem begehrten Trend im Einzelhandel geworden: Große Unternehmen wie Hema, Meituan und JD.com sowie ausländische und lokale Konkurrenten eröffnen in großem Stil Filialen und betreiben einen intensiven Wettbewerb. Diese Supermärkte unterscheiden sich von den früheren „weichen Rabattangeboten“, die auf den Verkauf von kurzfristig verfügbaren Restwaren basierten. Sie erreichen durch Kostensenkungen in der Lieferkette (z. B. direkte Einkäufe bei den Herstellern, eigene Produktionslinien, kassenlose Systeme) einen „täglichen niedrigen Preis“ und richten sich dabei an die Gruppe der „nicht vollständig mittelständischen Verbraucher“ – Menschen, die Geld sparen möchten, ohne auf Qualität zu verzichten (z. B. Mittelalte mit stagnierenden Gehältern, die sich auf ihre Renten verlassen müssen, oder junge Leute, die im Alltag sparsam sind, aber bereit sind, für emotionale Konsumausgaben Geld auszugeben). Hinter diesem Trend stecken Veränderungen in der wirtschaftlichen Situation und den Konsumgewohnheiten: Die Menschen haben weniger Vertrauen in ihre zukünftigen Einkommen und legen mehr Wert auf sparsame Ausgaben. Die Zukunft der Supermärkte mit starken Rabatten hängt davon ab, wer die Lieferkette wirklich effektiv kontrollieren kann – doch sie werden nicht alle anderen Einzelhandelsformen ersetzen.
I. Supermärkte mit starken Rabatten: Kein „Ausverkauf von kurzfristig verfügbaren Waren“, sondern ein neues Konzept
Viele Menschen denken, dass es sich bei solchen Supermärkten um den Verkauf von abgelaufenen Lebensmitteln handelt, aber das ist nicht der Fall. Frühere Angebote wie „Good Deal“ oder „Hi Deal“ zählten zu den „weichen Rabatten“ und basierten auf dem Kauf von Restwaren bei Händlern, was zu unzuverlässigen Lieferquellen führte (es gab heute etwas, morgen vielleicht nichts mehr). Bei Supermärkten mit starken Rabatten hingegen werden tatsächlich die Kosten gesenkt:
- Günstige Standorte ohne Miete: Sie befinden sich nicht in Einkaufszentren, sondern in Wohnvierteln (z. B. die meisten Hema-Filialen in Peking liegen in Randbezirken).
- Viele eigene Produkte: Die Supermärkte beziehen die Waren direkt von den Herstellern (sogenannte PB-Produkte), ohne dass Zwischenhändler zusätzliche Kosten verursachen – Beispiel: Hemas Erdbeerkekse oder Aldis Milch.
- Minderer Personaleinsatz: Kassenlose Systeme sind Standard, was Personal und Löhne spart.
- Fokussierung auf wichtige Produkte: Nur die am häufigsten benötigten Waren werden verkauft (z. B. Frisches, Getreideprodukte), um Lagerverluste zu reduzieren. Kurz gesagt: Bei Supermärkten mit starken Rabatten wird an allen Stellen versucht, Kosten einzusparen – daher sind die Preise täglich niedrig (Branchenbegriff: EDLP). Zum Beispiel kostet ein 4-Kilogramm-Wassermelonenkuchen bei Hema nur 19,99 Yuan, was halb so viel ist wie im Gemüsemarkt.
II. Warum sind Supermärkte mit starken Rabatten plötzlich so beliebt? Wer zahlt dafür?
Der Erfolg dieser Supermärkte ist kein Zufall, sondern entspricht den Anforderungen der Zeit:
- Wirtschaftliche und psychologische Faktoren: Viele Menschen sind weniger optimistisch hinsichtlich ihrer zukünftigen Einkommen (z. B. durch die Möglichkeit der Automatisierung von Arbeitsplätzen oder stagnierende Gehälter) und möchten daher sparen, ohne auf Qualität zu verzichten.
- Genauere Zielgruppe: Hauptsächlich die „nicht vollständig mittelständischen Verbraucher“:
- Mittelalte Menschen mit stagnierenden Gehältern und ohne finanzielle Reserven, die sich auf ihre Renten verlassen müssen;
- Junge Leute, die bereit sind, für Konsumausgaben wie Konzerte oder Reisen Geld auszugeben, aber beim Einkaufen sparsam sind.
- Lernprozesse aus europäischen und japanischen Erfahrungen: In Europa (ALDI) und Japan gibt es solche Supermärkte bereits seit längerer Zeit – dort steigt die Altersbevölkerung und das Wirtschaftswachstum ist langsam; auch China befindet sich in dieser Phase.
III. Der Wettbewerb der Großen Unternehmen: Jeder hat seine eigenen Strategien und Herausforderungen
Der Markt für Supermärkte mit starken Rabatten ist heute sehr fragmentiert; die verschiedenen Akteure verfolgen unterschiedliche Ansätze:
- Hema: Mit den meisten Filialen (über 400) und einem Anteil von 60% an PB-Produkten – sie müssen sich jedoch von ihrem anderen Geschäftsbereich „Hema Fresh“ abgrenzen, um nicht selbst Konkurrenz zu schaffen.
- Meituan: Sie verfügen über den Vorteil der schnellen Lieferung, kennen sich aber noch nicht gut mit der Lieferkette und dem Lagermanagement aus und lernen weiter.
- JD.com: Mit großen Filialen (bis zu 5000 Quadratmetern) ist das Erzielen von Gewinnen eine Herausforderung.
- Das ausländische Unternehmen Aldi: Ihr Anteil an PB-Produkten beträgt 90%, die Lieferkette ist sehr effizient (lange Verträge mit Lieferanten); sie eröffnen jedoch nur langsam neue Filialen, hauptsächlich in Shanghai und Jiangsu.
- Übergeordnete Unternehmen: Zum Beispiel das Snackunternehmen Wanchen Group, das mit „Huiseng Jia“ in den Markt einsteigt und versucht, durch den Wechsel zum Bereich der Supermärkte mit starken Rabatten zusätzliches Wachstum zu erzielen.
Der Wettbewerb wird immer intensiver – die Filialen befinden sich oft weniger als 2 Kilometer voneinander entfernt; es geht darum, wer am schnellsten und günstigsten expandieren kann.
IV. Sind niedrige Preise das Ergebnis von Subventionen oder effizienter Lieferkette?
Die niedrigen Preise bei Supermärkten mit starken Rabatten basieren nicht auf finanziellen Subventionen, sondern auf einer effizienten Lieferkette:
- Der Schlüssel ist der direkte Vertrieb von Produkten vom Hersteller zum Verbraucher (F2C): Zwischenhändler werden ausgeschaltet – z. B. direkt bei den Bauern gekauft oder Produkte in eigenen Produktionslinien hergestellt.
- Ein hoher Anteil an PB-Produkten: Je mehr eigene Produkte, desto niedriger die Kosten. Aldi erreicht hier eine extrem niedrige Preisklasse; Hema liegt bei 60%, was ebenfalls gut ist – Meituan hingegen nur bei 25%.
- Kreativität und Digitalisierung sind entscheidend: Beispiele wie Hemas erfolgreiche Erdbeerkekse zeigen, dass kreative Produktideen Kunden anziehen können. Die Nutzung von digitalen Technologien zur Prognose von Verkaufszahlen und zur Reduzierung von Lagerverlusten ist ebenfalls wichtig für die Kostensenkung.
Kurzfristig könnten Subventionen neue Kunden anlocken, aber langfristig sind effiziente Lieferketten entscheidend.
V. Haben Supermärkte mit starken Rabatten eine Zukunft? Sie werden nicht alle anderen Supermärkte ersetzen
Die Aussichten für solche Supermärkte sind gut – sie werden jedoch nur einen Teil des Einzelhandels darstellen:
- Vergleiche mit Vorreitern: Unternehmen wie Aldi in Deutschland und japanische Supermärkte konnten auch in wirtschaftlich schwachen Zeiten weiterwachsen. Auch die Fluggesellschaft春秋 Airlines war 2025 die profitabelste der Branche – das zeigt, dass solche Modelle lebensfähig sind.
- Ein Nischenmarkt: Supermärkte mit starken Rabatten konzentrieren sich hauptsächlich auf frische Lebensmittel; sie werden nicht den gesamten Einzelhandel dominieren (z. B. japanische Supermärkte gehören nicht zu den Top-10-Einzelhändlern, aber sie sind in der Kategorie „Frisches“ sehr erfolgreich).
- Trend zur Segmentierung des Konsums: Der Einzelhandel wird zukünftig eine Mischung aus hochwertigen und kostengünstigen Angeboten sein – jede Zielgruppe findet dort ihren Platz.
Kurz gesagt: Supermärkte mit starken Rabatten sind kein „Retter“ des Einzelhandels, aber sie werden zu einer wichtigen Option für Menschen, die ihr Budget schonen möchten, ohne auf Qualität zu verzichten.
Fazit: Der Erfolg dieser Supermärkte spiegelt den Wunsch der Menschen wider, Geld zu sparen, ohne ihre Lebensqualität zu beeinträchtigen – es ist auch ein natürlicher Ausdruck der zunehmenden Segmentierung des Konsums. Wer die Lieferkette effektiv kontrollieren kann, wird im Wettbewerb erfolgreich sein.